Umwandlung einer Erwerbsminderungsrente in vorzeitige Altersrente, Zugangsfaktor / Abschläge

von
Thilo

Wie ist der Zugangsfaktor gem. §77 Abs. 3 SGB VI zu verstehen bei einer Umwandlung von der Erwerbsminderungsrente in eine Altersrente?

§77 Abs. 3 SGB VI:
(3) Für diejenigen Entgeltpunkte, die bereits Grundlage von persönlichen Entgeltpunkten einer früheren Rente waren, bleibt der frühere Zugangsfaktor maßgebend. Dies gilt nicht für die Hälfte der Entgeltpunkte, die Grundlage einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung waren.

Der Zugangsfaktor wird für Entgeltpunkte, die Versicherte bei
1.einer Rente wegen Alters nicht mehr vorzeitig in Anspruch genommen haben, um 0,003 oder
2.einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder einer Erziehungsrente mit einem Zugangsfaktor kleiner als 1,0 nach Ablauf des Kalendermonats der Vollendung des 62. Lebensjahres bis zum Ende des Kalendermonats der Vollendung des 65. Lebensjahres nicht in Anspruch genommen haben, um 0,003,
3.einer Rente nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht in Anspruch genommen haben, um 0,005
je Kalendermonat erhöht.“

Fragen:
1. Heißt das, wenn ich eine Erwerbsminderungsrente vorzeitig in eine Altersrente für Langjährige umwandeln lasse und dann mit 63 in Rente gehe, dass ich dann keine Abschläge habe?
2. Heißt das, wenn ich stattdessen erst mit 64 in Rente gehe, dass ich dann sogar Zuschläge i.H.v. 0,003 (=0,03%) bekomme?

von
Groko

Zitiert von: Thilo
Wie ist der Zugangsfaktor gem. §77 Abs. 3 SGB VI zu verstehen bei einer Umwandlung von der Erwerbsminderungsrente in eine Altersrente?

§77 Abs. 3 SGB VI:
(3) Für diejenigen Entgeltpunkte, die bereits Grundlage von persönlichen Entgeltpunkten einer früheren Rente waren, bleibt der frühere Zugangsfaktor maßgebend. Dies gilt nicht für die Hälfte der Entgeltpunkte, die Grundlage einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung waren.

Der Zugangsfaktor wird für Entgeltpunkte, die Versicherte bei
1.einer Rente wegen Alters nicht mehr vorzeitig in Anspruch genommen haben, um 0,003 oder
2.einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder einer Erziehungsrente mit einem Zugangsfaktor kleiner als 1,0 nach Ablauf des Kalendermonats der Vollendung des 62. Lebensjahres bis zum Ende des Kalendermonats der Vollendung des 65. Lebensjahres nicht in Anspruch genommen haben, um 0,003,
3.einer Rente nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht in Anspruch genommen haben, um 0,005
je Kalendermonat erhöht.“

Fragen:
1. Heißt das, wenn ich eine Erwerbsminderungsrente vorzeitig in eine Altersrente für Langjährige umwandeln lasse und dann mit 63 in Rente gehe, dass ich dann keine Abschläge habe?
2. Heißt das, wenn ich stattdessen erst mit 64 in Rente gehe, dass ich dann sogar Zuschläge i.H.v. 0,003 (=0,03%) bekomme?

Egal.

Experten-Antwort

Hallo Thilo,

sofern Sie die Rente wegen voller Erwerbsminderung in dem Verminderungszeitraum nicht "mehr" in Anspruch nehmen und eine Altersrente o h n e Abschläge im Anschluss bezogen wird, erhöht sich der Zugangsfaktor für die Zeit der Nichtinanspruchnahme "wieder".

Wird eine Rente trotz erfüllter Wartezeit erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze beansprucht, erhöht sich der Zugangsfaktor um 0,005 je Kalendermonat.

Ihre Fragen wurden an dieser Stelle sehr allgemein beantwortet. Sollten Sie detaillierte Fragen haben, empfiehlt sich eine Beratung bei dem für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger oder einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe.

Mit freundlichen Grüßen

von
Thilo

Zitiert von: Experte/in
Hallo Thilo,

sofern Sie die Rente wegen voller Erwerbsminderung in dem Verminderungszeitraum nicht "mehr" in Anspruch nehmen und eine Altersrente o h n e Abschläge im Anschluss bezogen wird, erhöht sich der Zugangsfaktor für die Zeit der Nichtinanspruchnahme "wieder".

Wird eine Rente trotz erfüllter Wartezeit erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze beansprucht, erhöht sich der Zugangsfaktor um 0,005 je Kalendermonat.

Ihre Fragen wurden an dieser Stelle sehr allgemein beantwortet. Sollten Sie detaillierte Fragen haben, empfiehlt sich eine Beratung bei dem für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger oder einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe.

Mit freundlichen Grüßen

Hallo Experte,
ich verstehe die Antwort nicht. Was ist der Verminderungszeitraum. Der Zeitraum, wo ich vermindert gearbeitet habe?
Ich bekomme eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung nach altem Recht (früher Berufsunfähigkeitsrente) und gehe noch im ca. halbem Umfang arbeiten. Ich möchte möglichst frühzeitig, mit 63, in Rente gehen.

