von befristeter v. EMR in Teilerwerbsminderungsrente - wie klappt das am besten?

von
Arbeitswillig und nun?

Ich habe eine befristete volle Erwerbsminderungsrente. Ich hatte/habe eine gute Stelle auf der ich gern wieder anteilig arbeiten möchte und ich fühl mich auch wieder fit genug fürs Arbeiten zumindest in Teilzeit. Laut Tarifvertrag "ruht" das Arbeitsverhältnis (d. h. ich darf bei meinem Arbeitgeber nicht arbeiten und der Arbeitgeber darf mir keine Arbeit abnehmen, sonst würde gegen den Tarifvertrag verstoßen ...). Ich will nun eine Teilerwerbsminderungsrente beantragen, damit Arbeitsverbot des ´Ruhenden Arbeitsverhältnisses´ nicht wirkt. (Angeblich könnte ein ´zweites´ Arbeitsverhältnis begründet / vereinbart werden, aber der Arbeitgeber ist Öffentlicher Dienst und kann kein zweites Arbeitsverhältnis mit mir begründen, da steht der Personalabbau und Sparzwang gegen. Warum das ´erste´ Arbeitsverhältnis nicht teilruhend statt ´tot´ sein kann, konnte mir keiner erklären).

Was mach ich nun am besten? Einfach einen Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente stellen und den Hinweis auf meine Arbeitswilligkeit bei dem Arbeitgeber (mit dem das Vertragsverhältnis derzeit ruht) stellen?

von
Batrix

Hallo,
teilen Sie der RV schriftlich mit, dass Sie der Meinung sind, dass sich ihr Gesundheitszustand gebessert hat und sie sich wieder teilerwerbsfähig fühlen und bitten um Überprüfung der medizinischen Einschätzung. Dann wird der medizinische Dienst der RV den Sachverhalt prüfen und ggf. feststellen, dass sie nur noch teilerwerbsgemindert sind. Dann steht der Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung bei Ihrem AG nichts mehr entgegen.

MfG

von Experte Experten-Antwort

Hallo "Arbeitswillig und nun?",

ich gehe mal davon aus, dass es sich bei Ihrer befristeten Rente wegen voller Erwerbsminderung nicht um eine Arbeitsmarktrente handelt, sondern dass bei Ihnen volle Erwerbsminderung festgestellt wurde.

Batrix hat Ihnen in diesem Fall schon den richtigen Weg aufgezeigt. Ihre Rente wegen voller Erwerbsminderung endet nur dann vor der festgelegten Befristung, wenn die Ärzte der Rentenversicherung feststellen, dass Sie jetzt nicht mehr voll erwerbsgemindert sind. Sie müssen also die Ärzte der Rentenversicherung davon überzeugen, dass Sie wieder mindestens 3 Stunden täglich arbeiten können.

Sollten die Ärzte allerdings feststellen, dass Sie auch wieder mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können, verlieren Sie auch Ihren Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.

Ein Verzicht auf die Rente wegen voller Erwerbsminderung hilft Ihnen übrigens nicht weiter, da der Verzicht nicht den Anspruch auf Rente betrifft, sondern nur die Auszahlung.

Bevor Sie sich an Ihren Rentenversicherungsträger wegen einer Nachuntersuchung wenden, sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber abklären, ob dieser Ihnen auch tatsächlich einen Teilzeitarbeitsplatz anbieten kann.

Eine weitere Möglichkeit ist die Rücknahme Ihres Antrages auf Rente wegen voller Erwerbsminderung. Eine Rücknahme ist allerdings nur möglich, wenn der Rentenbescheid noch nicht bindend geworden ist, Sie sich also noch in der Widerspruchsfrist von einem Monat nach Erhalt des Bescheides befinden. Außerdem darf Ihr Dispositionsrecht nicht von Ihrer Krankenkasse eingeschränkt worden sein (das müssten Sie ggf. mit Ihrer Krankenkasse abklären). Sofern Sie den Rentenantrag noch zurücknehmen können, können Sie die Rücknahme auf die Rente wegen voller Erwerbsminderung einschränken. Da der TVöD nach meinem Kenntnisstand auf den Bescheid der Rentenversicherung abstellt (und nicht auf die medizinische Feststellung von voller Erwerbsminderung), müsste die Rücknahme des Bescheides über die volle Erwerbsminderungsrente ausreichen. Dies sollten Sie aber ggf. vorab nochmals mit Ihrem Arbeitgeber abklären.

