schlechte med. Reha

von
Michel

Hallo zusammen!

Ich benötige wirklich ganz dringend Hilfe.

Seit 2,5 Wochen bin ich nun in einer med. Reha, von der ich mir sehr viel erhofft hatte.

Gleich zu Beginn, nämlich seit der Aushändigung des ersten Therapieplans habe ich bemerkt, dass die gesamte Therapie auf Sparflamme läuft. Am Tag habe ich lt. Plan 4 Therapien, davon fallen in schönster Regelmäßigkeit 2 Therapien aus bzw. werden von Vertretungen durchgeführt, die mal so eben in dieses Thema hineingeschmissen wurden. Schon da habe ich gemerkt, dass es nichts bringt, wenn es so weiter geht. Es erfolgte ein Gespräch mit meinem Bezugstherapeuten von dem ich "unter der Hand" mitgeteilt bekam, dass er diesen Umstand kenne, da ich nicht der einzige Patient sei, der sich darüber beschwert. Aber so lange Therapien stattfinden würden, hätte ich gegenüber der DRV schlechte Karten. (Anmerkung: Therapien finden ja statt, aber nicht von geschultem Personal.)

Ein Anruf bei der DRV hat ergeben, ich solle mal abwarten wie es sich so gestaltet. Der Therapieplan der letzten Woche war nun etwas voller, aber es waren keine Einzeltherapien, wo also direkt auf meien Belange eingegangen wird, sondern es waren verschiedenste Fachvorträge. Wenn ich sowas gewollt hätte, hätte ich mir auch ein Buch (oder auch zwei Bücher) kaufen können. Einzeltherapien fanden letzte Woche ebenfalls nur in einem reduzierten Maße statt. Von insgesamt 8 Einzeltherapien haben erneut nur 5 stattgefunden (in der gesamten Woche).

Ich merke, dass sich mein Gesundheitszustand in keinster Weise verbessert. Vor Rehabeginn hatte ich nach längerer Krankheit meine Arbeit wieder aufgenommen, weil dies mir wichtig war und ich dachte, dass die Reha mich dann auch noch weiterbringen würde. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Mein Wochenplan der nächsten Woche ist ebenfalls mau. Schon heute ist bekannt, dass der Plan mind. 4 Therapien beinhaltet, die entweder ersatzlos gestrichen werden oder wo eneut eine Vertretung kommt, die entweder die Gruppe nicht kennt oder auch keine Ahnung von dem Thema hat. Für eine psychosomatische Reha ist das ein NoGO.

Ich möchte hier nicht bleiben und auch keine weiteren Kosten verursachen, jedoch möchte ich auch nicht alles verspielen um in Zukunft keine Reha mehr bewilligt bekommen zu können.

Bitte bitte teilt mir mit, wie ich weiter vorgehen kann.

Der Ort wo ich bin, ist schön - sehr schön so gar, aber es reicht mir nicht um an mein Ziel zu kommen.

Danke für Eure Hilfestellung.

Michel

Experten-Antwort

Hallo Michel, eine Einschätzung Ihrer momentanen Situation ist über das Portal natürlich denkbar schwierig. Wie von Ihnen geschildert, ist der Verlauf der Rehabilitation nicht hilfreich und wird von Ihnen eher als Belastung erlebt. Teilen Sie der DRV mit, dass Sie die Maßnahme aus diesen Gründen abbrechen möchten. Der Abbruch kann Ihnen nicht nachteilig ausgelegt werden, wenn die Umstände in der Einrichtung hierfür ursächlich sind. Vielleicht kann die DRV Ihnen auch für die noch restliche Zeit eine andere Reha-Klinik zuweisen!

von
Nero

Mein Mann erlebt gerade genau das selbe.
Ich bin froh Ihre Anfrage gefunden zu haben.
Seit Freitag in Reha,kein Therapieplan und auf Nachfrage wurde
mitgeteilt.......
Es laufe nur ein Notprogramm durch einen Arzt.
Ich finde das einen Witz,so muss man nicht seine Zeit verplempern.
Trotzdem gute Besserung.

