Tagesausflüge (bzw. Heimfahrt) während der Rehawochenden

von
Christiane

Hallo zusammen,

ich werde in nächster Zeit (Termin noch nicht bekannt) mit meinen Sohn als Begleitperson in die Reha fahren. Die Rehaeinrichtung befindet sich knapp 40 Autominuten von uns entfernt.

Nun waren wir im vergangenen Jahr schon dort und haben am Wochenende festgestellt, dass wir mehr oder weniger alleine auf weiter Flur waren. Schon am Freitag Abend war der Speisesaal wie ausgestorben, erst am Sonntag Abend war er voll wie unter der Woche.

Wir haben dann so nach und nach mitbekommen, dass viele am Wochenende Ausflüge gemacht haben und dadurch den Speisesaal nicht nutzten.

Für diese Jahr haben wir uns nun überlegt am Wochenende auch Tagesausflüge zu machen, denn meinem Sohn war es dort am Wochenende immer total langweilig, dadurch war er sehr gereizt und die Stimmung war bis zum Sonntag Abend im Keller.

Jetzt frage ich mich...ob ich nun einen Tagesausflug irgendwo hin oder den Tagesausflug in die Heimat (zu Oma und Opa, sind Juniors ein und alles) mache, ist doch wohl egal, oder?

Meinem Sohn würde es therapeutisch sicher gut tun, wenn er am Wochenende die Großeltern sehen würde und dort auf der kleinen Landwirtschaft die Zeit genießen könnte.

Kann man hier evtl. auch eine Genehmigung bekommen, dass wir immer am Freitag Nachmittag nach Hause fahren und am Sonntag zurückkommen? Die Kosten für die Fahrt werden wir selbstverständlich selbst leisten (kommt uns günstiger, als wenn der Papa jedes Wochenende in der Einrichtung isst und übernachtet).

Bin gespannt auf die Antworten und sage schon mal vielen Dank.

Grüße Christiane

von
Herz1952

Hallo Christine,

das würde ich an Ihrer Stelle nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Reha-Leitung machen, bzw. wenn diese nichts dagegen hat.

Einer Bekannten, die in einer Reha-Einrichtung der RV war, hat erzählt, dass das ohne Genehmigung schief gehen kann. Ein Reha-Gast hatte es auch nicht weit bis nach Hause, fuhr eigenständig am Wochenende heim, bekam Zahnschmerzen und musste zur Notdienst.

Die Klinikmitarbeiterin hatte gemeint, dass er die ganze Reha selbst habe zahlen müssen. Ich würde zwar sagen, die 2 Tage müsste er mindestens zahlen. Natürlich wird auch das Übergangsgeld gekürzt.

Wenn es die Klinik erlaubt, ist gegen einen Tagesausflug nichts einzuwenden.

Bei meiner eigenen Reha (AHB), musste ich mich mindestens von den Mahlzeiten abmelden. Dies diente der Klinikleitung auch zur Kontrolle, denn sonst hätte diese einen "Suchtrupp" losschicken müssen. Es hätte bei einem Spaziergang auch etwas passieren können und der Reha-Teilnehmer wäre dann vermisst worden.

von
Herz1952

Man wird Ihnen evtl. sagen, dass Sie keinen Versicherungsschutz hätten, dies gehört aber ins Reich der Fabel. Bei einem Unfall oder Krankheit (Notfall) ist die Krankenkasse verpflichtet zu zahlen. Sie darf nicht sagen: "selbst schuld", das ist im Gesetz so vorgeschrieben.

von
Hannes

Hallo Christiane,
Das ist in jeder Rehaeinrichtung etwas anders. eine Genehmigung brauchen sie auf jeden Fall.
Manche Kliniken erlauben das gar nicht andere nur jede 2. Woche, usw. Kommt auch sehr auf die Fachrichtung an. Am Besten sie fragen vorab schon mal telefonisch bei der entsprechenden Klinik an wie das dort in der Regel gehandhabt wird. Manchmal entscheidet das auch ihr Therapeut.
Ich wünsche ihnen und dem Sohn jedenfalls viel Erfolg dort und eine schöne Zeit.

von
GroKo

Zitiert von: Herz1952

Hallo Christine,

das würde ich an Ihrer Stelle nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Reha-Leitung machen, bzw. wenn diese nichts dagegen hat.

Einer Bekannten, die in einer Reha-Einrichtung der RV war, hat erzählt, dass das ohne Genehmigung schief gehen kann. Ein Reha-Gast hatte es auch nicht weit bis nach Hause, fuhr eigenständig am Wochenende heim, bekam Zahnschmerzen und musste zur Notdienst.

Die Klinikmitarbeiterin hatte gemeint, dass er die ganze Reha selbst habe zahlen müssen. Ich würde zwar sagen, die 2 Tage müsste er mindestens zahlen. Natürlich wird auch das Übergangsgeld gekürzt.

Wenn es die Klinik erlaubt, ist gegen einen Tagesausflug nichts einzuwenden.

