Unbefristete Rente wegen Parkinson und Diebetes soll erneut geprüft werden

von
Krümel

Guten Tag,
Ich habe hier viel gelesen.

Nun zu unserem Problem :

Mein Mann hat seit 2016 die Diagnose Parkinson und seit 2007 ein Diabetes, 2013 gesellte sich noch eine Borreliose hinzu.

Die Parkinson hat sich in den letzten zwei Jahren sehr stark verschlechtert, sein Diabetes war auch lange Zeit sehr schlecht. Diese hat sich aufgrund neuer, Medikamente etwas verbessert.

Die Parkinson hingegen natürlich nicht. Mittlerweile ist er vier Mal neu eingestellt worden und es wird trotzdem schlimmer.

Aufgrund der ganzen Erkrankungen, hat mein Mann vor zwei Jahren seine Arbeit verloren mit 61 Jahren.

Da mit der Parkinson aber mittlerweile andere Begleiterscheinungen aufgetaucht sind (Inkontinenz, Depressionen, Schwindel, Schlafattacken)
Wurde eine Pflegestufe beantragt und sogar mit 3 bewertet. Grad der Behinderung 50 Prozent.

Darauf hin bekam er dann auch recht schnell die unbefristet Erwerbsminderungsrente mit 62 Jahren.

Nun soll er plötzlich überprüft werden bei einem Arzt. Dieser Arzt ist jedoch nur Innere Medizin.
Eigentlich müsste ja ein Neurologe das machen.

Wir verstehen gerade die Welt nicht mehr.

Kann mich hier vielleicht jemand aufklären?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Krümel

von
Jana

Eine Überprüfung kann jederzeit stattfinden.

Die Wahl des Gutachters obliegt der DRV. Widerspruch dagegen ist möglich. Aber vielleicht ist er ja trotzdem ein guter Gutachter je nach Fragestellung.

von
Mad

Hat er wirklich einen Gutachertermin.....mit 62.....wann würde er den regulär Altersrente bekommen!

Was für ein Schreiben ist da den gekommen und von welcher Rentenkasse.....hört sich irgenwie nach WE Troll an sorry....

von
Abschläge

Hallo Krümel,
auch bei einer befristeten EM-Rente kann jederzeit eine Überprüfung stattfinden.
Aber machen Sie sich nun nicht unnötig Gedanken darüber, aus welchem Fachbereich der begutachtende Arzt kommt, er ist als Gutachter der DRV zugelassen (sonst kann er von der DRV nicht beauftragt werden) und das hat dann schon seine Richtigkeit.
Im Zweifelsfall können Sie dann später gegen sein Gutachten vorgehen.

Was aber vermutlich ohnehin nicht notwendig werden wird, da nicht nur sein Gutachten herangezogen wird, sondern auch andere ärztliche Befunde, die seit der damaligen Bewilligung 'neu' hinzugekommen sind, auch.

Und alternativ hätte Ihr Mann mit einem GdB>=50, 35 Beitragsjahren und dem notwendigen Alter Anspruch auf eine Rente für Schwerbehinderte.
Ab welchem Datum genau, können Sie mit diesem Rechner sofort feststellen (geht vielleicht schneller, als wenn Sie alte Unterlagen raussuchen, wo das auch irgendwo steht)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste/Online-Rechner/RentenbeginnUndHoehenRechner/rentenbeginnrechner_node.html

Und diese wäre aufgrund des Bestandschutzes nicht geringer als die davor bezogene EM-Rente.

Und wenn 'umgewandelt' (EM-Rente in SB-Rente) wird, wird dennoch auch der erst für 2024 vorgesehene Zuschlag für 'EM-Bestandsrentner' auch für Ihren Mann berücksichtigt.

Also lassen Sie den Arzt einfach seine Arbeit machen und warten Sie einfach das Ergebnis ab.

Ein schönes Wochenende und alles Gute!

von
KSC

Nach Ihren Formulierungen geht es um einen bereits 63 Jahre alten Kunden.

Sofern dieser in seinem bisherigen Versicherungsleben auf 35 Jahre kommt, gibt es doch überhaupt keinen Grund sich aufzuregen oder Sorgen zu machen. Lesen Sie das in der letzten Rentenauskunft vor der EM Bewilligung nach.

Einfach Altersrente beantragen und dann hätte sich die Frage EM ja oder nein erledigt.

Geringer werden kann der Geldbetrag eigentlich auch nicht, höchstens mal in einem SuperSonderAusnahmefall im Zusammenspiel mit der Grundrente.

