Witwenrente und Regelaltersrente

von
Ringi

Bin seit 1998 im Bezug einer gr. Witwenrente. Seit April 2017 bin ich in der Regelaltersrente. Erhöht sich meine Witwenrente jetzt da mein Einkommen geringer ist?

von
Klugpuper

In der Regel ja, aber nicht zwingend.
Ohne weitere Eckdaten kann man recht wenig zu sagen.

Sie haben doch sicher einen neuen Bescheid zu der Witwenrente bekommen. Wenn nicht, zur Rentenanpassung kommt bestimmt ein Schreiben, aus dem die neuen Zahlbeträge hervorgehen.

Alternativ suchen Sie einfach eine Auskunfts- und Beratungsstelle auf, dort kann man Ihnen weiterhelfen.

von
Ringi

Es kam leider noch kein Bescheid zwecks der Witwenrente. Daher auch meine Frage

von
Ringi

Es kam leider noch kein Bescheid zwecks der Witwenrente. Daher auch meine Frage

von
Rechner

Wie hoch war ca. Ihr Brutto-Einkommen bis März?
Wie hoch ist ca. Ihre Brutto-Regel-Altersrente?

von
W*lfgang

Zitiert von: Ringi
Es kam leider noch kein Bescheid zwecks der Witwenrente. Daher auch meine Frage
Ringi,

wurde beim Altersrentenantrag eine entsprechende Mitteilung zur Witwenrente gemacht, Vordruck 0660 ausgefüllt?

Gruß
w.

von
eos

Die Versicherungskonten, aus denen die Altersrente und Witwenrente gezahlt werden, sind miteinander gekoppelt. Das heißt, dass mit Altersrentenbescheid auch der Träger, der die Witwenrente zahlt, eine Mitteilung erhalten hat.
Was in dieser Mitteilung in der Regel nichthervorgeht ist, ob Sie neben der Altersrente noch (weiter) Arbeitsentgelt/Arbeitseinkommen erzielen (was ja legitim ist). Dies hätte natürlich Auswirkung auf die Einkommensanrechnung der Witwenrente, weshalb man pauschal nicht einfach unterstellen kann: Mmh, jetzt geht sie in Altersrente, dann fällt ja auch das Einkommen tagenau weg.
Oftmals wird noch nebenbei ein Minijob ausgeübt, was für die Altersrente unschädlich ist, für die Witwenrente aber elementar.

Tipp:
Wenn Sie seit April keinen Witwenrentenbescheid mehr erhalten haben (die Einkommensanrechnung ist mit Beginn der neuen Einkommensart zu überprüfen), sollten Sie beim Träger Ihrer Witwenrente
1.) anrufen und mal kurz fragen, ob dort die Mitteilung über den Altersrentenbezug eingegangen ist
bzw.
2.) eine Dokument vorlegen, aus dem ersichtlich ist, dass die Beschäftigung zum 31.03. endete und selbst bestätigen, dass seit 01.04. keinerlei anderes Einkommen mehr vorliegt.**

**die Beschäftigungsdaten fließen in Ihr eigenes Konto (=Altersrente) ein. Die Kollegen, die sich mit der Witwenrente beschäftigen (= das Konto Ihres verstorbenen Mannes) haben keinen Einblick auf dieses und sind auf Ihre Mitteilungen angewiesen, damit alles richtig läuft.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ringi,

bei einem Wechsel von Arbeitsentgelt / Arbeitseinkommen in eine Altersrente handelt es sich um eine Einkommensänderung. Einkommensänderungen sind grundsätzlich erst vom nächstfolgenden 1. Juli an zu berücksichtigen. Allerdings können Minderungen des Einkommens bereits vom Zeitpunkt ihres Eintritts an berücksichtigt werden, wenn das laufende Einkommen im Durchschnitt voraussichtlich um wenigstens 10 % geringer ist als das bisher berücksichtigte Einkommen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der 10 %-Vergleich mit den um den gesetzlichen Pauschalabzug verminderten Einkünften durchgeführt wird.

Beispiel:
Arbeitsentgelt monatlich 2000,00 Euro ./. 40 % Pauschalabzug = 1200,00 Euro
Altersrente monatlich 1300,00 Euro ./. 14 % Pauschalabzug = 1118,00 Euro

Lösung:
Obwohl die monatliche Rente in Höhe von 1300,00 Euro mindestens 10 % geringer ist als das Bruttoarbeitsentgelt in Höhe von 2000,00 Euro, kann die Einkommensänderung nicht sofort berücksichtigt werden, da der Unterschied zwischen dem pauschalierten "Nettoentgelt" in Höhe von 1200,00 Euro und der pauschalierten "Nettorente" in Höhe von 1118,00 Euro nicht mindestens 10 % beträgt.
Die Einkommensänderung kann in diesem Beispielsfall erst zum 1. Juli bei der Witwenrente berücksichtigt werden.

Da dem Rentenversicherungsträger eine Einkommensminderung nicht in jedem Fall bekannt wird, empfehlen wir Ihnen, sich diesbezüglich mit dem für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen.