Umschulung - Vorbereitung - Zuschüße

von
Die 3K

Hallo Liebe Gemeinde,
ich hätte da ein paar Fragen, die uns gerade umtreiben....

Mein Partner hatte vor einigen Wochen die zweiwöchige "Eignungsreha" bei einem BfW absolviert. Diese Woche teilte ihm sein Berater bei der DRV mit, dass seine Ergebnisse durchschnittlich seien und eine Umschulung laut Ergebnis auf Kammerniveau möglich sei. Nun sagte man ihm, er solle einen dreimonatigen Vorbereitungskurs machen und wenn dieser gut verlaufe, bekomme er einen positiven Bescheid und könne direkt im Anschluss mit der Umschulung beginnen. So weit so gut, doch nun unser Problem:
Wir haben ein kleines Kind, das er in seiner bisherigen Krankheit vorrangig betreut hat, damit ich arbeiten konnte. Sollte er die Umschulung bekommen, müssten wir eine Betreuung suchen, ich müsste einen neuen Job suchen (kann nicht reduzieren) und wir würden uns auch eine kleinere Wohnung nehmen, da er internatsmäßig untergebracht wäre und somit nur am WE da wäre (zu zweit brauchen wir keine riesen Wohnung). Da dies alles Änderungen wären, die man nicht einfach wieder rückgängig machen kann, brauchen wir natürlich die Sicherheit, dass er auch dann die 2 1/4 Jahre 'weg' ist und nicht nach drei Monaten doch wieder da ist. Kann ich den Berater bei der DRV schon vor dem Vorbereitungskurs auf enen positiven Bescheid festnageln? Zudem frage ich mich, wie lange er denn noch geprüft werden soll (auch wenn ich verstehe, dass die DRV ihre Sicherheit möchte)....
Darüber hinaus würde mich interessieren, ob uns jemand sagen kann, welche Zuschüße wir von verschiedenen Ämtern bekommen könnten, da sein Übergangsgeld plus mein dann kleineres Gehalt natürlich nicht sonderlich weit reichen, auch wenn er dann gut versorgt wäre. Allein die Krippe würde einen Haufen kosten...
Ich hoffe, ihr könnt uns da weiterhelfen. Es würde uns bei der Planung sehr beruhigen.
Vielen Dank!!

von
???

In mindestens 90% aller Fälle wird nach dem Vorbereitungskurs auch die eigentliche Umschulung bewilligt. Da es aber eben immer noch die Möglichkeit gibt, dass Ihr Partner beim Vrobereitungskurs nicht klar kommt, wird sich der Reha-Fachberater bestimmt nicht vorher auf irggendetwas festnageln lassen.

Davon abgesehen ist es äußerst ungewöhnlich, dass die Familie das komplette Leben (neue Arbeit, neue Wohnung ...) nur wegen der Umschulung umkrempeln muss. Besonders beim Umzug habe ich Bedenken, dass das wirklich sinnvoll ist. Schließlich werden Sie nach der Umschulung doch wieder zusammenziehen wollen. Dann bräuchten Sie wieder eine neue Wohnung. Ob sich die Kosten für 2 Umzüge durch die geringere Miete für eine kleinere Wohnung amortisieren, muss man schon genau rechnen. Es ist dann auch die Frage, wieviel Sie in 2 Jahren für eine große Wohnung hinlegen müssen.

Von der DRV werden übrigens auch Kinderbetreuungskosten gezahlt. Welche Beträge da bei Ihnen konkrtet möglich sind, klären Sie am Besten mit der Sachbearbeitung oder dem Reha-Fachberater.

von
Schorsch

Zitiert von: Die 3K

Sollte er die Umschulung bekommen, müssten wir eine Betreuung suchen, ich müsste einen neuen Job suchen (kann nicht reduzieren) und wir würden uns auch eine kleinere Wohnung nehmen, da er internatsmäßig untergebracht wäre und somit nur am WE da wäre (zu zweit brauchen wir keine riesen Wohnung). Da dies alles Änderungen wären, die man nicht einfach wieder rückgängig machen kann, brauchen wir natürlich die Sicherheit, dass er auch dann die 2 1/4 Jahre 'weg' ist und nicht nach drei Monaten doch wieder da ist.

Diese "Sicherheit" kann Ihnen niemand garantieren und daher würde ich persönlich Nichts von den geplanten Änderungen in die Tat umsetzen, sondern eher auf die Umschulung verzichten.

Zumal die Aussichten nach erfolgreich absolvierter Umschulung zeitnah einen ordentlich bezahlten Job zu finden, nicht gerade rosig sind.

MfG

von
Die 3K

Danke für diese erste Einschätzungen. Dazu möchte ich folgende Punkte erläutern:
Es mag ungewöhnlich sein, alles umzukrempeln, aber gerade in finanzieller Hinsicht wäre ein Umzug durchaus sinnvoll. Wir hätten aus verschiedenen Gründen die Möglichkeit jetzt zu verkleinern und dann bei seiner Rückkehr wieder zu vergrößern.
Bezüglich der Chancen auf einen Job nach Abschluß ist das sicher richtig, sich aus verschiedenen Gründen ist er in seinem jetzigen Job für seine Berufssparten ja auch nicht mehr verfügbar. Wenn er die LTA nicht machen würde kämen wir finanziell und er vor allem gesundheitlich wohl ganz sicher nicht mehr auf die Beine...

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo 3K,

der Reha-Vorbereitungskurs (RVL) wurde wohl wegen einer knappen Eignung als Probezeit bewilligt. Daher wird der zuständige Rentenversicherungsträger erst gegen Ende des RVL über die Bewilligung der Hauptmaßnahme entscheiden. Wie bereits ??? richtig festgestellt hat, wird aber in den meisten Fällen die Hauptmaßnahme anschließend bewilligt. Sie sollten bei Ihrer Entscheidung aber bedenken, dass Ihr Ehemann nicht die kompletten zwei Jahre im BFW ist, sondern auch in der Regel ein Praktikum über mehrere Monate in der Nähe des Wohnortes absolviert.

Ob die Voraussetzungen für die Kostenübernahme von Kinderbetreuungskosten/Haushaltshilfe erfüllt sind, kann hier nicht beantwortet werden. Sie sollten sich daher direkt mit zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen.