rückwirkender Beginn eine Regelaltersrente

von
Schlafmütze

Ich hätte - wie ich jetzt erfahren habe - schon ab DEZ 2019 meine Regelaltersrente beziehen können. Leider habe ich den Antrag erst Mitte September 2020 gestellt. Kann ich die Rente noch rückwirkend ab Juli bekommen, wenn ich "meine Altersgrenze" auf den 30.06. verschiebe oder ist das erst ab 1. September möglich. Woraus genau ergibt sich das? Kann ich das irgendwo nachlesen?
Vielen Dank für eine Antwort

von
senf-dazu

Wenn Sie innerhalb von drei Monaten zur Regelaltersgrenze den Antrag gestellt hätten, wäre dieser rückwirkend bewilligt worden.
Nun können Sie aber nur noch zum aktuellen Monatsersten die Rente beantragen.
Dabei profitieren Sie aber wahrscheinlich von einem erhöhten Zugangsfaktor (+0,5% pro Monat).

Nachlesen können Sie das im § 99 des SGB VI.
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__99.html

von
Sclafmütze

Vielen Dank auch. Aber den Antrag vom September kann ich doch noch korrigieren und ab September die leicht erhöhte Rente bekommen oder?

von
W°lfgang

Zitiert von: Sclafmütze
Vielen Dank auch. Aber den Antrag vom September kann ich doch noch korrigieren und ab September die leicht erhöhte Rente bekommen oder?

Hallo Sclafmütze,

hat @senf-dazu doch bereits zutreffend dargestellt, dass ab Antragsmonat Sept 2020 noch der Rentenbeginn ab 01.09.2020 möglich ist.

Ergänzend: sofern Sie den Antrag formlos bereits vor Sept. 2020 bei einer Antragsstelle gestellt haben/sich für einen Termin dazu registrieren lassen haben, ist auch der Rentenbeginn ab diesem Monat noch möglich.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Schlafmütze,

bei der Regelaltersrente ist die von Ihnen genannte Verschiebung des Leistungsfalls nicht möglich. Es handelt sich daher in Ihrem Fall um eine verspätete Antragstellung, so dass die Regelaltersrente erst ab Antragsmonat gezahlt werden kann.
Dafür erhöht sich der Zugangsfaktor bei Ihrer Rente für jeden Monat nach Erreichen der Regelaltersgrenze, für den die Rente nicht in Anspruch genommen wurde um 0,5 % (§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 b Sozialgesetzbuch VI).