Von EU-Rente in Sozialhilfe?

von
Nocturnal

Guten Tag,

ich bin seit 10 Jahren psychisch erkrankt. Reha, Wiedereingliederung in alter Arbeit, Umschulung erfolglos (und natürlich etliche Therapien). Rentenantrag gestellt welcher zum Rehaantrag umgewandelt wurde. Vorab Befunde an die Klinik und als nicht rehafähig eingestuft. Somit dann Rente. Die Verlängerung der Rente musste ich im Mai beantragen. Bis heute keine Entscheidung/kein Gutachter... nichts).
Nun meine Fragen:
Wenn bis zum 31.10. (Ende der Rente) nicht entschieden wurde muss ich mich bei der Agentur für Arbeit melden (telefonisch bereits mit denen abgeklärt). Da ich aber ja den Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe muss ich dann zum Jobcenter und werde von dort aus, eben da nicht zur Vermittlung zur Verfügung, zur Sozialhilfe.
Sollte ich dann Sozialhilfe beziehen müssen und dann wieder in die Rente kommen: wird dann die Rente so berechnet als hätte ich bis zum Rentenalter Sozialhilfe bezogen? Damit hätte ich natürlich deutlich weniger.... und müsste aufstocken.... was ich jetzt zum Glück nicht muss.

Davor habe ich große Angst.

Ist es normal dass ich noch immer keine Entscheidung habe? Es muss doch klar sein dass gerade bei dem Krankheitsbild es nicht gerade förderlich ist es auf den letzten Moment zu entscheiden... zumal alle Unterlagen per Fax am selben Tag rausgegangen sind wie die Erinnerung wegen Verlängerung kam.
Allgemein zermürbt mich dieser Stress und diese Ungewissheit enorm und mein Zustand verschlechtert sich momentan mehr als dass ich die Chance einer Verbesserung hätte.

von
Nocturnal

Nachtrag:
Grad der Behinderung von 40%
Volle befristete EM-Rente
Alter leider erst 32 (viel zu früh für dass alles.... :-( )

von
Klar

Nicht vom AA abwimmeln lassen. Antrag stellen Krankschreibung einreichen und dann auf die Nahtlosigkeitsregelung beziehen. Wenn die Rente abgelaufen ist sind Sie nicht Erwerbsgemindert. Das AA hat normal den Sachverhalt zu ermitteln Leistungen zu gewähren und Sie dann zum Rehaantrag aufzufordern.

Ans JC verweisen ist dreist oder zeugt von Unwissenheit.

von
Rentenuschi

Zur Frage: Ich würde einfach mal anrufen und nachfragen. Die Mitarbeiter der RV sind manchmal auch einfach nur überlastet und haben das Ende der Befristung für Ihren Fall vielleicht gar nicht auf dem Schirm. Meiner Erfahrung nach fällt die Bitte, den Fall vielleicht vorzuziehen, meist auf fruchtbaren Boden.

Viel Erfolg!

MfG

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 07.09.2018, 09:05 Uhr]

Experten-Antwort

Hallo Nocturnal,
so wie bereits von Klar dargestellt, sollten Sie sich mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen und darüber hinaus den Sachstand bei der Sachbearbeitung (ggf. unter Hinweis auf Ihre Situation) erfragen.

von
Nocturnal

Danke für die Antworten.
Ich habe gerade noch einmal detailliert meine Situation an die DRV geschrieben und darum gebeten die Bearbeitung vorzuziehen um eine weitere Verschlechterung meines Zustandes, was zur Folge hätte dass ich zum Eigenschutz in die Klinik gehen würde, zu vermeiden.

von
Rentenuschi

Zitiert von: Nocturnal
Danke für die Antworten.
Ich habe gerade noch einmal detailliert meine Situation an die DRV geschrieben und darum gebeten die Bearbeitung vorzuziehen um eine weitere Verschlechterung meines Zustandes, was zur Folge hätte dass ich zum Eigenschutz in die Klinik gehen würde, zu vermeiden.

Ein Schreiben landet manchmal auch einfach nur auf einem Stapel Schreiben, die schon in der Akte warten, insbesondere dann, wenn wirklich viel zu tun ist.
Meiner Meinung nach ist ein Anruf sinnvoller.

MfG