Vergessen versicherungspflichtige freiberufliche Tätigkeit anzumelden.

von
Sünder

Ich habe für das letzte Jahr im Januar knapp 650€ Gewinn gemacht mit einer freiberuflichen Tätigkeit. Ich gehöre auch zu der Berufsgruppe die sich pflichtversichern *müssen*. Ich habe das jetzt erst dem Finanzamt gemeldet, weil ich der Meinung war, das wäre nicht notwendig unter dem Steuerfreibetrag. Wenn ich das der Rentenversicherung mitteile, was wird daraufhin passieren? Die freiberufliche Tätigkeit lief bis zum Juni. Die Beiträge nachzuzahlen wäre das geringste Problem aber in welcher Höhe und für welchen Zeitraum?

Danke

Experten-Antwort

Hallo Sünder,

bitten senden Sie das Formular V0023 vollständig ausgefüllt und unterschrieben an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/V0023.pdf?__blob=publicationFile&v=19

Informationen zur Beitragszahlung finden Sie in der Broschüre "Selbständig – wie die Rentenversicherung Sie schützt":

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/selbstaendig_wie_rv_schuetzt_aktuell.pdf?__blob=publicationFile&v=23

von
Sünder

Welches Strafmaß habe ich zu erwarten?

von
Richter

Zitiert von: Sünder
Welches Strafmaß habe ich zu erwarten?

10 Jahre

von
Sünder

Zitiert von: Richter
Zitiert von: Sünder
Welches Strafmaß habe ich zu erwarten?

10 Jahre

Kriege ich noch eine ernsthafte Antwort?

von
DRV

Die Antwort hat Ihnen der Experte gegeben.
Was Sie an Nachzahlungen zu erwarten haben, ermittelt dann der zuständige Rententräger nach Ihrem damaligen Gewinn.
Warten Sie den Bescheid ab.

von
Francis

Kann hier keiner lesen oder warum antwortet ihm niemand auf seine Frage? Immerhin geht es hier um Hinterziehung von Sozialabgaben.

von
Richter

Zitiert von: Francis
Kann hier keiner lesen oder warum antwortet ihm niemand auf seine Frage? Immerhin geht es hier um Hinterziehung von Sozialabgaben.

Wenn er strafrechtliche Konsequenzen fürchtet muss er zu einem Anwalt gehen, das wir hier niemand beurteilen können und wollen!

von
Staatsanwalt

Zitiert von: Sünder
Zitiert von: Richter
Zitiert von: Sünder
Welches Strafmaß habe ich zu erwarten?

10 Jahre

Kriege ich noch eine ernsthafte Antwort?

Erst „vergessen“ seine versicherungspflichtige Tätigkeit anzumelden und dann auch noch ungeduldig werden.
Fülle den vom Experten genannten Fragebogen mit den erfragten Werten aus und füge als Nachweis die entsprechenden Lohnsteuerbescheide bei.
Grundsatz: Vom erzielten Gewinn ist der jeweilige Beitragssatz der RV (aktuell 18,6%) zu zahlen.
Die genaue Nachzahlungsberechnung erfolgt dann noch. Ausnahme: Der Tatbestand liegt mehr als 4 Jahre zurück und es liegt kein Vorsatz vor.

von
Rentenuschi

Guten Morgen,

wenn ich richtig verstanden habe, liegt ihr Gewinn für das (gesamte?) letzte Jahr bei 650,- EUR.

Damit fallen Sie deutlich unter die Geringfügigkeitsgrenze und sind somit versicherungsfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung.

§ 5 SGB VI:

Zitiert von:
..Versicherungsfrei sind Personen, die eine .. geringfügige selbständige Tätigkeit nach § 8 Absatz 3 in Verbindung mit § 8 Absatz 1 ... ausüben, in dieser .. selbständigen Tätigkeit.

§ 8 SGB IV:

Zitiert von:

Abs. 1:

.. Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn

1. das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt,
2. die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt....

Abs. 3:

Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, soweit anstelle einer Beschäftigung eine selbständige Tätigkeit ausgeübt wird.

Schicken Sie, wie vom Experten schon geschrieben, den ausgefüllten Bogen zur Rentenversicherung. Liegt Ihr Gewinn tatsächlich regelmäßig unter 450,- EUR monatlich, wird man Ihnen die Versicherungsfreiheit bestätigen.

