Ungleichmäßig Verteilter Verdienst

von
Rentino

Leider bin ich mit meinem ersten Versuch meinen Fall darzustellen etwas gescheitert. Deshalb hier eine vereinfachte Version.
Annahme: Von Januar bis November liegt mein Gehalt als Angestellter bei 4500 Eur brutto. Ich bezahle nicht den möglichen Höchstsatz in die Rentenversicherung. Dann im Dezember bekomme ich ein sehr hohes Weihnachtsgeld von 40.000 Eur. Wie muss meine Gehaltsabrechnung im Dezember aussehen? Was wird an Rentenversicherung abgezogen?

von
W*lfgang

Hallo Retino,

der DRV wird ein versicherungspflichtiges Jahresentgelt im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze von 76.200 € gemeldet. Entsprechend werden Ihnen auf die noch versicherungspflichtigen 26.700 € (49.500 liegen in 11 Monaten schon vor) 9,35 % RV-Beitrag abgezogen = 2.496,50 €.

> Wie muss meine Gehaltsabrechnung im Dezember aussehen?

Die weiteren Abgaben, was bleibt 'netto' übrig, können hier nicht beurteilt werden.

Gruß
w.

von
Genervter

Zitiert von: W*lfgang
Hallo Retino,

der DRV wird ein versicherungspflichtiges Jahresentgelt im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze von 76.200 € gemeldet. Entsprechend werden Ihnen auf die noch versicherungspflichtigen 26.700 € (49.500 liegen in 11 Monaten schon vor) 9,35 % RV-Beitrag abgezogen = 2.496,50 €.

> Wie muss meine Gehaltsabrechnung im Dezember aussehen?

Die weiteren Abgaben, was bleibt 'netto' übrig, können hier nicht beurteilt werden.

Gruß
w.

Ein Gehalt von 4500 € und ein Weihnachtsgeld von 40000 €?
Wer soll Ihnen das denn glauben oder versucht Ihr Arbeitgeber da etwa zu schummeln?

von
Rentino

Das sollte jetzt nur ein fiktives Beispiel sein. Jetzt kommt der interessante Teil.
Neuer Fall:
Ich verdiene bis Juli incl. 4500 eur brutto. Dem entsprechend zahle ich bis Juli nicht den Höchstbetrag ein.
Ab August habe ich einen anderen Job und verdiene ab dann 7000 eur. Ab dann bezahle ich jeden Monat den Höchstbetrag ein. Bis Jahresende folgt keine Einmalzahlung (etwa Weihnachtsgeld) mehr.
Ich habe auch in diesem Beispiel über die 72000 Jahres brutto.
Muss eine Nachzahlung stattfinden und wenn ja, wann?

von
Rentino

Sorry... Nicht 72000...76200

von
W*lfgang

Sie haben in diesem Beispiel (7*4500 + 5*7000) _nicht_ die BBG/76200 überschritten.

Ich hoffe, sie haben keinen Job, der mit Zahlen zu tun hat ;-)

Gruß
w.

von
tina

genau

von
Genervter

Zitiert von: W*lfgang
Sie haben in diesem Beispiel (7*4500 + 5*7000) _nicht_ die BBG/76200 überschritten.

Ich hoffe, sie haben keinen Job, der mit Zahlen zu tun hat ;-)

Gruß
w.


Genau so etwas passiert, wenn man sich Dinge ausdenkt und andere nach Lösungen fragt.
Echt peinlich!

von
KSC

In den Monaten mit 4500 € zahlen Sie Beiträge aus dem vollen Lohn.

In den Monaten mit 7000 € zahlen Sie nur die Beiträge aus der monatlichen BBGr (6350).

Aufgefüllt wird nur dann was, wenn Sie durch Einmalzahlungen die BBGr überschreiten und aus Vormanaten (beim selben Arbeitgeber noch "Luft" ist. Laufender Lohn wird immer nur bis zur BBGr berücksichtigt.

Insofern hinkt auch das 2. Beispiel. Schade, dumm gelaufen

Experten-Antwort

Hallo Rentino,

den Antworten von W*lfgang und KSC schließen wir uns an.

von
senf-dazu

Hallo rentino!

Damit Sie auf der sicheren Seite sind, gehen Sie am besten mit Ihren Unterlagen zu einer Beratungsstelle und klären den Fall mit den echten Zahlen, die Sie hier nicht offenlegen sollten.
Dann wissen Sie, was los ist und ob der Arbeitgeber alles richtig gemacht hat.