Weitere Rentenpunkte nach EM-Umwandlung?

von
Leo

Hallo,

ich habe eine volle EM Rente und arbeite 11 Std. im Midi-Job.
Dass die Rentenbeiträge von der Zurechnungszeit (65+8) überboten werden, ist mir bekannt.
Aber wie sieht es aus, wenn ich mit 62 Jahren in die Schwerbehinderten-Rente wechsel und meinen Midi-Job weiterhin ausübe. Werden dann daraus Rentenpunkte ab dem Zeitpunkt der Umwandlung gutgeschrieben?
Oder läuft im Hintergrund doch noch die ursprüngliche Zurechnungszeit und eine Gutschrift erfolgt erst für den Lohn mit 65Jahren und 9 Monaten?

Noch eine Frage.
Beim Wechseln mit 62J wird der Steuerfreibetrag neu (und endgültig) festgelegt. Ist mir bewusst.
Ist es richtig, wenn weiterhin Beiträge fließen, dass dieser zur Regelsaltersrente doch nochmals berechnet wird?

Vielen Dank schon mal vorab.
Leo

von
Franz

Beiträge wirken sich erst nach der Zurechnungszeit aus, wenn Sie dann immer noch arbeiten sollten. Der steuerliche Freibetrag wird nur einmal neu berechnet, nämlich wenn Sie in die Schwerbehindertenrente gehen.

von
Steuerrecht

Zitiert von: Franz
...Der steuerliche Freibetrag wird nur einmal neu berechnet, nämlich wenn Sie in die Schwerbehindertenrente gehen.

und womit begründen Sie das?

von
Franz

Erstens, habe ich es selbst so erlebt inzwischen bin ich aber Altersrentner. Und zweitens:

Es kommt die Sonderregelung des § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 8 EStG zur Anwendung, die für Renten gilt, die nach dem 31.12.2004 aus derselben Versicherung einander nachfolgen, z. B. Altersrente anstelle der zuvor gezahlten Erwerbsminderungsrente.

Vorliegenden Fall halt nicht die Altersrente sondern die Schwerbehindertenrente.

Schon wieder steuerliche Informationen.

von
Steuerexperte

Und diesmal sogar richtige

von
W°lfgang

Zitiert von: Leo
Oder läuft im Hintergrund doch noch die ursprüngliche Zurechnungszeit und eine Gutschrift erfolgt erst für den Lohn mit 65Jahren und 9 Monaten?

Hallo Leo,

so könnte man es verkürzt/vereinfacht sagen: die EP aus der ZZ (Zurechnungszeit) werden auch bei 'Umwandlung' in eine vorgezogene Altersrente der Maßstab für die weiteren EP sein, die darüber hinaus laufenden/mickrigen EP aus Minijob wären nutzlos/nicht rentensteigernd.

> "Beim Wechseln mit 62J wird der Steuerfreibetrag neu (und endgültig) festgelegt."

Rudimentäre Kenntnisse: beim Wechseln in Altersrente erst mit Regelaltersgrenze ist - aufgrund Ihres bereits feststehenden Steuerfreibetrags _%-Satz_ aus dem Jahr des Beginns Ihrer EMRT - dann mit einem höheren Steuerfreibetrag zu rechnen, gegenüber einer 'Umwandlung' der EMRT schon mit 62 in Altersrente. <- Fragen dazu/Steuern auf Rente, bitte mit Ihrem Steuerberater klären ...hier gibt es dazu lediglich eine 'Wegweiserfunktion'/wer kann es wissen/weiterhelfen :-)

Gruß
w.

von
Steuerrecht

Im vorliegenden Fall wird von einer EM-Rente in eine SB-Rente gewechselt.
Dann werden neben dieser SB-Rente noch weitere Einkünfte aus Arbeitseinkommen erworben, die mit der Berechnung der Regelaltersrente noch einmal den Rentenwert erhöhen. Hierbei handelt es also nicht um 'regelmäßige Rentenanpassungen'.

