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Experten-Antwort

Volle Erwerbsminderung Anspruch behalten trotz 30 Std.Tätigkeit

von niki 29.10.2020 | 11:33
609 Ansichten
24 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Ich erhalte seit Jahren volle Erwerbminderungsrente würde gerne auch wenn es auf Kosten meiner Gesundheit geht eine Tätigkeit annehmen welche allerdings 6 Std. sprich 30 std. die Woche bedeutet. Der Arbeitgeber kann die Arbeitszeit leider nicht kürzen , ich würde die Arbeit gerne machen , weil es im sozialen Bereich ist und ich finanziell definitiv besser da stehe und aus der Grundsicherung raus wäre . Ich kann noch nicht sagen wie schlecht es mir Gesundheitlich damit gehen wird , aber ich möchte definitiv arbeiten auch zu Lasten der Gesundheit.Ich kann nur sagen das der Grund meines Anspruches, die Erkrankung noch besteht und sich am Zustand nichts verändert hat. Wie wären dann die nächsten Schritte bei dem Träger ? Ich kann in keinem Fall das Risiko eines Wegfalls des Anspruches eingehen.

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 29.10.2020 | 14:40

Hallo Niki, hier im Forum werden Sie keine abschließende Antwort auf Ihre Frage bekommen. Ich rate Ihnen, Ihrem Rentenversicherungsträger mitzuteilen was Sie vorhaben. Schildern Sie Ihm Art und Umfang der Tätigkeit und das voraussichtliche Einkommen. Idealerweise haben Sie auch einen Vertragsentwurf zum künftigen Beschäftigungsverhältnis. Der Rentenversicherungsträger hat die Möglichkeit die geplante Beschäftigung als Arbeitsversuch zu betrachten und erst nach Ablauf eines gewissen Zeitraums über Ihre Erwerbsfähigkeit zu entscheiden. Das von Ihnen in dieser Zeit erworbene Einkommen wird allerdings sofort als Hinzuverdienst angerechnet, soweit es die maßgeblichen Hinzuverdienstgrenzen überschreitet.

