Riester Rente

von
themafeld

Guten Tag, wenn man eine vorgezogenen Schwerbehindertenrente als Flexrente mit 99 % bezieht, "darf man dann " auch noch weiterhin die Beiträge für die Riester Rente bis zur regulären Rente einzahlen und hat man dann auch bis zur regulären Renten Anspruch auf die Förderung??

Danke für Eure Mühe

von
Apollosonde

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=46&no_cache=1&tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=35222

Zum Verständnis:
Bei der Altersrente für Schwerbehinderte Menschen handelt es sich bereits um einen 'regulären Rentenanspruch'.
Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze (65 - 67 Jahre) müssen Sie keine Wunschrente beantragen. Die Pflegebeiträge fließen dennoch in Ihr Konto.
Erst wenn Sie ab der Regelaltersgrenze noch pflegen, lohnt sich die 99%-Wunschrente.
Allerdings: Der Beginn der Auszahlung von Riesterverträgen kann man doch nicht ewig in die Zukunft schieben. M.E. enden die doch spätestens mit Regelaltersgrenze/ bzw. ggf. vorher mit Altersvollrente.
Dann stellt sich die Frage der Förderung auch nicht mehr.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo themafeld,

ja, auch wenn Sie eine vorgezogene Altersrente beziehen können Sie weiterhin Beiträge in Ihren laufenden Riestervertrag einzahlen. Soweit Sie neben dem Altersvollrentenbezug (vor Erreichen der Regelaltersgrenze) eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit oder auch eine versicherungspflichtige nicht erwerbsmäßige Pflegetätigkeit mit entsprechender Beitragszahlung ausüben, gehören Sie auch zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis und können damit auch eine entsprechende Förderung durch die ZfA erhalten.

Aufgrund des ab 01.01.2017 (im Rahmen des Flexirentengesetzes) geltenden neuen Versicherungsrechts tritt die Versicherungsfreiheit wegen eines Altersvollrentenbezugs im Übrigen erst nach Ablauf des Monats in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird ein. Um die für die unmittelbare Förderberechtigung notwendigen Rentenversicherungsbeiträge zahlen zu können ist in Ihrem Fall damit grundsätzlich auch kein„Umweg“ über den Bezug einer Teilrente notwendig. Insoweit möchte ich auch auf dem Beitrag von „Apollosonde“ verweisen.