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Von tlws. Erwerbsminderungsrente zu kompletter EMR

von
Bechti

Guten Tag zusammen, vlt. kann mir jemand Auskunft erteilen, bevor ich zur Beratung gehe.
Bei zunehmenden Beschwerden, die in der Folge einer bestehenden tlws. EMR im Ergebnis zu einer kompletten EMR führen, wird die Gesamtsumme der EMR wie berechnet?
Bleibt die Summe der bisherigen tlws. EMR wie sie ist und wird der 2. Teil neu berechnet? Was geschieht mit der bisher errechneten Zurechnungszeit? Bleibt diese zunächst bestehen?
Ich beziehe seit 02/2011 eine volle tlws. EMR und beabsichtige eine komplette EMR zu beantragen. In der Zwischenzeit sind weiter Entgeltpunkte angefallen.
Wird für Berechnung der fehlenden 50% zur kompletten EMR dieser 2. Teil im Grunde genau so berechnet wie der 1. Teil, also die volle tlws. EMR?
Das Berechnungsprinzip ist mir wohlbekannt, nicht jedoch die Berechnung der nun folgenden kompletten EMR, falls sich grundsätzlich Änderungen ergeben sollten.
Was muss ich noch berücksichtigen? (Außer dem Abzug von max. 10,8 % auch vom 2.Teil)
Ich bedanke mich im Voraus für euren Rat.

von
Fortitude one

Hallo Bechti,

>Ich beziehe seit 02/2011 eine volle tlws. EMR
☆ entweder Sie beziehen eine volle EMR oder eine teilweise EMR

> beabsichtige eine komplette EMR zu beantragen.
☆ eine komplette EMR gibt es nicht, letztendlich entscheidet der medizinische Dienst der DRV

> bevor ich zur Beratung gehe
☆ würde ich aber dringend empfehlen, nur so wissen Sie dann genau, wie hoch die volle Erwerbsminderungsrente sein wird.

> Abzug von max. 10,8 %
☆ Das ist korrekt. Die 10,8% Abzug bleiben für ewig.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
W*lfgang

Zitiert von: Fortitude one
>Ich beziehe seit 02/2011 eine volle tlws. EMR
☆ entweder Sie beziehen eine volle EMR oder eine teilweise EMR
... es gibt auch eine halbe teilweise EMRT.

an Bechti:

Die volle EMRT wird sich grundsätzlich verdoppeln. Die in der Zurechnungszeit zusätzlich erzielten Entgeltpunkte sind eher unbedeutend, da die meist die Werte aus der Zurechnungszeit nicht übersteigen - da die auch für die Berechnung der vollen EMRT Grundlage sein werden.

Und, 2011 ist noch nicht allzu alt, die Berechnungsgrundlagen diverser 'kritischer' Zeiten sind die gleichen. Die bisherigen Schätzwerte der Durchschnittsentgelte 2010/11 werden aktualisiert, das sollte es gewesen sein.

Gruß
w.

von
Fortitude one

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Fortitude one
>Ich beziehe seit 02/2011 eine volle tlws. EMR
☆ entweder Sie beziehen eine volle EMR oder eine teilweise EMR
... es gibt auch eine halbe teilweise EMRT.

Hallo W*lfgang,

Sie sind der Experte mit über 30 Jahre Berufserfahrung. Ich verstehe das nicht. Zum einen ist mir die Abkürzung EMRT nicht bekannt und was bedeutet "eine halbe teilweise EMRT"?
Danke.
Mfg

an Bechti:

Die volle EMRT wird sich grundsätzlich verdoppeln. Die in der Zurechnungszeit zusätzlich erzielten Entgeltpunkte sind eher unbedeutend, da die meist die Werte aus der Zurechnungszeit nicht übersteigen - da die auch für die Berechnung der vollen EMRT Grundlage sein werden.

Und, 2011 ist noch nicht allzu alt, die Berechnungsgrundlagen diverser 'kritischer' Zeiten sind die gleichen. Die bisherigen Schätzwerte der Durchschnittsentgelte 2010/11 werden aktualisiert, das sollte es gewesen sein.

Gruß
w.

von
W*lfgang

Zitiert von: Fortitude one
Zum einen ist mir die Abkürzung EMRT nicht bekannt und was bedeutet "eine halbe teilweise EMRT"?
Danke.

