Teilweise EM Rente

von
J. Rudolf

Es wurde ein Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente gestellt. Als Antwort erging ein Schreiben, dass die teilweise EM Rente wegen Leistungsvermögen unter 6 aber über 3 Std. anerkannt wird der AG hat keinen entsprechenden Arbeitsplatz. Wie geht es weiter? Zumal der Arzt im Befundbericht auf Leistungsvermögen unter 3 Std. beharrt....

von
Groko

Zitiert von: J. Rudolf

Es wurde ein Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente gestellt. Als Antwort erging ein Schreiben, dass die teilweise EM Rente wegen Leistungsvermögen unter 6 aber über 3 Std. anerkannt wird der AG hat keinen entsprechenden Arbeitsplatz. Wie geht es weiter? Zumal der Arzt im Befundbericht auf Leistungsvermögen unter 3 Std. beharrt....

Dann frag mal den Arzt ob Er Dir die andere Hälfte zahlt.

von
Schorsch

Zitiert von: J. Rudolf

Wie geht es weiter? Zumal der Arzt im Befundbericht auf Leistungsvermögen unter 3 Std. beharrt....

Was Ihr Arzt meint, ist völlig uminteressant.

Wenn Sie Glück haben, wird Ihnen sofort eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" in Form einer vollen EM-Rente bewilligt.
Diese Rente gibt es dann, wenn zwar ein Leistungsvermögen von mindestens 3 Stunden vorhanden ist, der regionale Arbeitsmarkt aber als verschlossen gilt.

Manche Rententräger unterstellen grundsätzlich eine Verschlossenheit des (Teilzeit)Arbeitsmarktes, andere hingegen führen zunächst individuelle Überprüfungen durch, auch unter Einbeziehung der Bundesagentur für Arbeit.

Falls Ihnen keine Arbeitsmarktrente zuerkannt werden sollte und Sie tatsächlich keinen geeigneten (Teilzeit)Arbeitsplatz finden, bleibt Ihnen nur der Gang zur Arbeitsagentur oder zum JobCenter.

MfG

von
Fortitude one

Hallo,

Schorsch hat Ihnen bereits das wesentliche mitgeteilt. Sie können einen EMR Antragen stellen. Aber keinen auf "vollen " . Das obliegt dem sozialmedizinischer Dienst der DRV. Wenn Sie aber meinen Ihr Leistungsfähigkeit liegt unter 3 Stunden, dann müssen Sie Widerspruch einlegen und dies ausführlich mit Ihrem Arzt begründen. Vielleicht klappt es ja mit der Arbeitsmarktrente.

Mfg

von
Schade

.....und bis das alles geklärt ist, schreibt Ihr Arzt Sie weiter krank und Sie erhalten Krankengeld, läuft dies aus und Sie haben immer noch keinen "vollen Rentenbescheid" oder einen Teilzeitarbeitsplatz melden Sie sich arbeitslos und haben Anspruch auf ALG - dort melden Sie sich in dem Maß arbeitssuchend wie die DRV Sie für erwerbsfähig hält.

Bis KG und ALG 1 abgelaufen sind hat die DRV in aller Regel jede Menge Zeit den Widerspruch oder die Arbeitsmarktrente zu prüfen.....

von
Herz1952

Hallo J. Rudolf,

Sie können auch hier mal die Details nachlesen:

http://helmut-goepfert.de/rentenversicherung/140-arbeitsmarktrente.html

Im wesentlichen hat das "Schade" auch so geschrieben.

Bei Widerspruch achten Sie bitte darauf, dass Ihr Hausarzt auch alles richtig beschrieben hat. Manchmal kommt es auf Details an. Der Gutachter ist auch darauf angewiesen, vollständige Unterlagen zu bekommen.

Wie es Ihnen eigentlich geht, das kann auch der beste Gutachter nicht ohne weiteres beurteilen.

Wenn ich nur meine letzten Arztberichte zugrunde legen würde, würde mir meine voll EM-Rente aberkannt werden. Da fehlt grundlegendes. Kürzlich bekam ich einen Krankenhausbericht, da stand drin, dass ich ein bestimmtes Medikament reduzieren und dann ganz weglassen sollte. Auf Nachfrage wurde mir gesagt: Das müssen wir so reinschreiben, obwohl wir wissen, dass dies bei Ihnen nicht geht. Eine Begründung, die ich gegeben hatte, wurde nicht einmal erwähnt. Wie soll dies ein Dritter beurteilen können? "Sturkopp" :-). Es passt leider in diesem System vieles nicht zusammen.

Experten-Antwort

Hallo J. Rudolf,

wenn Sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind, dann reichen Sie innerhalb der Widerspruchsfrist gegen den Bescheid Widerspruch ein und legen medizinische Befundberichte bei.

von
Friedhelm

Zitiert von: Herz1952

Wenn ich nur meine letzten Arztberichte zugrunde legen würde, würde mir meine voll EM-Rente aberkannt werden. Da fehlt grundlegendes. Kürzlich bekam ich einen Krankenhausbericht, da stand drin, dass ich ein bestimmtes Medikament reduzieren und dann ganz weglassen sollte. Auf Nachfrage wurde mir gesagt: Das müssen wir so reinschreiben, obwohl wir wissen, dass dies bei Ihnen nicht geht. Eine Begründung, die ich gegeben hatte, wurde nicht einmal erwähnt. Wie soll dies ein Dritter beurteilen können? "Sturkopp" :-). Es passt leider in diesem System vieles nicht zusammen.

Das dürfte höchstens Ihren Friseur interessieren.
Der muss sich aus beruflichen Gründen tagtäglich so ein irrelevantes Geschwafel anhören.

Dass man Ihnen Ihre Rente aberkennen würde, glaube ich übrigens nicht.
Dafür ist Ihre "Krankenkassen- und Ärtze-Paranoia" zu weit fortgeschritten......

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Kürzlich bekam ich einen Krankenhausbericht, da stand drin, dass ich ein bestimmtes Medikament reduzieren und dann ganz weglassen sollte. Auf Nachfrage wurde mir gesagt: Das müssen wir so reinschreiben, obwohl wir wissen, dass dies bei Ihnen nicht geht.

Wer DAS glaubt wird selig.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Herz1952
Kürzlich bekam ich einen Krankenhausbericht, da stand drin, dass ich ein bestimmtes Medikament reduzieren und dann ganz weglassen sollte. Auf Nachfrage wurde mir gesagt: Das müssen wir so reinschreiben, obwohl wir wissen, dass dies bei Ihnen nicht geht.
? ...kann ich verstehen, das da nix mehr 'geht' - Sie haben äußerst begabte Ärzte im Formulieren von eingestürztem (Einnahme)Volumen zu Lasten nicht mehr potenter Krankenkassen ;-)

Gruß
w.