Steuer-Nachzahlung?

von
Karin Schmitt

Eine Frage zum Thema Steuer, da es hier auch Steuerexperten gibt, zum Beispiel Schiko. Mein Mann ab 2017 in Rente, 1500 Euro-Brutto. Ich bin in Steuerkl.3 gewechselt, bei 20 Std-Woche 1050 Euro Brutto, habe keine Lohnsteuer mehr. Also bezahlen wir beide in 2017 keine Lohnsteuer. Mein Mann ist Schwerbeh., wir haben sonst keine Einnahmen. Mein Bruder meinte heute, stellt euch nächstes Jahr auf eine hohe Nachzahlung ein, jetzt machen wir uns darüber Gedanken. Sollte sich jemand auskennen betr. Steuer, würde ich bitten mir zu antworten. Mir ist klar das es hier kein Steuer Forum ist.

von
Fastrentner

Auch wenn es hier ab und an Tipps von selbsternannten und damit stark anzuzweifelnden Steuerexperten gibt, sollte man aufpassen, dass dieses Forum nicht dazu genutzt wird, kostenfrei seine Steuerfragen zu klären.
Dafür gibt es schließlich, hier schon hundertfach genannte Institutionen, die gegen Entgelt ihren steuerrechtlichen Expertenrat geben!

von
Fortitude one

Hallo Karin Schmitt,

wer so nett fragt und auch weis das dies hier ein Rentenforum ist, möchte ich Ihnen trotzdem antworten. Ja, es könnte sein das Sie bei Ihrer nächsten gemeinsamen Einkommensteuerveranlagung eine Nachzahlung haben. Wir haben uns für die Steuerklasse 4 entschieden. Somit zahlt eine Person monatlich Lohnsteuer, dafür haben wir keine Nachzahlung.

Ehemann Rente 1500, davon 74% versteuern = 1110 ×12=13320
Ehefrau Gehalt 1050×12=12600, macht zusammen 25920
Jetzt müssen noch Werbungskosten, aussergewöhnliche Belastungen usw. von den 25920 abgezogen werden. Dann haben Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen. Von diesem Einkommen hätten Sie an Lohnsteuer zahlen müssen. Da Sie ja die bessere Lohnsteuerklasse 3 gewählt haben und keine Lohnsteuer im voraus leisten, könnte/ müssten Sie mit einer Nachzahlung rechnen. Jemehr Sie steuerlich absetzen,desto weniger müssen Sie zurück zahlen.
Tipp: Laden Sie sich das kostenlose Elsterformular von der Finanzbehörte herunter, geben Ihre Daten ein und dann sehen Sie ob Sie eine Nachzahlung leisten müssen. Es ist ganz einfach.

Mfg

von
Apollosonde

Zitiert von: Karin Schmitt

Mein Bruder meinte heute, stellt euch nächstes Jahr auf eine hohe Nachzahlung ein, jetzt machen wir uns darüber Gedanken.

Warum fragen Sie denn nicht Ihren Bruder? Er scheint sich doch auch damit auszukennen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Karin Schmitt
Mein Mann ab 2017 in Rente (...) Ich bin in Steuerkl.3 gewechselt (...)
Karin Schmitt,

die Steuerklasse regelt nur Monat für Monat den erwarteten Ausgleich aufs Jahr bezogen für alle steuerpflichtigen Einkünfte. Klassischer Fehler, hier beim steuerpflichtigen Beschäftigungseinkommen nur die 3 zu wählen, während vom nicht unmittelbar steuerpflichtigem Renteneinkommen monatlich gar nichts ans Finanzamt abgeführt wird - und das dann hintendran eingefordert wird ...da hat Ihr Bruder schon Recht.

Sie können es so machen ( die 3) und planen dann eine Nachzahlung ein oder wechseln in die 4, liegen vielleicht halbwegs schon auf Linie, oder fragen - dahin geht auch die Anregung von Fortitude one - ein Programm/Elster oder den nächsten Steuerberater. Auch das Finanzamt wird Ihnen 'schlichte' Auskünfte dazu geben.

Nach der ESt-Erklärung/ESt-Bescheid in 18 für 2017 wissen Sie, was auf Sie zukommt - bis Sie dann selbst in Rente gehen.

Gruß
w.

von
Karin Schmitt

Ja danke, nach meiner Info. stehe ich mich bei Klasse 3 sollte ich einmal ALG 1 oder Krankengeld beantragen muß besser.

von
W*lfgang

Zitiert von: Karin Schmitt
Klasse 3 sollte ich einmal ALG 1 oder Krankengeld beantragen muß besser
Karin (ALG/KG), ist wieder eine andere Schiene. Ob hier nicht eher das 'Brutto-Bemessungsentgelt' für die Grundlage der Besteuerung maßgebend ist? ...und damit wiederum nur der mtl. 'Steuergewinn' vorrangig dann in der Jahresbetrachtung kassiert wird?