Gruß Heike

von
Michel

Danke für die Expertenantwort und Heike, ja es ist truarig, dass für so eine Minderleistung viel Geld ausgegeben wird.

An den Experten. Ich habe mit der DRV Kontakt aufgenommen, man war zwar sehr verständnisvoll, aber unter dem Strich ist nichts herumgekommen.

Man hat mir mitgeteilt, dass man mit der zuständigen Mitarbeiterin innerhalb der DRV, die für das Haus zuständig ist, Kontakt aufnehmen wird. Das ist ja schön und gut, nur wird es für mich nichts bringen, es kann halt kein Personal hergezaubert werden.

Fast schon paradox ist, dass hier etwas mehr als die Hälfte der Mitarbeiter wegen Burnout krankgeschrieben ist - und das in einer psychosomatischen Klinik, die u.a. für Burnout-Patienten zuständig ist.

Aber zurück zum Ausgangsthema: Für meine Indikation gibt es leider nicht so viele Kliniken - erst recht keine guten Kliniken.

Ich will nicht irgendwo meine Zeit verbringen, sondern ich will an meinem Problem arbeiten, das wiederum kann ich nur in einer Klinik die auch gut ist.

Kurios ist, dass die Klinik in der ich im Moment bin, sehr sehr schlechte Kritiken in einem Internetprotal, in dem es darum geht Kliniken zu bewerten, bekommt. Jede einzelne Kritik ist wahr, das kann ich aus den jetzigen Erfahrungen ableiten.

Die DRV hat mir auf die Schnelle zwei Kliniken genannt, die mich recht kurzfristig aufnehmen, aber auch hier sind die Kritiken nicht die besten. Die DRV jedoch sagt, ich solle mir vor Ort mein eigenes Bild machen, meist stimmen die Kritiken nicht. Absurd!

Heute standen auf meinem Plan 6 Therapien, davon 2 Einzeltherapien. Eine dieser Einzeltherapie wurde kurzfristig abgesagt, 3 restliche Therapien fanden nur mit Vertretungen statt, die erstmal eine halbe Stunde eroieren mussten, was bis dato in der Gruppe besprochen wurde. Es wird nicht nahtlos angeknüpft oder nur kurz nochmal das der letzten Stunde aufgefrischt.

Ich möchte gerne abreisen, aber ich darf nicht - komme mir langsam vor wie im Gefängnis.

Der Spruch, der hier umhergeht: Es ist eine schöne Auszeit und um mein Problem kümmere ich mich, wenn ich daheim bin.

Ich glaube das sagt doch alles - mit diesem Spruch bin ich von anderen Patienten mehr oder weniger empfangen worden und auch für mich bewahrheitet sich dieser Spruch.

BTW, ist es eigentlich normal, dass man in einer Reha nichts zu trinken bekommt und sich aus dem Wasserhahn bedienen muss?

Viele Grüße

Michel

von
Michel

Ich hatte noch etwas vergessen: Ich habe auf den Beginn der Reha ein Jahr warten müssen. Viel zu lange für eine solche Verwahranstalt.

von

Zitiert von: Michel
Danke für die Expertenantwort und Heike, ja es ist truarig, dass für so eine Minderleistung viel Geld ausgegeben wird.

An den Experten. Ich habe mit der DRV Kontakt aufgenommen, man war zwar sehr verständnisvoll, aber unter dem Strich ist nichts herumgekommen.

Man hat mir mitgeteilt, dass man mit der zuständigen Mitarbeiterin innerhalb der DRV, die für das Haus zuständig ist, Kontakt aufnehmen wird. Das ist ja schön und gut, nur wird es für mich nichts bringen, es kann halt kein Personal hergezaubert werden.

Fast schon paradox ist, dass hier etwas mehr als die Hälfte der Mitarbeiter wegen Burnout krankgeschrieben ist - und das in einer psychosomatischen Klinik, die u.a. für Burnout-Patienten zuständig ist.

