Wechsel ins Versorgungswerk

von
Sarah

Hallo,

ich bin Absolventin und starte ab November in meinem Beruf als Architektin. Ab diesem Zeitpunkt würde ich gerne die Rentenversicherung verlassen und ins Versorgungswerk der Architektenkammer wechseln. Ist hierfür eine Kündigung bei der Rentenversicherung nötig?
Des weiteren habe ich während meines Studiums dank eines Nebenjobs 6 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt. Bleibt diese Einzahlung bei Kündigung bestehen oder muss ein Antrag auf Übertragung in das Versorgungswerk gestellt werden?

Vielen Dank!

von
W*lfgang

Hallo Sarah,

Sie müssen einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_antraege/_pdf/V6340.html

Die in der DRV vorhanden Zeiten können nicht in das Versorgungswerk übertragen werden. Da bereits die Mindestversicherungsdauer von 5 Jahren erreicht ist, würden Sie später mal einen Anspruch auf Regelaltersrente haben - wohl aktuell mit 67 Jahren. Eine Anrechnung/gegenseitige Kürzung der Renten findet nicht statt.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Sie müssen innerhalb von 3 Monaten ab Aufnahme der Beschäftigung einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen. Zur Verfahrensbeschleunigung wird der Antrag in der Regel über das Versorgungswerk gestellt. Der entsprechende Antrag ist wie folgt zu finden:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_antraege/_pdf/V6340.pdf?__blob=publicationFile&v=6
Ihre gezahlten Beiträge bleiben in der gesetzlichen Rentenversicherung bestehen, es besteht jedoch die Möglichkeit nach eine Wartefrist von 24 Monaten sich Ihren Beitragsanteil erstatten zu lassen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass insgesamt noch keine 5 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche ,Rentenversicherung eingezahlt wurden. Bezüglich einer Beitragserstattung ist eine vorherige Beratung durch eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung empfehlenswert.