Witwenrente - Berechnung nach altem oder neuem Recht bei automatischem Belegabruf beim Finanzamt?

von
autoBelegabruf

Die Grundlagen für die Zahlung der W-Rente nach altem Recht sind gegeben. Alle Ereignisse liegen vor 2002! Auch das 45. Lebensjahr, allerdings im Dezember 2001.

Problem/Sachverhalt: Bei dem automatischen Belegabruf werden die Daten automatisch in die Formulare zur weiteren Bearbeitung eingefügt, dabei aber dann nach neuem Recht weitergeführt, weil das Geburtsdatum der Dezember ist. So ergibt sich ein gravierender Unterschied z. B. beim steuerpflichtigen Anteil usw. .

Die DRV teilt immer wieder auf Anfrage zur Klärung mit, dass die Witwenrente bei der RV nach altem Recht berechnet wird und der `Beginn 2002´ dadurch begründet sei, dass der RentenService mit der Auszahlung der großen Witwenrente im Januar 2002 begann.

Fazit: Im Zeitalter der digitalen Bearbeitung werden alle W-Rentenbezieher, die im Dezember 2001 das 45. Lebensjahr erreicht haben, falsch berechnet. Es ist zu vermuten, dass es an der Programmierung in der Software liegt.
Frage: Wie kann dieser Widerspruch „altes/neues Recht“ beim automatischen Belegabruf aufgehoben werden???

Experten-Antwort

Hallo autoBelegabruf,
leider verstehe ich Ihre Frage nicht. Von was für einem automatischen Belegabruf ist hier die Rede?

von
autoBelegabruf

Wenn bei der Steuererklärung 2018 (und nicht nur dieses Jahr) beim Finanzamt die Belegs-Daten automatisch in die Formulare eingefügt - zum elektronischen versenden - abgerufen werden, wird, obwohl alle Kriterien nach altem Recht erfüllt sind, also vor 2002 stimmen, einfach nach 2002 die Steuer (neues Recht) berechnet. Im Dezember 2001 (45. Lebensjahr erreicht) war die große Witwenrente angewiesen, wurde jedoch erst im Januar ausgezahlt. Hier liegt das Problem, wahrscheinlich in der Programmierung der Software. Wer übermittelt die Daten an das Finanzamt?

von
autoBelegabruf

W-Rentenbezieher, die im Monat November 2001 das 45. Lebensjahr - vorausgesetzt alle anderen Kriterien liegen vor 2002 - haben dieses Problem eindeutig nicht, da der Rentenservice die Rente im Dezember ausgezhlt hat. Der Stichtag für altes Recht ist der 31.12.2001.

Experten-Antwort

Hallo autoBelegabruf,
sorry, aber irgendwie stehe ich auf dem Schlauch – ich verstehe das Problem immer noch nicht.
Die Besteuerung der Rente richtet sich doch nicht danach, nach welchem Rentenrecht die Hinterbliebenenrente berechnet wurde.
Das „alte“ Hinterbliebenenrecht bestimmt lediglich die Höhe der Hinterbliebenenrente (60 oder 55 % der Versichertenrente) und die ggf. auf die Rente anzurechnenden Einkommensarten. Nicht aber die Besteuerung dieser Rente.
Hinsichtlich der Besteuerung ist es so, dass bei Rentenbeginn vor dem 01.01.2005 50 der Jahresrente als statischer Freibetrag festgelegt wird. Dies hat aber nichts mit den Berechnungsvorschriften der Rente zu tun.
M. E. müsste es in Ihrem Fall steuerlich völlig egal sein, ob als Renten- oder Zahlungsbeginn das Jahr 2001 oder 2002 angegeben wird.
Die Rentendaten werden vom Rententräger an die ZfA in Berlin übermittelt. Dort werden die Daten gesammelt und an die Finanzverwaltung weitergeleitet.

