Volle EMR Minijob 520,- €

von
Honig im Kopf

Hallo,

meine Frau erhält eine unbefristetete volle EM Rente und macht einen Minijob.
Jetzt im Oktober´22 steigt der Mindestlohn auf 520,- €, vorher waren es ja 450,- €.
Gilt das auch für sie, wäre es unschädlich?

LG

von
Abschläge

Hallo Honig im Kopf,

so lange die Arbeitszeit weiterhin nicht überschritten wird, wäre es wohl weiterhin kein Problem (die DRV hat ja wohl seinerzeit zugestimmt).

Noch ist allerdings weiterhin die Zuverdienstgrenze von 6.300 EUR/Jahr maßgeblich. Die Bundesregierung arbeitet ja aber gerade daran, die Freibetragsgrenzen neu zu regeln, noch ist dies aber kein 'Gesetz'.

Für 2022 wäre die Freibetragsgrenze von 6.300 EUR mit 9x450,00 plus 3x520,00 mit insgesamt 5.610,00 EUR immer noch unterschritten.

Und dann sollten Sie die Nachrichten in den nächsten Wochen verfolgen.

Alles Gute!

von
Jonny

Zitiert von: Abschläge

Für 2022 wäre die Freibetragsgrenze von 6.300 EUR mit 9x450,00 plus 3x520,00 mit insgesamt 5.610,00 EUR immer noch unterschritten.

@Abschläge
Auch das ist leider - wie schon bei iHrem Beitrag zu den freiwilligen Mindestbeiträgen - nicht zutreffend.

Die 6300 € ergaben sich schon bisher aus dem 14-fachen von 450 €!!!

Die Hinzuverdienstgrenze für EM-Renten soll sich erst ab 2023 ändern und wird dann wohl für das Kalenderjahr 17.823,75 € betragen (14-fache der Bezugsgröße für 2023 mal drei Achtel )

Also Verabschiedung des 8. SGB-IV-Änderungsgesetzes abwarten.

von
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Entgeltgrenze für Minijobs steigt auf 520 Euro monatlich

Der Deutsche Bundestag hat am 3. Juni 2022 dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde zugestimmt. Mit dem beschlossenen Gesetzentwurf wird auch die Entgeltgrenze für Minijobs auf 520 Euro monatlich erhöht und dynamisch ausgestaltet, so dass künftig eine Wochenarbeitszeit von 10 Stunden zum jeweils aktuell geltenden Mindestlohn möglich ist. Erhöhungen des Mindestlohns führen zukünftig automatisch zu einer Erhöhung der Entgeltgrenze für Minijobs.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2022/220613_mindestlohn_geringf_beschaeftigung.html

Experten-Antwort

Hallo Honig im Kopf,
die Hinzuverdienstgrenze für eine volle EM-Rente beträgt aktuell 6.300 EUR im Kalenderjahr. Gleichzeitig sollte der Hinzuverdienst im Rahmen des Leistungsvermögens von unter 3 Stunden täglich erarbeitet werden.
Eventuelle Änderungen des Hinzuverdienstrechts befinden sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren – hierzu können noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Abschläge

Zitiert von: Jonny
Zitiert von: Abschläge

Für 2022 wäre die Freibetragsgrenze von 6.300 EUR mit 9x450,00 plus 3x520,00 mit insgesamt 5.610,00 EUR immer noch unterschritten.

@Abschläge
Auch das ist leider - wie schon bei iHrem Beitrag zu den freiwilligen Mindestbeiträgen - nicht zutreffend.

Die 6300 € ergaben sich schon bisher aus dem 14-fachen von 450 €!!!

Die Hinzuverdienstgrenze für EM-Renten soll sich erst ab 2023 ändern und wird dann wohl für das Kalenderjahr 17.823,75 € betragen (14-fache der Bezugsgröße für 2023 mal drei Achtel )

Also Verabschiedung des 8. SGB-IV-Änderungsgesetzes abwarten.

Hallo Jonny,
die 6.300 EUR sind ein Jahresbetrag. Und wenn in 2022 9 x 450,00 EUR (Januar bis September) verdient wurden, sind dies 4.050,00 EUR. Dazu kommen dann noch 3 x 520,00 EUR (Okt.-Dez.) = 1.560,00 EUR.
Zusammen also 5.610,00 EUR. Und das sind 690,00 EUR weniger als die 'erlaubten 6.300,00 EUR.

Es ist doch völlig unerheblich, wie seinerzeit die 6.300,00 EUR mal 'pauschaliert' errechnet worden waren (12x450 + 1x Urlaubsgeld + 1x Weihnachtsgeld).

Und selbst in 2022 wäre nun also noch Luft für ein 'volles Monatsgehalt' Weihnachtsgeld :-)

Und dass für 2023 die endgültige Gesetzgebung abgewartet werden muss, hatte ich auch erwähnt.

Was also war falsch an meiner Antwort?

von
KSC

12 mal 520 € verdient sind auch künftig mit 6240 € noch keine 6300 €.

Also kein Problem, v.a. weil wir relativ sicher sein können dass sich ab 2023 die Grenze von 6300 € ändern wird.

Verfolgen Sie die Presse und das Forum.

Bin mir sicher dass es keine 2 Stunden dauert, dass irgendeiner zu gegebener Zeit die Bundestagsentscheidung hier postet.

Schönes WE

von
Jonny

Zitiert von: Abschläge

Was also war falsch an meiner Antwort?

Sorry, da lag ich falsch. Sie haben ja sehr wohl zwischen Hinzuverdienstgrenze (=Freibetrag) und tatsächlichem Hinzuverdienst im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung unterschieden und deutlich gemacht, dass letztere noch nicht die Hinzuverdienstgrenze erreicht.

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