Hallo Fortitude one,

bis EMR können Sie doch noch folgen, das T steht einfach für Ren_T_e ...EMRT ist einfach eine DRV-interne Abkürzung und schreibt sich dann schneller, als die Langversion 'Erwerbsminderungsrente'. Da gibt es noch Dutzende von diesen Abkürzungen ...und oft ist es mir auch nur 'lästig', das jedes Mal auszuschreiben - wie TEM, VEM, AZ, EZ, ZZ, EP, PEP ...ich kenne/verwende da auch nur ein paar davon, die meisten kenne ich nicht mal/kann sie mir nicht merken, da ich mit meinen Kunden in Langform rede - und das ist sicher für die meisten Beiträge/Neufragende hier die erste Wahl :-)

Tipp an die Red.: macht mal ein AKAFÜ (Abkürzungsfimmel)-Lexikon für die intern gebräuchlichsten Codes rechts-oben unter 'FORUM'/Link eingefügt ...hier im Text-Bereich hab Ihr ja bereits so einige Abkürzungen/Worte mit 'Hilfstexten' beim Anwählen/Überfahren unterlegt, ergänzt das bitte mal ...wenn Ihr nicht gerade zum Flaschenleeren in Konferenz die Zeit einfach so vergärt *g

> was bedeutet "eine halbe teilweise EMRT"?

was es eben bedeutet. Eine volle halbe EMRT gibt es/gab es, wenn die Hinzuverdienstgrenze dafür eingehalten wurde, eine halbe noch, wenn die letzte Hinzuverdienstgrenze für die halbe volle nicht überschritten wird. Ist aber auch seit Beginn der 'Flexi-Rente' seit 01.07.2017 Geschichte, wo die 'volle/teilweise' halbe EMRT bei zu hohem Hinzuverdienst individuell/punktgenau zu rechnen ist.

Ja, das ist kompliziert, seit dem die Flexirente zusätzlich auf dem Markt ist :-)

Gruß
w.

von
Fortitude one

Hallo W*lfgang,

ja Sie sagen es - komplizierter geht es nicht - . Trotzdem danke für Ihre ausführliche Erläuterungen . Unter der Rubrik "Lexikon " steht:

Wer eine Rente wegen voller Erwerbsminderung als Teilrente bezieht, kann je nach Höhe der beanspruchten Rente teilweise deutlich mehr hinzuverdienen.

Wie passt das Zusammen. Ich bin voll Erwerbsgemindert und beziehe eine Teilrente, da ich trotzdem arbeiten gehe? Was ist mit meiner Restgesundheit?

Weiterhin steht:

Beachten: Als Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung dürfen Sie nur im Rahmen Ihres Restleistungsvermögens hinzuverdienen, sonst gefährden Sie eventuell Ihren Rentenanspruch.

Das ganze System verstehe ich nicht.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

