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Experten-Antwort

Verständnisfrage zu Verlängerung EM Rente

von Regina01.05.2022 | 16:43
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32 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo, wenn man einen Verlängerungsantrag für eine EM Rente stellt, aussagekräftige Befunde vom Facharzt hat, worin steht, dass sich Krankheit weiter chronifiziert und in den letzten 2 Jahren verschlechtert hat Wie kann es dann sein, dass ein Gutachter sich über all das hinweg setzen kann und sagen kann man ist wieder erwerbsfähig? Es steht doch in den Leitlinien der DRV, dass die EM Rente verlängert wird, wenn sich der Zustand im letzten Verlängerungszeitraum nicht gebessert oder sogar verschlechtert hat. Wenn man hier so mitliest ereilt einen der Eindruck, dass die Verlängerungen durch einen Gutachter doch nicht so objektiv sind, wie sie es sein sollten. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen ob es nun so ist, dass bei gleichbleibender o Verschlechterung weitergewährt wird, oder ob die Gutachter doch "allmächtig" sind.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Regina,

grundsätzlich wird eine befristete Rente wegen Erwerbsminderung auf Antrag verlängert, wenn sich der Gesundheitszustand, der zur Erwerbsminderung geführt hat, sich nicht gebessert hat. Dabei wird stets der Einzelfall betrachtet. Eine Aussage, warum im Einzelfall die Beurteilung anders ausfällt, kann hier im Forum nicht getroffen werden. Wird der Antrag auf Weiterzahlung der befristeten Rente wegen Erwerbsminderung abgelehnt, kann gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt werden.

Viele Grüße

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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31 Antworten