Und nun?

von
Steuerexperte

Verstehe ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht, aber ist mir auch egal. Es ging ja nur um die Neuberechnung des Freibetrages.

von
Steuerexperte

Zitiert von: Steuerrecht
…die mit der Berechnung der Regelaltersrente noch einmal den Rentenwert erhöhen…

Gerade das wird wohl nicht passieren, aber das hat ja der Rentenexperte schon gesagt.

von
W°lfgang

Zitiert von: Steuerexperte
Verstehe ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht, aber ist mir auch egal.

...na, können Sie's noch?

Unterstützend:

https://www.youtube.com/watch?v=ak21aGykKfk

zur individuellen 'Verbesserung' der eigenen Dienstleistungen ;-))

Gruß
w.

von
Steuerrecht

Zitiert von: Steuerexperte
Verstehe ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht, aber ist mir auch egal. Es ging ja nur um die Neuberechnung des Freibetrages.

Ja, geht es auch.

Klar ist: Umwandlung EM-Rente in SB-Rente/vorgezogene Altersrente begründet Neuberechnung Steuerfreibetrag.

Klar ist auch, wenn dann nichts weiter dazu kommt bleibt der dann 'lebenslang'.

Dann wird aber (neben der vorgezogenen/SB-Rente) noch hinzuverdient. Dieser Verdienst wirkt sich erst bei der Regealtersrente aus. Deshalb wird diese dann noch einmal neu berechnet.

Erfolgt dann (deswegen) auch noch einmal eine neue Berechnung des Freibetrages? Beim Wechsel in die Regelaltersrente?

(Danach bleibt dann 'lebenslang', das ist auch klar, auch wenn dann immer noch weiter gearbeitet wird)

§22 EStG schließt das doch nicht aus. Oder übersehe ich da etwas?

von
Steuerexperte

Man kann nicht in eine weitere Altersrente wechseln.

von
Steuerrecht

Zitiert von: Steuerexperte
Man kann nicht in eine weitere Altersrente wechseln.

Das weiß ich.

Und Leo auch :-)

Er fragt aber explizit danach, ob dann der Freibetrag
(wegen des Hinzuverdienstes) doch noch einmal neu berechnet wird, wenn es dann von der Altersrente wg. SB in die Altersrente wegen Alter geht.

Da muss er dann wohl doch noch mal direkt beim Finanzamt nachfragen :-)

von
Steuerexperte

Zitiert von: W°lfgang

...na, können Sie's noch?

Unterstützend:

https://www.youtube.com/watch?v=ak21aGykKfk

zur individuellen 'Verbesserung' der eigenen Dienstleistungen ;-))

Gruß
w.

Ich lach mich kaputt, das hatte ich zwar schon mal gesehen, aber war wieder lustig. Aber meine polnischen Handwerker wollen auch nicht mehr für 200 € kommen und Schwarzarbeit bietet der Dame vom Finanzamt auch niemand an.

Danke für den Link.

von
Steuerexperte

Zitiert von: Steuerrecht
Zitiert von: Steuerexperte
Man kann nicht in eine weitere Altersrente wechseln.

Das weiß ich.

Und Leo auch :-)

Er fragt aber explizit danach, ob dann der Freibetrag
(wegen des Hinzuverdienstes) doch noch einmal neu berechnet wird, wenn es dann von der Altersrente wg. SB in die Altersrente wegen Alter geht.

Da muss er dann wohl doch noch mal direkt beim Finanzamt nachfragen :-)

Wird er nicht. und außerdem erhöht sich seine Rente nicht. Null nada nothing - einmal im Leben passiert das nochmal und zwar beim Wechsel in eine Altersrente. Als ob dauernd neue Freibeträge für die Rente gebildet werden. Soweit kommt’s noch.

von
Jesses Maria

Zitiert von: Steuerrecht
Zitiert von: Steuerexperte
Man kann nicht in eine weitere Altersrente wechseln.

Das weiß ich.