Experten-Antwort

Hallo Bechti,
die Ausführungen von W*lfgang sind gut. Ich möchte mit der Erklärung woanders ansetzen.
Die bisherige Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung hat sich wie folgt berechnet:
Die Beitragszeiten bis einschließlich Leistungsfallmonat werden bewertet. Mit dem Durchschnittswert werden beitragsfreie Zeiten bewertet, wie u.A. die Zurechnungszeit.
Die Summe der Entgeltpunkte wird dann ggf. gekürzt, wenn es sich um eine vorzeitige Berentung handelt. Bisher waren das bei Ihnen 10,8%. Mit diesen gekürzten Entgeltpunkten gehen wir in die Rentenformel, die aus Punkten einen Betrag macht:
Z.B. 50,xxxx Entgeltpunkte x 0,5 (=Rentenartfaktor) x 31,03 EURO (=aktueller Rentenwert)
= Brutto Monatsrente.
Der Rentenartfaktor hat eine halbe Rente entstehen lassen, volle Erwerbsmind. ist 1,0 und teilweise Erwerbsmind. ist 0,5.
Wenn nun ein neuer Leistungsfall eintritt, nämlich der der vollen Erwerbsmind., rechnen wir nach dem gleichen Prinzip mit allem was wir bis heute vorfinden. Beitragszeiten, beitragsfreie Zeiten… Hier wird aus der bisherigen Zurechnungszeit für vergangene Zeiten eine „Anrechnungszeit wg. Rentenbezug“. Je nach Alter wird erneut eine Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr ermittelt. Beide beitragsfreien Zeiten sind also in der Berechnung der Entgeltpunkte enthalten. Hier sind auch die Beitragszeiten neuerdings zu berücksichtigen, die nach dem alten Leistungsfallmonat noch hinzugekommen sind, die Beschäftigungen neben der Rente.
Und wie W*lfgang schon richtig schrieb, kann die Beschäftigung, die vielleicht auch nur eine Teilzeit beschäftigung war, unter dem Wert der Zurechnungszeit/Rentenbezugszeit liegen. Dann erhöht sich die Summe der Entgeltpunkte gar nicht. Und weiter geht’s mit den Entgeltpunkten im Hinblick auf die vorzeitige Berentung. Hier kommen vermutlich wieder 10,8% zum Ansatz. Es ist dann in der neuen Rentenberechnung der Besitzschutz der persönlichen Entgeltpunkte aus der Vorrente zu beachten. Somit wird die neue Rente nicht niedriger ausfallen. In der Rentenformel tauchen die (bekannten oder neu ermittelten) Entgeltpunkte auf: 50,xxxx , der Rentenartfaktor ist nunmehr 1,0 (=Vollrente). Der aktuelle Rentenwert ist derselbe (31,03 Euro). Im Ergebnis ist die Rente also genau das Doppelte der bisherigen Rente.
Nach dieser Rentenberechnung wird man sich ggf. dem Thema Anrechnung von Hinzuverdienst zuwenden.

von
Bechti

Danke zunächst für die Antworten und für die Mühe.
@ fortune:
Wolfgang sagt völlig zurecht, dass es unterschiedliche Arten der tlws. ErwerbsMinderungsRente (EMR) gibt. Eine volle EMR, bzw. eine halbe EMR.
Das ist mir bekannt. Auch die Hunzuverdienstgrenze ist relativ simpel zu berechnen:
Nach dem alten Schema (bis. 30.06.2017): Summe der EP der vergangenen 3 Jahre x monatl. Bezugsgröße (2017: 2.975.- €) x 0,23 für die volle tlws. EMR bzw. x0,28 für die halbe tlws. EMR.
Diese Berechnung ist individuell durchzuführen. Nach dem neuen Prinzip (bedingt durch die Flexirente) gilt für den "Eckrentner", der durchschnittlich 1 EP in der Erwerbsbiografie/ Jahr erhält folgendes Prinzip:
Der Eckrentner konnte durch diese Formel bei der max. Hinzuverdienstgrenze(hier: Berechnung siehe wie zuvor, 2x jährlich durfte diese Grenze bis zur doppelten Summe rentenunschädlich hinzuverdient werden). Die bedeutet, dass max. 0,69 EP zu erwirtschaften/ hinzuzuverdienen war.
Seit dem 01.07. 2017 gilt grob die Formel: die einmalig maximal erreichte EP - Zahl der vergangenen 15 Jahre x monatliche Bezugsgröße x 0,81 x 12 = max. Hinzuverdienstgrenze im Jahr.
Warum 0,81?
Man multipliziere die höchstmögliche Hinzuverdienstgrenze von 0,69 EP mit 14 (10 x bis zur individuellen Grenze + 2 x bis zur doppelten Summe rentenunschädlicher Hinzuverdienst) also 0,69 x 14 = 9,66 : 12 (Monate) = 0,805 (=grob 0,81).
Die Summe ist die gleiche, allerdings ist diese besser aufzuteilen über das gesamte Jahr gesehen.
Zu meiner ursprünglichen Frage:
Seit 2011 habe ich weitere 6,6 EP erworben und erwerbe weiterhin 1,1 EP/Jahr. Dies müssen doch bei der Berechnung des 2. Teils zur kompletten EMR berücksichtigt werden - oder??
Beste Grüße
Bechti

von
Fortitude one

Hallo Bechti,

ich halte mich da raus, da ich bereits die volle EMR erhalte. Sicherlich wird sich W*lfgang noch melden. Wenn nicht,dann am Montag von den offiziellen Experten. Ich würde Ihnen die bisherigen 6,6 EP dazu addieren.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
W*lfgang

Hallo Fortitude one,

> "Lexikon " steht:
Wer eine Rente wegen voller Erwerbsminderung als Teilrente bezieht, kann je nach Höhe der beanspruchten Rente teilweise deutlich mehr hinzuverdienen.
Wie passt das Zusammen. Ich bin voll Erwerbsgemindert und beziehe eine Teilrente, da ich trotzdem arbeiten gehe? Was ist mit meiner Restgesundheit?