23 Antworten

Ouzam 29.10.2020 | 11:56
Natürlich handelt es sich bei den UNTER 3 h täglich nur um gutgemeinte Hinweise, ob es dann 6 h am Tag sind spielt nicht wirkliche eine Rolle. Da brauchen Sie keine Angst haben. Melden Sie Ihr Vorhaben der Rentenversicherung, dass Sie planen Vollzeitnahe täglich 5 Tage die Woche 120 h im Monat arbeiten zu gehen. Die nette Sachbearbeiterin stellt Ihnen dann einen Persilschein aus.
Risikoam 29.10.2020 | 12:11
Wenn Sie diese Beschäftigung aufnehmen, wird Ihre DRV prüfen, inwieweit Sie noch erwerbsgemindert sind. Das Ergebnis kann von "arbeitet auf Kosten der Gesundheit" bis "kann wieder voll arbeiten, Erwerbsminderung liegt nicht mehr vor" lauten. Eine Einschätzung dazu können Ihnen Ihre behandelnden Ärzte geben. Wie es letztlich ausgeht, weiß keiner. Sie werden sich also überlegen müssen, ob Sie dieses Risiko eingehen wollen oder nicht. Denken sie außerdem daran, dass die Rente, auch wenn Sie auf Kosten der Gesundheit arbeiten würden, nach der Beschäftigungsaufnahme nicht unbedingt in voller Höhe weitergezahlt wird. Sie sollten sich also ggf. auch zum Thema Einkommensanrechnung informieren.
Valzuunam 29.10.2020 | 12:03
Arbeiten Sie tatsächlich auf Kosten Ihrer Gesundheit passiert nichts. Ob dem so ist kann hier natürlich niemand beantworten. Sie „riskieren“ also in jedem Fall eine genaue Prüfung durch die Rentenversicherung, wahrscheinlich mit einem medizinisches Gutachten. P.S. Unabhängig davon gilt: Handelt es sich um eine sogenannte Arbeitsmarktrente ist die natürlich, weg-es bleibt dann aber ggf. die teilweise Rente wegen Erwerbsminderung.
Valzuun am 29.10.2020 | 12:42
Die DRV wird mit einer Prüfung Ihres konkreten Falls reagieren. Einmal -von Amts wegen- wenn Sie mitteilen eine solche Tätigkeit aufgenommen zu haben. Wenn dies zu einer Änderung (teilweise Rente / keine Rente) geführt haben sollte, ein zweites Mal -auf Antrag- wenn sich der Gesundheitszustand (wieder) verschlechtert hat. Ansonsten ist die DRV bzw. der zuständige Sachbearbeiter in der Regel weitgehend emotionsbefreit - die DRV ist und bleibt nun mal eine „Massenverwaltung“, und er macht den Job hauptsächlich um Geld zu verdienen.
nikiam 29.10.2020 | 12:27
Zitat von Valzuun anzeigen
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich erhalte keine Arbeitsmarktrente sondern Volle Erwerbsminderungsrente auf Dauer da meine Erkrankung sehr Schwerwiegend ist. Ich kann mich nur sehr schwer mit dieser Situation abfinden und würde auch wenn es bedeutet auf Teilerwerb gestuft zu werden auf kosten der Restgesundheit arbeiten gehen , da es mich sehr belastet ohne Arbeit zu sein und nicht wirklich was beitragen zu können. men Problem ist das ich nicht weiß wie die DRV darauf reagiert , denn wenn es mir so schlecht geht das ich die Tätigkeit aufgeben müsste möchte ich nicht mit nichts da stehen , es geht mir lediglich um den Anspruch und die Sicherheit wenn der Versuch schief geht wieder zurück in die volle Rente gehen zu können nicht um den Betrag.
Torbenam 29.10.2020 | 15:57
Das pure Vorhandensein einer Erkrankung führt nicht zwangsläufig zu einer Erwerbsminderung. Erst wenn durch diese die Leistungsfähigkeit auf unter 6/3 Stunden sinkt, gelten Sie als erwerbsgemindert. Wenn es nicht wirklich zu Lasten Ihrer Restgesundheit geht, dann wird die RV zwar Ihre Erkrankung würdigen, aber ob es bei dem angedachten Arbeitspensum noch zur Berentung führt?
DRVam 29.10.2020 | 17:04
Natürlich handelt es sich bei den UNTER 3 h täglich nur um gutgemeinte Hinweise, ob es dann 6 h am Tag sind spielt nicht wirkliche eine Rolle. Da brauchen Sie keine Angst haben. Melden Sie Ihr Vorhaben der Rentenversicherung, dass Sie planen Vollzeitnahe täglich 5 Tage die Woche 120 h im Monat arbeiten zu gehen. Die nette Sachbearbeiterin stellt Ihnen dann einen Persilschein aus.
Der User Ouz wieder mal mit einem falschen Beitrag. Vorsicht dieser User versucht bewusst in die Irre zu führen oder ist einfach nur unglaublich unwissend!
Um Ironie zu verstehen braucht es ein Mindestmaß an Intelligenz!
Aortaam 29.10.2020 | 17:34