Brunoam 01.05.2022 | 17:36
Tja, er/sie sieht es vielleicht eben anders. Es werden ja auch nicht die Erkrankungen in Abrede gestellt, nur die Beurteilung, was man damit noch kann, ist dann eine andere. Wenn ich mit fieser Erkältung zum Hausarzt gehe, ordnet der 3 Tage an und eine längere Krankmeldung gibt's nicht. 3 Tage ins Bett, jeder. Die Vertretungsärztin gab gleich eine Krankmeldung für die ganze Woche und fragte mich, ob das reicht Beide Ärzte, eine Diagnose, zwei unterschiedliche Vorgehensweisen.
Und genau....am 01.05.2022 | 18:02
... gegen solche Willkür und Missstände sollte eine gesetzliche Regelung zum Thema eigentlich Abhilfe schaffen, wenn die Existenz eines Menschen und nicht das Auskurieren einer Erkältung davon abhängt, anstatt sich im Urteil genau auf diese Missstände zu stützen...
Peter T.am 01.05.2022 | 18:04
LESEN Sie in Ihrem Rentenbescheid, zur Bewilligung... "Wird meine Erwerbsminderung in Zukunft überprüft" Letzter Satz: "Die Nachprüfung erfolgt bei allen Versicherten unabhängig von dem bei der Rentenbewilligung festgestellten Gesundheitszustand"
Reginaam 01.05.2022 | 18:08
Mit Befund vom Facharzt meinte ich schon die Leistungseinschränkungen, nicht die Diagnosen. Ja das ist schon klar, dass eine gleiche Diagnosen bei 10 Menschen von diesen auch unterschiedlich wahrgenommen wird oder es den einen mehr einschränkt, den anderen vielleicht nicht so.
Brunoam 01.05.2022 | 18:58
Es war lediglich ein Beispiel für unterschiedliche Bewertungen. Hätte, müsste, wäre und könnte sind sicherlich diskutabel, aber die Dinge sind momentan eben wie sie sind. Der Zugang zur deutschen Invalidenrente ist halt ziemlich schwer.
Reginaam 02.05.2022 | 14:13
Es ist eine theoretische Frage. Ich habe meinen Verlängerungsantrag gestellt und jetzt einen Gutachtertermin für nächste Woche. Meine Rente ist aufgrund psychischen Krankheiten. Ich habe hier in der Suchfunktion nach dem Thema Gutachter gesucht, weil ich dachte es schreibt vielleicht jemand, wie so etwas ungefähr abläuft. Aber was man hier oder in anderen Foren so liest, das ist einfach schlimm. Ich habe die Rente jetzt seit 7 Jahren und kann definitiv nicht mehr arbeiten. Ich habe aussagekräftige Befunde über das nicht mehr vorhandene Leistungsbild. Nunja nächste Woche werde ich wohl sehen wie es wird. Habe nur noch Panik.
Valzuunam 02.05.2022 | 14:14
Warum soll die Diagnose plötzlich eine Rolle spielen? Im übrigen dürfte der Fall (in der Realität) nicht allzu selten sein. Letztendlich sind sich zwei Ärzte bei der Bewertung der Auswirkungen einer Erkrankung auf die sozialmedizinische Leistungsfähigkeit uneins. Der eine: unabhängiger Sozialmediziner mit entsprechender Erfahrung, der andere nicht ganzes unparteiisch und oft eben kein Sozialmediziner (was übrigens nichts über seine Qualitäten als Therapeut aussagt). Wem würden Sie als neutraler Beobachter eher folgen, was die Beurteilung der Leistungsfähigkeit angeht?
Walloam 02.05.2022 | 14:03
War das jetzt eine theoretische Frage, oder ist das so passiert ? Und mit welcher Diagnose ?
Walloam 02.05.2022 | 14:29
Noch ist sich noch niemand uneins. Warum manchmal bei der Verlängerung ein Gutachter eingeschaltet wird und manchmal nicht, weiss keiner. Ich wünsche Ihnen viel Glück. Ist das ihr erster Besuch beim Gutachter ?
Oh Mannam 02.05.2022 | 14:39
Auf den Senf des Dauernörglers @Wallo brauchte man ja nicht lang zu warten. Er sieht hinter den ablehnenden medizinischen Entscheidungenen des Rententrägers grundsätzlich immer Willkür und ein Komplott gegen die Versicherten. Das scheint bei ihm chronisch zu sein, trifft in der Realität allerdings nicht zu. Daher kann man seine Aussagen auch nicht ernst nehmen.
Reginaam 02.05.2022 | 14:39
Ja das ist das 1. Mal beim Gutachter. Es war mir schon klar, dass das mal kommen muss. Ich habe die Rente vor 7 Jahren erhalten, weil die Reha von seiten der Klinik nach nur 7 Tagen abgebrochen werden musste. Ich war reha unfähig und die haben gesagt, ich soll in eine Akutklinik. Da war ich dann auch insgesamt 6x
Walloam 02.05.2022 | 15:00
Zitat von Regina anzeigenausblenden
