Volle Erwerbsminderung Anspruch behalten trotz 30 Std.Tätigkeit

von
Niki

Vielen Dank für die vielen netten Rätschläge und den Hinweis vom Experten das eine Arbeitserprobung möglich wäre . Das werde ich bei meinem Sachbearbeiter ansprechen . Zu dem das ich nur jetzt arbeiten gehen will oder könnte daraus zu schließen oder sich anzumaßen ich hätte weder für die Rente gekämpft noch wäre Sie gerechtfertigt, das würde ich mir ohne den Hintergrund zu kennen nie erlauben. Ich habe im Ehrenamt sehr viele unterschiedliche Erkrankte Menschen kennengelernt die Rente bezogen haben oder auch nicht. Keiner weiß mit meiner Anfrage warum ich damals Rente auf Dauer zugesprochen bekommen habe und wie und in welcher Form sich meine Krankheit äußert, ohne Grund hat Sie sicherlich nicht zur Berentung geführt. Ich würde arbeiten gehen wollen , weil ich im sozialen Bereich mehr verändern oder helfen möchte als im Ehrenamt. Und finanziell gesehen brauche für mich und meine Familie mehr Sicherheit und Spielraum als Rente und Grundsicherung. Ich will unbedingt aus dem Sozialbezug raus .Der Tip mit dem Monijob ist auch sehr gut vielleicht werde ich auch erstmal das probieren um zu sehen wie ich die Paar Stunden verkraft. Dann gehe ich auch keine Risiko ein .Ich kann es nur eben auch nicht absehen Nur soviel dazu .
Zu den anderen Ratschlägen bezüglich Ironie .
Ein Clown der im Zirkus einen Aufritt hat aber keinerlei Beachtung oder Applaus bekommt , bleibt als sehr trauriger Clown zurück . Deshalb kam von mir auch keine Antwort zu dem sehr nett gemeinten Rat, wenn er nur dieses Forum hat als Plattform um sich zu profitieren dann will ich ihm das nicht nehmen.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende bleibt alle Gesund und steht diese Zeit gut durch , ich hoffe Ihr habt alle Unterstützung.
Lg Niki

von
Alice

Hallo Nici,
ich habe Deinen von Dir eröffneten Thread mit großem Interesse gelesen. Und auch wirklich durch Deine Beiträge und durch manche Antworten hilfreiche Anregungen erhalten.

Ich bin auch unbefristet berentet. Gleich beim ersten Antrag wurde die volle EMR unbefristet bewilligt.

Ich war und bin froh darüber, dass alle wichtigen Lebenshaltungskosten gedeckt sind. Gleichzeitig muss ich mit sehr viel weniger Geld auskommen. Eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, ist nur in sehr begrenzter Weise möglich, weil viele Dinge Geld kosten, welches ich nicht mehr erarbeiten kann.

Das ist kein Jammern, sondern eine sachliche Feststellung. Und auch für mich ist es so, dass es bei dem Wunsch wieder arbeiten zu können, nicht vordergründig um das Geld geht.

Ich hätte nie gedacht, wie schwer es ist, mit den fehlenden sozialen Kontakten zurecht zu kommen. Und wie einsam man ist, wenn man als ein Alleinstehender EM- Rentner ist. Das tut richtig weh... Die soziale Isolation wirkt sich auf meine gesundheitliche Situation ungut aus. Ich bin wegen mehrerer psychischer Erkrankungen berentet.

Ich versuche mich in ehrenamtliche Tätigkeiten einzubringen. Dreimal habe ich die Tätigkeit wegen gesundheitlicher Probleme beenden und etwas anderes probieren müssen. Aber ich gebe nicht auf. Weil Ehrenamt hilft mir sehr, besser zurecht zu kommen.

Und auch ich habe weiterhin den Wunsch, dass sich meine soziale Situation verbessert. Und dass ich mit meinen Handycaps, trotz der gesundheitlichen Probleme, ein sinnerfülltes Leben führen kann.

Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen Weg und Dein Suchen.

