Rückwirkend Schwerbehindertenrente mit 63?

von
Anton

Kann man rückwirkend Rente ab 63 nach dem Schwerbehindertengesetz erhalten, wenn das Sozialgericht erst einige Zeit nach dem Zeitpunkt des möglichen Renteneintritts eine positives Urteil fällt?

Situation:
Zurzeit läuft die gerichtliche Überprüfung eines Widerspruchsbescheids. Voraussichtlich wird aber erst nach dem rechtlich möglichen Renteneintritt das Urteil fallen. So bin ich gezwungen, diesen Eintrittstermin verstreichen zu lassen und weiterzuarbeiten.
Könnte ich eine Rente erhalten, würde ich das Flexirentengesetz in Anspruch nehmen – unter dem Strich würde ich dann finanziell besser gestellt, da ich mein Teilzeitgehalt mit der Rente aufbessern könnte.
Kann man rückwirkend den Verlust der Flexirentenhöhe erstattet bekommen?

Vielen Dank

von
Antholz

Zitiert von: Anton
Kann man rückwirkend Rente ab 63 nach dem Schwerbehindertengesetz erhalten, wenn das Sozialgericht erst einige Zeit nach dem Zeitpunkt des möglichen Renteneintritts eine positives Urteil fällt?

Situation:
Zurzeit läuft die gerichtliche Überprüfung eines Widerspruchsbescheids. Voraussichtlich wird aber erst nach dem rechtlich möglichen Renteneintritt das Urteil fallen. So bin ich gezwungen, diesen Eintrittstermin verstreichen zu lassen und weiterzuarbeiten.
Könnte ich eine Rente erhalten, würde ich das Flexirentengesetz in Anspruch nehmen – unter dem Strich würde ich dann finanziell besser gestellt, da ich mein Teilzeitgehalt mit der Rente aufbessern könnte.
Kann man rückwirkend den Verlust der Flexirentenhöhe erstattet bekommen?

Vielen Dank

Hallo,

Ich lese immer """rückwirkend""" . Sie wissen doch, dass es sich um die Vergangenheit handelt. Da geht garnichts mehr. Bleiben Sie in der Gegenwart und dann klappt es.
Viel Glück und Erfolg.

Grüße

von
Feli

Würden Sie denn auch ohne die Feststellung der Schwerbehinderung in vorgezogene (Flexi)-Rente (mit Abzügen?) gehen wollen?

Wenn ja, dann stellen Sie den Antrag für beide Renten (langjährig Versicherte und Schwerbehinderung), nehmen erst die gekürzte Rente, und sollte das Sozialgericht rückwirkend die mind. 50 GdB feststellen, wird rückwirkend ab Rentenbeginn neu berechnet.

Entscheidet das SG nicht in Ihrem Sinne, bleibt natürlich die geminderte Rente Ihr Leben lang.

Experten-Antwort

Hallo Anton,

ich gehe davon aus, dass derzeit vor dem Sozialgericht eine Klage nach dem Schwerbehindertengesetz anhängig ist.

Sollte das Gericht einen Grad der Behinderung von mindestens 50 rückwirkend anerkennen, kann dies rentenrechtlich nur für die Vergangenheit berücksichtigt werden, wenn ein Rentenantragsverfahren für diesen rückwirkenden Zeitraum eingeleitet wurde.

Der Rentenbeginn richtet sich nach der Rentenantragstellung gem. § 99 Abs. 1 SGB VI.

Sie sollten daher, wie bereits vorgeschlagen, einen Antrag auf Altersrente für langjährig Versicherte und parallel auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen stellen.