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Wieviel bringt ein Jahr Zurechnungszeit ab 01.01.2019

von
ulrichbernd

Hallo,

der Bundestag hat nun das Rentenpaket geschlossen, wonach für EM-Rentenneuzugänge ab 01/2019 die Zurechnungszeiten schlagartig um 3 Jahre und 5 Monate erhöht werden. Lässt sich die Erhöhug in Euro und pro Jahr beziffern?

Danke schon mal für Ihre/eure Antworten!

von
Angela

Zitiert von: ulrichbernd
Hallo,

der Bundestag hat nun das Rentenpaket geschlossen, wonach für EM-Rentenneuzugänge ab 01/2019 die Zurechnungszeiten schlagartig um 3 Jahre und 5 Monate erhöht werden. Lässt sich die Erhöhug in Euro und pro Jahr beziffern?

Danke schon mal für Ihre/eure Antworten!


758 € pro Jahr.

von
Lydia

Das kommt doch auf vorherigen Verdienst an
Denke bei einem Punkt 32,03 Euro und bei halbem eben die Hälfte
Bei 3 Jahren und 5
Monaten multipliziert mit 3,5 minus 10,8 Prozent und minus KK und PV
Kann mich auch irren

von
Lydia

Das kommt doch auf vorherigen Verdienst an
Denke bei einem Punkt 32,03 Euro und bei halbem eben die Hälfte
Bei 3 Jahren und 5
Monaten multipliziert mit 3,5 minus 10,8 Prozent und minus KK und PV
Kann mich auch irren

von
chi

Zitiert von: ulrichbernd
Lässt sich die Erhöhug in Euro und pro Jahr beziffern?

Nein, denn es hängt von der Bewertung dieser zusätzlichen Zeit ab, die wiederum von der individuellen Vorgeschichte abhängt. Theoretisch kann die Monatsrente um alles zwischen 0 und ca. 230 Euro höher ausfallen.

von
chi

Korrektur: Zwischen 0 und ca. 200 Euro.

von
ulrichbernd

Wie kommen Sie auf (den Maximalwert von) 230 € ??

von
Kaiser

Für diese theoretische und vom Einzelfall abhängige Antwort werden sich die hiesigen Rechenexperten mit unterschiedlichsten Fallbeispielen noch melden.
Bitte etwas Geduld.

von
Bestandsrentner

...und vor allem werden sich die vielen, vielen Bestands EM Rentner zu Wort melden, warum ich nicht.

von
senf-dazu

Zitiert von: ulrichbernd
Wie kommen Sie auf (den Maximalwert von) 230 € ??

Also die Zurechnungszeit steigt um fast 3,5 Jahre.
In einem Extremfall wird die Zurechnungszeit mit 0,2 EP pro Monat bewertet, weil eben vorher ohne Lücke immer in Höhe der BBG verdient wurde und auch so der Gesamtleistungswert ist.
Macht dann
-> 0,2 EP * 12 * 3,5 = 8,4 EP
-> 8,4 - 10,8% = ca. 7,5 persönliche EP
-> 7,5 * 32,03 Euro = ca. 240 Euro

Für jemandem mit einem durchschnittlichen Gesamtleistungswert kommen etwa 3,5 pEP und somit etwa 112 Euro (West) bzw. 107 Euro (Ost) dabei raus.
Aber wer hat schon einen durchschnittlichen Gesamtleistungswert ...

von
chi

0,2 EP pro Monat ist ein bißchen hoch gegriffen (pro Jahr 2,4 EP, BBG liegt bei ca. 2,05 EP), aber im Prinzip ja.

von
ulrichbernd

Erst einmal vielen Dank für die Hinweise und die Berechnungsbeispiele! Für den Durchschnittsverdiener komme ich allerdings auf eine niedrigere Rentenerhöhung (ab 01/2019):

41 (Monate) x 0,0833 (Gesamtleistungswert) = 3,4153 x 0,892 (verminderter Zugangsfaktor = Rentenabschlag) X 32,03 € = 3,0464 EP`e x 32,03 € (alte Bundesländer) = 97,58 €.

Oder ändert sich auch der Zugangsfaktor für Rentenzugänge ab 2019?

von
Witz

Zitiert von: ulrichbernd
Erst einmal vielen Dank für die Hinweise und die Berechnungsbeispiele! Für den Durchschnittsverdiener komme ich allerdings auf eine niedrigere Rentenerhöhung (ab 01/2019):

41 (Monate) x 0,0833 (Gesamtleistungswert) = 3,4153 x 0,892 (verminderter Zugangsfaktor = Rentenabschlag) X 32,03 € = 3,0464 EP`e x 32,03 € (alte Bundesländer) = 97,58 €.

Oder ändert sich auch der Zugangsfaktor für Rentenzugänge ab 2019?

Erst andere bemühen mit Fragen die keinem direkt helfen und dann selbst klugsch....Das sind genau die Typen die kein Forum braucht.

von
Ines

Zitiert von: Bestandsrentner
...und vor allem werden sich die vielen, vielen Bestands EM Rentner zu Wort melden, warum ich nicht.

Sie sind mir zuvorgekommen.
Aber die Frage wird natürlich zu Recht gestellt.

von
Michaela

Zitiert von: Ines
Zitiert von: Bestandsrentner
...und vor allem werden sich die vielen, vielen Bestands EM Rentner zu Wort melden, warum ich nicht.

