Schlechterstellung bei EP

von
Caro

Hallo,
nachdem ich mich bei meiner ehemaligen Fragestellung ggf zu wenig Informationen gegeben habe, hier noch einmal den ganzen Sachverhalt.
Meine Tante hat ab 01.09. einen Anspruch auf Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Sie bezieht aber ab 01.07. ALG I wegen ausgeschöpftem Krankengeld.
Nun wurde sie angesprochen, dass sie durch den Bezug von ALG ihre letztendlichen Entgeltpunkte in Bezug auf die Altersrente verschlechtern könnte und sie solle sich doch von der Beitragszahlung freistellen lassen, damit das nicht passiert. ???
Auch meiner Meinung nach geht das ja wirklich nicht. Doch manchmal gibt es ja bekanntlich Dinge mit denen man eben nicht gerechnet hat.
Hat meine Tante das vielleicht falsch verstanden, gibt es irgendetwas ähnliches was sie stattdessen hätte verstehen müssen?
Vielen Dank für hilfreiche Antworten

von
tzzzzz

totaler Schwachsinn... aus dem ALG werden Beiträge entrichet...die zählen bei jeder Rentenleistung hinzu...da es beitragspflichtige Einnahmen, die der Versicherungspflicht unterliegen, sind....bestände die Möglichkeit der Freistellung würde garnix angerechnet werden, also Nullnummer, was ja auch keinen Sinn macht....
der einzige Nachteil ist, dass die Beiträge nicht zu 100 % wie beim Gehalt berechnet werden sondern nur zu 80 % des Bemessungsentgeltes welches zu 99% dem Gehalt entspricht....da machen doch 80% mehr Sinn als 0....
Anders verhält es sich wenn die erforderliche Wartezeit von 45 Jahren noch nicht erfüllt wäre....da würde ein ALG I-Bezug in die letzten 2 Jahre vor Rentenbeginn nur im Ausnahmefall bei der Wartezeit berücksichtigt werden können....

von
Günter

Wenn die 45 Jahre erfüllt sind, dann besser noch ALG 1 mitnehmen, solange Anspruch besteht.
Das erhöht die Rente und ALG 1 normal auch höher als Rente.
Man (Frau) kann auch nach 45 + xxx Monaten oder mit 63 + xxx Monaten in Rente gehen (beantragen).

von
Fatrentner

Zitiert von: Caro

Nun wurde sie angesprochen, dass sie durch den Bezug von ALG ihre letztendlichen Entgeltpunkte in Bezug auf die Altersrente verschlechtern könnte und sie solle sich doch von der Beitragszahlung freistellen lassen, damit das nicht passiert. ???
Vielen Dank für hilfreiche Antworten

Wer erzählt nur so einen ausgemachten Blödsinn?

von Experte/in Experten-Antwort

Eine Freistellung von der Beitragszahlung ist nicht möglich. Wie bereits die anderen User geschrieben haben, wäre dies auch nicht vorteilhaft. Während des Bezugs von Arbeitslosengeld werden Beiträge aus 80% des dem Arbeitslosengeld zugrunde liegenden Arbeitsentgelts entrichtet. Diese Beiträge führen unmittelbar zu einer Erhöhung der zustehenden Rente. Bezüglich der Wartezeit von 45 Jahren für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ist zu sagen, dass diese bei Ihrer Tante am 30.06.2017 bereits erfüllt sein muss wenn die Arbeitslosigkeit nicht im Zusammenhang mit einer vollständigen Geschäftsaufgabe eingetreten ist. Eine Erfüllung der Wartezeit durch den Bezug des Arbeitslosengeldes ist sonst nicht möglich.