wieso beantragt man eine emr, wenn man noch locker 30 std/woche arbeiten kann? manchmal hat man das gefühl, das jemand ohne große probleme eine emr bekommt und sie nicht mal braucht.....ungerecht gegenüber all denen die lang kämpfen mussten. allein der gedanke, das ich jede woche 30 std. arbeiten müsste, würde mir den angstscheiß auf die stirn bringen......und ich wäre nicht dazu in der lage! nicht mal 3 std. jeden tag wären drin. verdrehte welt!
Solveigam 29.10.2020 | 18:53
Zitat von Aorta anzeigen
In der Tat! Nicht falsch verstehen, schön für jeden, der Heilung oder Linderung erfährt und wieder arbeiten kann. Aber Anfragen, wie man die Rente wieder "kündigen" kann - vornehmlich aus monetären Gründen - verwirren schon. Aber auch bei anderen Anfragen hat man mitunter das Gefühl, dass einige zur Rente gekommen sind, wie die Jungfrau zum Kinde. Wirklich Kranke empfinden diese Rente als Segen und haben gar keine Alternative, keine andere Wahl, selbst wenn es geldtechnisch schwierig ist.
Maxam 29.10.2020 | 18:28
Zitat von niki anzeigen
Arbeiten Sie tatsächlich auf Kosten Ihrer Gesundheit passiert nichts. Ob dem so ist kann hier natürlich niemand beantworten. Sie „riskieren“ also in jedem Fall eine genaue Prüfung durch die Rentenversicherung, wahrscheinlich mit einem medizinisches Gutachten. P.S. Unabhängig davon gilt: Handelt es sich um eine sogenannte Arbeitsmarktrente ist die natürlich, weg-es bleibt dann aber ggf. die teilweise Rente wegen Erwerbsminderung.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich erhalte keine Arbeitsmarktrente sondern Volle Erwerbsminderungsrente auf Dauer da meine Erkrankung sehr Schwerwiegend ist. Ich kann mich nur sehr schwer mit dieser Situation abfinden und würde auch wenn es bedeutet auf Teilerwerb gestuft zu werden auf kosten der Restgesundheit arbeiten gehen , da es mich sehr belastet ohne Arbeit zu sein und nicht wirklich was beitragen zu können. men Problem ist das ich nicht weiß wie die DRV darauf reagiert , denn wenn es mir so schlecht geht das ich die Tätigkeit aufgeben müsste möchte ich nicht mit nichts da stehen , es geht mir lediglich um den Anspruch und die Sicherheit wenn der Versuch schief geht wieder zurück in die volle Rente gehen zu können nicht um den Betrag.
Bedenke das Ende.....also ist es das Wert? Warum nicht erst einfach mal ein Minijob.....da besteht überhaupt kein Problem..... Bei mir stand auch mal in einem Bescheid auf Kosten der Gesundheit.....ich habe mich dann lieber für die volle Rente entschieden.....was man hat kann man einem nicht nehmen.....sicher ist sicherlich nichts.....
Fraukeam 30.10.2020 | 07:53
Ich verstehe die Gedanken gut. Tausendmal habe ich überlegt, wie ich wieder raus komme aus der Erwerbsminderungsrente. Das Geld ist ja noch der geringste Aspekt, man vereinsamt brual mit den Jahren. Nette Vorschläge, wie mach was, geh raus, sind albern. Wenn man jung ist, spielt sich ein großer Teil des Lebens im Bereich Arbeit ab. Die Gleichaltrigen sind nicht dabei, wenn man" was macht", die arbeiten halt. Also volles Verständnis. Und trotzdem, diese Idee ist viel zu riskant. Machen sie unbedingt ein paar Monate Praktikum oder alternativ einen 450-Euro-Job zum Einstieg. Ich habe schnell Lehrgeld bezahlt bei dem Versuch. Wenn man ohne Stress zu Hause sitzt als Rentner, fühlt man sich prima. Als ich einige Wochen Arbeit hinter mir hatte, und das war nur in Teilzeit, bin ich zusammengeklappt.
DRVam 30.10.2020 | 07:20
Zitat von Aufpasser anzeigen
Natürlich handelt es sich bei den UNTER 3 h täglich nur um gutgemeinte Hinweise, ob es dann 6 h am Tag sind spielt nicht wirkliche eine Rolle. Da brauchen Sie keine Angst haben. Melden Sie Ihr Vorhaben der Rentenversicherung, dass Sie planen Vollzeitnahe täglich 5 Tage die Woche 120 h im Monat arbeiten zu gehen. Die nette Sachbearbeiterin stellt Ihnen dann einen Persilschein aus.
Der User Ouz wieder mal mit einem falschen Beitrag. Vorsicht dieser User versucht bewusst in die Irre zu führen oder ist einfach nur unglaublich unwissend!
Um Ironie zu verstehen braucht es ein Mindestmaß an Intelligenz!
Dies ist aber kein Forum für Ironie. Haben Sie das übersehen?
Und Humor haben Sie auch nicht. Bedauernswert.
