Umeinweisungsantrag/hilfsweise Widerspruch gegen Rehabewilligung Jugendrehabilitation ohne Begleitung

von
DeniseAnnica

Als Post-Covid-Patienten (Mutter und Tochter beide Post-Covid) hatten wir die Deutsche Rentenversicherung mit dem Ziel einer gemeinsamen Rehabilitation am 05.05.2021 um Auskunft gebeten. Daraufhin wurden uns die Anträge für die beiden Rehabilitationsmaßnahmen zugeschickt. Es hat bis Ende August gedauert, bis der DRV Bund alle Befundberichte unserer Ärzte und Therapeuten vorlagen; wir kennen keinen einzigen davon, da die Ärzte diese selbst verschicken wollten.
Im Ergebnis wurde meiner Tochter eine Kinder-/Jugendrehabilitation für 6 Wochen als Einzelmaßnahme bewilligt und mir eine Rehabilitation für 3 Wochen. Beide im selben Ort, allerdings in unterschiedlichen Kliniken ohne Gewährleistung eines zeitgleichen Aufenthalts und mit Besuchsverboten in beiden Kliniken. Ein Aufnahmetermin war nicht bekannt; Wartezeiten an der Ostsee = mehrere Monate!
Meine Tochter kann/wird die Schule im 1. Halbjahr in Form des Distanzunterrichts absolvieren (9. Klasse), ich bin seit Ende Mai arbeitsunfähig. Wir beide hoffen deshalb auf schnelle Hilfe!
Meine Tochter kann sich aus verschiedenen gesundheitlichen Gründen nicht vorstellen, eine Einzelreha zu machen, so dass ich vor vier Wochen einen Umweinweisungsantrag gestellt habe und hilfsweise Widerspruch eingelegt, habe eine Klinik gefunden, die zeitnah und beide aufnehmen könnte. Die Wunschklinik könnte uns vier bis fünf Wochen nach Kostenübernahmezusage aufnehmen. Warum hören wir von unserem Antrag gar nichts? Ständig muss ich mich vor den behandelnden Ärzten, Therapeuten und meinem Arbeitgeber rechtfertigen; telefonisch kann ich bei der DRV Bund keinen erreichen, soll E-Mails schreiben; die aber unbeantwortet bleiben.
Ich bin am Ende; erschöpft, weiß nicht mehr weiter.

Experten-Antwort

Hallo DeniseAnnica,

im Forum kann niemand Auskunft darüber geben warum Sie keine zeitnahe Antwort auf Ihren Widerspruch erhalten, da niemand Einsicht in Ihren persönlichen Sachverhalt hat.
Versuchen Sie die telefonische Kontaktaufnahme über das Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung Bund
0800 1000 48 070 (Mo - Do von 07:30 - 19:30 Uhr und Fr von 07:30 - 15:30 Uhr).
Sie können sich dann auch die Telefonnummer des Vorgesetzten in der Rehabilitationsabteilung geben lassen, um mit demjenigen zu klären, wie weiter verfahren werden kann, da Sie die zuständige Sachbearbeitung schon so lange nicht erreichen.

von
DeniseAnnica

Die telefonische Kontaktaufnahme ist aussichtslos, da immer eine Bandaufnahme läuft, dass man sich per E-Mail an die DRV Bund wenden soll. Nach unzähligen unbeantworteten Bitten um Information zum Bearbeitungsstand per E-Mail bin ich verzweifelt, denn wir brauchen die Reha dringend! Weiß einfach nicht mehr, was ich noch machen kann. Arbeitgeber, Schule, behandelnde Ärzte, keiner versteht diese Situation und man selbst kann nichts machen und das Warten seit der Antragstellung im Mai 2021 ist einfach unerträglich.

von
Siehe hier

Zitiert von: DeniseAnnica
Die telefonische Kontaktaufnahme ist aussichtslos, da immer eine Bandaufnahme läuft, dass man sich per E-Mail an die DRV Bund wenden soll. Nach unzähligen unbeantworteten Bitten um Information zum Bearbeitungsstand per E-Mail bin ich verzweifelt, denn wir brauchen die Reha dringend! Weiß einfach nicht mehr, was ich noch machen kann. Arbeitgeber, Schule, behandelnde Ärzte, keiner versteht diese Situation und man selbst kann nichts machen und das Warten seit der Antragstellung im Mai 2021 ist einfach unerträglich.