Diese Fragen überspannen hier längst den Bogen für dieses (Nichtsteuer!)Forum.

Gruß
w.

von
Schießl Konrad

Manche -auch hier- schließen von sich auf Andere.
Hab mich immer schon gegen die Bezeichnung"Steuerexperte" gewährt, wenngleich ich mich schon üb er 30 Jahre mit dem Thema befasse.

Sehe die Sache so., egal welche Steuerklasse der Betroffene nimmt, in diesem
Falle entscheidet der Finanzbeamte für ein abgelaufenes Jahr nicht mehr nach
Steuerklassen, vielmehr nach Grund-und Splittingtabelle bei Einzelperson und
Ehepaare für2017 8820/17640 steuerfreies Existenzminimum.
Berechnung:
---------------
Rente 2017 1500 jährlich 18000 mit 74% 13320 steuerpflichtig.
Gehalt:2017 1050 jährlich 12600 12600

25920 zunächst, minus
01971 Abzüge bei 18000 Rente 10,95%
01407 Abzüge bei Gehalt 12600 11,17%
01000 Pauschale Fahrt zur Arbeit
00540 Pauschbetrag Behinderung
00102 Sonderausgaben
--------
20900 zu versteuerndes Einkommen

anfallende Steuer, kein Soli im Jahr, 508 Euro, dies sagen Sie Ihren Verwandten.

MfG.

von
Karin Schmitt

Danke ihnen Schiko, auf ihre Antwort habe ich gehofft. Wir haben noch die Pflege von meiner Mutter bei der Steuer einzusetzen, noch andere Kleinigkeiten, also werden wir wenig Nachzahlung haben. Also haben wir nach meiner Rechnung doch jetzt mehr Geld unter dem Strich, wie früher als mein Mann in Steuerkl.3 arbeitete und ich in 5 war. Schönes Wochenende

von
Herz1952

Hallo Karin Schmitt,

unser guter Schiko vergisst leider immer, dass im Jahr 2017 von der Rente noch keine Steuer abgezogen wird, weil die RV kein Lohnbüro hat das diese einbehalten müsste. :-) Ihr Einkommen kommt dann auch noch dazu.

Die gewählte Steuerklasse ist allerdings clever und wirkt sich bei KG-Geld und ALG aus.

Am besten Sie suchen sich im Netz einen Rechner raus. Dann geben Sie das Steuerpflichtige Einkommen aus der Rente ein und Ihr Brutto-Einkommen. Dann lassen Sie das durchrechnen mit Steuerklasse III wegen Zusammenveranlagung. Dann erhalten Sie die monatlich anfallende Steuer (wenn Sie die Monatsbeträge eingegeben haben, es wird auch noch abgefragt: Monat oder Jahr). Nehmen das ganze bei Monatseingaben x 12. Wenn Sie gleich Jahresangaben machen brauchen Sie nicht zu multiplizieren. Dann erhalten Sie den Betrag mit dem Sie rechnen müssen.

Der tatsächliche Betrag wird wohl etwas niedriger sein, weil die SV-Beiträge noch nicht berücksichtigt sind.

Wenn Sie es genau rechnen wollen, müssen Sie den Einkommensteuer Rechner nehmen, da wird noch nach diesen und anderen Ausgaben gefragt.

Im kommenden Jahr wird das Finanzamt dann vierteljährliche Vorauszahlungen verlangen, weil beim Steuermerkmal Ihres Mannes... oh... da wird's kritisch, weil er ja das Merkmal 5 hat. Dann könnte es zu einer Überzahlung während des Jahres kommen. Also abwägen, aber ich würde schon diese Konstellation beibehalten wegen der höheren Lohnersatzleistungen, die evtl. kommen könnten.

Viel Spaß beim "knobeln" :-)

Am besten Sie gehen zur Service-Stelle Ihres Finanzamtes, da werden Sie "kostenlos geholfen", wie das dann gehandhabt wird

von
Herz1952

Großes SORRY Karin Schmitt,
Großes SORYY Schiko,

Schiko hat in Ihrem Fall korrekt gerechnet. Er hat gleich das zu versteuernde Einkommen zu grunde gelegt für das ganze Jahr.

Für nächstes Jahr wird das Finanzamt genau so rechnen und evtl eine Vorauszahlung des Steuerbetrages festlegen. Während des Jahres wird ja bei dieser Konstellation auch während des Jahres keine Steuer einbehalten.

