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Widerspruch abgelehnte Erwerbsunfähigkeitsrente

von
Augustus

Hallo,
ich bin seit August im Widerspruch wegen abgelehnter Erwerbsunfähigkeitsrente. Bin immer noch krank geschrieben habe noch meinen Job. Wenn ich jetzt wieder arbeiten gehen würde, weil ich ja von niemanden Geld bekomme und die Ersparnisse auch langsam alle sind.Hat das Nachteile bei meinen Widerspruch?

von
Daniela

Nach den Krankengeldbezug hast du noch Anspruch auf Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung, so lange das Verfahren noch läuft. Es ist jetzt nicht ratsam, in dieser Situation wieder arbeiten zu gehen

von
Silvia

@ Daniela

Zitat: "Nach den Krankengeldbezug hast du noch Anspruch auf Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung, so lange das Verfahren noch läuft."

Das stimmt meinen Erfahrungen nach nur bedingt ...
Ein Anspruch auf die Nahtlosigkeitsregelung besteht nicht komplett so lange wie das Verfahren läuft, sondern lediglich nur so lange, wie die PERSÖNLICHE Anspruchsvoraussetzung es auch hergibt.

Mein SG-Verfahren zog sich nach Widerspruch fast weitere 2,5 Jahre hin.
Nach einem Jahr war aber bereits Schluss mit meinem Anspruch auf ALG I bezgl. Nahtlosigkeit.
Meine persönliche Anspruchsvoraussetzung war altersbedingt (49 J.) auf 12 Monate begrenzt und damit dann ausgeschöpft.

Nach der Nahtlosigkeit und weiter bestehendem Verfahrensverlauf bleibt ggf. nur noch ALG II zu beantragen, wenn das Familieneinkommen dazu überhaupt berechtigt.
Aufgrund des nach dem Gesetz auskömmlichen Einkommen meines Mannes war ich z.B. dazu nicht berechtigt.

Gruß Silvia

von
Augustus

Alg 1 habe ich bekommen und Alg2 bekomme ich nicht.

von
Daniela

Du hast nach den Krankengeldbezug schon dein komplettes Alg1 aufgebraucht? Ohaaa...bist jetzt also mehr als 30 Monate krankgeschrieben? Ja dann gibt es nichts mehr

von
Ben

Zitiert von: Augustus
Alg 1 habe ich bekommen und Alg2 bekomme ich nicht.

Wenn Familieneinkommen vorhanden ist oder weil noch zu verwertendes Vermögen vorhanden ist, dann ist nach Alg 1 tatsächlich Schluss bis sind einem der beiden Punkten etwas geändert hat.

Experten-Antwort

Hallo Augustus,

Ihre Bedenken, dass Sie mit der erneuten Arbeitsaufnahme dem Vorliegen einer Erwerbsminderung widersprechen, sind sicher nicht unbegründet. Allerdings kann aufgrund eines solchen Arbeitsversuch auch nicht zwingend das Vorliegen ungeminderter Erwerbsfähigkeit unterstellt werden. Entscheidend ist vielmehr der aus medizinischer Sicht festgestellte/festzustellende Umfang der Erwerbsminderung und ob die wieder aufgenommene Tätigkeit ggf. „zu Lasten der Restgesundheit“ ausgeübt wird.

Letztlich bleibt es eine sehr persönliche Entscheidung, ob Sie die Tätigkeit wieder aufnehmen wollen und vor allem auch eine Frage dessen, was Sie sich zutrauen und zu leisten in der Lage sind. Sie sollten sich daher - soweit nicht bereits geschehen - vor einer Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Beschäftigung unbedingt auch mit Ihren behandelnden Ärzten beraten.

von
Schorsch

Zitiert von: Silvia

Das stimmt meinen Erfahrungen nach nur bedingt ...
Ein Anspruch auf die Nahtlosigkeitsregelung besteht nicht komplett so lange wie das Verfahren läuft, sondern lediglich nur so lange, wie die PERSÖNLICHE Anspruchsvoraussetzung es auch hergibt.

SO ist es!

MfG