Wechsel von Teilzeit nach Vollzeit -> Nachzahlung

von
Rentino

ich bin Angestellter und habe dieses Jahr im August von 80% Teilzeit auf 100% Vollzeit gewechselt. Während der 80% Zeilzeit habe ich nicht den Höchstsatz an Beiträgen in die Rentenvers. eingezahlt, das tue ich nun aber mit den 100%.
Meine Frage: Eigentlich ist mein Jahresbruttoverdienst in der Höhe, daß der ab August gezahlte Höchstsatz nicht den eigentlich Beiträgen entspricht, sondern die Gesmatbeiträge zusätzlich ca 500 EUR höher liegen würden.
-> Werden diese 500 EUR noch von meinem Gehalt bis
Jahresende einbehalten, wenn ja, zu welchem Zeitpunkt? Kann der AG da frei wählen?
-> Werden diese 500 EUR evtl. nicht einbehalten und ich kann diese
selbst einbezahlen?

von
Robiné

Maßgeblich für die Rentenberechnung ist Ihr Bruttoarbeitsentgelt, die gezahlte Beiträge sind nicht mal unbedingt maßgeblich.
Selbst einzahlen können Sie aber leider nichts, da bereits Pflichtbeiträge gezahlt werden und man leider keine freiwilligen Beiträgen nach § 7 SGB VI einzahlen kann.

von
Rentino

Vielen Dank.
Zu welchem Zeitpunkt zahlt dann der AG den fehlenden Betrag nach?
Kann er sich das aussuchen? Jahresende? Oder evtl. direkt?

Experten-Antwort

Hallo Rentino,

bei der Berechnung der Beiträge wird wegen deren monatlicher Fälligkeit auch auf die anteilige monatliche Beitragsbemessungsgrenze abgestellt. Da sie ab August (wieder) über der monatliche Beitragsbemessungsgrenze (BBG) liegen, sind für den über der BBG liegenden Verdienst auch keine Beiträge zu entrichten.

von
senf-dazu

Hallo Experten, hallo Rentino!

Das ist unstrittig, aber reicht das Monatsprinzip so weit, dass immer monatliches Brutto betrachtet wird?
Oder bemessen sich die Beiträge am Jahres-Brutto?

Letztes unterstellt, und angenommen, in Summe liegt der Arbeitnehmer über der Jahres-BBG, dann wurde in der ersten Jahreshälfte zu wenig an Beiträgen abgeführt. Dann schließt sich seine ursprüngliche Frage an, wann die fehlenden Beiträge nachentrichtet werden.

Wenn ersteres gilt, dann wäre das Jahr in zwei Teile zu unterteilen:
- Januar bis Juli mit Entgelt x1 und Beitrag y1
- August bis Dezember mit Entgelt x2 und Beitrag y2
Dann müsste der Arbeitgeber gar nichts nachzahlen ...

von
Rentino

Vielen Dank an Senf-dazu, der es auf den Punkt gebracht hat. Meine ursprüngliche Frage ist leider noch offen

von
Erfahrung

Hallo,

ich verdiene rund 400EUR/Monat unter der BBG.

Mir wurden mal eine ganze Menge Überstunden ausgezahlt. Man hat mir damals in der Personalabteilung gesagt, dass solange Sozialversicherungsbeiträge auf Gehalt über der BBG gezahlt werden müssen bis die "Sozialversicherungsluft" (oder so ähnlich) aufgebraucht ist.

z.B. in den ersten 9 Monaten normal verdient:
9x400 = 3.600 EUR Sozialversicherungsluft.

Im Oktober Überstundenauszahlung: 5.000EUR
Demnach wären von der Überstundenauszahlung 3.600 EUR für Jan-Sept und nochmal 400EUR im Oktober sozialversicherungspflichtig, 1000 EUR sozialversicherungsfrei.

So weit meine Erfahrung...

von
Erfahrung

Hallo,

ich verdiene rund 400EUR/Monat unter der BBG.

Mir wurden mal eine ganze Menge Überstunden ausgezahlt. Man hat mir damals in der Personalabteilung gesagt, dass solange Sozialversicherungsbeiträge auf Gehalt über der BBG gezahlt werden müssen bis die "Sozialversicherungsluft" (oder so ähnlich) aufgebraucht ist.

z.B. in den ersten 9 Monaten normal verdient:
9x400 = 3.600 EUR Sozialversicherungsluft.

Im Oktober Überstundenauszahlung: 5.000EUR
Demnach wären von der Überstundenauszahlung 3.600 EUR für Jan-Sept und nochmal 400EUR im Oktober sozialversicherungspflichtig, 1000 EUR sozialversicherungsfrei.

So weit meine Erfahrung...

von
Erfahrung

Hallo,

ich verdiene rund 400EUR/Monat unter der BBG.

Mir wurden mal eine ganze Menge Überstunden ausgezahlt. Man hat mir damals in der Personalabteilung gesagt, dass solange Sozialversicherungsbeiträge auf Gehalt über der BBG gezahlt werden müssen bis die "Sozialversicherungsluft" (oder so ähnlich) aufgebraucht ist.

z.B. in den ersten 9 Monaten normal verdient:
9x400 = 3.600 EUR Sozialversicherungsluft.

Im Oktober Überstundenauszahlung: 5.000EUR
Demnach wären von der Überstundenauszahlung 3.600 EUR für Jan-Sept und nochmal 400EUR im Oktober sozialversicherungspflichtig, 1000 EUR sozialversicherungsfrei.

So weit meine Erfahrung...

von
senf-dazu

@Erfahrung: hierliegt der Fall doch so, dass die Überstunden-Zuschläge für bestimmte Monate gezahlt werden. Damit erhöht sich das Brutto für den betreffenden Monat und 400 Euro von dem Zuschlag für den Monat sind dann eben sozialversicherungspflichtig, bis die monatliche BBG überschritten ist. Und das ist Monat für Monat durchzuspielen ...