Ursache für EM lange zurück liegend

von
Fragesteller

Durch ein Thema von gestern bin ich auf eine eigene Frage gekommen. Dort ging es darum, dass ein weit zurück liegendes Ereignis eine Erwerbsminderung eintrat aber damals kein Antrag gestellt worden ist. W*lfgang deutete an, dass u.U. eine EM-Rente auch bei einem lange zurück liegenden Ereignis beantragt werden könnte.

In meinem Fall gab es ein Ereignis (in meinem Fall ein psychisches) während meines ersten sehr anspruchsvollen und gutbezahlten Jobs. Danach bin ich nie wieder auf die Beine gekommen und habe immer nur wenige Stunden und mit Unterbrechungen arbeiten können. Ich schob das immer darauf, dass ich halt nicht leistungsfähig genug wäre.

Vor zwei Jahren wurde schließlich während einer Reha das erste mal dieser Zusammenhang zu dem lange zurückliegenden Ereignis erkannt und auch, dass ich aufgrund pychischer Probleme nicht mehr arbeitsfähig bin.

Ich erhalte deshalb seit einigen Monaten die volle unbefristete EM-Rente.

Das Problem ist natürlich, dass sie nur sehr gering ausfällt, da ich seit diesem traumatischen Job, immer nur sehr wenig verdient hatte. Hätte ich gewusst, dass ich schon damals evt. eine EM-Rente beantragen könnte, wäre sie um ein Vielfaches höher.

Mir ist damals aber überhaupt nicht in den Sinn gekommen, dass ich evt. ein Recht auf eine EM-Rente hätte. Ich dachte solche gibts nur, wenn man rein körperliche Probleme hat.

Meine Frage ist jetzt, hätte es überhaupt eine Aussicht, da noch mal nach zu haken?

Danke für Antworten

von
Schade

Das kann nun wirklich kein Außenstehender im Forum beurteilen.

Die Chance dürfte eher gering sein, letztlich kommt es auf die medizinische Faktenlage an und ob das was Sie sich als optimal vorstellen auch medizinisch vernünftig begründet werden kann......

von
W*lfgang

Zitiert von: Fragesteller
Ich erhalte deshalb seit einigen Monaten die volle unbefristete EM-Rente.
Fragesteller,

Ihr EM-Antrag wurde sicher auch unter den angegebenen Umständen - der älteren Vergangenheit/da war was - geprüft. Zumindest wurden diese Ereignisse möglicherweise früher entscheidender EM-Ereignisse beim Antrag abgefragt. Das dadurch bei früherem 'EM-Fall' eine höhere Rente aktuell möglich wäre, ist nicht gesagt - könnte auch anders sein/kleiner.

> Meine Frage ist jetzt, hätte es überhaupt eine Aussicht, da noch mal nach zu haken?

Ja. So könnte Sie Ihre Rentenakte nebst med. Teil zur Einsicht anfordern und den 'Werdegang' zu Ihrer EM-Bewilligung nachlesen ...zur Auswertung sollten Sie dann aber erfahrene Personen heranziehen - die Ihnen möglicherweise sagen: alles iO. :-)

Gruß
w.

von
Klaus Baumgarten

Im ersten Schritt beantragen Sie bei der Rentenversicherung die Einsicht in das ärztliche Gutachten.
Das wird Ihnen per Post zugeschickt.
Daraus können sie dann ableiten ob eine erneute Begutachtung und Neubewertung Sinn macht oder überhaupt möglich ist.
Nichts ist unmöglich, ausprobieren! Viel Glück!

von
Fragesteller

Vielen Dank für die Antworten. Zu den Unterlagen, die ich anfordern soll. Ich habe bereits alle medizinischen Gutachten, die erfolgt sind: Reha-Abschlussbericht und Gutachter, zu dem ich nach Antragsstellung musste.