Aber zurück zum Ausgangsthema: Für meine Indikation gibt es leider nicht so viele Kliniken - erst recht keine guten Kliniken.

Ich will nicht irgendwo meine Zeit verbringen, sondern ich will an meinem Problem arbeiten, das wiederum kann ich nur in einer Klinik die auch gut ist.

Kurios ist, dass die Klinik in der ich im Moment bin, sehr sehr schlechte Kritiken in einem Internetprotal, in dem es darum geht Kliniken zu bewerten, bekommt. Jede einzelne Kritik ist wahr, das kann ich aus den jetzigen Erfahrungen ableiten.

Die DRV hat mir auf die Schnelle zwei Kliniken genannt, die mich recht kurzfristig aufnehmen, aber auch hier sind die Kritiken nicht die besten. Die DRV jedoch sagt, ich solle mir vor Ort mein eigenes Bild machen, meist stimmen die Kritiken nicht. Absurd!

Heute standen auf meinem Plan 6 Therapien, davon 2 Einzeltherapien. Eine dieser Einzeltherapie wurde kurzfristig abgesagt, 3 restliche Therapien fanden nur mit Vertretungen statt, die erstmal eine halbe Stunde eroieren mussten, was bis dato in der Gruppe besprochen wurde. Es wird nicht nahtlos angeknüpft oder nur kurz nochmal das der letzten Stunde aufgefrischt.

Ich möchte gerne abreisen, aber ich darf nicht - komme mir langsam vor wie im Gefängnis.

Der Spruch, der hier umhergeht: Es ist eine schöne Auszeit und um mein Problem kümmere ich mich, wenn ich daheim bin.

Ich glaube das sagt doch alles - mit diesem Spruch bin ich von anderen Patienten mehr oder weniger empfangen worden und auch für mich bewahrheitet sich dieser Spruch.

BTW, ist es eigentlich normal, dass man in einer Reha nichts zu trinken bekommt und sich aus dem Wasserhahn bedienen muss?

Viele Grüße

Interessante Story. Und was glauben Sie, kann das Forum für Sie tun, außer Ihren Frust zu bemerken?

Michel

von
Michel

Wünschenswert wäre doch von einem Experten oder gerne auch von Selbstbetroffenen hier eine fundierte und kompetente Antwort zu erhalten, was man als Reha-Patient in einer solchen Situation machen kann.

Ich habe bereits einiges unternommen, doch zielführend war bis dato alles nicht.

Es geht darum, dass ich gesund werden will und nach einem längeren KH-Aufenthalt im letzten Jahr alles auf die Reha gesetzt habe um eine EU-Rente abzuwenden. Doch mit solchen maßnahmen wird es mir nicht gelingen und ich denke, es wird niemandem gelingen.

Die Krankenkasse stellt sich stur, da ich derzeit keine großartigen stationären Behandlungen erwarten kann, da die DRV eine Reha bewilligt hat. Und genau diese Reha greift nicht.

Als Patient, so musste ich erfahren, ist man da auf der machtlosen Seite.

Ich hatte mir tatsächlich erhofft hier von Experten der DRV einen Weg gezeigt zu bekommen, der greift und mich nicht bewegungslos auf eine EU-Rente manövrieren lässt.

Viele Grüße

Michel

von
DRV

Mehr als die Expertenantwort werden Sie hier nicht erhalten. Es gibt auch für Ihr Problem keine Musterlösung. Fassen Sie Ihre Beschwerden zusammen und richten Sie sich an Ihren zuständigen Rententräger.
Allerdings wird der Personalmangel und die damit verbundene, aus Ihrer Sicht, nicht ausreichende Leistungserbringung, nur auf lange Sicht zu ändern sein.

von
Cassandra

Sie wollen abreisen, aber dürfen nicht ?
Was ist das denn für ein Quatsch.

Lesen Sie sich die Expertenantwort durch und handeln Sie danach.