Rückgabe einer Ewerbsminderungsrente

von
Dani

Hallo,
ich hätte einmal folgende Frage. Ist es möglich eine gewährte Rente wg. teilweiser Erwerbsminderung aufgrund einer Berufsunfähigkeit an zurückzugeben oder nicht anzunehmen? Meinen Vater wurde auf Ihrer Reha geraten einen Rentenantrag zu stellen, nun hat sie die o.g. Rente erhalten. Sie möchte aber weiter in ihren Beruf als Krankenpfleger arbeiten und das ganztags? Da sie auch mit den möglichen Hinzuverdienst nicht leben kann. Gegen den Bescheid der Rente hat sie schon mal Widerspruch erhoben. Volle Erwerbsminderung kommt aber für sie nicht in Frage. Würde sie dann so gestellt werden das sie nicht Berufsunfähig ist?
Vielen Dank, falls jemand rat weiß.

von
RentnerBonn

Vollzeit arbeiten ist gar kein Problem. Sie kann Vollzeit arbeiten, dann wird die EM-Rente automatisch nicht ausgezahlt.
Es ist auch möglich, freiwillig auf die EM-Rente zu verzichten, das kann man der DRV einfach per Brief mitteilen.

Warum hat sie bloß einen Rentenantrag gestellt, wenn sie gar keine Rente wollte?

von
Günter

Ich vermute mal, teilweise (halbe) EWR wegen Berufsunfähigkeit = alte BU für vor 1961 geborene.
Im Antrag mussten doch Gründe angegeben werden, warum arbeiten nicht mehr möglich und Rente begehrt wird?
Jetzt als Bescheid da, plötzlich wieder alles gut und Vollzeit möglich?
Da stimmt doch was nicht.

von
Fortitude one

Wenn ich die Beitragsüberschrift schon lese, wirds mir schlecht. Aus diesem Grund kein Kommentar.

von Experte/in Experten-Antwort

Grundsätzlich ist eine Antragsrücknahme während des gesamten Rentenverfahrens bis zum Eintritt der Bindungswirkung des Bescheides zulässig.
Da Ihr Vater gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt hat, ist die Bindungswirkung noch nicht eingetreten.
Ausnahme: Wurde Ihr Vater von der Krankenkasse oder dem Arbeitsamt/der Agentur für Arbeit zur Antragstellung aufgefordert, bedarf die Antragsrücknahme der Zustimmung der Krankenkasse beziehungsweise des Arbeitsamtes/der Agentur für Arbeit.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit eine Rente wegen Erwerbsminderung zu beziehen und gleichzeitig zu arbeiten. Der erzielte Verdienst wird in diesem Fall auf die Rente wegen Erwerbsminderung angerechnet, so dass die Rente nur noch als Teilrente ausgezahlt wird oder gegebenenfalls in voller Höhe ruht. .

von
=//=

Kleiner Tipp für die Zukunft:

Man muss nicht immer alles tun, was einem geraten wird! :-)

Wichtig für eine Antragstellung wäre doch hier gewesen, sich erst mal zu erkundigen, z.B. wie hoch ist die Rente, wie lange habe ich (noch) Anspruch auf Kranken- oder Arbeitslosengeld , was kann ich dazu verdienen etc.

Ihr Vater (übrigens ER, nicht SIE) kann doch jetzt ganztags arbeiten gehen, wenn er sich das zutraut. Dann wird entweder die Rente gekürzt oder der Zahlanspruch entfällt ganz.