Hallo DenniseAnnica,

bei allem Verständnis für Ihre Situation kommen Sie hier im Forum leider dennoch nicht weiter. Zumal hier im Forum zwar die regionalen DRV vertreten sind, nicht aber die DRV Bund. Es also vermutlich noch nicht einmal ein dortiger Mitarbeiter zufällig lesen wird.

Unabhängig davon sollten Sie sich aber vielleicht einfach von dem Gedanken frei machen, auf eine gemeinsame Einrichtung zu bestehen.
Das angebliche absolute Besuchsverbot lässt sich sicher vor Ort regeln. Vorrangig sollte aber die baldige Therapiemöglichkeiten für Sie und Ihre Tochter stehen, die jedoch trotz gemeinsam überstandener Krankheit letztendlich noch andere Ansätze berücksichtigen. So wird in einer Kinder-und Jugendreha auch auf schulische Bedürfnisse eingegangen, während Sie sicher auch unter dem Verlust des Arbeitsplatzes leiden. Da kann es im Endeffekt sogar hilfreich sein, wenn Mutter und Tochter (mit 15J. ?) sich mal etwas voneinander abnabeln. Und Sie selbst können sich intensiv auch um Ihre Belange kümmern und erhalten damit wieder die Stärke, die Sie für sich und Ihre Tochter auch danach wieder benötigen. Und Ihre Tochter kann mal ohne die ständig schützenden Flügel der Mutter über sich etwas alleine flattern und ihre eigenen Stärken ausloten.

Ansonsten bleibt Ihnen nur, die Kontaktaufnahme zur DRV Bund in welcher Form auch immer, weiter zu versuchen.

Viel Erfolg und alles Gute!

von
Frage

Zitiert von: DeniseAnnica
Die telefonische Kontaktaufnahme ist aussichtslos, da immer eine Bandaufnahme läuft, dass man sich per E-Mail an die DRV Bund wenden soll. Nach unzähligen unbeantworteten Bitten um Information zum Bearbeitungsstand per E-Mail bin ich verzweifelt, denn wir brauchen die Reha dringend! Weiß einfach nicht mehr, was ich noch machen kann. Arbeitgeber, Schule, behandelnde Ärzte, keiner versteht diese Situation und man selbst kann nichts machen und das Warten seit der Antragstellung im Mai 2021 ist einfach unerträglich.

Und was soll da ein Forum für Sie tun? Mehr als dass Sie hier Ihre Situation schildern können, werden Sie hier nicht an Hilfe weder erwarten, noch bekommen können. SIE müssen versuchen telefonisch oder schriftlich die Bescheid erteilende Stelle zu erreichen. Bitten Sie ggf. um schnellstmöglichen Rückruf!

von
DeniseAnnica

Danke, das alles ist hilfreich und auch nicht.
War eine blöde Idee mit dem Forum. Alle übersehen, dass der Gedanke der gemeinsamen Reha nur die Unterbringung betrifft, ansonsten soll jeder seine eigene Reha bekommen, ganz individuell und es gibt Kliniken, die das anbieten. Es gibt individuelle Belange, die man natürlich hier nicht darlegen kann, die aber genau diese Form der Reha unabkömmlich machen.
In unserer Gesellschaft, egal ob in Schule, bei Ärzten oder Reha wird häufig übersehen, dass Eltern, aber auch Kinder, also Patienten sehr oft ganz genau einschätzen können, was gut für sie ist oder was nicht. Die maßgeblichen Kräfte in unserer Gesellschaft haben nur verlernt genau hinzuhören oder berufen sich auf die schlechten Beispiele als Maß der Dinge. Das ist schade.
Wir warten jetzt einfach weiter und hoffen, dass wir diese unerträgliche Wartezeit irgendwie überstehen.

von
P.S.

Zitiert von: DeniseAnnica
Danke, das alles ist hilfreich und auch nicht.
War eine blöde Idee mit dem Forum. Alle übersehen, dass der Gedanke der gemeinsamen Reha nur die Unterbringung betrifft, ansonsten soll jeder seine eigene Reha bekommen, ganz individuell und es gibt Kliniken, die das anbieten. Es gibt individuelle Belange, die man natürlich hier nicht darlegen kann, die aber genau diese Form der Reha unabkömmlich machen.
In unserer Gesellschaft, egal ob in Schule, bei Ärzten oder Reha wird häufig übersehen, dass Eltern, aber auch Kinder, also Patienten sehr oft ganz genau einschätzen können, was gut für sie ist oder was nicht. Die maßgeblichen Kräfte in unserer Gesellschaft haben nur verlernt genau hinzuhören oder berufen sich auf die schlechten Beispiele als Maß der Dinge. Das ist schade.
Wir warten jetzt einfach weiter und hoffen, dass wir diese unerträgliche Wartezeit irgendwie überstehen.