Bei meiner eigenen Reha (AHB), musste ich mich mindestens von den Mahlzeiten abmelden. Dies diente der Klinikleitung auch zur Kontrolle, denn sonst hätte diese einen "Suchtrupp" losschicken müssen. Es hätte bei einem Spaziergang auch etwas passieren können und der Reha-Teilnehmer wäre dann vermisst worden.


Was für ein fürchterlicher Unsinn.
Keiner muß die Reha selbst zahlen.

von
Nordlicht

Hallo Christiane,

Tagesausflüge bzw. Heimfahrten am Wochenende müssen Sie mit dem behandelnden Arzt der Rehaklinik absprechen. Dieser wird im Regelfall keine Einwände haben, wenn keine medizinischen Gründe gegen eine Abwesenheit sprechen.

Lassen Sie sich von Herz1952 Schauermärchen nicht verunsichern. Herz1952 kennt zu jedem Thema ein paar Kneipenfreunde, die jemanden kennen, die wiederum jemanden kennen...

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Christiane,

wenn keine medizinischen Gründe gegen ein Verlassen der Reha-Einrichtung am Wochenende sprechen, sollte nichts gegen einen Tagesausflug (kann ja auch zu Oma und Opa sein) sprechen. Sie sollten sich aber trotzdem vorab eine Genehmigung der Reha-Einrichtung einholen. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn eine erfolgreiche Reha-Maßnahme und auch in der therapiefreien Zeit einen angenehmen Aufenthalt ohne Langeweile.

von
Christiane

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten.

Werde, wenn wir in der Rehaeinrichtung angelangt sind, darum bitten, dass wir einen Genehmigung für die Wochenenden bekommen.

Aus medizinischen Gründen müssen wir dort am Wochenende sicher nicht bleiben, es sei denn mein Sohn wird krank. Aus therapeutischen Gründen würde es sogar Sinn machen, dass wir nach Hause fahren.

Wir werden sehen.

Grüße Christiane

von
Herz1952

Das Schauermärchen stammt auch nicht von mir, sondern von der Mitarbeiterin der Klinik, die die
neuen "Gäste" "aufgeklärt" hat. Ich habe es ja selbst angezweifelt, dass es so abgelaufen ist.

Ich habe es ja selbst noch auf die 2 Tage "Schadenersatz" gegenüber der RV eingeschränkt. Dies wäre vielleicht noch vertretbar, wenn es ohne Genehmigung der Klinikleitung geschah (wie in dem beschriebenen "Fall"). Die Mitarbeiterin wusste wohl selbst nicht was weiter geschah, sondern schloß es vermutlich daraus, dass einige Fragen an die Klinik gestellt wurden.

Aber der letzte Absatz mit dem "Suchtrupp" (smile), dieser ist im Prinzip zutreffend, denn die Klinik ist schon um ihre "Gäste" besorgt.

@ Groko,

Dir muss ich ausnahmsweise (smile) natürlich wieder recht geben, aber nur im Prinzip (smile).

von
=//=

Was die Mitarbeiter der Kliniken manchmal so alles erzählen, ist völliger Quatsch. Es muß kein "Schadenersatz" gezahlt werden, wenn jemand am WE heimfährt. Das mit dem Unfallschutz ist eine andere Sache. Für die nicht in der Klinik verbrachten Tage bzw. auch für die Heimfahrt "zwischendurch" besteht kein Unfallschutz über die Reha-Maßnahme.

Ich würde übrigens auch empfehlen, nicht jedes WE heimzufahren. Je nachdem, aus welchem Grund die Kinderreha durchgeführt wird. Auch die Kinder sollen während der Maßnahme mal 4 Wochen aus ihrem "normalen" sozialen Umfeld rauskommen. Wenn doch "mehr oder weniger" noch Patienten/Kinder in der Klinik sind, kann man sich mit diesen zusammentun und etwas unternehmen (spielen, spazieren gehen o.ä.).

von
Herz1952

Der Unfallschutz besteht über die Krankenkasse, natürlich nur für die Behandlungskosten. Bei Dauerschäden hilft eigentlich nur die PU-Versicherung.

Außer bei Berufstätigen, da könnte ein Unfall auch zur Rente führen, unabhängig von der Privaten Unfallversicherung (da könnte es sogar auch noch zur Unfallrente führen).

Möglich wäre evtl. sogar eine PUV-Rente für Kinder. Aber da bin ich mir nicht sicher. Dafür darf nämlich auch kein Todesfallschutz bestehen (Verbot der Bereicherung durch Kinder).

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Dafür darf nämlich auch kein Todesfallschutz bestehen (Verbot der Bereicherung durch Kinder).

Wer hat Ihnen denn diesen Unsinn erzählt?
Selbstverständlich gibt es Kinder-Unfallversicherungen mit Todesfallschutz!

MfG

von
Christiane

Die Unfallschutzversicherung gilt so oder so nur für mein Kind. Ich als Begleitperson bin nicht unfallversichert. Aber dies ist nicht unser Problem, mein Kind so wie auch ich haben einen Private Unfallversicherung.