Sie sind mir zuvorgekommen.
Aber die Frage wird natürlich zu Recht gestellt.

Ich wäre normalerweise mit 67 in Rente gegangen und musste leider aufgrund meiner Krankheit vor 3 Jahren im Alter von 50 Jahren in volle Erwerbsminderungsrente gehen.

Warum bekommen denn nun nur die künftigen EM-Rentner mehr Geld und ich nicht? Das verstehe ich nicht.

von
Verprellter Wähler

Zitiert von: Michaela
Zitiert von: Ines
Zitiert von: Bestandsrentner
...und vor allem werden sich die vielen, vielen Bestands EM Rentner zu Wort melden, warum ich nicht.

Sie sind mir zuvorgekommen.
Aber die Frage wird natürlich zu Recht gestellt.

Ich wäre normalerweise mit 67 in Rente gegangen und musste leider aufgrund meiner Krankheit vor 3 Jahren im Alter von 50 Jahren in volle Erwerbsminderungsrente gehen.

Warum bekommen denn nun nur die künftigen EM-Rentner mehr Geld und ich nicht? Das verstehe ich nicht.

Ganz einfach! Weil der Gestzgber schon mehr als genug Wohltaten verschenkt, die die jungen später mit höheren Beiträgen, späterem Rentenbeginn und geringerer Rentenhöhe bezahlen müssen und das Ganze sonst noch ungerechter und unbezahlbarer würde.
Reine Klientelpolitik ohne Nachhaltigkeit. So verprellt man auch die letzten Wähler.

von
Bernadette

Ich sehe keinen Grund neidisch auf andere zu sein und Neid ist ungesund.
Gehöre auch zu den geringer gerechneten,zudem Kinder vor 92 geboren.Mein Ziel war 45 Jahre zu arbeiten ,leider wurden es nur 40.
Kein Geld ebringt Gesundheit zurück und mir tut jeder leid der bereits in jungen Jahren mit Krankheit leben muss.

von
W*lfgang

Zitiert von: Michaela
Ich wäre normalerweise mit 67 in Rente gegangen und musste leider aufgrund meiner Krankheit vor 3 Jahren im Alter von 50 Jahren in volle Erwerbsminderungsrente gehen

Hallo Michaela,

denken Sie einfach darüber nach, warum der Gesetzgeber/die Allgemeinheit der Beitrags- und Steuerzahler, Sie überhaupt vor Erreichen einer Altersgrenze bereits mit Rentenzahlungen versorgt bei einer nicht mehr möglichen Erwerbsfähigkeit - und nicht SIE allein für diesen Fall ausreichende Vorsorge getroffen haben/was passiert mal, wenn 'normalerweise' nicht eintritt ...?

Für manche ist staatliche Reglementierung ja ein Horror, andere wollen das Rundumsorglospaket für umsosnt ...natürlich nur dann, wenn es genau in dem entscheidenden Moment für den eigenen finanziellen Vorteil zählt. Und hintendran auch noch den Goldstaub in den Allerwertesten, vorangehende gesetzliche Minderregelungen bei der Rente - ja niemals nicht/da kommen dann doch plötzlich 'Besitzstandsgefühle' auf ...abgeben will ich erst recht nichts mehr ;-)

Gruß
w.

von
Rentenuschi

Zitiert von: Michaela

Warum bekommen denn nun nur die künftigen EM-Rentner mehr Geld und ich nicht? Das verstehe ich nicht.

Bei uns werden jetzt die Eltern von den KITA-Gebühren befreit und ich habe damals noch kräftig gelöhnt.

Bekomme ich jetzt mein Geld zurück?

von
Altersrentnerin

Zitiert von: Bernadette

Kein Geld ebringt Gesundheit zurück und mir tut jeder leid der bereits in jungen Jahren mit Krankheit leben muss.

Das kann man so sehen, ja. Natürlich bringt Krankheit keine Freude ins Haus. Aber Krankheit sorgt auch sehr oft dafür, zusätzlich noch finanzielle Sorgen zu haben. Jedenfalls fühle ich mich (bestimmt nicht nur ich) von der Regierung mehr als nur einmal "bestraft", WEIL ich die "Frechheit" besaß, schwer krank zu werden...
Die "Schenkung" Zurechnungszeit (bis 60J.)wurde durch die Rentenkürzung (bei mir 10,8%)quasi wieder "aufgefressen".
Dann die bekannten Abzüge für KK, Sonderbeitrag, Pflegeversicherung.
Das gleiche bei der Betriebsrente. Von den paar Euronen bleibt nach Abzügen ein lächerlicher Betrag übrig.
Dann die Kinder. Vor 1992 geboren und man hat Pech gehabt. Dabei war es damals viel schwieriger, Kinder groß zu ziehen UND arbeiten zu gehen. Keine Kitas, keine U2-Betreuung, keine Wegwerf-Windeln, kein Trockner, keine Zentralheizung (Kohle) etc. .
Irgendwie bin ich aber schon froh, dass mich kein Nachbar gehört hat, als ich einen Brief öffnete und las, dass ich mich an den Heimkosten für meinen schwer demenzkranken Mann beteiligen müsse. Mein Lachen muss total irre geklungen haben.

Nicht nur einem Mann kann man nicht in die nackte Tasche greifen... das gilt auch für eine Frau. ;-)