Rückübertragung Rentenpunkte-Versorgungsausgleich

von
Hermine

Geschiedener Exmann erhielt bei Scheidung 2005 von mir Rentenpunkte im Versorgungsausgleich. Seit 2001 erhielt er bereits Erwerbsunfähigkeitsrente. Er verstarb im Dezember 2015 mit 65 Jahren ( geboren im März1950).
Habe ich nunmehr das Recht, meine Rentenpunkte zurück zu erhalten?
Die Anrechnung meiner Rentenpunkte greift doch erst bei Altersrente?

Lieben Dank im voraus!

von
_ich

Nein, Sie kriegen Ihre (ehemaligen) Punkte nicht zurück, weil Ihr geschiedener Ehemann mehr als 3 Jahre Rente bezogen hat.

Ob dies nun eine Altersrente oder Rente wegen Erwerbsminderung/ Erwerbsunfähigkeit ist, ist unerheblich.

von
Hermine

Gilt der Versorgungsausgleich nicht erst bei Bezug der Altersrente? Das sind keinesfalls dann 3 Jahre.

von
Lesen

Zitiert von: _ich

Nein, Sie kriegen Ihre (ehemaligen) Punkte nicht zurück, weil Ihr geschiedener Ehemann mehr als 3 Jahre Rente bezogen hat.

Ob dies nun eine Altersrente oder Rente wegen Erwerbsminderung/ Erwerbsunfähigkeit ist, ist unerheblich.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

von
Hermine

...und wer sich entbehrliche Kommentare spart, ist klug.......

von
_ich

Nein, der Versorgungsausgleich gilt nicht erst ab Altersrente, sondern ab Rechtskraft des Scheidungsurteils.

Da Ihr Exmann bei der Scheidung bereits Rentner war, hat sich seine Rente erhöht, also die übertragenen Entgeltpunkte kamen bereits zur Auszahlung und deswegen kriegen Sie, weil er aus diesem Versorgungsausgleich eben schon Rente bekommen hat (länger als 3 Jahre) die Punkte nicht zurück.

von
Hermine

Vielen herzlichen Dank!

Experten-Antwort

Eine Anpassung wegen Tod nach dem Versorgungsausgleichsgesetz ist, wie 'von _ich' bereits erklärt hat, nur möglich, wenn die ausgleichsberechtigte Person nicht länger als 36 Monate eine Versorgung aus dem übertragenen Anrecht bezogen hat. Der Zuschlag wird wenn schon ein Rentenanspruch besteht grundsätzlich ab dem Monat ausgezahlt, zu dessen Beginn der Versorgungsausgleich rechtskräftig ist. Eine Anpassung dürfte nach Ihrer Schilderung daher nicht in Betracht bekommen.

von
Hinweiser

Nach derzeitiger Rechtslage kommt in zahlreichen (Alt-)Fällen entgegen den vorangegangenen Antworten auch dann noch ein "Stopp" des Versorgungsausgleichs in Betracht, wenn aus den übertragenen Anrechten länger als 36 Monate Leistungen bezogen wurden; zu den verschiedenen Möglichkeiten und Konstellationen bei Tod des ausgleichsberechtigten Ehegatten siehe www.mayer-kuegler.de/versorgungsausgleich-tod

von
Fastrentner

[quote=276718]
Nach derzeitiger Rechtslage kommt in zahlreichen (Alt-)Fällen entgegen den vorangegangenen Antworten auch dann noch ein "Stopp" des Versorgungsausgleichs in Betracht, wenn aus den übertragenen Anrechten länger als 36 Monate Leistungen bezogen wurden; zu den verschiedenen Möglichkeiten und Konstellationen bei Tod des ausgleichsberechtigten Ehegatten siehe www.mayer-kuegler.de/versorgungsausgleich-tod
[/quote
Vorsicht! Meistens gewinnen in einem solchen Verfahren nur die Anwälte ( nämlich das Geld Ihrer Mandanten)!
Die "zahlreichen" Altfälle sind prozentual wohl eher als "selten" einzustufen!

von
Hermine

Ganz lieben Dank für alle Hinweise.