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RV-Gutachten zur Erwerbsfähigkeit

von
Wissensuchender

Guten Abend,

hier in diesem Forum erfährt man ja so einiges. Die meinige Frage wäre die, kann man ein Gutachten zur Erwerbsfähigkeit/ unfähigkeit selbstständig beantragen bei der Rentenversicherung oder muss dies durch einen Sozialträger (Agentur für Arbeit oder Sozialamt) geschehen?
Wäre mal interessant zu wissen. Danke für die Antworten.

Der Wissensuchende

von
W*lfgang

Zitiert von: Wissensuchender
oder muss dies durch einen Sozialträger (Agentur für Arbeit oder Sozialamt) geschehen?

Hallo Wissensuchender,

das ist eher ausgeschlossen, die DRV sucht sich Ihre Gutachter schon selbst aus, sicher nicht die anderer Sozialleistungsträger (erneut), die sicher eine zeitlich vorübergehende AU beurteilen können, aber eher nicht die Frage 'ist der nach soz.med. Kriterien der DRV wirklich EM, gemessen an den Möglichkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes'. Solche med. Kurzbeurteilungen von vor Ort können hilfreich sein/ein Indiz/wohin muss die DRV in der Tiefe untersuchen, mehr nicht. *)

Das kann dann der med. Dienst der Rentenversicherung vor Ort sein, oder auch ein in der Nähe befindlicher Gutachter mit entsprechenden Spezialkenntnissen für die geltend gemachten Einschränkungen. Beides kann zum Erfolg/Misserfolg zu dem Rentenantrag führen - wenn Sie dann mit der (ablehnenden) Entscheidung nicht einverstanden sind, gehen Sie weiter/hinterfragen per Widerspruch ...dann erhalten Sie auch hier zusätzliche Hinweise hier.

*) der 'unschön/schonungslose Teil': bereits eindeutige Diagnosen im Endstadium der Lebenserwartung werden auch von der DRV nicht beim EM-Antrag hinterfragt ...sorry, wenn ich es denn so offen sage, aber da wäre jede weitere Untersuchung zwecklos/belastet das Budget aller Versicherten/das spart man sich – auch in Ihrem Sinne.

Gruß
w.

von
Werner67

Gutachten sind teuer und müssen vom Auftraggeber bezahlt werden. Deshalb wird die Rentenversicherung nur die Gutachten in Auftrag geben, die sie für notwendig hält.
Wenn die Rentenversicherung im Auftrag eines anderen Leistungsträgers (z.B. Grundsicherungsamt) eine Entscheidung über Erwerbsminderung trifft, muss dieser Leistungsträger auch die Kosten übernehmen.
Wenn Sie also ein zusätzliches Gutachten wollen, müssen Sie entweder die Kosten selbst tragen (dann brauchen Sie die Rentenversicherung nicht) oder die Rentenversicherung überzeugen, dass das Gutachten für die Entscheidung notwendig ist und die bis dahin vorliegenden Unterlagen nicht ausreichen.

Gruß
Werner.

Experten-Antwort

Hallo Wissensuchender,

wie Sie auch der Antwort von User Werner67 entnehmen können, werden Gutachten von den Leistungsträgern nur dann in Auftrag gegeben, wenn es für eine Entscheidung über die jeweilige Leistung (EM-Rente oder Reha beim RV-Träger, Arbeitslosengeld/Sozialgeld bei Arbeitsagentur/Jobcenter/Sozialamt etc.) erforderlich ist. Es kommt also darauf an, um welche Leistung es bei Ihnen geht. Halten Sie sich für erwerbsgemindert und möchten eine EM-Rente beantragen, dann läuft der Antrag natürlich über den RV-Träger. Geht es aber um Leistungen wegen Arbeitslosigkeit, sind Arbeitsagentur bzw. Jobcenter vorrangig zuständig, wobei im Zweifel von dort die RV um eine gutachterliche Stellungnahme ersucht werden kann.
Außerhalb eines Antrages auf Sozialleistungen (Rente, Alg 1 oder 2, Grundsicherung), also rein zur eigenen Kenntnis, werden Sie ein Gutachten nicht finanziert bekommen und könnten die Kosten nur selbst tragen. Sofern es darum geht, dass Sie mit der Einschätzung eines anderen Leistungsträgers (im Rahmen eines Leistungsantrags) nicht einverstanden sind, wäre der richtige Weg, gegen diese Entscheidung Widerspruch bei dem zuständigen Leistungsträger einzulegen.

von
Rina

Gutachter okay. Aber bei meiner Situation verstehe ich es nicht,denn nun bei m. 3. Verlängerung auf volle Erwerbsminderungsrente soll ich zum Gutachter auf einmal. Obwohl ich jetzt sogar 100 GdB habe +G+ B + RFund sogar H auf Ausweis unbefristet habe.
Dann verstehe ich nicht was auf dem Schreiben steht
Ihr Antrag auf Reha/Rente....