Das Wichtigste aber zum Schluss: Sie sollten sich ganz sicher sein, dass Sie auch wirklich dauerhaft eine Teilzeitbeschäftigung ausüben können. Die Ärzte der Rentenversicherung haben Sie ja nicht ohne Grund als voll erwerbsgemindert eingestuft. Sprechen Sie vielleicht vorab nochmals mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. einem Arzt Ihres Vertrauens und bitten Sie ihn um seine Meinung zu Ihrem Vorhaben.

von
Arbeitswillig und nun?

Hallo Batrix, hallo Expertin - Danke für die Antworten.
Bitte an ExpertInnen:
Die Verwendung des Begriffes "dauerhaft" ist so relativ, könnten Sie das bitte näher spezifizieren.

Ich bin Jahrgang 63, habe also noch bis 2030. Ich glaube, dass über mir dieselben Risiken von Autounfall bis KarZinom hängen, wie über den anderen Arbeitenden auch. Da diese Unwägbarkeiten des Lebens unvorhersehbar sind, was heißt dann "dauerhaft"? Mein Arbeitswunsch scheint mir ein ´hohes Recht´ und jeder Arbeitsmonat ein Gewinn (für jetzt und für später).Ich kenne nun meine Grenzen und kann wohl viele Jahre Teilzeitarbeiten, werde für diese Erkenntnis schlechter gestellt als die Unwissenden, bei denen es ebenso jeden Tag vorbei sein kann, wenn ich nicht arbeiten darf. Auch als anerkannte Behinderte sollte mir doch nicht nur das Gehühl von Unterstützung vermittelt werden - oder hab ich da bei Integration was missverstanden?

Ist es nicht Standard, dass bei einem Antrag der zu einen Wechsel von VEMR zu TEMR eine Begutachtung stattfindet? Muss ich das explizit beantragen?

Wie kann es das tarifliche Arbeitsvertrags"ruhen" mit 0,0 Std geben, wenn doch bei der VEMR ein Hinzuverdiesnt gestattet ist und hier eine Arbeitsfähigkeit lediglich auf "unter drei h" festgestellt wurde. Wird durch diese Tarifvereinbarung nicht das Rentenrecht in seiner Wirkkraft und Entfaltung beschränkt?
Wie kann/soll Wiedereingliederung / Arbeitsbelastungserprobung (bei VEMR) stattfinden (AG ist willlig, aber ´gesetzestreu´)?

von
=//=

Zitiert von: Arbeitswillig und nun?
Ich habe eine befristete volle Erwerbsminderungsrente. Ich hatte/habe eine gute Stelle auf der ich gern wieder anteilig arbeiten möchte und ich fühl mich auch wieder fit genug fürs Arbeiten zumindest in Teilzeit. Laut Tarifvertrag "ruht" das Arbeitsverhältnis (d. h. ich darf bei meinem Arbeitgeber nicht arbeiten und der Arbeitgeber darf mir keine Arbeit abnehmen, sonst würde gegen den Tarifvertrag verstoßen ...). Ich will nun eine Teilerwerbsminderungsrente beantragen, damit Arbeitsverbot des ´Ruhenden Arbeitsverhältnisses´ nicht wirkt. (Angeblich könnte ein ´zweites´ Arbeitsverhältnis begründet / vereinbart werden, aber der Arbeitgeber ist Öffentlicher Dienst und kann kein zweites Arbeitsverhältnis mit mir begründen, da steht der Personalabbau und Sparzwang gegen. Warum das ´erste´ Arbeitsverhältnis nicht teilruhend statt ´tot´ sein kann, konnte mir keiner erklären).

Was mach ich nun am besten? Einfach einen Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente stellen und den Hinweis auf meine Arbeitswilligkeit bei dem Arbeitgeber (mit dem das Vertragsverhältnis derzeit ruht) stellen?

