Vorverlegung der Reha

von
A.S.

Hallo!

Folgende Situation:
Ich bin seit dem 06.12. 2019 krank geschrieben. Die Diagnose ist psychosomatisch.

Die Krankenkasse forderte mich auf, einen Rehaantrag zu stellen.

Die Reha wurde von der Rentenversicherung direkt genehmigt, auch meine Wunschklinik.
Laut Klinik ist der Antritt im März 2021 möglich. Wegen Corona sind die Kliniken im Rückstand.

Derzeit war ich bereits 2x in einer Tagesklinik, mit wenig erfolg.
Habe meinem Krankenkassenberater auch mitgeteilt das ich in den nächsten Wochen noch weitere Facharzttermine habe was Herz und Lunge betrifft. Morgen entscheidet sich ob ich evtl. einen Tumor an der Schilddrüse habe. All dies weis der Berater.

Nun meine Fragen:
Kann die Krankenkasse jetzt nachträglich verlangen, in eine andere Klinik zu gehen aufgrund der langen Wartezeit?

Aufgrund der Luftnot, dem hohen Puls etc. bin ich derzeit nicht in der lage arbeiten zu gehen.
Mein Berater möchte das ich meinen derzeitigen unbefristeten Arbeitsvertrag aus gesundheitlichen Gründen kündige.
Zudem sagt er ich bekomme nur noch 4-5 Monate Krankengeld. Stimmt das?
Meines Wissens nach sind es 18 Monate. War vor Dezember nicht krank geschrieben.

Vielen Dank im voraus!!!

Viele Grüße
A.S.

von
a.

Erstmal: auf gar keinen Fall deinen Arbeitsvertrag selbst kündigen! Ganz wichtig!

Wie der Berater darauf kommt, das dir nur noch 4-5 Monate KG zusteht, weiß ich nicht, es sind eigentlich 78 Wochen mit der gleichen Diagnose.
Generell würde ich nicht mehr mit der Krankenkasse telefonieren, Telefonate lassen sich nicht nachweisen.
Ich habe einen Brief an die KK geschrieben, per Einschreiben, worin ich darum bitte, meine Telefonnummer zu löschen und mich nur noch schriftlich zu kontaktieren.
Mich haben Telefonate mit denen immer total gestresst und unter Druck gesetzt.

Im Grunde bist du deiner Verpflichtung der KK gegenüber nachgekommen, indem du den Rehaantrag gestellt hast. Von daher kannst du eigentlich ganz entspannt sein.

Experten-Antwort

Hallo A.S.,

eine Kündigung wäre m. E. nicht sinnvoll.

Mit der Reha-Antragstellung sind Sie der Aufforderung der Krankenkasse nachgekommen. Den Reha-Termin vorzuziehen, ist m. E. nicht erforderlich.

von
Schade

Was ist eigentlich die rentenrechtliche Fragestellung weshalb Sie sich ans Rentenforum wenden?

Ich erkenne da auf den ersten Blick keine.

Die Frage der Dauer des KG müssen Sie mit Ihrer Kasse regeln.

Ja und mit Wunschkliniken ist das eben so eine Sache: die werden von vielen gewünscht und dann dauerts eben bis Plätze frei sind.

Wenn Sie selbst schneller in Reha wollen (um auch schneller wieder fit zu werden) sollten Sie sich überlegen ob Sie in der Klinikwahl flexibler sein sollten.

Geht es um Zeitspiel, also möglichst lang das Krankengeld zu retten, haben Sie alles richtig gemacht. Wie die Kasse darauf reagiert liegt nicht in der Verantwortung der DRV.

von
Jana

@schade

Kann man nicht mal einfach den Muund halten, statt noch auf jemandem rumzutrampeln, dem es schon schlecht genug geht?

von
Reha

Zitiert von: Jana
@schade

Kann man nicht mal einfach den Muund halten, statt noch auf jemandem rumzutrampeln, dem es schon schlecht genug geht?

Wieso? @schade hat doch Recht. Falsches Mitleid ist hier nicht angebracht.

von
A.S.

Zitiert von: Reha
Zitiert von: Jana
@schade

Kann man nicht mal einfach den Muund halten, statt noch auf jemandem rumzutrampeln, dem es schon schlecht genug geht?

Wieso? @schade hat doch Recht. Falsches Mitleid ist hier nicht angebracht.

Es kommt mir weder auf Mitleid noch aufs Zeitspiel an.
Über das Zeitspiel habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Das kann sich jemand erlauben der "Gesund" ist - ich nicht. Mir ging es nur darum das ich noch einige Facharzttermine vor mir habe und einen Klinikaufenthalt. Danach macht es für mich Sinn in die Reha zu gehen. So fahre ich krank in die Reha und fahre krank wieder nach Hause. Ob das im Sinne der Gesundung und Krankenkasse ist weiß ich nicht. Aber was macht schon Sinn,...

von
Berater

Sollte die KK mit der Wartezeit bis zur Reha nicht einverstanden sein, muss diese Ihnen dies schriftlich mitteilen und Sie können darauf mit einer entsprechenden medizinischen Begründung Ihres behandelnden Arztes reagieren.
Die Rentenversicherung ist mit der erfolgten Rehabewilligung zunächst mal raus.

von
Schade

an @Jana, habe meinen Text nochmals kritisch durchgelesen und finde keine Stelle mit der ich auf "jemand rumgetrampelt" bin.

Da muss jemand schon äußerts zart besaitet sein wenn er/sie sich durch diesen Beitrag gestört fühlt.

PS: ein rentenrechtliches Problem sehe ich immer noch nicht.

Schönes WE