Die Vorauszahlungen hängen dann von der Gesamt-Jahressteuer ab. Gewöhnlich Vierteljährlich. Das kommt allerdings auf zu Höhe der zu zahlenden Steuer an.

von
Herz1952

Hallo Karin Schmitt,

es wird doch zu kleinen vierteljährlichen Vorauszahlungen kommen. Hier sind die Richtlinien dafür:

https://www.steuertipps.de/gesetze/estg/37-einkommensteuer-vorauszahlung.

Die Sache dürfte jetzt schon "gegessen" sein. Sie brauchen sich nicht mehr in das "Haus das Verrückte macht" begeben (Quelle: Asterix in Rom über das Finanzamt). :-)

von
Herz1952

Hallo Fortitude one,

soweit mir bekannt ist, werden die Programme für die Berechnung erst Anfang nächsten Jahres "freigegeben", bzw. es können unter Umständen noch Arbeitsanweisungen geändert werden.

Von mir lassen die Beamten mindestens noch 1 Jahr die Finger. :-).

von
Genervter

An den Antworten sehen Sie deutlich, dass es sich um Steuerlaien handelt, die sich in einem Rentenforum handeln.
Insbesondere Herz1952 wurde jüngst erst von einem Experten aufgrund seiner nervigen und unqualifizierten Beiträge zurechtgewiesen und das kommt nicht oft vor.
Also Obacht, wenn Sie sich hier steuerlichen Rat holen!

von
Herz1952

Hallo genervter,

Zurechtgewiesen wurde mein Doppelgänger, nicht ich.

Ich musste mich schließlich 30 Jahre mit dem Finanzamt bei Betriebs- und Einkommensteuerprüfungen "rumschlagen".

Anstatt ständig zu meckern, lesen Sie doch die Gesetze selber. Oder, doch besser nicht, das würde Sie so fertigmachen, dass Sie noch vorzeitig eine EM-Rente bekommen würden, die Ihnen nicht zusteht. Sie sollten weiterhin genervt werden, bis Sie aus diesem Forum verschwinden, gleich aus welchem Grund. :-).

von
Schießl Konrad

Es muss natürlich heißen,habe mich immer gegen den Ausdruck"gewehrt",nicht
gewährt.
Und nochmals, bei der genannten Jahressteuer für Arbeitsverdienst und Rente
mit 508 genannt kann gar nicht Abschlagszahlung genannt werden, für Steuer
auf Rente wird eben dies erst bei der Steuerklärung errechnet.

Für den Verdienst von Brutto monatlich 1050 beträgt die Steuer auch bei Klasse
IV nur 5,16 Euro monatlich.
Es kommt noch als Abzugsbetrag hinzu 800 für Rentenversicherungsbeitrag
20100 zu versteuerndes Einkommen und nur 374 zu zahlende Steuer.
Sind bei der tgl.Fahrt zur Arbeit mehr als 15 km. erhöht sich auch der Pauschal-
betrag von 1000 entsprechend

MfG.

von
Genervter

Zitiert von: Herz1952

Hallo genervter,

Zurechtgewiesen wurde mein Doppelgänger, nicht ich.

Ich musste mich schließlich 30 Jahre mit dem Finanzamt bei Betriebs- und Einkommensteuerprüfungen "rumschlagen".

Anstatt ständig zu meckern, lesen Sie doch die Gesetze selber. Oder, doch besser nicht, das würde Sie so fertigmachen, dass Sie noch vorzeitig eine EM-Rente bekommen würden, die Ihnen nicht zusteht. Sie sollten weiterhin genervt werden, bis Sie aus diesem Forum verschwinden, gleich aus welchem Grund. :-).

Sie haben sich schon lange durch Ihre häufig unpassenden Beiträge hier im Forum disqualifiziert.
Damit nicht gutgläubige User dieses Forums auf Ihren Blödsinn hereinfallen und dieses Forum nicht mehr ernst nehmen, werde ich auch weiterhin Ihre Beiträge prüfen und falls erforderlich, davor warnen.
Sie glauben durch Ihre Erfahrungen, die Ihnen keiner abnimmt, hier Ratschläge geben zu können und lassen die erforderliche Neutralität vermissen. So etwas braucht kein sachliches Forum!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Karin Schmitt,

wie Sie es sicher bereits geahnt haben, kann ich Sie mit dieser Frage leider nur an Ihr zuständiges Finanzamt, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein verweisen. Im Rahmen dieses Forums zur Rentenversicherung und Alterssicherung ist es mir leider nicht möglich, steuerrechtliche Fragen zu beantworten.