Also falls Sie noch nicht mit Ihrem Arzt über Ihre Arbeitsfähigkeit gesprochen haben, halte ich persönlich Ihre Absicht für ziemlich gewagt. Leider schätzen manche EM-Rentner ihr Leistungsvermögen euphorisch falsch ein. Bis wann wurde denn die volle EM-Rente bewilligt? Die Befristung sagt ja eigentlich schon aus, dass aus sozialmedizinischer Sicht eine Besserung Ihres Leistungsvermögens NICHT unwahrscheinlich ist. Man hat also schon festgestellt, dass Sie evtl. wieder mehr als 3 Stunden arbeiten können.

Der Vorteil ist, dass Sie im ÖD beschäftigt sind. Lassen Sie dieses Beschäftigungsverhältnis doch vorläufig bis zum Ende oder kurz vor dem Ende der Zeitrente ruhen und sehen dann erst, ob und wie viele Stunden Sie wieder arbeiten können.

Ist nur ein Tipp von mir, entscheiden müssen Sie selbst.

von
=//=

Ich habe Ihren letzten Beitrag erst nach Absenden meines Threads gelesen.

Sorry, aber es hört sich gerade so an, als wenn Sie gezwungen wurden, einen Rentenantrag zu stellen. Fakt ist doch aber, dass Sie vom Sozialmedizinischen Dienst als unter 3 Stunden leistungsfähig eingestuft wurden und eine Besserung Ihres Leistungsvermögens nicht unwahrscheinlich ist.

Es ist ja wirklich löblich, dass Sie arbeiten wollen. Natürlich kann JEDEM passieren, dass er aus welchen Gründen auch immer erwerbsgemindert wird so wie jeder morgen sterben kann. Ist vielleicht krass ausgedrückt, aber es ist nun mal so.

Der Vorteil ist doch gerade, dass Sie im ÖD arbeiten und ein Arbeitsplatz frei gehalten wird, solange das Besch.Verhältnis ruht. Bei einer kleinen Firma würde Ihnen vielleicht gekündigt.

von
Fortitude one

Hallo,

die allermeisten Erwerbsminderungsrentner (voll) aus medizinischen Gründen können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten. Es ist schön das Sie arbeitswillig sind und wieder arbeiten möchten.

Der Beitrag der Experten finde ich vortrefflich und würde Ihn auch beherzigen.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
Schorsch

Zitiert von: Fortitude one

Der Beitrag der Experten finde ich vortrefflich und würde Ihn auch beherzigen.

Vor allem DAS sollte man ernst nehmen:

Zitat von Experte/in: "Sollten die Ärzte allerdings feststellen, dass Sie auch wieder mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können, verlieren Sie auch Ihren Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung."

MfG

von Experte Experten-Antwort

Zitiert von: Arbeitswillig und nun?

Die Verwendung des Begriffes "dauerhaft" ist so relativ, könnten Sie das bitte näher spezifizieren.

Ich bin Jahrgang 63, habe also noch bis 2030. Ich glaube, dass über mir dieselben Risiken von Autounfall bis KarZinom hängen, wie über den anderen Arbeitenden auch. Da diese Unwägbarkeiten des Lebens unvorhersehbar sind, was heißt dann "dauerhaft"?


Hallo "Arbeitswillig und nun?",

"dauerhaft" heißt, dass aus heutiger Sicht nicht zu erwarten sein sollte, dass Sie die Beschäftigung in absehbarer Zeit wieder aufgrund bekannter gesundheitlicher Einschränkungen aufgeben müssen. Unvorhersehbare Ereignisse wie ein Autounfall oder nicht vorhersehbare Erkrankungen sind bei diesen Überlegungen natürlich außen vor. Da es hier primär um eine medizinische Beurteilung geht, kann ich Ihnen nur weiterhin empfehlen, Ihren behandelnden Arzt zu konsultieren, der eine medizinische Einschätzung vornehmen kann.

Zitiert von: Arbeitswillig und nun?

Ist es nicht Standard, dass bei einem Antrag der zu einen Wechsel von VEMR zu TEMR eine Begutachtung stattfindet? Muss ich das explizit beantragen?

