Rücknahme von Widerspruch gegen Ablehnung einer Reha

von
Musikus

Hallo miteinander,
ich habe folgendes Problem: Ich habe sehr starke Schmerzen beim Gehen und auch beim Liegen was in hochgradiger Arthrose in beiden Knien und Bandscheibenproblemen begründet liegt. In diesem Zusammenhang wurde durch meinen Arzt eine Reha-Maßnahme beantragt. Bei den sonstigen Diagnosen wurde hier auch eine depressive Phase angeführt.
Der Antrag auf Leistungen wurde durch die DRV abgelehnt und ich wurde aufgefordert, meine depressive Phase in ambulanten Sitzungen behandeln zu lassen.
Hierauf habe ich Widerspruch eingelegt, da meine akuten Probleme nicht im psychischen, sondern im orthopädischen Bereich zu suchen sind, was ich in meiner Begründung sehr deutlich geschildert habe.
Als Reaktion hierauf erhielt ich einen Termin zur Begutachtung bei einem psychologischen Facharzt. Eine Entscheidung der DRV aufgrund dieses Gutachtens ist noch nicht gefallen.
Da meine Probleme in den Beinen immer schlimmer werden, habe ich mich nun für eine Knie-OP entschieden, die in den nächsten Monaten stattfinden soll. An sie schließt sich dann ja auch eine AHB an.
Da aus meiner Sicht und der meiner Ärzte eine psychisch orientierte Reha derzeit nicht erforderlich ist und ich außerdem noch voll im Berufsleben stehe (man überlege sich meine Fehlzeit bei einer solchen Reha und anschließenden Knie-OP mit AHB) würde ich gerne meinen Widerspruch gegen die Ablehnung der Reha-Maßnahme zurückziehen. Gibt es da Probleme, z. B. wenn vielleicht in nächster Zeit tatsächlich eine solche Reha-Maßnahme erforderlich werden sollte? Auf was sollte ich bei der Widerspruchsrücknahme achten, damit ich später keine Probleme bekomme

von
W*lfgang

Zitiert von: Musikus
Auf was sollte ich bei der Widerspruchsrücknahme achten, damit ich später keine Probleme bekomme

Hallo Musikus,

ein Satz reicht bereits "Hiermit ziehe ich meinen Widerspruch vom xx.xx.xxxx zurück."

Damit ist das für die DRV zunächst erledigt, eine Begründung ist nicht erforderlich, die Akte wird dahingehend geschlossen.

Bei erneutem Reha-Antrag ist wieder eine neue Entscheidung nach _dann akuten Erwerbseinschränkungen_ zu treffen - Sie haben da keinen Malus, weil Sie die DRV mit einem vormaligen Antrag und Widerspruch mal beschäftigt haben.

Gruß
w.

von
Fortitude one

Zitiert von: Musikus
Hallo miteinander,
ich habe folgendes Problem: Ich habe sehr starke Schmerzen beim Gehen und auch beim Liegen was in hochgradiger Arthrose in beiden Knien und Bandscheibenproblemen begründet liegt. In diesem Zusammenhang wurde durch meinen Arzt eine Reha-Maßnahme beantragt. Bei den sonstigen Diagnosen wurde hier auch eine depressive Phase angeführt.
Der Antrag auf Leistungen wurde durch die DRV abgelehnt und ich wurde aufgefordert, meine depressive Phase in ambulanten Sitzungen behandeln zu lassen.
Hierauf habe ich Widerspruch eingelegt, da meine akuten Probleme nicht im psychischen, sondern im orthopädischen Bereich zu suchen sind, was ich in meiner Begründung sehr deutlich geschildert habe.
Als Reaktion hierauf erhielt ich einen Termin zur Begutachtung bei einem psychologischen Facharzt. Eine Entscheidung der DRV aufgrund dieses Gutachtens ist noch nicht gefallen.
Da meine Probleme in den Beinen immer schlimmer werden, habe ich mich nun für eine Knie-OP entschieden, die in den nächsten Monaten stattfinden soll. An sie schließt sich dann ja auch eine AHB an.
Da aus meiner Sicht und der meiner Ärzte eine psychisch orientierte Reha derzeit nicht erforderlich ist und ich außerdem noch voll im Berufsleben stehe (man überlege sich meine Fehlzeit bei einer solchen Reha und anschließenden Knie-OP mit AHB) würde ich gerne meinen Widerspruch gegen die Ablehnung der Reha-Maßnahme zurückziehen. Gibt es da Probleme, z. B. wenn vielleicht in nächster Zeit tatsächlich eine solche Reha-Maßnahme erforderlich werden sollte? Auf was sollte ich bei der Widerspruchsrücknahme achten, damit ich später keine Probleme bekomme

Hallo Musikus,

Sie könnten wie W*lfgang geschrieben hat mit einem Satz Ihren Widerspruch zurückziehen. Aber da Sie in Ihrem Widerspruch die Begründung deutlich geschildert haben, würde ich an Ihrer Stelle in der Widerspruchsrücknahme, auch klar begründen warum Sie Ihren Widerspruch zurückziehen z.b. anstehende OP ect.

P.S. Egal welche gesundheitliche Erkrankungen vorliegen, so ist unsere Seele immer betroffen und muss und muss/sollte berücksichtigt werden.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

Experten-Antwort

Hallo Musikus,

wie von W*lfgang beschrieben ist der Widerspruch einfach nur mit einem Satz zurückzunehmen. Eine Begründung ist nicht erforderlich.
Bei einem neuen Antrag wird, unabhängig von der Rücknahme des Widerspruches, anhand des zum Zeitpunkt der Antragstellung aktuellen Gesundheitsbildes ein neues ärztliches Votum getroffen, das für den neuen Antrag entscheidend ist.