Umschulung trotz volle Erwebsminderung auf drei Jahre und GdB 100

von
H.P.

Gerade habe ich (55) meinen Verlängerungsbescheid meiner vollen Erwerbsunfähigkeitsrente (- Ende 2019) von drei Jahren bekommen, zusätzlich habe ich bis 2019 GdB 100, danach mindestens 60. Ich bin vor zwei Jahren transplantiert worden und nun schon so lange zu Hause.
Ich habe in dieser Zeit das fotografieren angefangen, ich kann sagen das es mir sehr viel Spass macht und nach Meinung anderer auch Talent besitze. Nun würde ich gerne wissen, kann ich mit diesem Hintergrund eine schulische Umschulung zum Fotografen machen. Habe ich Chancen das so was genehmigt wird?
Transplantation, Alter, Kosten, Zukunftschancen

von
KSC

Vergessen Sie eine vom Staat bezahlte Umschulung. Ein 55 jähriger der gerade bis 58 bescheinigt bekommen hat, dass er voll erwerbsgemindert ist, bekommt das nicht bezahlt.

Berufliche Chancen haben Sie danach so gut wie keine. Welcher Arbeitgeber würde einen knapp 60 jährigen Berufsanfänger einstellen, der vorher jahrelang wegen voller Erwerbsminderung aus der Arbeitswelt draußen war?

Wenn Ihnen die Fotographie liegt, können Sie sich privat auf eigene Kosten, z.B. bei einer Volkshochschule weiterbilden. Aber eine staatlich finanzierte Maßnahme wäre rausgeschmissenens Geld.

von
SE

Hallo KSC,
vom Staat bezahlt?
Das sind Versichertengelder.
Und zudem muss endlich ein umdenken erfolgen.
Ab Ende 40 bereits keine Chance., Die Arbeitgeberseite und ihre Verbände wollen doch die Menschen bis 71 Jahren arbeiten lassen, damit sie dann rentenfreundlich entsorgt werden.
Die Anzugsträger, die jetzt die Rente mit 71 fordern, sind die gleichen, die in ihren eigenen Firmen bereits Leute ab Ende 40 als zu alt, zu teuer und oft zu krank nicht mehr einstellen und am liebsten alle Mitarbeiter über 50 rauswerfen würden.
Wie verlogen ist das denn?

von
Schlaubi123

Zitiert von: SE

Hallo KSC,
vom Staat bezahlt?
Das sind Versichertengelder.
Und zudem muss endlich ein umdenken erfolgen.
Ab Ende 40 bereits keine Chance., Die Arbeitgeberseite und ihre Verbände wollen doch die Menschen bis 71 Jahren arbeiten lassen, damit sie dann rentenfreundlich entsorgt werden.
Die Anzugsträger, die jetzt die Rente mit 71 fordern, sind die gleichen, die in ihren eigenen Firmen bereits Leute ab Ende 40 als zu alt, zu teuer und oft zu krank nicht mehr einstellen und am liebsten alle Mitarbeiter über 50 rauswerfen würden.
Wie verlogen ist das denn?

Genau: es sind Versichertengelder. Warum soll die DRV eine Umschulung finanzieren, wenn der Versicherte unter 3 Stunden arbeitsfähig ist? Die DRV zahlt hier eine Rente und sonst nichts!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo H.P.,

angesichts des lfd. Bezuges der EM-Rente kommt eine Umschulung nicht derzeit in Betracht. Außerdem dürfte im Hinblick auf Ihr Alter auch nach Ablauf der gerade verlängerten Rente keine qualifizierte Maßnahme der Teilhabe am Arbeitsleben, wie eine Umschulung, mehr für Sie in Aussicht genommen werden. Sie wären dann nach einer solchen Maßnahme etwa 60 Jahre alt, und würden mit jungen Berufsanfängern in Konkurrenz treten.