Und danke für Deinen Thread.

von
Niki

Hallo liebe Alice,

Vielen Dank für deine nette Antwort.
Ich habe auch in der Zeit von EMR viel im Ehrenamt versucht eine Sinnvoll Tätigkeit auszuüben, was je nach dem wie die Schübe waren sehr flexibel für mich zu gestalten war. Ich habe nur Aufgaben übernommen die ich schaffen konnte oder habe im Projektmanagement geplant und delegiert von zuhause aus.Ich konnte meine Erkrankung nie wirklich Akzeptieren und Geistig gesehen war und ist es schrecklich für gewesen nichts mehr leisten und lernen zu können. Da es sich bei mir um eine neurologische Erkrankung handelt konnte mir die Psyche kein Strich durch die Rechnung machen , sondern eben nur mein Körper .
Ich weiß aber aus Erfahrung mit Erkrankten Personen und auch aus dem eigenen Familiären Umfeld , das Psychische Erkrankungen sehr oft schwerwiegend sind. Da diese in der Gesellschaft keinerlei Anerkennung als wirkliche Erkrankung bekommt, teilweise nicht mal innerhalb der Familie, somit vereinsamt man. Da man sich schon aus Scham zurück zieht. Weil man ja nur aus reiner Faulheit nicht arbeiten gehen will.
Ich finde du machst das toll du probierst alles was dir möglich ist und gibst nicht auf das ist mehr als genug.
Der finanzielle Aspekt ist leider ein Kreislauf aus dem man in so einer Situation sehr schwer rauskommt, da Armut auch sozialen Abstieg bedeutet und das wiederum hilft der Psyche wohl eher nicht.
Die Arbeit im Ehrenamt hilft mir sehr und hat mir Mut gemacht es noch einmal zu versuchen und die Hoffnung nicht zu verlieren, ich hab schließlich einige Menschen gesehen die trotz EMR arbeiten, nur eben nicht in dem Pensum eines Gesunden.
Wozu gibt es denn sonst Teilhabe Gesetze für Schwerbehinderte Menschen? Bestimmt nicht weil sie auf ein Abstellgleis gehören , nein weil auch die Gesetzgebung möchte das wir am Leben teilhaben in welcher Form auch immer . Arbeit oder Teilhabe am Leben der Gesellschaft, sprich Soziale Teilhabe.
Ich wünsche dir von Herzen alles gute , verlier die Hoffnung nicht.
Gerne werde ich nach dem Gespräch mit meinem Sachbearbeiter in dem Thread reinstellen was seine Empfehlung war , nur so als Tipp wie die Fragestellung sein sollte und der Ablauf ,da es sich ja immer um eine Einzelfallentscheidung handelt.

Ganz liebe grüße
Niki

von
Niki

Ich habe mich nicht richtig und vollständig ausgedrückt sehe ich gerade in meiner Antwort , falls jemand sich darüber in informieren möchte .
§ 49 SGB IX Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ( vorrangig würde ich sagen für Teilerwerbsminderung da absehbar sein muss das man später in eine sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit geht )
§ 76 SGB IX Leistungen zur Sozialen Teilhabe
Dann gibt es noch das Persönliche Budget
Nur so als Infos

von
Tina

Zitiert von: Niki
..., was je nach dem wie die Schübe waren sehr flexibel für mich zu gestalten war. Ich habe nur Aufgaben übernommen die ich schaffen konnte oder habe im Projektmanagement geplant und delegiert von zuhause aus.Ich konnte meine Erkrankung nie wirklich Akzeptieren und Geistig gesehen war und ist es schrecklich für gewesen nichts mehr leisten und lernen zu können. Da es sich bei mir um eine neurologische Erkrankung handelt konnte mir die Psyche kein Strich durch die Rechnung machen , sondern eben nur mein Körper .

Hallo Niki,
"Schübe", "nichrs leisten und lernen können", "neurologische Erkrankung"? MS - richtig?

Ich (48) bin auch seit fast 30 Jahren in diesem Club "dabei". Noch arbeite ich Vollzeit und habe keine Rente. Ich merke allerdings, dass es mir zu viel wird, da ich jeden Abend gegen 20h/21h ins Bett gehe, um um 7h wieder einigermaßen fit zu sein. Das ist für dasd Sozailleben auch nicht gerade förderlich...

Aktuell sbin ich in Kurzarbeit (20%) und ich merke, wie mir das körperlich sehr gut gut. Ich weiß aber,dass es mir gleich weider schlechter gehen wird, wenn ich wieder wirklich "voll" arbeiten muss.

Nimm Dir also den Rat zu Herzen, es erst mal mit einem Minijob zu versuchen. Man überschätzt sich leicht, und wenn die Rente erst mal weg ist, wird es sicher ein großer Kampf, sie wieder zu bekommen.

LG Tina