Wie geht's jetzt weiter nach Reha

von
Daniel 42

Guten Abend.
Leide seit Jahren unter extrem starken Schmerzen der Wirbelsäule. Der damalige Arzt hat Iboflam 600 Verschrieben und gut. Jetzt ist er im Ruhestand und vor etwas über einem Jahr wurde ich Arbeitsunfähig. Da ich vorher nur 8 Wochen Arbeiten war und keine 10 weigerte sich die Krankenkasse nach 6 Wochen zu zahlen also gleich zu ALG2. Meine neue Ärztin hat mich komplett auf links gedreht und zu Fachärzten überwiesen und auf Tilidin 50 gesetzt ohne dem geht garnichts.
Jetzt zum eigentlichen Punkt.
Festgestellt wurde bei der Reha wo ich vom 22.9 bis 13.10 war Chron. Rückenschmerzen bei degenerat.Veränderung der Wirbelsäule sowie Pseudospondylolisthesis L5/S1.
Laut Abschlussbericht in meinem Beruf als Schlosser unter 3 Stunden Arbeitsfähig .
Ansonsten leichte bis Mittelschwere Tätigkeiten 6 Stunden und mehr teilweise im Gehen teilweise im Stehen aber überwiegend im sitzen.
Durch die Wirbelsäulengeschichte besteht schon eine Inkontinenz sowie Impotent.
Beim Laufen nach 5 bis 10 min kribbeln die Beine und knicken dann weg wenn ich mich nicht setze. Wie schon geschrieben bin bis jetzt 14 Monate Krankgeschrieben. Nach der Reha hab ich noch nichts gehört wie es weitergeht. Achso wegen Corona wurde der Rehaantrag Tel . Aufgenommen ist ja klar. Die nette Frau von der Rentenversicherung meinte bei Aufnahme der Daten ich soll vorsichtshalber einen Rentenantrag stellen was ich auch gemacht hab . Aber bis jetzt keine Rückmeldung wie es bei mir weitergeht. Kennt ihr euch da aus ?
Lieben Dank im Vorraus.

von
Schade

Wenn Ihr Name Daniel 42 bedeutet dass Sie 42 Jahre alt sind, wird die Rente wohl abgelehnt werden, weil Sie ja laut Reha noch 6 Stunden und mehr am Tag arbeiten können.

Und wie gehts weiter? Da werden Sie sich einen passenden Job suchen müssen, vielleicht gibt es berufliche Maßnahmen durch die DRV wie Wiedereingliederung, Einarbeitungszuschüsse, Lehrgänge, Umschulung, o.ä.

Was ist Ihr Plan? An welche Arbeiten denken Sie in der Zukunft? Was können Sie? Was sind Ihre Interessen, die Sie eventuell beruflich nutzen können?

Welche Zukunftsgedanken haben Sie bereits angestellt?

Oder warten Sie nur darauf dass jemand Sie an die Hand nimmt?

von
Siehe hier

Hallo Daniel,

wenn Sie erst am 13.10.2021 die Reha beendet haben, dann hat evtl. die zuständige DRV Ihren Entlassungsbericht noch gar nicht vorliegen. Das dauert gut und gern ca. sechs Wochen, bis eine Klinik den erstellt und dann kommt noch der Postweg hinzu.

Nach Ihren Beschreibungen ist es lt. dem vorläufigen Bericht nicht eindeutig, dass eine Erwerbsminderung vorliegt (>sechs Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt = keine Erwerbsminderung).
Letztendlich entscheiden dies aber die sozialmedizinischen Gutachter der DRV unter Berücksichtigung Ihrer gesamten eingereichten Unterlagen.
Gleichwohl kann es durchaus sein, dass der Antrag auf EM-Rente tatsächlich abgelehnt wird. Hiergegen könnten Sie dann Widerspruch einlegen, den Sie allerdings auch gut begründen müssten.

Bis die DRV von sich aus auf Sie zukommt, kann es also noch einige Wochen dauern, deshalb sollten Sie selbst aktiv werden.

Wenn die Tätigkeit im eigentlichen Beruf nicht mehr möglich ist, könnten evtl. Umschulungsmaßnahmen in Frage kommen, wie auch @Schade im Vorbeitrag schon erwähnte.

Über die Möglichkeiten, die die DRV in dem Zusammenhang bietet, können Sie sich in dieser Broschüre informieren

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/mit_reha_fit_fuer_den_job.html

Wenn Sie sich dann also überlegt haben, wie es für Sie weitergehen kann/soll, sollten Sie ca. Anfang/Mitte Dezember sich bei Ihrer zuständigen DRV erkundigen, ob der Entlassungsbericht der Klinik inzwischen vorliegt und sich dort weiter beraten lassen bzw. evtl. dann gleich LTA-Maßnahmen (berufliche Reha) beantragen.

Viel Erfolg und alles Gute!

Experten-Antwort

Hallo Daniel 42,

Sie haben ja bereits einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung gestellt. Die Bearbeitung kann durchaus mehrere Monate dauern, hier müssen Sie Geduld mitbringen.
Sollte neben dem Reha-Entlassungsbericht eine oder mehrere Begutachtungen erforderlich sein, wird Ihr Rentenversicherungsträger sich zu gegebener Zeit mit Ihnen in Verbindung setzen. Genaueres können wir hier im Forum leider nicht sagen.

Alles Gute für Sie
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Daniel 42

Guten Morgen an alle.

Vielen Dank für die Zahlreichen Antworten.
Ja ich bin 42 und gelernter Stahlbauschlosser.
Die Schmerzen sind so Abartig das ohne Tilidin nichts mehr geht. Lange sitzen kribbeln die Beine dann stehst du auf aber stehen kann man auch nicht lange auf einem Fleck immerwieder das Gewicht verlagern und die Belastung ändern.
Laut Entlassungsbericht der Reha Max 3kg tragen nicht knien nicht Bücken. Nicht auf Leitern oder Gerüste. Nicht hocken . Ich hab mir schon so viele Gedanken gemacht wie es weitergeht was für eine Arbeit noch machbar ist. Das Jobcenter hat mich schon abgeschrieben. Jenseits des 1ten Arbeitsmarktes heißt es dort. Laut Dr Google bedeutet das Behindertenwerkstatt.
Ich hab mir das Leben auch anders vorgestellt.

Euch allen noch einen schönen Tag.

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