Ich hatte nach Widerspruch (im ersten Anlauf war die Rente zunächst abgelehnt worden) diese Gutachten erhalten. Gibt es den noch weitere Unterlagen, die bei einer Akteneinsicht nicht zugeschickt werden?

von Experte/in Experten-Antwort

Eine Erwerbsminderungsrente können Sie nur erhalten, wenn Sie vorher einen Antrag stellen. Aus den von Ihnen vorgetragenen Schilderungen lässt sich der Rückschluss ziehen, dass seinerzeit kein Rentenantrag gestellt wurde und damals keine Rehamaßnahme durchgeführt wurde, so dass dem Rentenversicherungsträger seinerzeit kein Antrag vorlag und demnach auch keine Leistung zu erbringen ist.

von
Rentenversteher

Zitiert von: Fragesteller

Eine Erwerbsminderungsrente können Sie nur erhalten, wenn Sie vorher einen Antrag stellen. Aus den von Ihnen vorgetragenen Schilderungen lässt sich der Rückschluss ziehen, dass seinerzeit kein Rentenantrag gestellt wurde und damals keine Rehamaßnahme durchgeführt wurde, so dass dem Rentenversicherungsträger seinerzeit kein Antrag vorlag und demnach auch keine Leistung zu erbringen ist.

Grundsätzlich ist das ja richtig, aber eventuell könnte sich bei einem früher eingetretenen Leistungsfall eine andere und möglicherweise höhere Zurechnungszeit ergeben (wegen der Gesamtleistungsbewertung, wobei allerdings zu beachten ist das Leistungsfall vor 01.07.2014 diese Zeit nur bis zum 60 LJ ermittelt wird und bei einem Leistungsfall ab 01.07.2014 bis zum 62 Lebensjahr). Dies könte sehr wohl Auswikrung auf die Rentenhöhe haben. In welche Richtung, sprich mehr oder weniger, kann man natürlich pauschal nicht sagen. Am eigentlichen Rentenbeginn wird sich aber wohl nichts ändern.
lg

von
Jonny

Zitiert von: Fragesteller

Eine Erwerbsminderungsrente können Sie nur erhalten, wenn Sie vorher einen Antrag stellen. Aus den von Ihnen vorgetragenen Schilderungen lässt sich der Rückschluss ziehen, dass seinerzeit kein Rentenantrag gestellt wurde und damals keine Rehamaßnahme durchgeführt wurde, so dass dem Rentenversicherungsträger seinerzeit kein Antrag vorlag und demnach auch keine Leistung zu erbringen ist.

Lieber Experte
Haben Sie schon einmal etwas vom Eintritt des Leistungsfalls gehört? Wenn der weit zurückliegt, sind die Zeiten mit den geringen Verdiensten bedeutungslos. Wichtig ist dann die Zurechnungszeit! Und all das hat mit dem Rentenantrag nichts zu tun
Meint jedenfalls
Jonny
P.S. Eine andere Frage ist natürlich, ob man den Leistungsfall heute noch entsprechend nachweisen kann

von
Fragesteller

Zitiert von: Jonny
Wenn der weit zurückliegt, sind die Zeiten mit den geringen Verdiensten bedeutungslos. Wichtig ist dann die Zurechnungszeit! Und all das hat mit dem Rentenantrag nichts zu tun

Das ist genau der Grund, warum ich überhaupt nachgefragt hatte. Bei mir gab es nach diesem Ereignis einen regelrechten Einbruch in meiner Leistungsfähigkeit und damit Erwerbsbiografie.
Zitiert von:
P.S. Eine andere Frage ist natürlich, ob man den Leistungsfall heute noch entsprechend nachweisen kann

Genau das dürfte das Problem sein. Wie soll ich den Leistungsfall nachweisen. Unterlagen dazu habe ich keine mehr, Ärzte haben keine so lange Aufbewahrungsfrist.

Vielen Dank noch mal für die Antworten.

von
=//=

Da Sie keinen Nachweis über einen weiter zurückliegenden Leistungsfall haben, dürfte keine Erfolgsaussicht in einem Widerspruchsverfahren haben.

