TER Arbeitsmenge in 6 Stunden kaum zu schaffen

von
Ria

Ich habe eine Teilerwerbsminderungsrente, arbeite als Krankenschwester 4 Tage 5,9 Stunden. Im Frühdienst schaffe ich meine Arbeitsmenge nicht um pünktlich gehen zu können. Es wäre erträglicher im Frühdienst 15 Minuten länger Arbeiten zu dürfen. Der Beruf als Krankenschwester entspricht nicht mehr meiner Leistungsfähigkeit, deshalb würde ich keine Außnahmeregelung bekommen (telefonische Nachfrage beim DRV) stimmt das? Mein Arbeitgeber läßt weniger Stunden nicht zu und will dass ich Übergaben durchführe und nicht ohne gehen darf, jedoch ist dies selten möglich und setzt mich erheblich unter Stress

von
Einfach ich

Ich würde diesbezüglich mal das Gespräch mit dem Betriebsrat/Personalrat und der Schwerbehindertenvetretung suchen. Soll da mal jemand dem Arbeitgeber auf die Finger klopfen.

Es gilt was vertraglich vereinbart ist.

Und wenn 4 Tage á 5,9 Stunden vereinbart sind, gehen Sie nach dieser Zeit nach Hause.

Was will der Arbeitgeber machen, wenn Sie sich an die Arbeitszeitvereinbarung halten? Ihnen kündigen? Sie abmahnen?

Den Richter möchte ich sehen, der sowas durchgehen ließe. Und vorher stünde ja noch die Anhörung der Arbeitnehmervertretung an.

Experten-Antwort

Hallo Ria,

hier handelt es sich aus meiner Sicht eher um eine arbeitsrechtliche Frage, zu der ich im Rahmen dieses Forums zur Alterssicherung und Rentenversicherung leider keine Auskunft geben kann. Sie sollten sich daher - wie auch bereits von „Einfach ich“ empfohlen - zunächst an Ihren Betriebs-/Personalrat oder auch die Schwerbehindertenvertretung wenden und hier eine Einigung/Einhaltung der arbeitsvertraglich festgelegten Arbeitszeiten mit Ihrem Arbeitgeber erwirken.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Ihr Leistungsvermögen seit Gewährung der Teilerwerbsminderungsrente soweit gesunken ist, dass Sie die Tätigkeit als Krankenschwester gar nicht mehr ausüben können, können Sie auch einen Antrag auf eine volle Erwerbsminderungsrente stellen. Ob eine solche Rente gewährt werden kann, hängt dann aber wiederum von der dann neu zu treffenden Einschätzung des sozialmedizinischen Dienstes zu Ihrem dann noch bestehenden Restleistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (ggf. unter Berücksichtigung der jeweiligen Arbeitsmarktlage) ab.

von
Schade

Das scheint doch weniger ein Rentenproblem zu sein, sondern eher ein Problem zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Dass Sie nach 5 Std und 54 Min (05,9Stunden) nicht alles fallen lassen können ist normal; das Problem haben sehr viele Arbeitnehmer unabhängig von der vereinbarten Arbeitszeit.

Fragen Sie mal eine Arzthelferinnen ob die täglich pünktlich aus der Praxis rauskommen?

Ich sehe für Sie folgende Alternativen ( die aber allesamt mit dem AG zu klären wären):

Entweder Sie werden von Aufgaben entlastet

Oder sie verteilen die Arbeit auf 5 Tage (damit wird die tägliche Belastung geringer. Statt an 4 Tagen 5,9 Stunden arbeiten Sie 5 Tage je 4,72 Stunden)

o.a.

Die DRV zwingt Sie nicht 5,9 Stunden zu arbeiten.....grins

von
Ria

Zitiert von: Experte/in
Hallo Ria,

hier handelt es sich aus meiner Sicht eher um eine arbeitsrechtliche Frage, zu der ich im Rahmen dieses Forums zur Alterssicherung und Rentenversicherung leider keine Auskunft geben kann. Sie sollten sich daher - wie auch bereits von „Einfach ich“ empfohlen - zunächst an Ihren Betriebs-/Personalrat oder auch die Schwerbehindertenvertretung wenden und hier eine Einigung/Einhaltung der arbeitsvertraglich festgelegten Arbeitszeiten mit Ihrem Arbeitgeber erwirken. Habe ich nachgefragt, die helfen mir nicht, sondern raten mir aus dem Beruf zusteigen.
Vertragsrechtlich sind 4 Tage Woche mit täglich 5,9 Stunden vereinbart. Weitere Stunden pro Tag werden mir nicht reduziert, es ist Bedingung an der Übergaben zu Beginn und Ende der Schicht teilzunehmen und das sind festgelegte Zeiten! Daher würde ich eben gerne im Frühdienst 6,25 Stunden arbeiten. Im Spätdienst bekomme ich eine Einzelübergabe. Vollerwerbsminderungsrente will ich nicht, in meinem Beruf zu bleiben ist mir sehr wichtig und mein direkter Vorgesetzter ist froh, dass ich da bin.

von
Ria

Oder sie verteilen die Arbeit auf 5 Tage (damit wird die tägliche Belastung geringer. Statt an 4 Tagen 5,9 Stunden arbeiten Sie 5 Tage je 4,72 Stunden)

o.a.