Wie ich bereits gesagt hatte, können Sie nicht einfach auf den Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung verzichten (nur auf die Auszahlung). Somit können Sie auch nicht einfach von der Rente wegen voller Erwerbsminderung in die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wechseln. Der Weg führt also über die Antragsrücknahme (sofern noch möglich) oder über den Antrag auf Feststellung, dass Sie nicht mehr voll erwerbsgemindert sind.

Ob nochmals eine Begutachtung stattfindet, entscheidet der Arzt der Rentenversicherung. Wenn Sie neue Befundberichte Ihres behandelnden Arztes einreichen, aus denen hervorgeht, dass Sie nicht mehr voll erwerbsgemindert sind, muss nicht zwingend eine Begutachtung erfolgen. Legen Sie daher entsprechende Befundberichte bei der Rentenversicherung vor. Sonst könnte es sein, dass der Arzt der Rentenversicherung keine Veranlassung sieht, von seiner bisherigen Beurteilung abzuweichen / eine erneute Begutachtung durchzuführen.

Zitiert von: Arbeitswillig und nun?

Wie kann es das tarifliche Arbeitsvertrags"ruhen" mit 0,0 Std geben, wenn doch bei der VEMR ein Hinzuverdiesnt gestattet ist und hier eine Arbeitsfähigkeit lediglich auf "unter drei h" festgestellt wurde. Wird durch diese Tarifvereinbarung nicht das Rentenrecht in seiner Wirkkraft und Entfaltung beschränkt?

Die gesetzliche Definition der Erwerbsminderung hat nichts damit zu tun, was Sie als Arbeitnehmer mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren.

Wenn Sie beispielsweise einen Arbeitsvertrag mit einer Arbeitszeit von "nur" 4 Stunden abschließen, sind Sie deswegen noch lange nicht teilweise erwerbsgemindert.

Wenn Sie (bzw. Ihre Gewerkschaft stellvertretende für Sie) über den Tarifvertrag mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart haben, dass Ihr Arbeitsverhältnis unter bestimmten Voraussetzungen ruht, sich also Ihre Arbeitszeit auf 0 Stunden reduziert, dann hat diese Vereinbarung grundsätzlich auch nichts damit zu tun, ob Sie noch mehr als 0 Stunden arbeiten können.

von
HotRod

Zitiert von: Angela
[
Dann such Dir doch einen anderen AG!
Immer sind die "Anderen" schuld, nimm Dein Leben selbst in die Hand und hör auf zu heulen.

So ist es !

Minijob oder Teilzeitjob suchen und so viel wie möglich hinzuverdienen.
Kürzen tut die DRV dann ganz automatisch, ohne dass der Rentenanspruch entfällt.

Freiwillig auf Rente verzichten um Arbeiten zu dürfen ?
Wie pervers ist das denn ?

von
W*lfgang

Zitiert von: Arbeitswillig und nun?
Ich habe eine befristete volle Erwerbsminderungsrente. Ich hatte/habe eine gute Stelle auf der ich gern wieder anteilig arbeiten möchte und ich fühl mich auch wieder fit genug fürs Arbeiten zumindest in Teilzeit. Laut Tarifvertrag "ruht" das Arbeitsverhältnis (d. h. ich darf bei meinem Arbeitgeber nicht arbeiten und der Arbeitgeber darf mir keine Arbeit abnehmen, sonst würde gegen den Tarifvertrag verstoßen ...)

Hallo Arbeitswillig und nun?,

das was Sie da schreiben ist 'Quatsch' ...natürlich dürfen Sie arbeiten, weder der TV noch der AG schränkt das absolut ein - der TV 'schützt' Sie bei einer nur befristeten EM-Rente vor dem Verlust Ihres Arbeitsplatzes, um Ihnen nach Ablauf/Nichtweiterbewilligung der EM-Rente wieder die Eingliederung in die Arbeitswelt des AG zu ermöglichen - der muss Sie dann weiter beschäftigen.

Bereits jetzt können Sie ausloten, ob eine vorzeitige Rückkehr ins Arbeitsleben möglich ist, allerdings nur, wenn der AG Ihnen entsprechende Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten kann und will. Das klärt man mit der internen Schwerbehindertenvertretung/der Personalverwaltung, was da geht.