Schonen Sie Ihre Nerven und lassen es gut sein.

von
Groko

Zitiert von: Fragesteller

Zitiert von: Jonny
Wenn der weit zurückliegt, sind die Zeiten mit den geringen Verdiensten bedeutungslos. Wichtig ist dann die Zurechnungszeit! Und all das hat mit dem Rentenantrag nichts zu tun

Das ist genau der Grund, warum ich überhaupt nachgefragt hatte. Bei mir gab es nach diesem Ereignis einen regelrechten Einbruch in meiner Leistungsfähigkeit und damit Erwerbsbiografie.
Zitiert von:
P.S. Eine andere Frage ist natürlich, ob man den Leistungsfall heute noch entsprechend nachweisen kann

Genau das dürfte das Problem sein. Wie soll ich den Leistungsfall nachweisen. Unterlagen dazu habe ich keine mehr, Ärzte haben keine so lange Aufbewahrungsfrist.

Vielen Dank noch mal für die Antworten.


Die Abzockerei der Beitragszahler kennt keine Grenzen.

von
Jonny

Zitiert von: Groko


Die Abzockerei der Beitragszahler kennt keine Grenzen.
[/quote]
Nein, die Nichtkenntnis bzw. Schlafmützigkeit wird nicht auf Dauer bestraft.

von
W*lfgang

Zitiert von: Groko
Die Abzockerei der Beitragszahler kennt keine Grenzen.
...wenn Sie ihren Pfand-Bon beim Aldi rechtzeitig nicht einlösen wollen - fühlen Sie sich dann auch abgezockt/dieser *Scheiß-Discounter?

Die DRV lässt Ihnen wenigstens noch ein Hintertürchen offen, den alten Bon/EM einzulösen - nach rein gesetzlichen Möglichkeiten ...so gesehen haben die Beitragszahler sehr lange von der Nichteinlösung profitiert/ihr Beitrag blieb wegen nicht abgerufener Leistungen niedriger.

Gruß
w.

von
Groko

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Groko
Die Abzockerei der Beitragszahler kennt keine Grenzen.
...wenn Sie ihren Pfand-Bon beim Aldi rechtzeitig nicht einlösen wollen - fühlen Sie sich dann auch abgezockt/dieser *Scheiß-Discounter?

Die DRV lässt Ihnen wenigstens noch ein Hintertürchen offen, den alten Bon/EM einzulösen - nach rein gesetzlichen Möglichkeiten ...so gesehen haben die Beitragszahler sehr lange von der Nichteinlösung profitiert/ihr Beitrag blieb wegen nicht abgerufener Leistungen niedriger.

Gruß
w.


Du hast nichts verstanden, aber reagierst wie die Pawlowschen Hunde.

von
Iwan Petrowitsch Pawlow

Zitiert von: Groko

Du hast nichts verstanden, aber reagierst wie die Pawlowschen Hunde.

Bitte meine Ergebnisse nicht falsch zitieren. Der einzige Pawlowsche Hund hier weit und breit bist du mit immer den gleichen Reflexantworten...

von
Groko

Zitiert von: Iwan Petrowitsch Pawlow

Zitiert von: Groko

Du hast nichts verstanden, aber reagierst wie die Pawlowschen Hunde.

Bitte meine Ergebnisse nicht falsch zitieren. Der einzige Pawlowsche Hund hier weit und breit bist du mit immer den gleichen Reflexantworten...


Geh arbeiten.

von
Rentner Sputnik

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Groko
Die Abzockerei der Beitragszahler kennt keine Grenzen.
...wenn Sie ihren Pfand-Bon beim Aldi rechtzeitig nicht einlösen wollen - fühlen Sie sich dann auch abgezockt/dieser *Scheiß-Discounter?

Warum sollte er?
Mit Abzocker meinte er offensichtlich den Fragesteller und nicht die DRV.

Vielleicht sollten Sie mal Ihre Beißreflexe neu justieren lassen, die arbeiten nämlich nicht mehr richtig.;-)