von
autoBelegabruf

Es tut mir leid, eben nicht. Erklärung mit Beispiel:
Wenn die Steuerklärung mit dem geforderten automatischen Belegabruf beim Finanzamt zur elektronischen Versendung eingelesen wird, wird nicht mehr gefragt, wann der Ehepartner verstorben ist (In diesem Fall 1998).
Da wird entsprechend der Übermittlung der Daten an das Finanzamt statt vor 2002 nach 2002 berechnet!
Somit ergibt sich ein krasser Differenzbetrag bei der Ermittlung des Besteuerungsanteils.
Hier, in diesem speziellen Fall: Ermittlung des Besteuerungsanteils der Rente nach altem Recht 3.404 EUR - und nach neuem Recht 4.236 EUR!
Diese Differenz wird erzeugt in der Steuererklärung durch den „Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn“ und dem „Ertragsanteil der Rente“. Nach „neuem Recht“ wird die Frage des Rentenbeginns nicht gestellt!
Leider lässt sich hier kein Foto zum besseren Verständnis der steuerlichen Berechnung durch Elster einfügen.
Es stellt sich immer noch die Frage, wie dieser Widerspruch aufgehoben werden kann?! Bei im November geborene Bezieher wird ein automatisches „vor 2002“ generiert. Und dann gibt es die Differenz nicht mehr.

von
Rentenschmied

Hallo,
ich sehe das eher mal als Problem der Steuerverwaltung an. Was kann die RV dafür wenn das Elster-Programm u.U. falsch arbeitet?
Die Meldungen der RV gehen an die ZfA in Berlin in einem millionenfach geprüften Verfahren und als genau festgelegte Datensätze. Ich kann mir nicht vorstellen dass hierbei ein Fehler vorliegen sollte.
Wenn`s nicht klappt lassen Sie sich von der RV eine Steuerbescheinigung für 2018 zusenden und füllen die Steuererklärung von Hand aus.
Mit besten Grüßen

von
autoBelegabruf

Ihre Antwort hilft bei der Behebung dieses Widerspruchs nicht.
Im Zeitalter der Digitalisierung wird solch ein Problem nicht mit einer handschriftlichen Steuererklärung gelöst.

von
Cassandra

Trotzdem ist das hier kein Problem der Rentenversicherung.
Wenden Sie sich an das Finanzamt.

von
Cassandra

Trotzdem ist das hier kein Problem der Rentenversicherung.
Wenden Sie sich an das Finanzamt.

von
santander

Wo liegt das Problem?
Mit dem Steuerbescheid erhalten die Berechnungsgrundlagen des Finanzamtes.
Mit der Rentenbezugsbescheinigung der DRV erhalten sie die gemeldeten Daten.
Jetzt können sie feststellen wer was "falsch" gemacht hat.

von
Steuer

Zitiert von: autoBelegabruf
Ihre Antwort hilft bei der Behebung dieses Widerspruchs nicht.
Im Zeitalter der Digitalisierung wird solch ein Problem nicht mit einer handschriftlichen Steuererklärung gelöst.

Ihre Penetranz bezüglich eines steuerrechtlichen Problems, wird von der Rentenversicherung nicht gelöst werden, ob Sie das nun einsehen wollen oder nicht.

Experten-Antwort

Guten Morgen autoBelegabruf,
nach Ihrer Schilderung schließe ich mich Rentenschmied an und denke, dass es ein Programmproblem bei der Steuerverwaltung ist. Da können wir Ihnen leider nicht helfen. Vielleicht lassen Sie sich von der Rentenversicherung wirklich eine Steuerbescheinigung in Papierform zusenden, vergleichen die Angaben und tragen das Problem ggf. der Steuerverwaltung vor?
Ganz zur Not haben Sie ja dann auch – nach digitaler und ggf. fehlerhafter Steuerberechnung – die Möglichkeit des Widerspruchs gegen den Steuerbescheid und können dann die Papier-Bescheinigung als Nachweis vorlegen.

von
autoBelegabruf

In der Weiterführung zu diesem Widerspruch werde ich mich – wie empfohlen - an die Steuerverwaltung wenden. Die Ursache habe ich erkannt, nur ein Ansprechpartner fehlte.
Ich danke allen Diskussionsteilnehmern für ihre Mühe, insbesondere denen, die geduldig das Problem – welches nur eine bestimmte Gruppe in einem bestimmten Lebensabschnitt betrifft - diskutierten.