Und wenn Sie sich über Std.Zahl und Hinzuverdienst Gedanken machen, das wird dann hintenrum über die Höhe der noch auszuzahlenden Teilrente geregelt. Wie gesagt, ein 'Arbeitsverbot' besteht nicht ...die Anfechtung der vollen EM-Rente in Teilrente wäre das Dümmste, das regeln Sie über die volle Rente und Teilzeittätigkeit viel einfacher – und da laufen TV-Fristen, um das in Gang zu setzen!

Gruß
w.

von
Zufälliger Leser

Zitiert von: W*lfgang

...natürlich dürfen Sie arbeiten...
...allerdings nur, wenn der AG Ihnen entsprechende Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten kann und will.

Hallo W*lfgang,

denken sie auch manchmal darüber nach, was sie schreiben? Oder schreiben sie immer einfach drauf los?

Erst schreiben Sie, dass man 'natürlich' arbeiten dürfe. Dann schreiben sie, dass es nur möglich sei, wenn der Arbeitgeber eine entsprechende Beschäftigungsmöglichkeit anbieten kann und will.

Schöner kann man sich eigentlich nicht selbst widersprechen!

Haben sie vor ihrer Antwort eigentlich mal den Sachverhalt durchgelesen? @'Arbeitswillig was nun?' hatte geschrieben, dass sein Arbeitgeber ihm jetzt während der Ruhensphase keine Beschäftigungsmöglichkeit anbieten will. Warum schreiben sie dann 'allerdings nur, wenn der AG Ihnen entsprechende Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten kann und will'?

Zitiert von: W*lfgang

das was Sie da schreiben ist 'Quatsch'...natürlich dürfen Sie arbeiten ...das regeln Sie über die volle Rente und Teilzeittätigkeit viel einfacher

'Quatsch' ist nur, was sie schreiben, W*lfgang. Ein Tarifvertrag ist eine Vereinbarung, die für beide Seiten gleichermaßen gilt. Wenn das Arbeitsverhältnis bei Bewilligung einer befristeten vollen EM-Rente laut Tarifvertrag ruht, dann ruht es. Dann kann man vom Arbeitgeber auch nicht verlangen, daß er den voll erwerbsgeminderten Arbeitnehmer beschäftigt. Denken sie doch mal nach: Das wäre doch wohl der größte Unsinn, wenn Arbeitgeber voll erwerbsgeminderte Arbeitnehmer beschäftigen müsste. 'Volle Rente und Teilzeittätigkeit' geht also nicht.

von
Friedhelm

Zitiert von: Zufälliger Leser

Hallo W*lfgang,

denken sie auch manchmal darüber nach, was sie schreiben? Oder schreiben sie immer einfach drauf los?

Schöner kann man sich eigentlich nicht selbst widersprechen!


Der W*lfgang widersprach sich schon öfter.

Vor allem immer dann, als er diversen Fragestellern vollmundig zusicherte, dass kurzfristige Überschreitungen der (gesetzlich verankerten) Arbeitszeitgrenzen für EM-Rentner völlig unbedenklich wären und gleichzeitig die Antworter, die zu etwas mehr Vorsicht rieten, in verunglimpfender und äußerst respektloser Weise abkanzelte, in dem er sie darauf hinwies, dass es immer auf den Einzelfall ankäme und solche Fälle nicht pauschal geklärt werden können.

Dass er selbst aber trotzdem pauschale Ratschläge erteilt hat, ohne genaue Details zu kennen, ist diesem "allwissenden Rentenrechtsexperten" wohl nicht aufgefallen.

Ich werde ihn jedenfalls im Auge behalten und ggf. kritisieren.

von
W*lfgang

Zitiert von: Zufälliger Leser
Erst schreiben Sie, dass man 'natürlich' arbeiten dürfe. Dann schreiben sie, dass es nur möglich sei, wenn der Arbeitgeber eine entsprechende Beschäftigungsmöglichkeit anbieten kann und will.
...das eine ist allgemein

> "d. h. ich darf bei meinem Arbeitgeber nicht arbeiten und der Arbeitgeber darf mir keine Arbeit abnehmen, sonst würde gegen den Tarifvertrag verstoßen ..."

...natürlich 'darf' er, nicht wie er es darstellt 'darf nicht' und der AG 'darf ihm nichts anbieten' - genau das ist Quatsch!