Ich habe ledeglich auf Weiterzahlung Antrag gestellt. Mit 55 Jahren und meiner Sehbehinderund, Depression und Erschöpfung geht wirklich nichts mehr.

Was will RV da sehen bzw. Begutachten?

von
Fastrentner

Zitiert von: Rina
Gutachter okay. Aber bei meiner Situation verstehe ich es nicht,denn nun bei m. 3. Verlängerung auf volle Erwerbsminderungsrente soll ich zum Gutachter auf einmal. Obwohl ich jetzt sogar 100 GdB habe +G+ B + RFund sogar H auf Ausweis unbefristet habe.
Dann verstehe ich nicht was auf dem Schreiben steht
Ihr Antrag auf Reha/Rente....

Ich habe ledeglich auf Weiterzahlung Antrag gestellt. Mit 55 Jahren und meiner Sehbehinderund, Depression und Erschöpfung geht wirklich nichts mehr.

Was will RV da sehen bzw. Begutachten?

Aus welchen Gründen der medizinische Dienst Ihres Rententrägers ein Gutachten anfordert, kann Ihnen hier im Forum niemand sagen und Spekulationen bringen Sie nicht weiter.
Sie sollten der Aufforderung zur Untersuchung Folge leisten oder entsprechend schriftlich begründen, warum Sie diese nicht tun wollen und die Reaktion darauf abwarten.

von
Fortitude one

Zitiert von: Rina
Gutachter okay. Aber bei meiner Situation verstehe ich es nicht,denn nun bei m. 3. Verlängerung auf volle Erwerbsminderungsrente soll ich zum Gutachter auf einmal. Obwohl ich jetzt sogar 100 GdB habe +G+ B + RFund sogar H auf Ausweis unbefristet habe.
Dann verstehe ich nicht was auf dem Schreiben steht
Ihr Antrag auf Reha/Rente....

Ich habe ledeglich auf Weiterzahlung Antrag gestellt. Mit 55 Jahren und meiner Sehbehinderund, Depression und Erschöpfung geht wirklich nichts mehr.

Was will RV da sehen bzw. Begutachten?

Hallo Rina,

man liest immer wieder das normalerweise eine Schwerbehinderung mit der Erwerbsminderungsrente nichts zu tun hat.
Zu welchem Gutachter müssen Sie? Mussten beim Erstantrag auch zum Gutachter?

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

Experten-Antwort

Hallo Rina,
wie hier in den Antworten bereits erwähnt, wird dieses Forum den Grund für Ihre Begutachtung nicht ermitteln und benennen können. Die Entscheidung wurde so von Ihrem rententräger getroffen. Zu den Gründen kann hier nur spekuliert werden.

Fakt ist, dass der Rententräger fast immer die Möglichkeit hat -sofern dies notwendig erscheint- eine Begutachtung zu veranlassen.
Ich empfehle ausdrücklich den Termin beim Gutachter wahrzunehmen. Verweigerung ist nicht zielführend, da die Rente ja weiter gezahlt werden soll.
Sie können natürlich Ihre Sicht der Dinge, dass Sie eine Begutachtung für nicht notwendig halten und andere geeignete medizinische Unterlagen (z.B. Schwerbehindertenverfahren) vorhanden sind, an Ihren Rententräger rückmelden. Möglicherweise folgt er Ihrer Auffassung, ansonsten werden Sie die Begutachtung hinnehmen müssen, da Sie sonst die Weitergewährung ihrer Erwerbsminderungsrente möglicherweise gefährden (Stichwort Mitwirkung)

von
pravda

Hallo Wissensuchender,

vergiss es. Nach den bei der Deutschen Rentenversicherung vorliegenden Informationen und aktueller Befunde nach Aktenlage liegt bei Dir eine Erwerbsminderung vor.
Ein erneutes Gutachten wird keine Besserung bringen. Dir Voraussetzungen für die Wiedereingliederung erfüllst Du somit nicht.