Wann unbefristete Teil-EMR ?

von
Sabrina

Hallo,

ich habe seit 2012 eine Teil-EMR aufgrund einer chronischen Autoimmunerkrankung und einem Herzklappenersatz.
Ich arbeite 17 Std/Woche in meinem Beruf.
Weiterhin beziehe ich Leistungen aus einer privaten BU-Versicherung.

Da meine Teil-EMR ja immer auf 2 Jahre befristet ist, (letztes Mal sogar ohne Besuch beim Gutachter) ist auch die Zahlung der BU-Versicherung immer befristet.
Ich habe deswegen immer wieder Schwierigkeiten mti der Bank, weil mir diese beiden Zahlung nicht als Einkommen angerechnet werden.

Ist es möglich eine "Unbefristung" zu beantragen ?
Meine chronische Erkrankung wird ja leider nicht mehr verschwinden....

Wir würden gerne unser Haus umbauen und modernisieren und wegen dieser Befristung ist das sehr problematisch mit einer Finanzierung....

Vielen Dank
VG
Sabrina

von
Fortitude one

Hallo Sabrina,

fast ausschließlich werden die Teil/Voll EMR befristet erteilt. Nur in Härtefällen kommen unbefristete EMR vor. Aber auch diese können jederzeit überprüft werden. Der einzige Vorteil liegt darin, dass Sie nicht jedesmal einen Weitergewährungsantrag stellen müssen. Es ist sehr schade das Ihre Bank Ihnen Unannehmlichkeiten bereitet. Sie haben die Möglichkeit beim nächsten Weitergewährungsantrag mit Ihren Ärzten darauf explizit hinzuweisen. Vielleicht klappt es ja.

Beste Grüße, viel Glück, Erfolg und bestmögliche Gesundheit.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Sabrina,

EM-Renten werden im Regelfall befristet gezahlt. Eine unbefristete Zahlung ist nur möglich, wenn der Ärztliche Dienst Ihres RV-Trägers feststellt, dass eine Besserung unwahrscheinlich ist. Sie können sich natürlich an Ihren RV-Träger wenden und beantragen, dass die Rente künftig unbefristet gezahlt wird, wobei es dann gut wäre, wenn Sie neue und diesbezüglich aussagekräftige medizinische Unterlagen beifügen könnten. Ob dem gefolgt wird, kann ich nicht beurteilen. Spätestens nach neun Jahren muss die teilweise EM-Rente dann unbefristet gezahlt werden - nach diesem Zeitraum gilt es nach dem Gesetz (§ 102 Abs. 2 SGB VI) als unwahrscheinlich, dass eine Besserung eintritt.