Rückerstattung der einbezahlten Rentenversicherungsbeiträge als Beamter - Ablehnung

von
Jan

Hallo,
Ich habe gerade die Ablehnung zum Antrag auf Erstattung der Rentenbeiträge erhalten.

Ich habe vor meinem Studium eine Ausbildung absolviert und während des Studiums als geringfügig Beschäftigter mein BaFöG aufgebessert. Als ich mein Studium abgeschlossen hatte, war jedoch gerade eine Lehrerschwemne, sodass ich beinahe 2,5 Jahre auf einen Referendariatsplatz warten musste. So habe ich in dieser Zeit zunächst meinen Studentenjob in eine Teilzeitbeschäftigung umgewandelt und bekam dann als 1. Examinierter eine Stelle an einer Schule.
Nach Beendigung des Referendariats musste ich noch einmal 2 Jahre auf eine unbefristete (verbeamtete) Stelle warten.
Ich bekäme zurzeit eine Rente von 156,xx €, wenn ich 2048 in Rente gehe. Wenn ich dann jetzt lese, dass diese Rente dann auch noch zu 100% versteuert wird, platzt mir mittlerweile der Kragen. Ich werde dafür bestraft, dass ich zu spät geboren wurde, dass ich dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollte und mich nach dem Studium nicht auf die faule Haut gelegt habe und Hartz IV beantragt habe und dass nicht rechtzeitig genug genügend Lehrerstellen bereitgestellt wurden? Das ist Betrug am Bürger. Ich will mein Recht und mein Geld. Wie gehe ich am besten vor?

von
chi

Zitiert von: Jan
Wie gehe ich am besten vor?

Erster Schritt: einmal abregen, wäre meine Empfehlung. ;-)

Warum wurde die Erstattung abgelehnt? Allgemeine Wartezeit erfüllt?

von
Pädagogenflüsterer

Kollege Chi sagt schon richtig, Aufregung hilft nicht.

Sie sollten sich einmal ausrechnen, ob Sie die rentenrechtlichen Zeiten nicht eventuell für Ihre Versorgung noch benötigen.

Lesen Sie sich in das für Sie maßgebliche Versorgungsrecht ein unf fangen vielleicht hinterher an, mit der Welt zu hadern.

Wenn Sie die von Ihnen getragenen Beiträge tatsächlich erstattet bekommen wollen: In abkommenfreies Ausland verziehen und deutsche Staatsangehörigkeit ablegen
Zuviel Aufwand? Dann mit der Situation abfinden, wie ein Erwachsener.

von
Kaiser

Zitiert von: Jan
Hallo,
Ich habe gerade die Ablehnung zum Antrag auf Erstattung der Rentenbeiträge erhalten.

Ich habe vor meinem Studium eine Ausbildung absolviert und während des Studiums als geringfügig Beschäftigter mein BaFöG aufgebessert. Als ich mein Studium abgeschlossen hatte, war jedoch gerade eine Lehrerschwemne, sodass ich beinahe 2,5 Jahre auf einen Referendariatsplatz warten musste. So habe ich in dieser Zeit zunächst meinen Studentenjob in eine Teilzeitbeschäftigung umgewandelt und bekam dann als 1. Examinierter eine Stelle an einer Schule.
Nach Beendigung des Referendariats musste ich noch einmal 2 Jahre auf eine unbefristete (verbeamtete) Stelle warten.
Ich bekäme zurzeit eine Rente von 156,xx €, wenn ich 2048 in Rente gehe. Wenn ich dann jetzt lese, dass diese Rente dann auch noch zu 100% versteuert wird, platzt mir mittlerweile der Kragen. Ich werde dafür bestraft, dass ich zu spät geboren wurde, dass ich dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollte und mich nach dem Studium nicht auf die faule Haut gelegt habe und Hartz IV beantragt habe und dass nicht rechtzeitig genug genügend Lehrerstellen bereitgestellt wurden? Das ist Betrug am Bürger. Ich will mein Recht und mein Geld. Wie gehe ich am besten vor?