Das Andere ist die Möglichkeit, intern einen neuen Arbeitsplatz - gemessen an seinen verbliebenen Möglichkeiten – bereitzustellen, letztendlich auch arbeitsschutzrechtlichen Kriterien geschuldet (das ist hier alles viel zu wenig um es am konkreten Fall des Fragenden beurteilen zu können!)

Zufälliger Leser und Friedhelm ...wenn Ihr beide als AG des ÖD das kommentiert hättet, müsste man Ihre Qualifikation hinterfragen ;-)

Richtig ist schon, dass die volle/befristet EM-Rente zunächst keine Weiterbeschäftigung ermöglicht (der TV setzt aber explizierte Ausnahmen, unter Beachtung von Fristen!) und er das nur über eine TEM aushebeln kann - läuft vielleicht es so in einer 'Klitschen-Gemeinde' ohne einflussreichen/wissneden Personalrat. Das aus der Ferne zu beurteilen? ...na, Ihr beide habt das ja bereits für ihn gelöst.

Personal-/Arbeitsrecht, gepaart mit Haushaltskonsolidierung/kw-Vermerk bei einem zunächst VEM-Rentner ...Ihr beide könnt das sicher etwas weiter ausführen, um für ihn eine brauchbare Lösung zu finden (nee, da kleben Sie lieber zuerst an meiner Spur und vergessen die Sachfrage...) *g

Gruß
w.

von
Zufälliger Leser

Zitiert von: W*lfgang

Richtig ist schon, dass die volle/befristet EM-Rente zunächst keine Weiterbeschäftigung ermöglicht (...) und er das nur über eine TEM aushebeln kann...

Schön, daß sie das auch endlich erkannt haben. Jetzt müssten Sie nur noch das unsinnige Gelaber weglassen, das diese Erkenntnis einrahmt, und es würde passen.

Zitiert von: W*lfgang

(der TV setzt aber explizierte Ausnahmen, unter Beachtung von Fristen!)

Oh, diese Aussage finde ich sehr spannend. Reden wir doch mal Tacheles:

In § 33 Abs. 2 S. 5 und 6 des TVöD ist geregelt, daß das Arbeitsverhältnis für den Zeitraum ruht, für den eine Rente wegen EM auf Zeit gewährt wird.

So, jetzt nennen Sie mir bitte die genaue Stelle, an der der TVÖD von dieser Festlegung 'explizierte Ausnahmen, unter Beachtung von Fristen' setzt.

Ich bin wirklich sehr gespannt!

Zitiert von: W*lfgang

...da kleben Sie lieber zuerst an meiner Spur und vergessen die Sachfrage...) *g

Gerade weil ich die Sachfrage vor Augen hatte, musste ich auf ihre Antwort reagieren. So einen Unsinn kann man nicht unkommentiert im Raum stehen lassen.

von
Arbeitswillig und nun?

Besten Dank für die wohlwollenden Mitteilungen!

War ich froh, dass ich zwei Tage nicht computern konnte, habe mit Freude gelesen, wie meine Infos so im Diskurs wieder auftauchen.

Erstaunlich, dass die DRV Expertinnen hier sehr zurückhaltend sind. Ich hätte gedacht, wenigstens die sagen endlich mal: ´gut für die Statistik - eine VEMR wird zur TEMR´.

Da es ja inzwischen fast weniger um gesund oder krank geht, sondern mehr um Arbeitsrecht, habe ich mal bei den JuristInnen nachgefragt und siehe da - ich war nicht zu einfallslos beim internetten - hier wäre Neuland zu betreten, denn es gibt angeblich nichts ausgeurteiltes zu ruhendem Arbeitsverhältnis, BVEMR und Teilzeitbeschäftigung im ersten AV im ÖD (somit ist unter drei Std. eben doch ´ungewollt(?)´ ein Quasi-Arbeitsverbot - die TarifvertragspartnerInnen reagieren auf Nachfrage übrigens unwirsch bis ablehned ...).