Zunächst ist zu unterscheiden, ob eine volle EM (u3 Std.) oder sozial-med. gesehen nur eine teilweise EM (3-u6 Std.) vorliegt.

Es handelt sich hier um quasi 2 Rentenarten, die auch Ihre jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen haben. IHRE volle EMRT wird entsprechend dem Hinzuverdienst auf 1/4, die 1/2, auch ein 1/4 EMRT reduziert ausgezahlt - und dabei haben Sie weiterhin den 'Status' voll EM, da Sie auf Kosten Ihrer Restgesundheit über das 'erträgliche' Maß (nur u3 Std. möglich) hinaus weiter arbeiten.

Ein nur Teil-EMRTner ist von vorneherein in einer besseren/körperlichen Verfassung - der kann noch 3-u6 Std. Hat aber auch seine Hinzuverdienstgrenzen, um die volle halbe EMRT zu erhalten (Hinzuverdienstgrenze eingehalten, nennen wir es mal Teilzeittätigkeit) oder auch nur noch die 1/2 davon – deutlich über Teilzeittätigkeit/Einkommen.

Beides ist ja nun Geschichte mit der Flexi-Rente, die die starren Hinzuverdienstgrenzen aufweicht. ABER: der Grundsatz für TEM/VEM besteht weiterhin.

> Beachten: Als Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung dürfen Sie nur im Rahmen Ihres Restleistungsvermögens hinzuverdienen, sonst gefährden Sie eventuell Ihren Rentenanspruch.

Eine in meinen Augen sehr unglückliche Formulierung ...dürfen/mehr als an sich 'rentenschädlich', kann einem keiner verbieten - wenn Sie volle Pulle wieder malochen gehen/es möglich ist, ist das ok ...nur kann das dann den Rentenanspruch im Rahmen einer Überprüfung gefährden. Der Test im Merkblatt zielt wohl eher auf die 'schlichten' Lesenden ab, ohne sich vorher in der Tiefe informiert zu haben/was geht wirklich.

> Das ganze System verstehe ich nicht.

Müssen Sie auch nicht mehr, Sie sind bereits systemrelevant 'durchgespült' :-))

Gruß
w.

von
W*lfgang

[quote=284883]Seit 2011 habe ich weitere 6,6 EP erworben und erwerbe weiterhin 1,1 EP/Jahr. Dies müssen doch bei der Berechnung des 2. Teils zur kompletten EMR berücksichtigt werden - oder??/quote]Hallo Bechti,

schauen Sie mal in die Anlage "Entgeltpunkte für beitragsfreie und beitragsgeminderte Zeiten" ...nach ein paar Berechnungsseiten wird die Zurechnungszeit zuerst bewertet. Steht da bereits mehr als x 0,0917? Dann ist der parallele Wert aus zusätzlichen Werten/EP/1,1 Jahr bereits überschritten/mehr gibts nicht - die spätere Rentenbezugszeit erhält zunächst den kleineren/tatsächlich erarbeiteten Wert. Die persönlichen EP aus der 'alten' EMRT werden höher sein/ü1,1 EP, damit ergibt sich zunächst kein Rentenmehrbetrag bis zum Ablauf der Zurechnungszeit. Wie es danach aussieht/nach der Zurechnungszeit und weiterer Punkte ...