Alfons am 30.10.2020 | 12:40
Zitat von Frauke anzeigen
Derlei Gedanken hatte ich nie. Allerdings geht es mir auch zu Hause auf dem Sofa nicht prima! Gesundung wünscht man sich immer, ist aber manchmal eben nicht möglich. Krankheiten und Behandlung können die Kräfte fressen. Einsam wegen der Berentung? Nein. Wenn man allerdings keine Familie, keine Freunde hat und an nichts, was man tuen könnte krankheitsbedingt keine Freude hat, kann es schon sehr belastend sein. Ein kleiner Minijob oder etwas ehrenamtliches sind da gar keine schlechte Idee.
DRVam 30.10.2020 | 13:27
Zitat von Aufpasser anzeigen
Natürlich handelt es sich bei den UNTER 3 h täglich nur um gutgemeinte Hinweise, ob es dann 6 h am Tag sind spielt nicht wirkliche eine Rolle. Da brauchen Sie keine Angst haben. Melden Sie Ihr Vorhaben der Rentenversicherung, dass Sie planen Vollzeitnahe täglich 5 Tage die Woche 120 h im Monat arbeiten zu gehen. Die nette Sachbearbeiterin stellt Ihnen dann einen Persilschein aus.
Der User Ouz wieder mal mit einem falschen Beitrag. Vorsicht dieser User versucht bewusst in die Irre zu führen oder ist einfach nur unglaublich unwissend!
Um Ironie zu verstehen braucht es ein Mindestmaß an Intelligenz!
Dies ist aber kein Forum für Ironie. Haben Sie das übersehen?
Und Humor haben Sie auch nicht. Bedauernswert.
Wenn das für Sie Humor ist, dann sind Sie eher zu bedauern.[/quote Keine Bange, mein Mitleid bekommen Sie geschenkt.
W°lfgangam 30.10.2020 | 19:38
Hallo niki, hilfreichere Antworten können Sie in diesem Beitrag und folgenden/verlinkten/am Ende, nachlesen, als hier schon gegeben ...und zum 1000-mal wiederholt: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/em-rent… Nehmen Sie sich dafür 1-2 Std. Zeit, dann erfahren Sie mehr, als hier aus 7/8/9 weiteren weniger hilfreichen Laien-Meinungen zu Ihrer Frage. Gruß w. PS: "würde gerne auch wenn es auf Kosten meiner Gesundheit geht eine Tätigkeit annehmen" ...speziell dazu auch.
Nikiam 31.10.2020 | 08:24
Vielen Dank für die vielen netten Rätschläge und den Hinweis vom Experten das eine Arbeitserprobung möglich wäre . Das werde ich bei meinem Sachbearbeiter ansprechen . Zu dem das ich nur jetzt arbeiten gehen will oder könnte daraus zu schließen oder sich anzumaßen ich hätte weder für die Rente gekämpft noch wäre Sie gerechtfertigt, das würde ich mir ohne den Hintergrund zu kennen nie erlauben. Ich habe im Ehrenamt sehr viele unterschiedliche Erkrankte Menschen kennengelernt die Rente bezogen haben oder auch nicht. Keiner weiß mit meiner Anfrage warum ich damals Rente auf Dauer zugesprochen bekommen habe und wie und in welcher Form sich meine Krankheit äußert, ohne Grund hat Sie sicherlich nicht zur Berentung geführt. Ich würde arbeiten gehen wollen , weil ich im sozialen Bereich mehr verändern oder helfen möchte als im Ehrenamt. Und finanziell gesehen brauche für mich und meine Familie mehr Sicherheit und Spielraum als Rente und Grundsicherung. Ich will unbedingt aus dem Sozialbezug raus .Der Tip mit dem Monijob ist auch sehr gut vielleicht werde ich auch erstmal das probieren um zu sehen wie ich die Paar Stunden verkraft. Dann gehe ich auch keine Risiko ein .Ich kann es nur eben auch nicht absehen Nur soviel dazu . Zu den anderen Ratschlägen bezüglich Ironie . Ein Clown der im Zirkus einen Aufritt hat aber keinerlei Beachtung oder Applaus bekommt , bleibt als sehr trauriger Clown zurück . Deshalb kam von mir auch keine Antwort zu dem sehr nett gemeinten Rat, wenn er nur dieses Forum hat als Plattform um sich zu profitieren dann will ich ihm das nicht nehmen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende bleibt alle Gesund und steht diese Zeit gut durch , ich hoffe Ihr habt alle Unterstützung. Lg Niki
Aliceam 31.10.2020 | 14:03