Und ja, hinsichtlich der Selbstüberschätzung: ich habe Belastungserprobungen gemacht (mit Wissen und Unterstützung meiner ÄrztInnen) leider ohne Unterstützung durch die DRV, die hat eine Wiedereingliederung abgelehnt. Ich habe inzwischen ein Semester in einem Masterstudeingang unterrichtet, eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen und ein paar hundert unbezahlte Stunden auf dem Buckel.
Gestärkt durch diese Erfahrung, aber eben auch gehändikappt durch eine Schwerbehinderung, will ich es wagen wieder für echtes Geld arbeiten zu wollen.

Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und werde berichten. Ich weiß allerdings gar nicht, wie lange so ein Beitrag hier im Forum lebendig bleibt oder wann er ´ruht´...
Statt R.I.P. - For So Long

von
W*lfgang

Zitiert von: Arbeitswillig und nun?
Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und werde berichten. Ich weiß allerdings gar nicht, wie lange so ein Beitrag hier im Forum lebendig bleibt oder wann er ´ruht´...

Hallo Arbeitswillig und nun?,

Seien Sie gewiss, weder das Forum hier hat je 'alte' Beiträge vergessen, noch vergessen die bekannten Internet-Archive je einen Beitrag (auch wenn er direkt nicht mehr verfügbar ist, Google hilft :-)).

Sie werden den richtigen Weg für sich finden und das Beste draus machen ...die 'hiesigen Nebengeräusche' sollten Sie keinesfalls abhalten, auf die 'standardmäßigen' Vorgaben bei laufender EM einzugehen - da geht mehr, Sie wollen es, und dann geht auch mehr/Ihr Wille ist entscheidend /versuchen/tun Sie es einfach!

Alles Gute für Sie!

Gruß
w.
PS: Natürlich krakelt hier auch ein 'Sumpf' von 'altgedienten' EM-Rentner ohne Perfektive ...die wissen einfach nicht um Ihre besondere Situation – also 'Kopf nach oben' und die ignorieren/haben schon Schimmel auf der Rente *g

von
Fortitude one

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Arbeitswillig und nun?
Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und werde berichten. Ich weiß allerdings gar nicht, wie lange so ein Beitrag hier im Forum lebendig bleibt oder wann er ´ruht´...

Hallo Arbeitswillig und nun?,

Seien Sie gewiss, weder das Forum hier hat je 'alte' Beiträge vergessen, noch vergessen die bekannten Internet-Archive je einen Beitrag (auch wenn er direkt nicht mehr verfügbar ist, Google hilft :-)).

Sie werden den richtigen Weg für sich finden und das Beste draus machen ...die 'hiesigen Nebengeräusche' sollten Sie keinesfalls abhalten, auf die 'standardmäßigen' Vorgaben bei laufender EM einzugehen - da geht mehr, Sie wollen es, und dann geht auch mehr/Ihr Wille ist entscheidend /versuchen/tun Sie es einfach!

Alles Gute für Sie!

Gruß
w.
PS: Natürlich krakelt hier auch ein 'Sumpf' von 'altgedienten' EM-Rentner ohne Perfektive ...die wissen einfach nicht um Ihre besondere Situation – also 'Kopf nach oben' und die ignorieren/haben schon Schimmel auf der Rente *g

Hallo W*lfgang,

Ihr Text bis zum "Gruß W." hätte völlig ausgereicht. Aber was Sie unter "PS." geschrieben haben, lässt sehr viel zu wünschen übrig. Sie provozieren förmlich. Und wundern Sie sich nicht, wenn man auf Sie einprügelt. Aber ich habe den Eindruck Sie brauchen das hin und wieder.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
Zufälliger Leser

Zitiert von: W*lfgang
Richtig ist schon, dass die volle/befristet EM-Rente zunächst keine Weiterbeschäftigung ermöglicht (der TV setzt aber explizierte Ausnahmen, unter Beachtung von Fristen!)

Hallo W*lfgang,

den Beweis, an welcher Stelle der TV die Ausnahmen setzt, sind sie nach wie vor schuldig.

Ich hatte aber nichts anderes erwartet. Wie soll man auch etwas beweisen was nicht stimmt?

Tja, dumm gelaufen. Den Tarifvertrag kann jeder im Internet einsehen und sich selbst davon überzeugen, welchen Unsinn W*lfgang hier schreibt.