Gruß
w.

von
Bechti

@ Wolfgang
Danke für den Super Hinweis!!!
Echt klasse Hilfe.
"Aus der Grundbewertung ergibt sich ein Durchschnittswert von 0,1115 EP.
Aus der Vergleichsbewertung ergibt sich ein Durchschnittswert von 0,1114 EP.
Dies ergibt sich aus dem Rentenbescheid zur vollen tlws. EMR aus 2011.
Ein solch umfangreicher Rentenbescheid, speziell mit den div. Anhängen habe ich seitdem nicht mehr bekommen.
Allein schon wegen der Info, ob es sich tatsächlich noch lohnt weiterhin zu arbeiten oder vorzeitig in die komplett volle EMR zu gehen, werde ich die persönliche Beratung aufsuchen.
Ist sowieso etwas merkwürdig, weil ich mit meiner 66% Stelle einen etwas höheres Nettoeinkommen habe, als bei einer vollen Stelle.
Die liegt allerdings an der Besteuerung der vollen tlws. EMR, sowie den eingesparten Beträgen zur Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Auch die Regelaltersrente wird durch die Besteuerung höher sein, als bei einem vollen Weiterverdienst.
Die funktioniert aber nur, wenn drei Faktoren vorhanden sind:
1. Es muss sich mind. um den vielzitierten Eckrentner handeln (Durchschnitt 1 EP in der Erwerbsbiografie)
2. Man muss relativ zügig handeln, da sich die Besteuerung jährlich um 2 % erhöht und
3. Man muss sich grundsätzlich hart an der Grenze der rentenunschädlichen Hinzuverdienstgrenze bewegen.
Da ich in der Lage bin, tatsächlich in komplett volle EMR zu gehen, werde auch ich mal spitz nachrechnen.
VIELEN DANK für diesen Tip.

Ein weiterer Grund ist für mich allerdings noch wirklich wichtig weiterhin arbeiten zu gehen:
Ich sichere mir die Möglichkeit meiner jährlichen Reha.
Da bin ich gerade auf dem Weg, eine Lösung zu finden, wie es auch als Vollrentner weiterhin funktioniert.

Beste Grüße und so gute Gesundheit wie nur möglich !!

von
Bechti

Sorry - das funktioniert natürlich nur incl. einer Betriebsrente...
bevor ich Leute verwirre..

von
W*lfgang

Zitiert von: Bechti
Ist sowieso etwas merkwürdig, weil ich mit meiner 66% Stelle einen etwas höheres Nettoeinkommen habe, als bei einer vollen Stelle.

Hallo Bechti,

_das_ ist der Mehrwert-/Spassfaktor in dieser Rente, wenn man sich das 'antut', noch weiterarbeiten zu wollen ...wird allerdings in der Rentenformel nur sehr sehr schwach berücksichtigt ;-)

Halte ich in solchen Situationen zwar auch für etwas fragwürdig, aber solange die Gesetze hier nur eine Lohnersatzfunktion mit geringen Hinzuverdienstmöglichkeiten/Aufwertung der eigenen Rente vorsehen, ist es eben so. Der '450-EUR-Job' ist dabei - was Gesamt-Einkommen und geringeren Zeitaufwand betrifft - oft die günstigere Lösung. Wie man selbst zu seiner Arbeit/Fertigkeiten/eigenem Nutzeffekt steht, bleibt hier leider außen vor ...für staatliche Leistungen sind da eben Grenzwerte gesetzt.

> Ein weiterer Grund ist für mich allerdings noch wirklich wichtig weiterhin arbeiten zu gehen: Ich sichere mir die Möglichkeit meiner jährlichen Reha.

Das ist bei einer laufenden EMRT nicht mal erforderlich ...zumindest nicht von der versicherungsrechtlichen Anforderungen/bei EMRT bestehen die fort. Im Speziellen wird Ihre Beschäftigung und die jährlichen Reha-Bewilligung sehr konkret mit Ihren Einschränkungen/dem Erhalt des Leistungsvermögens zu tun haben, da die Regelbewilligung für eine Reha 4 Jahre beträgt.

> Sorry - das funktioniert natürlich nur incl. einer Betriebsrente...

Wer hat der hat, und es sich auch verdient! ... :-)

Alles Gute für Sie – und hinterfragen Sie bei der Beratung jeden (un)möglichen Gedanken.

Gruß
w.

von
Bechti

@ Wolfgang
Erneut ein guter Hinweis und manifestiert die absolute Notwendigkeit, sehr konkrete Fragen zu stellen, werde mir umgehend einen Termin zur Beratung reservieren.
Danke auch für diesen Hinweis!!
Wir scheinen irgendwie ähnlich zu ticken.
Schönen Sonntag und ein lange, gesunde Zeit!!