Ein Strafverfahren haben Sie aus meiner Sicht nicht zu befürchten.

MfG

von
Rentenuschi

Ob Sie die 650,- EUR tatsächlich nur in einem Monat erzielt haben, kann man dem Steuerbescheid, der Grundlage für eine eventuelle Beitragsbemessung wäre, nicht entnehmen. ;-)

Haben Sie die selbständige Tätigkeit länger ausgeübt als nur diesen einen Monat, wird aus dem Jahreseinkommen ein montlicher Durchschnittswert ermittelt.

MfG

von
Francis

Zitiert von: Staatsanwalt
Zitiert von: Sünder
Zitiert von: Richter
Zitiert von: Sünder
Welches Strafmaß habe ich zu erwarten?

10 Jahre

Kriege ich noch eine ernsthafte Antwort?

Erst „vergessen“ seine versicherungspflichtige Tätigkeit anzumelden und dann auch noch ungeduldig werden.
Fülle den vom Experten genannten Fragebogen mit den erfragten Werten aus und füge als Nachweis die entsprechenden Lohnsteuerbescheide bei.
Grundsatz: Vom erzielten Gewinn ist der jeweilige Beitragssatz der RV (aktuell 18,6%) zu zahlen.
Die genaue Nachzahlungsberechnung erfolgt dann noch. Ausnahme: Der Tatbestand liegt mehr als 4 Jahre zurück und es liegt kein Vorsatz vor.

Es geht hier nicht darum das ich ungeduldig bin sondern darum, das ich eine Frage zu einem rentenrechtlichen Sachverhalt habe. Sie legen hier stattdessen unnötig kindisches Verhalten an den Tag, zu einem ernsthaften Sachverhalt. Ebenso braucht hier niemand Moralapostel.

Danke Rentenuschi. Gilt das auch wenn die freiberufliche Tätigkeit nur 5 Monate bestand hatte?

von
Rentenuschi

Zitiert von: Francis

Gilt das auch wenn die freiberufliche Tätigkeit nur 5 Monate bestand hatte?

Ja, aber natürlich mit dem Unterschied, dass der "Jahres"gewinn lt. Steuerbescheid natürlich nur durch 5 Monate (statt 12) geteilt wird.

MfG

von
Klar

Zitiert von: Francis
Zitiert von: Staatsanwalt
Zitiert von: Sünder
Zitiert von: Richter
Zitiert von: Sünder
Welches Strafmaß habe ich zu erwarten?

10 Jahre

Kriege ich noch eine ernsthafte Antwort?

Erst „vergessen“ seine versicherungspflichtige Tätigkeit anzumelden und dann auch noch ungeduldig werden.
Fülle den vom Experten genannten Fragebogen mit den erfragten Werten aus und füge als Nachweis die entsprechenden Lohnsteuerbescheide bei.
Grundsatz: Vom erzielten Gewinn ist der jeweilige Beitragssatz der RV (aktuell 18,6%) zu zahlen.
Die genaue Nachzahlungsberechnung erfolgt dann noch. Ausnahme: Der Tatbestand liegt mehr als 4 Jahre zurück und es liegt kein Vorsatz vor.

Es geht hier nicht darum das ich ungeduldig bin sondern darum, das ich eine Frage zu einem rentenrechtlichen Sachverhalt habe. Sie legen hier stattdessen unnötig kindisches Verhalten an den Tag, zu einem ernsthaften Sachverhalt. Ebenso braucht hier niemand Moralapostel.

Danke Rentenuschi. Gilt das auch wenn die freiberufliche Tätigkeit nur 5 Monate bestand hatte?

Sie haben ja gerade nicht nach einem rentenrechtlichen Thema gefragt, sondern wie hoch die Strafe ausfällt. Da sind Sie schlicht falsch in diesem Forum. Ob und ggf. Wie hoch eine Strafe bzw ein Bußgeld ausfällt oder ob die DRV eine Strafanzeige stellt hängt von vielen Faktoren ab und ist eine reine Einzelfallentscheidung. Mit einer Nachzahlung müssen Sie mindestens rechnen, sofern eine Versicherungspflicht tatsächlich bestand. Einfach das Formblatt ausfüllen.