und was nun?

von
wusste mal was

Hallo,

ich habe irgend wie keinen Plan wie es weiter gehen soll.

Ich wurde im Okt. 2017 Arbeitsunfähig und unter 3h auf Dauer aus der Reha entlassen.

Jetzt renne ich der RV seit Montaten hinterher ob wohl mal irgend wann ein Bescheid kommt.

In 1 Woche läuft mein ALG (Nahtlosigkeit) aus. Auf ALG2 habe ich keinen Anspruch (da muss man mindestens 3h täglich arbeiten können).

Nur wie geht es denn weiter? Ich muss jetzt als Rentenantragsteller meine Beiträge selbst zahlen und habe nirgends einen Anspruch auf Einkommen - oder?

Habt Ihr ne Idee?

von
Klar

Das ist sehr sportlich 1 Woche vor ALG1 Ende dich darum zu kümmern...

Sofort zum JC und Antrag auf ALG2 stellen. Erhältst du dort einen Ablehnungsbescheid gehst du damit sofort zum Sozialamt und erklärst dich für Mittellos das kannst du aber eigentlich auch gleich persönlich im JC machen. Das darf dich dann nicht abweisen. Zumal nur die DRV eine EM feststellen darf.

von
W*lfgang

Hallo wusste mal was,

da noch keine Feststellung der DRV über die Erwerbsfähigkeit/etwaige -Minderung getroffen worden ist, sind Sie nach Auslaufen des ALG ein Kandidat für ALG2/JC ...die auch so lange weiterzahlen - sofern 'Bedürftigkeit' vorliegt, bis über Ihren EMRT-Antrag entschieden ist.

> Ich muss jetzt als Rentenantragsteller meine Beiträge selbst zahlen

Warum das? Üblicherweise werden die KV/PV-Beiträge von der Afa direkt übernommen/weiter an GKV/PKV gezahlt, auch bei ALG2 ...da liegt dann wohl so Einiges mehr bei Ihnen im Argen, als nur die fehlende Entscheidung zum Rentenantrag.

Ihre Infos sind zu dürftig, um da zielführend eine Antwort für alle Ihre Probleme geben zu können ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo wusste mal was,

dem Beitrag von „W*lfgang“ ist aus meiner Sicht zuzustimmen. Sie sollten sich daher zunächst an Ihr zuständiges Jobcenter wenden.

von
wusste mal was

Hallo,

hat etwas gedauert, bis ich das hier wieder gefunden habe :-(

ALG2 = kein Anspruch - ich muss mindestens 3 Stunden täglich arbeitsfähig sein (da sagt mein Doc was anderes und die BA auch)

Grundsicherung = da besteht kein Anspruch - zu viel Geld auf den Konten (Abfindung vom AG)

Bisher habe ich alle 14 Tage mal in Gera angerufen und nach dem Sachstand gefragt. Ausser "Eilt sehr" auf die Akte ist leider nichts passiert.

Am 22.04. hatte ich erstmals die Auskunft, dass die Unterlagen von den Ärzten zurück sind und jetzt nur noch der Bescheid erstellt werden muss.

Kann man irgend was machen, dass der Bescheid in 1-2 Wochen erstellt werden muss? Es ist doch eine Frechheit, dass es über 8 Wochen dauert einen Bescheid zu erlassen.

Wünsche euch ein schönes Wochenende

danke schon mal

von
Onkel Otto

Nur wer auf Dauer Erwerbsunfähig ist erhält statt Alg II Grundsicherung nach SGB XII, die Regelleistungen sind aber gleich.
Wenn noch keine Erwerbsunfähigkeit festgestellt wurde, dann ist Alg II zuständig. Die Grenze für Schonvermögen beim Alg II beträgt 150 € pro Lebensjahr, ein Pkw bis 7500 € Wert und 750 € für Anschaffungen extra. In der Grundsicherung sind es maximal 5000 €.

von
Leider nicht richtig

Zitiert von: Onkel Otto
Nur wer auf Dauer Erwerbsunfähig ist erhält statt Alg II Grundsicherung nach SGB XII, die Regelleistungen sind aber gleich.
Wenn noch keine Erwerbsunfähigkeit festgestellt wurde, dann ist Alg II zuständig. Die Grenze für Schonvermögen beim Alg II beträgt 150 € pro Lebensjahr, ein Pkw bis 7500 € Wert und 750 € für Anschaffungen extra. In der Grundsicherung sind es maximal 5000 €.

Die Aussage von Onkel Otto ist falsch. Auch bei befristeter, nicht ausreichender, EM Rente können Gelder vom Sozialamt bezogen werden. Natürlich müssen die Voraussetzungen gegeben sein. Nennt sich dann übrigens Hilfe zum Leben. Nach welchem Kapitel musst Du selbst mal recherchieren.

von
Leserhamster

Bei dauerhafter voller Erwerbsminderung gilt das 4. Kapitel des 12. Sozialgesetzbuches , die Leistung nennt sich Grundsicherung bei Erwerbsminderung.

Bei befristeter voller Erwerbsminderung gilt das 3. Kapitel des 12. Sozialgesetzbuches , die Leistung nennt sich da Hilfe zum Lebensunterhalt

Beide Leistungen lösen nur dann einen Anspruch aus, wenn eine Hilfebedürftigkeit vorliegt.