Die DRV zwingt Sie nicht 5,9 Stunden zu arbeiten.....grins

Ja, dass weiß ich, aber mein AG will von 6 Stunden nicht abweichen. Da es bei mir noch Umkleidezeit gibt, sind an 6 Stunden Brutto vertraglich nicht zu rütteln oder ich muss aus der Pflege raus, Und dass will ich nicht!

[/quote]

von
Hinweis

Zitiert von: Ria

Oder sie verteilen die Arbeit auf 5 Tage (damit wird die tägliche Belastung geringer. Statt an 4 Tagen 5,9 Stunden arbeiten Sie 5 Tage je 4,72 Stunden)

o.a.

Die DRV zwingt Sie nicht 5,9 Stunden zu arbeiten.....grins

Ja, dass weiß ich, aber mein AG will von 6 Stunden nicht abweichen. Da es bei mir noch Umkleidezeit gibt, sind an 6 Stunden Brutto vertraglich nicht zu rütteln oder ich muss aus der Pflege raus, Und dass will ich nicht!

[/quote]

Interessant, aber kein Problem der Rentenversicherung (siehe Expertentext).

von
Valzuun

Denkanstoss am Rande:

Sie scheinen ja der Auffassung zu sein, dass Sie (zumindest an 4 Tagen Inder Woche) auch mehr als 6 Stunden arbeiten können (5,9 Stunden + 15 Minuten). Eventuell tun Sie das faktisch sogar bereits - was aus Ihrem Beitrag aber nicht klar hervorgeht.

Wenn sich nun bei einer medizinischen Überprüfung die Ärzte der DRV diese Auffassung -bezogen auf 5 Tage in der Woche- anschliessen würden, stünde dies einem weiteren Rentenanspruch entgegen.

von
Ria

zu Hinweis, ja da gebe ich Ihnen recht! Es muss von der Arbeit vor Ort umstrukturiert werden, damit ich früher gehen kann. Um ein Gespräch mit AG zu umgehen, dachte ich an diese Möglichkeit. Muss wohl meine Angst überwinden.

von
Ria

Denkanstoss am Rande:

Sie scheinen ja der Auffassung zu sein, dass Sie (zumindest an 4 Tagen Inder Woche) auch mehr als 6 Stunden arbeiten können (5,9 Stunden + 15 Minuten). Eventuell tun Sie das faktisch sogar bereits - was aus Ihrem Beitrag aber nicht klar hervorgeht.

Wenn sich nun bei einer medizinischen Überprüfung die Ärzte der DRV diese Auffassung -bezogen auf 5 Tage in der Woche- anschliessen würden, stünde dies einem weiteren Rentenanspruch entgegen.

Da ich Früh und Spätdienste habe, geht es bei mir um ca. 6 - 8 Tage im Monat. Es strengt mich halt sehr an, mich durchzusetzen als erste dranzukommen und zu übergeben. Leider verzögern sich sehr oft auch die Übergabenzeiten, usa. Das muss ich vor Ort klären,ist mir jetzt klar geworden, wollte für mich einen einfacheren Weg einschlagen.

von
Schade

....oder Siie suchen sich eine andere Arbeit oder die gleiche Arbeit bei einem anderen Arbeitgeber mit für Sie günstigeren Zeiten.

Ist aber alles kein Problem der Rentenversicherung.

von
Kerstin

Zitiert von: Ria
zu Hinweis, ja da gebe ich Ihnen recht! Es muss von der Arbeit vor Ort umstrukturiert werden, damit ich früher gehen kann. Um ein Gespräch mit AG zu umgehen, dachte ich an diese Möglichkeit. Muss wohl meine Angst überwinden.

Lassen Sie sich doch bitte nicht - gerade in der heutigen Zeit - wo medizinisches Fachpersonal "hochgeschätzt" und gesucht wird nicht so unter Angst setzen.

Gerade wenn man schon erwerbsgemindert ist - aus welchen Gründen auch immer - wäre für mich meine Gesundheit an oberster Stelle.

Und bei Angst vor einem Gespräch mit dem Chef - der ja sicher Arzt ist - würde ich schon mal über Alternativen nachdenken.

Viel Mut und Kraft wünsche ich Ihnen.

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