Während Rentenbegehren weiter arbeiten?

von
Petra Schubert

Hallo zusammen,
Ich wurde aus der Reha mit dem Urteil arbeitsunfähig unter 3h für den allg. Arbeitsmarkt entlassen.
Akt. Befinde ich mich noch im Vollzeitberuf.(40Jahre) Schwerbehinderung 50% unbefristet, Bj.62.
Krankengeld würde bei erneuter Krankschreibung bedingt durch längeren Ausfall in 2016-2017 noch ca. 18 Wochen gezahlt. D.h. Ich müßte ja bei einer weiteren Krankschreibung das Arbeitsamt mit der Nahtlosigkeitsregel in Anspruch nehmen. Dies würde ich ungern. Ich habe auch Angst das der Antrag abgelehnt wird und ich dann nach Aussteuerung auch meinen Job nicht mehr hätte. Ich hoffe ich habe soweit alles richtig weitergegeben.

Nun meine Fragen:
1. Wie lange habe ich jetzt Zeit um einen Antrag auf volle Erwerbsminderung zu stellen?
2. kann ich dann bis zur endgültigen Entscheidung über den Antrag solange weiterarbeiten um nicht den ALG Vorfall auszulösen?
3. kann dieser Antrag nur aus einer Krankschreibung heraus gestellt werden?
4. wie lange dauert ein solches Begehren ca. beim RV und wie sind eurer Erfahrung nach die Chancen diese auch bewilligt zu bekommen?

Ich bin nun total verunsichert was ich machen soll.
Bitte keine Beschimpfungen oder ähnliches, ich bin nur mit der neuen Situation etwas überfordert und würde gerne auf eure Erfahrung zurückgreifen.

Vielen Dank vorab.

LG
Petra

Experten-Antwort

Hallo Petra Schubert,

ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente kann natürlich auch aus der Berufstätigkeit heraus gestellt werden. Die Aussichten sind nicht anders als aus einer Krankschreibung heraus. Insofern können Sie auch während des Antragsverfahrens weiterhin berufstätig sein.
Die Entscheidung über den Antrag dauert in der Regel ca. 2-3 Monate. Dies sind aber immer individuelle Entscheidungen, die davon abhängen, ob noch weitere Ermittlungen (z.B. Befundbericht, Gutachten) erforderlich sind. Genaue Bearbeitungszeiten können daher nicht genannt werden.