Wenn es denn dieses Jahr so ist, dass man mit anderen Kindern etwas unternehmen kann, werden wir dies sicherlich tun. Aber wenn es so ist wie letztes Jahr, dann...unser Sohn war im letzten Jahr am Wochenende das einzige Kind in seinem Alter. Die anderen waren alle mit den Eltern entschwunden ;-)

Bei uns wäre es therapeutisch sicher sinnvoller nach Hause zu fahren, weil gerade bei meinen Schwiegereltern ist mein Kind ausgeglichen und immer total zufrieden. Letztes Jahr war es am Wochenende echt eine Tortur...Kind gereizt und irgendwann dann auch mal wir als Eltern. Die Stimmung war einfach nicht gut und um dies zu vermeiden werden wir mal zumindest tagsüber am Wochenende nach Hause fahren.

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

Schauen Sie sich bitte mal diesen Link an:

https://www.huk.de/produkte/kinderversicherung-unfallversicherung/kinderunfallversicherung.jsp

Auch, wenn Sie auf dieser Seite "Detail" anklicken, ist von Todesfallschutz keine Rede. Ich konnte damals unser Kind auch nicht mit Todesfallschutz versichern. Es galt, dass man sich an Kindern nicht bereichern darf. Das ist natürlich abhängig vom Alter des Kindes. Berufstätige Kinder kann man natürlich mitversichern auch mit Todesfallschutz.

Vielleicht gilt jetzt auch eine Todesfallsumme, die die Beerdigungskosten abdeckt.

@Christiane,

Selbstverständlich werden Ihnen die Unfallkosten von der Krankenversicherung ersetzt. Es geht hier nur um Dauerschäden und Rente durch die Unfallversicherung (privat). Dafür kommt Ihre Private UV selbstverständlich auf. Vielleicht ist auch das Schlimmste das passieren kann, nämlich der Tod des Kindes mitversichert mit einer gewissen Summe. Aber wir hoffen doch nicht, dass so was passiert. Es soll nicht der geringste Unfall passieren.

Sie und Ihr Kind sollen einen angenehmen, erfolgreichen Reha-Aufenthalt genießen können.

Alles Gute.

von
Herz1952

Christiane,

es könnte natürlich auch sein, dass nicht die Krankenkasse während des Reha-Aufenthaltes evtl. Unfallkosten übernimmt, sondern die Reha-Einrichtung selbst für solche Fälle versichert ist. Natürlich gilt das auch für Heimfahrten und Tagesausflüge.

von
Christiane

Also eigentlich ist meine Frage indirekt ja beantwortet und wir werden sehen wie es letztendlich wird, wenn wir angereist sind.

Nur noch so viel

- wir gehen über die Rentenversicherung in die Reha
- während des Aufenthalts (An- und Abreise) ist mein Sohn unfallversichert durch die DRV
- ich, als Begleitperson, bin nicht durch die DRV versichert (ist auch okay), logisch muss dann die GKV bezahlen...trotz allem besitzen wir eine private Unfallversicherung

@ Herz1952

...und ich kann sagen, dass wir gerade gestern unsere Versicherung neu aufgebaut haben und habe nun gerade mal nachgesehen, bei meinem Sohn ist die Todesfallleistung genauso hoch wie bei mir und bei meinem Mann (möchte sie aber nie haben).

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

noch ein Link, der in etwa das gleiche aussagt: (keine Todesfallleistung für das Kind, nur Doppelleistung bei Tod der Eltern, wenn das Kind erbberechtigt ist)

https://www.devk.de/produkte/unfall/kinder/index.jsp

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

noch ein Link, der in etwa das gleiche aussagt: (keine Todesfallleistung für das Kind, nur Doppelleistung bei Tod der Eltern, wenn das Kind erbberechtigt ist)

https://www.fvv.de/docs/FUN_Produktinfoblatt_Kinder.pdf
(Siehe Seite 2 Punkt 4!)

Dass unterschiedliche Anbieter unterschiedliche Leistungen anbieten, ist Ihnen tatsächlich neu?

MfG

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

ich habe keinen gefunden, der Todesfallschutz für Kinder anbietet. Lediglich in einem Vergleichsportal, das war aber kein Angebot und selbst da hieß es "unter 18 Jahre" und nicht ab wann. Auch bei wem stand nicht dabei. Außerdem hätte man horrende Summen eingeben können.
Auf solche Portale kann man sich nicht verlassen.

Die Wahrheit ist, dass es gesetzlich verboten ist, weil sich die Eltern daran bereichern könnten. Es dient dem Schutz der Kinder vor Verbrechen. Das muss ich leider jetzt mal ganz deutlich sagen.

Das war auch damals bei meiner Anfrage so. Ich habe natürlich unseren Sohn versichert gegen Unfallfolgen wie "Einmalentschädigungen" und auch Dauerschäden (Unfallrente - abhängig vom Grad der Schädigung, damals ab 50 % und ab 75 %, natürlich abhängig vom Versicherer).

von
ballaballa

@herz1952

Was war nochmal die Ausgangsfrage von Christiane ?