Und so ein Jammerlappen wie Du vertritt unseren Staat? Prost Mahlzeit. Da hat man dann wohl auch den Bock zum Gärtner gemacht!
Wie wäre es gerade als Beamter bestehende Gesetze zu lesen, zu verstehen und vor allem zu akzeptieren?

von
W*lfgang

Zitiert von: Jan
Ich bekäme zurzeit eine Rente von 156,xx €,

Hallo Jan, wenn eine Rente bereits _errechnet_ worden ist, haben Sie auch mind. die dafür erforderlichen 60 Monate Wartezeit (Mindestbeitragszeit) erreicht ...also immer schön bei der Wahrheit bleiben, was 'nur 2,5 + 2 Jahre Beschäftigungszeit = 4,5' betrifft. Evtl. BW oder Minijobs, gar H4 vor 2011? ...ach du *Scheiße - das zählt auch alles? JA, ergibt sich aus Ihrem Versicherungsverlauf ...der Sozialstaat (WIR!) ist eben 'Kümmerer', auch ohne anerkennende Worte ;-)

Mensch Jan, Beamten wird ja gern ein 'höherer' Bildungsgrad unterstellt, da geht so eine simple Lektüre/Bescheid von der DRV, doch in einer Sitzung vor der Spülung durch! Warum Lamentieren, wenn einem das mit der Ablehnung doch schon vor Erstattungsantrag klar gewesen sein müsste ;-)

Zitiert von: Jan
Wenn ich dann jetzt lese, dass diese Rente dann auch noch zu 100% versteuert wird, platzt mir mittlerweile der Kragen.

Sehen Sie da eine Benachteiligung, obwohl die Pension schon immer zu 100 % steuerpflichtiges Einkommen ist ?

Nebenbei, mit der Rentenzahlung bleibt Ihnen doch ein kleines Leckerlie von der DRV übrig, was Ihnen die Pension nicht wegkürzen kann – in den nächsten 30 Jahren werden Sie sicher herausfinden, was das ist :-))

Gruß
w.
PS: wenn Ihnen jetzt schon der Kragen platzt, was richtet der Ihnen anvertraute 'Streichelzoo' bis dahin erst mit Ihnen an? *g

von
chi

Zitiert von: W*lfgang
also immer schön bei der Wahrheit bleiben, was 'nur 2,5 + 2 Jahre Beschäftigungszeit = 4,5' betrifft.

Na, es war noch eine Ausbildung erwähnt – falls abgeschlossen, sind das noch einmal mindestens zwei Jahre.

Leider war die Darstellung des Sachverhalts nicht sehr systematisch, da war die Erregung vor …

Experten-Antwort

Hallo Jan,

Sie haben nach Ihren Angaben die Mindestwartezeit von 60 Monaten mit Beitragszeiten erfüllt.
Daher musste Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger nach der geltenden Rechtslage Ihren Antrag auf Beitragserstattung ablehnen.
Stattdessen bekommen Sie nach Erreichen der Regelaltersgrenze eine Altersrente gezahlt.
Andere Möglichkeiten gibt es nach den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen für Ihren Rentenversicherungsträger nicht.

von
W*lfgang

Zitiert von: chi
Zitiert von: W*lfgang
also immer schön bei der Wahrheit bleiben, was 'nur 2,5 + 2 Jahre Beschäftigungszeit = 4,5' betrifft.

Na, es war noch eine Ausbildung erwähnt – falls abgeschlossen, sind das noch einmal mindestens zwei Jahre.

Leider war die Darstellung des Sachverhalts nicht sehr systematisch, da war die Erregung vor …

Kann man so sehen, hatte ich schlicht als vorauslaufende 'Abi-Zeit' eines normalen Musterschülers gewertet.

Ich hätte wohl dem Erregungslevel von Jan (kann dabei keinen präzisen Aufsatz über seine Versicherungsbiographie verfassen) einen höheren Stellenwert einräumen sollen ;-)

Gruß
w.
PS: vielleicht gibt @Jan ja noch mal bekannt, wie es wirklich ist, bis er sich bis zum EUGH eines Besseren belehren lassen muss.