Alles dürfte gut werden.

von
Mad

Zitiert von: Abschläge
Hallo Krümel,
auch bei einer befristeten EM-Rente kann jederzeit eine Überprüfung stattfinden.
Aber machen Sie sich nun nicht unnötig Gedanken darüber, aus welchem Fachbereich der begutachtende Arzt kommt, er ist als Gutachter der DRV zugelassen (sonst kann er von der DRV nicht beauftragt werden) und das hat dann schon seine Richtigkeit.
Im Zweifelsfall können Sie dann später gegen sein Gutachten vorgehen.

Was aber vermutlich ohnehin nicht notwendig werden wird, da nicht nur sein Gutachten herangezogen wird, sondern auch andere ärztliche Befunde, die seit der damaligen Bewilligung 'neu' hinzugekommen sind, auch.

Und alternativ hätte Ihr Mann mit einem GdB>=50, 35 Beitragsjahren und dem notwendigen Alter Anspruch auf eine Rente für Schwerbehinderte.
Ab welchem Datum genau, können Sie mit diesem Rechner sofort feststellen (geht vielleicht schneller, als wenn Sie alte Unterlagen raussuchen, wo das auch irgendwo steht)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste/Online-Rechner/RentenbeginnUndHoehenRechner/rentenbeginnrechner_node.html

Und diese wäre aufgrund des Bestandschutzes nicht geringer als die davor bezogene EM-Rente.

Und wenn 'umgewandelt' (EM-Rente in SB-Rente) wird, wird dennoch auch der erst für 2024 vorgesehene Zuschlag für 'EM-Bestandsrentner' auch für Ihren Mann berücksichtigt.

Also lassen Sie den Arzt einfach seine Arbeit machen und warten Sie einfach das Ergebnis ab.

Ein schönes Wochenende und alles Gute!

Sie haben schon gelesen was da steht?

Darauf hin bekam er dann auch recht schnell die unbefristet Erwerbsminderungsrente mit 62 Jahren.

Also was schliesst man daraus....

von
Abschläge

ja, habe alles gelesen und dennoch versehentlich 'befristet' geschrieben.

Wie frevelhaft von mir. Ich bitte demütigst um Entschuldigung!

von
Mad

Zitiert von: Abschläge
ja, habe alles gelesen und dennoch versehentlich 'befristet' geschrieben.

Wie frevelhaft von mir. Ich bitte demütigst um Entschuldigung!

Warum..ironie off...für mich klingt die Geschichte einfach nicht glaubwürdig....und wie gesagt unbefristet mit 62 und....bei den Erkankungen....

von
Abschläge

Zitiert von: Mad
...

Warum..ironie off...für mich klingt die Geschichte einfach nicht glaubwürdig....und wie gesagt unbefristet mit 62 und....bei den Erkankungen....

Es bleibt natürlich Ihnen überlassen, ob Sie etwas für glaubwürdig halten.

Wesentlich öfter sind es aber Fragen von Personen, die sich einfach nicht auskennen. Denen dann 'Trollentum' zu unterstellen werde jedenfalls ich mir nicht anzumaßen.

von
Mad

Richtig!

Aber da wäre man bei einem Sozialverband z.B. VdK wesentlich besser auggehoben als hier!

Zumal ja bis jetzt noch keinerlei Rückmeldung des Fragenden kam.....aber der Tip vo KSC mit reguläre Rente zu beantragen ...wenn die Voraussetzungen stimmen ja auch die einfachste Lösung ist!

In diesem Sinne...schönen Tach noch!

von
Krümel

Also erstens ist es kein Scherz. Deshalb wende ich mich auch hier an das Forum, Mad.
Der Rentenversicherungsträger ist Bund Berlin.

Zweitens mein Mann hat nur 33 Jahre in die Rente eingezahlt. Er war i und in den 80 igern selbstständig und damals wusste er nicht, dass man trotzdem einzahlen kann.

Er hat nun mal die Parkinson und jeder weiß, dass diese nicht mehr besser wird.

Also verstehe ich nicht, warum erst sofort unbefristet bis Eintritt Regelaltersrente und jetzt sowas. Denn dem Bund Berlin liegen alles Arzt Berichte, Diagnostiken und der Pflegeeinstufungsbericht vor.

Und ich denke, dass eher ein Neurologe das beurteilen sollte.

Mein Onkel ist selber Arzt in einer Klinik und für Innere Medizin und Geriatrie zuständig. Auch er fand das schon etwas zweifelhaft.

von
Krümel

Mad

Der VdK ist seit Wochen schon eingeschaltet.

Aber, so wie ich das auch schon von anderen jetzt mitbekommen habe, tollen die sich. Wir sind seit 2019 Mitglied da.

Da kommt nichts. Sonst würde ich ja hier nicht schreiben

von
....

Gutachtertermin nach unbefristeter voller EM-Rente ?

