Teilweise EMR

von
Achim W.

Guten Tag,

ich habe ein Anliegen und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Meine Schwägerin ist 57 Jahre alt und hat einen GdB 80 mit MZ und Ihr Arbeitsverhältnis ruht. Sie wurde jahrelang gemobbt und ist schon sehr lange krank. Die 78 Wochen sind rum und Sie hat sich arbeitslos gemeldet ( Nahtlosigkeit). Sie hat einen EMR Antrag gestellt und Sie bekam nur die teilweise Erwerbsminderungsrente. Sie kann gesundheitlich nicht mehr arbeiten gehen. Was kann/muss Sie jetzt tun? Sollte Sie Widerspruch einlegen oder auf das Glück hoffen, dass Sie vielleicht aufgrund des verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes doch noch die volle EMR erhält. Eigentlich möchte Sie das nicht, da Sie zum einen von der AfA rumschickaniert wird. Welche Möglichkeiten gibt es um zu beweisen, dass Ihre Leistungsfähigkeit unter 3 Stunden liegt. Sie ist vor 1961 geboren.

Danke.

Mfg

von
Schorsch

Zitiert von: Achim W.
Welche Möglichkeiten gibt es um zu beweisen, dass Ihre Leistungsfähigkeit unter 3 Stunden liegt.

Sie sollte unverzüglich einen Fachanwalt für Sozialrecht oder einen Sozialverband, wie z.B. den www.sovd.de oder den www.vdk.de, aufsuchen.

Der Rentenbescheid kann nur per Widerspruch und/oder Klage angegriffen werden und das sollte man besser Profis überlassen.

MfG

von
???

Wenn das Leistungsvermögen wirklich auf unter 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gesunken ist, sollte eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses zu dem gewünschten Ergebnis führen. Der behandelnde Arzt wird ja wohl bei Bedarf eine Bestätigung ausstellen, dass die Kündigung gesundheitlich bedingt war.
Da Sie so ausdrücklich erwähnen, dass sie vor 1961 geboren ist, könnte auch nur eine teilweise EM-Rente wegen Berufsunfähigkeit bewilligt worden sein. Dann funktioniert das natürlich nicht, von daher nochmal genau in den Bescheid schauen, was da steht.
Alternativ kann man in beiden Fällen Widerspruch einlegen mit dem Ziel, dass eine volle Erwerbsminderung anerkannt wird.

von
Friedhelm

Zitiert von: ???
Wenn das Leistungsvermögen wirklich auf unter 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gesunken ist, sollte eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses zu dem gewünschten Ergebnis führen. Der behandelnde Arzt wird ja wohl bei Bedarf eine Bestätigung ausstellen, dass die Kündigung gesundheitlich bedingt war..

Das ist eine ziemlich gewagte Aussage, so lange keine Details bekannt sind.

Wenn die DRV eine Verschlossenheit des (Teilzeit)Arbeitsmarktes verneint, droht bei einer voreiligen Kündigung auch noch Ärger mit der Arbeitsagentur.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Achim W.,

hier ist nur ein Widerspruch zu empfehlen, in dem die Feststellung der vollen Erwerbsminderung begehrt wird..
Es sollten noch weitere medizinische Nachweise eingereicht werden, die bisher nicht oder nicht ausreichend durch den Rentenversicherungsträger gewürdigt wurden.

von
Schorsch

Zitiert von: Experte/in
Hallo Achim W.,

hier ist nur ein Widerspruch zu empfehlen, in dem die Feststellung der vollen Erwerbsminderung begehrt wird..
Es sollten noch weitere medizinische Nachweise eingereicht werden, die bisher nicht oder nicht ausreichend durch den Rentenversicherungsträger gewürdigt wurden.


Ergänzung:

Der Widerspruch sollte möglichst professionell begründet werden, damit er nicht aufgrund irgendwelcher laienhafter Fehler erfolglos bleibt.

Danach ist nämlich nur noch der Klageweg möglich, der sehr zeitintensiv sein kann.

Daher sollten juristische laien unbedingt professionelle Hilfe hinzuziehen.
(Siehe oben!)

MfG