Verlust des Anspruches auf Erwerbsminderungsrente

von
Frau Krause

ich erhielt einen Bescheid in dem meinerseits die Bedingungen für einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt werden. Dieser Tatbestand ist auf eine Lücke in den Meldezeiten zurückzuführen.Die Lücke ist durch Krankzeiten entstanden und zwar für Krankzeiten die über 6 Wochen hinaus gingen. Es handelt sich um 3 Wochen. Ich habe für diese Zeit keine Sozialleistungen bezogen auch kein Krankengeld. Aufgrund von Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug, hatte ich keinen Anspruch. Krankenversichert bin ich über meinen Ehemann in der Familienversicherung. Das Arbeitsamt hatte mich aus der Arbeitsvermittlung abgemeldet, weil sie das wohl nach 6 Wochen Krankheit machen können. Als keine Krankenscheine mehr eingereicht wurden, weil die Krankheitsdauer beendet war, hat das Arbeitsamt mich wieder angemeldet. Mir ist das überhaupt nicht bewusst gewesen. Erst im Rentenverlauf ist mir die Lücke aufgefallen und so habe ich erfahren das meine längere Krankheitsdauer von 2011 der Grund dafür ist. Ich habe mich dann um die Kontenklärung bemüht. Habe dafür die mir zur Verfügung gestellten Unterlagen eingereicht. Ich selbst habe keine Kopien der AU-Bescheinigungen, bzw. ärztlichen Atteste mehr gehabt und diese deshalb vom Arbeitsamt angefordert. Die teilten mir mit, das diese Dokumente nicht aufgehoben wurden. Ersatzweise wurden mir Kopien der Datenerfassungssätze der Krankmeldungen und der Ab-und Anmeldung (aufgrund AU) zugesandt. Diese habe ich zur Kontenklärung eingereicht. Die Mitarbeiterin meinte das wäre ja alles eindeutig und so war ich der Meinung es ist alles wieder laufend. Dann kam die Ablehnung der betreffenden Anrechnungszeit von den 3 Wochen Krankheit mit dem Verweis auf den Bezug von Sozialleistungen. Da ich keine bezogen hatte und aufgrund dieser Unterbrechung der Meldezeiten meine Erwerbsminderungsrentenanspruch weg ist, habe ich Widerspruch eingelegt. Heute nun erneut die Ablehnung der Anrechnungszeiten erhalten. Begründung: kann als Anrechnungszeit nicht vorgemerkt werden, weil eine Krankheit im Sinne der gesetzlichen Vorschriften nicht vorlag. Habe keine Ahnung was das überhaupt sein soll und was ich nun noch machen kann. Bin nicht gewillt kampflos aufzugeben. Habe erlebt wie es ist ernsthaft zu erkranken, da ist die Erwerbsminderungsrente ein wesentlicher Baustein in der Existenzsicherung. Ich gehe auch vor das Sozialgericht wenn sein muss. Für mich sind die Begründungen der Rentenversicherung einfach falsch. Beratung ist schwierig, es gibt vor November keine Termine in der Rentenberatung und ich weiß nicht ob ich wieder Fristen zu beachten habe. Eine Rechtsfolgebelehrung ist bei dem heutigen Bescheid nicht dabei . Wer kann mir helfen ?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frau Krause,

wenn bereits ein Widerspruchsbescheid ergangen ist, dann wäre der nächste Schritt tatsächlich die Klage vor dem zuständigen Sozialgericht. Dieses wird normalerweise zusammen mit der Rechtsbehelfsbelehrung benannt. Daher schauen Sie unbedingt nochmals in Ihren Bescheid, ob ein entsprechender Hinweis enthalten ist. Falls ja, dann unbedingt die dort angegebenen Frist einhalten, um den Prozess nicht schon alleine aus formalen Gründen zu verlieren.