Hallo Nici, ich habe Deinen von Dir eröffneten Thread mit großem Interesse gelesen. Und auch wirklich durch Deine Beiträge und durch manche Antworten hilfreiche Anregungen erhalten. Ich bin auch unbefristet berentet. Gleich beim ersten Antrag wurde die volle EMR unbefristet bewilligt. Ich war und bin froh darüber, dass alle wichtigen Lebenshaltungskosten gedeckt sind. Gleichzeitig muss ich mit sehr viel weniger Geld auskommen. Eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, ist nur in sehr begrenzter Weise möglich, weil viele Dinge Geld kosten, welches ich nicht mehr erarbeiten kann. Das ist kein Jammern, sondern eine sachliche Feststellung. Und auch für mich ist es so, dass es bei dem Wunsch wieder arbeiten zu können, nicht vordergründig um das Geld geht. Ich hätte nie gedacht, wie schwer es ist, mit den fehlenden sozialen Kontakten zurecht zu kommen. Und wie einsam man ist, wenn man als ein Alleinstehender EM- Rentner ist. Das tut richtig weh... Die soziale Isolation wirkt sich auf meine gesundheitliche Situation ungut aus. Ich bin wegen mehrerer psychischer Erkrankungen berentet. Ich versuche mich in ehrenamtliche Tätigkeiten einzubringen. Dreimal habe ich die Tätigkeit wegen gesundheitlicher Probleme beenden und etwas anderes probieren müssen. Aber ich gebe nicht auf. Weil Ehrenamt hilft mir sehr, besser zurecht zu kommen. Und auch ich habe weiterhin den Wunsch, dass sich meine soziale Situation verbessert. Und dass ich mit meinen Handycaps, trotz der gesundheitlichen Probleme, ein sinnerfülltes Leben führen kann. Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen Weg und Dein Suchen. Und danke für Deinen Thread.
Niki am 31.10.2020 | 23:17
Hallo liebe Alice, Vielen Dank für deine nette Antwort. Ich habe auch in der Zeit von EMR viel im Ehrenamt versucht eine Sinnvoll Tätigkeit auszuüben, was je nach dem wie die Schübe waren sehr flexibel für mich zu gestalten war. Ich habe nur Aufgaben übernommen die ich schaffen konnte oder habe im Projektmanagement geplant und delegiert von zuhause aus.Ich konnte meine Erkrankung nie wirklich Akzeptieren und Geistig gesehen war und ist es schrecklich für gewesen nichts mehr leisten und lernen zu können. Da es sich bei mir um eine neurologische Erkrankung handelt konnte mir die Psyche kein Strich durch die Rechnung machen , sondern eben nur mein Körper . Ich weiß aber aus Erfahrung mit Erkrankten Personen und auch aus dem eigenen Familiären Umfeld , das Psychische Erkrankungen sehr oft schwerwiegend sind. Da diese in der Gesellschaft keinerlei Anerkennung als wirkliche Erkrankung bekommt, teilweise nicht mal innerhalb der Familie, somit vereinsamt man. Da man sich schon aus Scham zurück zieht. Weil man ja nur aus reiner Faulheit nicht arbeiten gehen will. Ich finde du machst das toll du probierst alles was dir möglich ist und gibst nicht auf das ist mehr als genug. Der finanzielle Aspekt ist leider ein Kreislauf aus dem man in so einer Situation sehr schwer rauskommt, da Armut auch sozialen Abstieg bedeutet und das wiederum hilft der Psyche wohl eher nicht. Die Arbeit im Ehrenamt hilft mir sehr und hat mir Mut gemacht es noch einmal zu versuchen und die Hoffnung nicht zu verlieren, ich hab schließlich einige Menschen gesehen die trotz EMR arbeiten, nur eben nicht in dem Pensum eines Gesunden. Wozu gibt es denn sonst Teilhabe Gesetze für Schwerbehinderte Menschen? Bestimmt nicht weil sie auf ein Abstellgleis gehören , nein weil auch die Gesetzgebung möchte das wir am Leben teilhaben in welcher Form auch immer . Arbeit oder Teilhabe am Leben der Gesellschaft, sprich Soziale Teilhabe. Ich wünsche dir von Herzen alles gute , verlier die Hoffnung nicht. Gerne werde ich nach dem Gespräch mit meinem Sachbearbeiter in dem Thread reinstellen was seine Empfehlung war , nur so als Tipp wie die Fragestellung sein sollte und der Ablauf ,da es sich ja immer um eine Einzelfallentscheidung handelt. Ganz liebe grüße Niki
Niki am 31.10.2020 | 23:43
Ich habe mich nicht richtig und vollständig ausgedrückt sehe ich gerade in meiner Antwort , falls jemand sich darüber in informieren möchte . § 49 SGB IX Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ( vorrangig würde ich sagen für Teilerwerbsminderung da absehbar sein muss das man später in eine sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit geht ) § 76 SGB IX Leistungen zur Sozialen Teilhabe Dann gibt es noch das Persönliche Budget Nur so als Infos
Tinaam 01.11.2020 | 08:13
Zitat von Niki anzeigen
Niki schrieb

