von ambulant auf satationär umwandeln, schnell und nach Wunsch

von
Geröllheimer

Hallo,

mir wurde leider nur eine ambulante Reha bewilligt, obwohl klar und deutlich seitens meiner Ärzte und auch von mir selbst um eine stationäre Reha gebeten wurde. Ich bin sozusagen noch frisch an der Lendenwirbelsäule operiert und konnte die AHB nicht innerhalb der sechswöchigen Frist antreten. In meinem Fall ist es auch so, dass ich bereits im letzten Jahr eine stationäre Reha in eben der von mir nun auch als Wunschklinik angegebenen Einrichtung gemacht habe. Diese Reha erfolgte nach anhaltenden Problemen in Folge einer länger zurück liegenden Operation und brachte mir den Erfolg danach nahezu schmerzfrei und auch sehr fit, wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Nun musste ich an der gleichen Stelle erneut operiert werden, da das umliegende Gewebe leider Verwachsungen und nervale Blockaden verursacht hat. Nach Definition ist somit ein neuer Befund, bzw. eine neue Ursache entstanden, die mich zur Wahrnehmung einer Reha-Maßnahme berechtigt.

Leider hat man mir nun nur eine völlig unzureichende und mit wesentlich höherem Fahrt- und Wegeaufwand verbundene, ambulante Reha bewilligt. Leider hätte ich mit der ambulanten Lösung innerhalb meiner Stadt, um einiges mehr an Stress, als er bei der An- und Abreise zu einem stationären Aufenthalt der Fall wäre.

Ich habe nun also beschlossen Widerspruch einzulegen und mich auf mein Wunsch- und Wahlrecht zu berufen. Zusätzlich habe ich meine Rechtsschutzversicherung in diesem Fall um Rat gebeten. Meine Hausärzte und mein mich betreuender Orthopäde haben ebenfalls noch einmal ein Schreiben erstellt, in welchem klar und deutlich die Empfehlung für einen stationären Aufenthalt ausgesprochen wird.

Die Gründe sind aber auch schon im Vorfeld von mir als Anhang zum eingereichten Antrag ausformuliert worden.

So bin ich im Moment zu Hause primär eine belastung für den Alltag meiner Familie und insbesondere für meine schwangere Frau. Somit ist der Plan, dass ich über eine stationäre Reha wieder fit werde, während dessen meine Frau sich in Ruhe auf die Geburt unseres zweiten Kindes vorbereiten und während ich auf Reha bin in die ersten Wochen des Mutterschutzes gehen kann. Geplant ist dass ich dann rechtzeitig, spätestens einen Monat vor der Geburt wieder von der Reha zurück bin und endlich wieder bei allem mit anpacken kann.

Dafür drückt das Thema Zeit ein wenig, weshalb ich bereits nachhaltig Druck bei der Rentenversicherung gemacht habe.

Ich vermute daher auch dass die Entscheidung für eine ambulante Reha, bei mir eher ein Schnellschuss aufgrund der von mir aufgerufenen Dringlichkeit ist.

Ich hoffe sehr dass hier jemand beurteilen kann ob die von mir nun unternommenen Schritte ausreichend sind, oder ob ich noch weitere Dinge unternehmen kann damit meinem Wunsch auf einen stationären Aufenthalt in meiner Wunschklinik entsprochen wird.

Ich danke für die Hilfe.

von
Rentner

Hallo

Sie haben ihre Ärzte und die Rechtschutz befragt. Was ich nicht entnehmen kann ist, ob Sie schon einen schriftlichen Widerspruch an die RV geschickt haben.
Wahrscheinlich ist die RV davon ausgegangen, dass Sie gerne bei ihrer Frau sind und haben ihnen deshalb die ambulante Reha genehmigt. So wären Sie im Idealfall um 16 Uhr mit den Anwendungen fertig und könnten nach Hause.
Legen Sie Widerspruch gegen die ambulante Reha ein und begründen ihn.
Nach einer frischen Op dürfte die stationäre Reha kein Problem sein.

von
KSC

Teilen Sie Ihren Wunsch der DRV schriftlich mit und begründen es so wie Sie es im Forum schreiben.

Ob Sie "Widerspruch" oder "Überprüfungsantrag" drüber schreiben ist egal.

Und dann warten Sie die Entscheidung ab.......

von
Geröllheimer

Dann soweit vielen Dank. Der Widerspruch mit Wunsch auf erneute Prüfrung ist bereits fertig formuliert und geht morgen mit zwei erneuten Empfehlungen bzw. Gutachten meiner Ärzte per Fax nach Berlin.

Ich hatte gedacht es gäbe noch ein paar Feinheiten die evtl. zu beachten wären. So wie es aussieht bin ich da aber gar nicht schlecht aufgestellt.

Ich denke auch dass die Kasse erst einmal vom für mich vermeintlichen "Idealfall" in Form einer ambulanten Reha ausgegangen ist.

Dass meine Frau und ich es eher bevorzugen wenn ich stationär und wirklich nachhaltig mit Therapeuten arbeiten kann, die ich kenne und denen ich aus Erfahrung vertraue, ging zwar aus meinem Schreiben hervor, kann aber auch gut überlesen worden sein.

Die entscheiden dort ja doch ein wenig anders als es evtl. aus meiner eigenen Sicht und Situation heraus, für naheliegend und logisch gehalten werden könnte.

von Experte/in Experten-Antwort

Aus meiner Sicht haben Sie bereits die richtigen Schritte eingeleitet. Jetzt müssen Sie nur noch die Entscheidung abwarten.