Ein Rententräger kann aber nicht immer jeden individuellen Wunsch erfüllen. Manchmal muss man sich eben auf einen kleineren gemeinsamen Nenner einigen.

von
Walter

Mein Gott mit 15 Jahren am gleichen Ort nur getrennte Kliniken ist doch kein Problem.
Jugendliche müssen auch mal lernen das das Leben kein Ponnyhof ist.
Sie können sich doch am Ort ausserhalb der Klinik treffen sie sind doch beide nicht eingesperrt.
Ich denke das Ihre Tochter vielleicht sogar froh ist unter Jugendlichen die Reha zu absolvieren und nicht mit Helicoptermütter?
Haben Sie ihre Tochter auch bis ins Klassenzimmer mit dem Auto zur Schule gefahren?
Durch Ihr verhalten( Anträge) dauert es nun noch länger bis die benötigte Reha nun anfangen kann.
Was soll aus Jugendlichen werden (Beruflich usw.) wenn man nicht loslassen kann?

Gruß Walter

von
DeniseAnnica

Hallo Walter,
die gemeinsame Reha ist auf Wunsch meiner Tochter; Helikoptermutter bin ich nicht. Im Gegenteil, ich habe alles versucht, sie zu motivieren, diese Reha allein zu machen.
Es soll aber Familien geben, in denen sich Kinder sehr wohl fühlen. Wir sind scheinbar so eine.
Alle Antworten zeigen nur eins, niemand von Ihnen weiß, wie es Post-Covid-Patienten wirklich geht und was die lange Distanzierung der Jugendlichen von Schule und Gesellschaft wirklich schlimmes gemacht hat; es hat aber keinen Sinn das erklären zu wollen und dafür ist dieses Forum nicht geeignet.
Praktikabel und vom Schreibtisch aus schick ist die Annahme der bewilligten getrennten Reha, machbar ohne weiteren Schaden für meine Tochter scheinbar leider nicht - sagt eine nicht Helikoptermutter, die bis zu Corona ein völlig selbständiges Kind hatte, das auch sechs Wochen allein zur Reha gefahren wäre - nun ist das nicht mehr möglich.
Trotzdem danke für kein Verständnis :(

von
Mitleid

Zitiert von: DeniseAnnica
Hallo Walter,
die gemeinsame Reha ist auf Wunsch meiner Tochter; Helikoptermutter bin ich nicht. Im Gegenteil, ich habe alles versucht, sie zu motivieren, diese Reha allein zu machen.
Es soll aber Familien geben, in denen sich Kinder sehr wohl fühlen. Wir sind scheinbar so eine.
Alle Antworten zeigen nur eins, niemand von Ihnen weiß, wie es Post-Covid-Patienten wirklich geht und was die lange Distanzierung der Jugendlichen von Schule und Gesellschaft wirklich schlimmes gemacht hat; es hat aber keinen Sinn das erklären zu wollen und dafür ist dieses Forum nicht geeignet.
Praktikabel und vom Schreibtisch aus schick ist die Annahme der bewilligten getrennten Reha, machbar ohne weiteren Schaden für meine Tochter scheinbar leider nicht - sagt eine nicht Helikoptermutter, die bis zu Corona ein völlig selbständiges Kind hatte, das auch sechs Wochen allein zur Reha gefahren wäre - nun ist das nicht mehr möglich.
Trotzdem danke für kein Verständnis :(

Haben Sie in einem offenen Forum etwa Mitleid erwartet? Etwas naiv oder?

von
Alter Schwede

Zitiert von: DeniseAnnica
was die lange Distanzierung der Jugendlichen von Schule und Gesellschaft wirklich schlimmes gemacht hat
Ja, sehr schlimm. Ein Wunder, dass die alle noch am Leben sind! Ist doch glatt das lebenswichtige Chillen ausgefallen. Und der Lernstoffverlust dieser begabten Generation erst.... Wenn mir meine Oma erzählt, wie schwer es im und nach dem Krieg war, zweige ich eine Tüte Mitleid für Sie ab!

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