Hallo liebe Alice,

Vielen Dank für deine nette Antwort.

Ich habe auch in der Zeit von EMR viel im Ehrenamt versucht eine Sinnvoll Tätigkeit auszuüben, was je nach dem wie die Schübe waren sehr flexibel für mich zu gestalten war. Ich habe nur Aufgaben übernommen die ich schaffen konnte oder habe im Projektmanagement geplant und delegiert von zuhause aus.Ich konnte meine Erkrankung nie wirklich Akzeptieren und Geistig gesehen war und ist es schrecklich für gewesen nichts mehr leisten und lernen zu können. Da es sich bei mir um eine neurologische Erkrankung handelt konnte mir die Psyche kein Strich durch die Rechnung machen , sondern eben nur mein Körper .

Ich weiß aber aus Erfahrung mit Erkrankten Personen und auch aus dem eigenen Familiären Umfeld , das Psychische Erkrankungen sehr oft schwerwiegend sind. Da diese in der Gesellschaft keinerlei Anerkennung als wirkliche Erkrankung bekommt, teilweise nicht mal innerhalb der Familie, somit vereinsamt man. Da man sich schon aus Scham zurück zieht. Weil man ja nur aus reiner Faulheit nicht arbeiten gehen will.

Ich finde du machst das toll du probierst alles was dir möglich ist und gibst nicht auf das ist mehr als genug.

Der finanzielle Aspekt ist leider ein Kreislauf aus dem man in so einer Situation sehr schwer rauskommt, da Armut auch sozialen Abstieg bedeutet und das wiederum hilft der Psyche wohl eher nicht.

Die Arbeit im Ehrenamt hilft mir sehr und hat mir Mut gemacht es noch einmal zu versuchen und die Hoffnung nicht zu verlieren, ich hab schließlich einige Menschen gesehen die trotz EMR arbeiten, nur eben nicht in dem Pensum eines Gesunden.

Wozu gibt es denn sonst Teilhabe Gesetze für Schwerbehinderte Menschen? Bestimmt nicht weil sie auf ein Abstellgleis gehören , nein weil auch die Gesetzgebung möchte das wir am Leben teilhaben in welcher Form auch immer . Arbeit oder Teilhabe am Leben der Gesellschaft, sprich Soziale Teilhabe.

Ich wünsche dir von Herzen alles gute , verlier die Hoffnung nicht.

Gerne werde ich nach dem Gespräch mit meinem Sachbearbeiter in dem Thread reinstellen was seine Empfehlung war , nur so als Tipp wie die Fragestellung sein sollte und der Ablauf ,da es sich ja immer um eine Einzelfallentscheidung handelt.

Ganz liebe grüße

Niki

Hallo Niki, "Schübe", "nichrs leisten und lernen können", "neurologische Erkrankung"? MS - richtig? Ich (48) bin auch seit fast 30 Jahren in diesem Club "dabei". Noch arbeite ich Vollzeit und habe keine Rente. Ich merke allerdings, dass es mir zu viel wird, da ich jeden Abend gegen 20h/21h ins Bett gehe, um um 7h wieder einigermaßen fit zu sein. Das ist für dasd Sozailleben auch nicht gerade förderlich... Aktuell sbin ich in Kurzarbeit (20%) und ich merke, wie mir das körperlich sehr gut gut. Ich weiß aber,dass es mir gleich weider schlechter gehen wird, wenn ich wieder wirklich "voll" arbeiten muss. Nimm Dir also den Rat zu Herzen, es erst mal mit einem Minijob zu versuchen. Man überschätzt sich leicht, und wenn die Rente erst mal weg ist, wird es sicher ein großer Kampf, sie wieder zu bekommen. LG Tina
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