Und Leo auch :-)

wenn es dann von der Altersrente wg. SB in die Altersrente geht

Es geht nicht in die Regelaltersrente.

von
Steuerrecht

Zitiert von: Steuerexperte
Zitiert von: Steuerrecht
Zitiert von: Steuerexperte
Man kann nicht in eine weitere Altersrente wechseln.

Das weiß ich.

Und Leo auch :-)

Er fragt aber explizit danach, ob dann der Freibetrag
(wegen des Hinzuverdienstes) doch noch einmal neu berechnet wird, wenn es dann von der Altersrente wg. SB in die Altersrente wegen Alter geht.

Da muss er dann wohl doch noch mal direkt beim Finanzamt nachfragen :-)

Wird er nicht. und außerdem erhöht sich seine Rente nicht. Null nada nothing - einmal im Leben passiert das nochmal und zwar beim Wechsel in eine Altersrente. Als ob dauernd neue Freibeträge für die Rente gebildet werden. Soweit kommt’s noch.

Wenn das Weiterarbeiten eines SB-Rentners/vorgezogenen Altersrentners seine spätere Regelaltersrente nicht erhöht, dann ist es ja völlig überflüssig, dass die Hinzuverdienstgrenzen fallen sollen :-( Dann nehmen die Renter Ihre Rente mit lebenlangem Abschlag und lebenslangem Freibetrag und bleiben dann einfach lebenslang zuhause. So wird das dann aber nix mit 'Fachkräfte regenerieren'

(Damit meine ich nun nicht speziell Leo, denn da wissen wir ja außerdem auch gar nicht, wie hoch seine EM-Rente jetzt schon ist und wie wenig dann durch einen Midijob noch reinkommt und ob das dann die Zurechnungszeit doch 'überschreiben' würde).

von
Steuerexperte

Mir ging es aber um Leo und es geht nicht um paar Cent Jahresfreibetragsänderung bei Änderung des Jahresbetrages der Rente. Mit steigendem Prozentsatz lohnt sich das eh immer weniger.

Es geht nur um den neuen ggf. viel höheren Freibetrag bei Wechsel. Deswegen sollte möglichst von der EM-Rente erst in die Regelaltersrente gewechselt werden. Wenn sich das persönlich rechnet.

von
@Steuerrecht und Steuerexperte

Treibt Eure Steuerspielchen doch bitte woanders Ihr „Hobbysteuerexpertchen“ und macht es besser wie wie die Großen und verweist Fragesteller an Personen und Institutionen die wirklich Ahnung von Steuerrecht haben und nicht nur wie Ihr hier, ihre ungenutzte Zeit verbringen wollen und Fragende nur verwirren.

Experten-Antwort

Hallo Leo,

die Entgeltpunkte aus der Zurechnungszeit werden auch bei der Umwandlung berücksichtigt.

Bitte wenden Sie sich in Steuerfragen direkt an das Finanzamt, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein.

Interessante Themen

Rente 

Abgaben und Steuern auf Renten: Wie viel Netto bleibt vom Brutto?

Gesetzliche Rente, Riester- oder Betriebsrente – auch bei Altersbezügen gilt: brutto ist nicht gleich netto. Die Abzüge fallen aber auch 2023 für...

Altersvorsorge 

Wie Anleger Steuern sparen können

Banken verschicken in diesen Wochen ihre Jahressteuerbescheinigungen. Was Anleger jetzt wissen müssen.

Gesundheit 

Neues Notvertretungsrecht für Ehepartner

Ehepartner haben seit Anfang 2023 ein gegenseitiges Notvertretungsrecht. Was das bedeutet und warum eine Vorsorgevollmacht dennoch sinnvoll ist.

Rente 

Was für Rentner 2023 wichtig ist

Mehr Rente, Hinzuverdienst, Wohngeld, Steuer: Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen für Rentnerinnen und Rentner.

Soziales 

So viel bekommen Sie 2023 netto mehr heraus

Fast alle Berufstätigen profitieren 2023 von Steuerentlastungen. Was in Euro und Cent zusätzlich herausspringt.