Volle EM Rente

von
Gülay

Hallo, ich beziehe seit fast 2 Jahren eine volle Erwebsminderungsrente, nach schwerer Krebserkrankung. Ich würde gerne wieder etwas arbeiten, mein früherer Arbeitgeber hat mir ein Angebot gemacht, 21 Stunden im Monat auf 450.-€ zu arbeiten. Meine Frage wäre, könnte ich 1x in der Woche 7 Stunden arbeiten?? Würde ich Probleme mit meiner Rente bekommen? In meinem Rentenbescheid steht nur die Hinzuverdienstgrenze nichts von Arbeitsstunden. Würde mich um Antworten freuen. Danke

von
Groko

Zitiert von: Gülay

Hallo, ich beziehe seit fast 2 Jahren eine volle Erwebsminderungsrente, nach schwerer Krebserkrankung. Ich würde gerne wieder etwas arbeiten, mein früherer Arbeitgeber hat mir ein Angebot gemacht, 21 Stunden im Monat auf 450.-€ zu arbeiten. Meine Frage wäre, könnte ich 1x in der Woche 7 Stunden arbeiten?? Würde ich Probleme mit meiner Rente bekommen? In meinem Rentenbescheid steht nur die Hinzuverdienstgrenze nichts von Arbeitsstunden. Würde mich um Antworten freuen. Danke

Du darfst auch 5 mal die Woche 8 Stunden arbeiten, wer sollte Dir das verbieten.

von
Fastrenter

Allein die Frage impliziert schon, dass Sie sich zutrauen, 7 Stunden am Tag arbeiten zu können. Damit steht Ihnen keine volle EM-Rente zu! Sie werden doch nicht auf Kosten der Allgemeinheit unberechtigt eine Leistung beziehen?

von
Guter Rat

Hallo,
Im Rentenbescheid steht: arbeiten nur unter 3 Std. möglich, darum volle EM.
Daher mit dem Arbeitgeber dies so vereinbaren, dass an mehren Tagen max. 2,75 Std geschrieben werden, oder es sein lassen.
So eine Frage am WE zu stellen ist nicht ratsam, weil viele Trolle hier ihre Langeweile und Unzufriedenheit ausleben.

von
Nicht schlecht

Ihre Betonung liegt bei scherer Krebserkrankung. Und schon nach 2 Jahren wieder hergestellt und 7 Stunden an einem Stück arbeiten gehen. Ihre EMR wird bestimmt nicht mehr verlängert. Für 21 Stunden bekommen Sie 450 Euro - wow nicht schlecht - .

von
taxman

das ist alles Käse, was hier bislang so gekommen ist an Antworten. Die Zeit 0 bis unter 3 Stunden ist kein Fixum. Ich kenne einige, die ihre Arbeitszeit - nach Absprache mit der DRV - ganz anders verteilt haben. Also erst an die DRV Beratungsstelle wenden! Dann sieht man weiter.

Viel Erfolg.

von
Schorsch

Zitiert von: taxman

Die Zeit 0 bis unter 3 Stunden ist kein Fixum. Ich kenne einige, die ihre Arbeitszeit - nach Absprache mit der DRV - ganz anders verteilt haben.

Das ist ja auch möglich, wenn man (angeblich) auf Kosten seiner Restgesundheit arbeitet.
Allerdings muss das ggf. gutachterlich bestätigt werden, da Selbsteinschätzungen und Atteste der behandelnden Ärzte (verständlicherweise) nicht ausreichen.
Zitiert von: Gülay

In meinem Rentenbescheid steht nur die Hinzuverdienstgrenze nichts von Arbeitsstunden.

Die Arbeitszeitgrenzen stehen aber im Gesetz.

MfG

von
W*lfgang

Hallo Gülay,

eigentlich kein Problem, da 1x einen vollen Tag in der Woche ja nun wirklich nicht den Erfordernissen einer regelmäßigen Beschäftigung des allgemeinen Arbeitsmarktes entspricht. Bei einem Minijob wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass eine rentenschädliche Beschäftigung nicht vorliegt.

Natürlich sollten Sie die Aufnahme der Beschäftigung Ihrer DRV mitteilen, dazu sind Sie durch den Rentenbescheid verpflichtet. Teilen Sie die Art der Beschäftigung, den zeitlich geplanten Umfang und den erwarteten Verdienst mit und warten Sie auf das OK. Das ist eine Einzelfallentscheidung anhand Ihres med. Leistungsbildes, insofern ist keine pauschale Zustimmung möglich ...eine pauschale Aussage, dass sogar 8/5 möglich ist, trotz EM, steht auf einem anderem Blatt.

Gruß
w.

von
Franz-Josef

Zitiert von: W*lfgang

Bei einem Minijob wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass eine rentenschädliche Beschäftigung nicht vorliegt.

Das ist eine ziemlich gewagte Aussage.
Tatsächlich kann davon ausgegangen werden, dass JEDE Arbeitsaufnahme eine Überprüfung der Rentenberechtigung provozieren KANN.

Es ist auch nicht ersichtlich, warum das anders sein sollte.

von Experte/in Experten-Antwort

1. Eine abhängige Beschäftigung, wenn diese weniger als 3 Stunden täglich (bzw. 15 Stunden wöchentliche) ausgeübt wird, ist somit für den arbeitsmarktbedingten Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung unschädlich. Ist das monatliche Entgelt nicht höher als 450 Euro, ist grundsätzlich die Annahme gerechtfertigt, dass eine Arbeitszeit von 3 Stunden täglich bzw. 15 Stunden wöchentlich nicht erreicht wird.
2. Im Einzelfall behält sich der Rentenversicherungsträger jedoch eine Prüfung vor, ob die o.a. Grenzen eingehalten werden.

von
W*lfgang

Zitiert von: Franz-Josef
Das ist eine ziemlich gewagte Aussage.
Franz-Josef,

weder meine Gesamt-Aussage und die grundsätzliche Einzelaussage nicht! *)

...gleich entdeckt wieder Groko auf seiner pikenden Korinthenmatte die nicht diskutablen Einzelfall-Möglichkeiten und beginnt sich verbal zu räkeln *seisdrum ;-)

Gruß
w.
*) Stichwort: älterer Beitrag von Sozialröchler - den haben Sie doch wohl hoffentlich verlinkt, wie das mit EM und 'ich schaffe an/was' ist ...dann muss man dieses Aspekt nicht ständig wieder neu durchkauen!

PS: der Experten/in- Beitrag ist genauso richtig, hat aber nur Inhalt eines Hochglanz-Merkblattes der DRV :-)