Befor es die unbefristete gibt, muss jeder mind. 1 mal zum Gutachter. Manche natürlich noch öfters. Wenn sie das überstanden haben, kommt da keiner mehr mit 7 Jahren EMR, dann haben sie es geschafft. Da alles davon abhängt verstehe ich die Aufregung sehr gut.
Zoraam 02.05.2022 | 14:53
Zitat von Valzuun anzeigenausblenden
Das wird überschätzt, die Qualifikation "Sozialmediziner" hat doch eher Lehrgangscharakter und sagt über die eigentliche Fachrichtung nichts aus. Wenn ein Internist schlussfolgert, dass die Leistungsfähigkeit bei X Stunden liegt, hebt der Orthopäde dies auf, nur weil er nebenher Sozialmediziner ist? Der kennt höchstens andere Teilhabe/Reha Möglichkeiten, aber mehr auch nicht.
Walloam 02.05.2022 | 15:18
Befor es die unbefristete gibt, muss jeder mind. 1 mal zum Gutachter.
Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...
Ok, 99%.
Kfkfkam 02.05.2022 | 15:26
Die Unparteilichkeit der Gutachter wurde ja mit Überprüfungen von der drv selbst widerlegt. Genauso zeigen die Gerichtsverfahren, die mehrheitlich eben für den Klagenden ausgehen, dass eine objektive Begutachtung nach den aktuellen medizinischen Erkenntnissen nicht stattfindet.
EM Bestandsrentneram 02.05.2022 | 20:19
Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...
Ok, 99%.
Dann gehöre ich zu den 1%
Königam 03.05.2022 | 16:01
Die Unparteilichkeit der Gutachter wurde ja mit Überprüfungen von der drv selbst widerlegt. Genauso zeigen die Gerichtsverfahren, die mehrheitlich eben für den Klagenden ausgehen, dass eine objektive Begutachtung nach den aktuellen medizinischen Erkenntnissen nicht stattfindet.
ca. 25% der Fälle der Kläger gegen die DRV gehen vor dem Sozialgericht zu deren Gunsten aus.
Diese Zahl haben Sie aus welcher verlässlichen Quelle?
Berndam 03.05.2022 | 17:19
Befor es die unbefristete gibt, muss jeder mind. 1 mal zum Gutachter.
Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...
Ok, 99%.
Dann gehöre ich zu den 1%
Was sind das denn für Fälle die ohne Gutachter eine unbefristete Rente bekommen? Also wie schlimm muss es dafür sein?
Aloisam 03.05.2022 | 18:48
Zitat von Bernd anzeigenausblenden
Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...
Ok, 99%.
Dann gehöre ich zu den 1%
Was sind das denn für Fälle die ohne Gutachter eine unbefristete Rente bekommen? Also wie schlimm muss es dafür sein?
Fälle, bei denen aufgrund der Schwere oder der Vielzahl von Anfang an prognostiziert wird, dass die Erwerbsminderung nicht behoben werden kann. Übertrieben der krebskranke taubblinde Rollifahrer.
EM Bestandsrentneram 03.05.2022 | 20:09
Zitat von Bernd anzeigenausblenden
Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...
Ok, 99%.
Dann gehöre ich zu den 1%
Was sind das denn für Fälle die ohne Gutachter eine unbefristete Rente bekommen? Also wie schlimm muss es dafür sein?
Ich wurde vor 30 Jahren wegen Morbus Crohn operiert, danach arbeitete ich bis zu meinen 54 Lebensjahr. Dann musste ich wegen einer massiven Engstelle im Darm operiert werden. Leider gab es danach Komplikationen mit septischen Schock, Multi Organ Versagen usw. Ich musste 13 mal operiert werden war wochenlang im Koma mit maschineller Beatmung und auch kurzeitiger Nierendialyse, Anlage eines künstlichen Ausgang, VAC Therapie und benötigte auch noch wegen des offenen Bauch eine Hauttransplantation insgesamt 110 Tage im Krankenhaus. Danach war ich 5 Wochen zur AHB wo man mich wegen meines schwachen Zustand gleich wieder zurück schicken wollten aber dann nach Rücksprache mit KH doch behielt. Wurde AU entlassen aber im Entlassungsbericht keine Rede wegen EM Rente. Nach Aussteuerung beantragte ich EM Rente die mir ohne Gutachter für 3 Jahre bewilligt wurde, danach 1 Jahr dann 2 Jahre und dann die Dauerrente und jedes Mal ohne Gutachter, es reichten meine eingereichten Unterlagen. Es kamen in dieser Zeit noch wie es die Ärzte nannten Kollateral Schäden wegen des langen Intensiv Aufenthalt hinzu (Niereninsuffizienz und Leberkrankheit) Meine Arbeit war zuvor auf Montage in Elektrotechnik. Etwas langer Bericht aber deshalb bekam ich die EM Rente im Jahr 2013.
W°lfgangam 03.05.2022 | 20:26
Zitat von EM Bestandsrentner anzeigenausblenden
EM Bestandsrentner schrieb

Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...

[/quote]

Ok, 99%.[/quote]

Dann gehöre ich zu den 1%[/quote]

Was sind das denn für Fälle die ohne Gutachter eine unbefristete Rente bekommen? Also wie schlimm muss es dafür sein?[/quote]

Ich wurde vor 30 Jahren wegen Morbus Crohn operiert, danach arbeitete ich bis zu meinen 54 Lebensjahr. Dann musste ich wegen einer massiven Engstelle im Darm operiert werden.

Leider gab es danach Komplikationen mit septischen Schock, Multi Organ Versagen usw. Ich musste 13 mal operiert werden war wochenlang im Koma mit maschineller Beatmung und auch kurzeitiger Nierendialyse, Anlage eines künstlichen Ausgang, VAC Therapie und benötigte auch noch wegen des offenen Bauch eine Hauttransplantation insgesamt 110 Tage im Krankenhaus.

Danach war ich 5 Wochen zur AHB wo man mich wegen meines schwachen Zustand gleich wieder zurück schicken wollten aber dann nach Rücksprache mit KH doch behielt.

Wurde AU entlassen aber im Entlassungsbericht keine Rede wegen EM Rente.

Nach Aussteuerung beantragte ich EM Rente die mir ohne Gutachter für 3 Jahre bewilligt wurde, danach 1 Jahr dann 2 Jahre und dann die Dauerrente und jedes Mal ohne Gutachter, es reichten meine eingereichten Unterlagen.

Es kamen in dieser Zeit noch wie es die Ärzte nannten Kollateral Schäden wegen des langen Intensiv Aufenthalt

hinzu (Niereninsuffizienz und Leberkrankheit)

Meine Arbeit war zuvor auf Montage in Elektrotechnik.

Etwas langer Bericht aber deshalb bekam ich die EM Rente im Jahr 2013.

...wie seit JAHREN: EMRT ist ein 'begnadetes' Thema, um hier im Forum - jenseits des Einzelfalles - eine Frage ohne potenzielle/fallbezogene mögliche Antwort, weiter in die Länge zu ziehen ;-) Immerhin ...man kann sich auch/hier 'ausjammern'- und hilft vielleicht für ein paar Min. über die eigene Situation hinweg + etwaige Betroffene verteilen spontan 'Streicheleinheiten/gute Ratschläge', ohne Nutzwert ;-) Gruß w.
Anti Walloam 03.05.2022 | 22:10
Das kann man so pauschal aber auch nicht sagen...
Ok, 99%.
Wie in jedem Forum nur Blödsinn, was Du von Dir gibst. Erst alle ausfragen und sich dann als Pseudo-Experte ausgeben.... Ich musste mit Anfang 40 auch nicht zum Gutachter für die unbefristete EMR.
Klaraam 03.05.2022 | 22:51
Ich musste beim Erstantrag zum Gutachter, danach bekam ich die Verlängerung ohne Gutachter und bei der 2. Verlängerung wurde wieder ein Gutachter letztes Jahr eingeschaltet, der mich dann für "gesund" erklärte mit der Begründung, dass ich nun Zeit genug hätte die letzten Jahre mich um meine seelische Gesundheit zu kümmern und nun wieder voll einsteigen sollte, anstatt "weiterrumzudümpeln". Der dagegen und mit zwei Facharztberichten untermauerte Widerspruch wurde abgelehnt. Jetzt halte ich mich mit einem Nebenjob über Wasser um wenigstens etwas zum Familieneinkommen beizusteuern. Ich war immer in ärztlicher Behandlung und Therapie, die ich jetzt mehr denn je brauche und der kleine Nebenjob ein zusätzlicher großer Kampf für mich ist und mich gesundheitlich noch weiter runtergezogen hat.
Silvyam 04.05.2022 | 16:11
Meine Erfahrung... Habe Nov 20 Antrag auf EM Rente gestellt, war, Januar 20 auf Reha und wurde mit 6 Std und mehr entlassen. Im August 21 bekam ich Bescheid, volle EM Rente rückwirkend ab Nov. 19 und Zahlung ab Mai 20 befristet bis Oktober 22. Musste nicht zum Gutachter. Vor 2 Wochen habe ich Antrag auf Weiterbewilligung gestellt und heute!!!!!!! , kam der Bescheid, unbefristete EM Rente. Ich hatte von jedem Facharzt den neuesten Bericht mitgeschickt. 2 Wochen und ohne Gutachter, das grenzt ja schon an Wunder, wenn ich das hier alles lese. Ich bin dafür dankbar, da ich mit fast 57 Jahren nicht mehr arbeiten kann. Es geht scheinbar auch so, warum es manchmal so kompliziert und langwierig ist... Ich habe keine Ahnung... Beste Grüße und Gesundheit Silvy
S. G.am 04.05.2022 | 18:33
So abwägig ist das nicht... Ich habe am 26.4.22 den Weiterbewilligungsantrag zusammen mit der VdK gemacht...Die machen das über Email, ich bekam sofort Bestätigung das, es, angekommen ist. Und heute (es ist für mich selbst unfassbar!!!) kam per Post direkt an mich, nicht über die VdK, die Weiterbewilligung... Das war Gras mal 1 Woche und 1 Tag... Das Datum auf dem Schreiben ist der 29.4.22. Bei Erstantrag habe ich 8 Monate gewartet bis ich mal irgendwas von der DRV hörte... Aber jetzt Chapeau DRV Stralsund. Grüße S. G.
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