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/gutachtertermin-nach-unbefristeter-voller-em-rente.html

von
Abschläge

Die Zeiten, die es jetzt schon EM-Rente gibt, zählen mit für die 35 Beitragsjahre.

Hier wäre also evtl. nochmal genaues 'Nachrechnen' angebracht.

Und ja, der VdK ist nicht in allen Fällen hilfreich und vor allem auch am Wochenende NIE verfügbar :-)

Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken!!! Die DRV müsste dennoch begründen, weshalb Sie die unbefristete EM-Rente nun wieder entziehen will. Und mit dem Mediziner in der Familie haben Sie ja bestmögliche Unterstützung, jedwelches Gutachten auseinanderrupfen zu lassen, so es denn dazu kommen sollte.

von
Krümel

Der VdK hat angeblich vor zwei Wochen den RV Bund Berlin angeschrieben. Bisher keine Antwort erhalten. Nur eine Info, das wir jetzt zu einem anderen Arzt nach Neu Münster müssen anstatt Hamburg.
Beides innere. Aber die Diabetes ist ja nicht das ausschlaggebende Problem. Damit kann man ja normalerweise auch bei guter Einstellung bis zur Rente arbeiten gehen.

Es ist die Parkinson. Mein Mann kann weder richtig Auto fahren, noch arbeiten. Er ist definitiv durch.

Viele Freunde und Familienmitglieder, die man nicht so oft sieht, sind erschrocken, wie sich die Parkinson seit zwei Jahren massiv verändert. Bzw. Meinen Mann.

von
W°lfgang

Zitiert von: Abschläge
Und mit dem Mediziner in der Familie haben Sie ja bestmögliche Unterstützung

Anmerkung: welch QUATSCHT auch, wenn das Fachgebiet null kompatibel ist!

analog: ...mein Sohn arbeitet im Rathaus, der kennt sich da mit _allem_ aus = läuft/nicht! ;-)

@Abschläge, Sie arbeiten doch nicht etwa/auch auf diesem Niveau … *g

Gruß
w.

von
Krümel

Der VdK hat angeblich vor zwei Wochen den RV Bund Berlin angeschrieben. Bisher keine Antwort erhalten. Nur eine Info, das wir jetzt zu einem anderen Arzt nach Neu Münster müssen anstatt Hamburg.
Beides innere. Aber die Diabetes ist ja nicht das ausschlaggebende Problem. Damit kann man ja normalerweise auch bei guter Einstellung bis zur Rente arbeiten gehen.

Es ist die Parkinson. Mein Mann kann weder richtig Auto fahren, noch arbeiten. Er ist definitiv durch.

Viele Freunde und Familienmitglieder, die man nicht so oft sieht, sind erschrocken, wie sich die Parkinson seit zwei Jahren massiv verändert. Bzw. Meinen Mann.

von
Krümel

Es wäre sehr hilfreich und freundlich, wenn man hier mal sachlich und freundlich darüber diskutieren kann.

Ständige Anfeindungen finde ich ziemlich daneben, vor allem, weil Wir alle schon angeschlagen sind.

Wir möchten nur gerne verstehen, warum.

Danke

von
Ein Forum kann nicht alles klären

Schildern Sie Ihre (besser die Situation Ihres Mannes) dem zuständigen Rententräger und warten die Reaktion ab.
Was hier im Forum gesagt oder auch nicht gesagt wird, hilft Ihrem Mann doch nicht. Soviel Einsicht müssten Sie doch haben.

von
KSC

Auch ich rate dazu diesen Thread zu beenden weil alles dazu gesagt ist.

Einen Sozialverband haben Sie, ob die dortigen Mitarbeiter was taugen weiß hier niemand (und wenn die vor 2 Wochen nach Berlin geschrieben haben, wundert sich kein Forist, dass Heute noch keine Antwort da ist, grins.

Dass es das gute Recht des Staates ist eine Rente zu prüfen ist unbestritten, warum das in Ihrem Einzelfall getan wird, wissen wir alle nicht.

Altersrente geht nicht wegen der fehlenden 35 Jahre.

Was bei der Überprüfung letztlich rauskommt, bleibt abzuwarten.

Wollte die DRV die unbefristete Rente entziehen wollen, müsste das zunächst in einer Anhörung geschrieben und begründet werden - auch das ist Zukunftsmusik. Wenn es so käme, wissen Sie mehr.

Und was Ihre Freunde dazu sagen ist ebenfalls nicht relevant; sollten die Fachmediziner sein werden die Ihnen sicherlich konkret mit fachlichen Begründungen helfen wenn eine Anhörung auf dem Tisch liegen sollte.

Schönen Abend!

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