Bedeutet §77 Abs. 3 SGB VI, dass wenn ich meine Erwerbsminderungsrente vorzeitig in eine Altersrente für Langjährige umwandeln lasse und dann mit 63 in Rente gehe, dass ich dann keine Abschläge habe?

Ist meine Altersrente mindestens in Höhe der jetzigen Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (nur nicht mehr 2/3 Höhe, sondern dann voll)? Habe ich Bestandsschutz?

Bleibt der Zugangsfaktor 1,0 bestehen, oder gibt es Abzüge?

Vielen Dank für die Antwort

von
senf-dazu

Wenn bei Ihrer "alten" BU-REnte der Zugangsfaktor 1,0 lautet, bleibt er auch bei einer anschließenden Altersrente erhalten.
DAs ist so, wenn eine EM-Rente zu einem Zugangsfaktor < 1,0 führt, in den seltenen Fällen einer alten EU/BU-Rente ist das Prinzip das gleiche, aber die Folge eine andere.
Wie Sie sehen, hat dieses Detail die allgemeine Antwort schlecht aussehen lassen.
Eine detaillierte Antwort erhalten Sie bei einer Beratung zu Ihrer sehr speziellen Situation.

von
Kaiser

Zitiert von: Thilo
Zitiert von: Experte/in
Hallo Thilo,

sofern Sie die Rente wegen voller Erwerbsminderung in dem Verminderungszeitraum nicht "mehr" in Anspruch nehmen und eine Altersrente o h n e Abschläge im Anschluss bezogen wird, erhöht sich der Zugangsfaktor für die Zeit der Nichtinanspruchnahme "wieder".

Wird eine Rente trotz erfüllter Wartezeit erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze beansprucht, erhöht sich der Zugangsfaktor um 0,005 je Kalendermonat.

Ihre Fragen wurden an dieser Stelle sehr allgemein beantwortet. Sollten Sie detaillierte Fragen haben, empfiehlt sich eine Beratung bei dem für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger oder einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe.

Mit freundlichen Grüßen

Hallo Experte,
ich verstehe die Antwort nicht. Was ist der Verminderungszeitraum. Der Zeitraum, wo ich vermindert gearbeitet habe?
Ich bekomme eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung nach altem Recht (früher Berufsunfähigkeitsrente) und gehe noch im ca. halbem Umfang arbeiten. Ich möchte möglichst frühzeitig, mit 63, in Rente gehen.

Bedeutet §77 Abs. 3 SGB VI, dass wenn ich meine Erwerbsminderungsrente vorzeitig in eine Altersrente für Langjährige umwandeln lasse und dann mit 63 in Rente gehe, dass ich dann keine Abschläge habe?

Ist meine Altersrente mindestens in Höhe der jetzigen Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (nur nicht mehr 2/3 Höhe, sondern dann voll)? Habe ich Bestandsschutz?

Bleibt der Zugangsfaktor 1,0 bestehen, oder gibt es Abzüge?

Vielen Dank für die Antwort

Was ist so schwer daran zu verstehen, dass Sie sich aufgrund der Komplexität Ihre Fragen an eine Auskunfts- und Beratungsstelle wenden sollen?

von
Thomas

Zitiert von: Kaiser
Zitiert von: Thilo
Zitiert von: Experte/in
Hallo Thilo,

sofern Sie die Rente wegen voller Erwerbsminderung in dem Verminderungszeitraum nicht "mehr" in Anspruch nehmen und eine Altersrente o h n e Abschläge im Anschluss bezogen wird, erhöht sich der Zugangsfaktor für die Zeit der Nichtinanspruchnahme "wieder".

Wird eine Rente trotz erfüllter Wartezeit erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze beansprucht, erhöht sich der Zugangsfaktor um 0,005 je Kalendermonat.

Ihre Fragen wurden an dieser Stelle sehr allgemein beantwortet. Sollten Sie detaillierte Fragen haben, empfiehlt sich eine Beratung bei dem für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger oder einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe.

Mit freundlichen Grüßen

Hallo Experte,
ich verstehe die Antwort nicht. Was ist der Verminderungszeitraum. Der Zeitraum, wo ich vermindert gearbeitet habe?
Ich bekomme eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung nach altem Recht (früher Berufsunfähigkeitsrente) und gehe noch im ca. halbem Umfang arbeiten. Ich möchte möglichst frühzeitig, mit 63, in Rente gehen.

Bedeutet §77 Abs. 3 SGB VI, dass wenn ich meine Erwerbsminderungsrente vorzeitig in eine Altersrente für Langjährige umwandeln lasse und dann mit 63 in Rente gehe, dass ich dann keine Abschläge habe?

Ist meine Altersrente mindestens in Höhe der jetzigen Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (nur nicht mehr 2/3 Höhe, sondern dann voll)? Habe ich Bestandsschutz?

Bleibt der Zugangsfaktor 1,0 bestehen, oder gibt es Abzüge?

Vielen Dank für die Antwort

Das ist sehr komplex. Für den Laien nicht nachvollziehbar. Nimm ein Fachanwalt.

Mfg

Was ist so schwer daran zu verstehen, dass Sie sich aufgrund der Komplexität Ihre Fragen an eine Auskunfts- und Beratungsstelle wenden sollen?