Wo krankenversichert bei erwerbsunfähigkeitsrente

von
Gregor

Guten Tag

Zur Situation...
Meine Mutti hat seid längerem die erwerbsungähkeitsrente zugesprochen bekommen, jedoch hat sie weiterhin nach der Krankheit voll gearbeitet aber ab dem 1.12. geht sie in diese über, sprich sie arbeitet dann nur noch auf 450euro.
Bei der Rentenversicherung ist der 1.12. Auch angegeben aber sie bekommt das Geld erst ab dem 1.1. ,da sie ja sogesehen für dieses Jahr zuviel verdient hat, da ja voll gearbeitet.
Ist ja auch soweit so gut.
So wie es ausschaut bekommt sie also für den Monat Dezember keine erwerbsunfähigkeitsrente und hat nur das Gehalt von 450ca...
Krankenversichert wird sie dann ja auch erst ab dem 1.1.2022 über die Rentenversicherung.
Wo soll meine Mutter sich denn nun krankenversichern für den einen Monat?
Wir wollen kein Hartz 4 für den Monat Dezember beantragen, da wir den Monat so überbrücken wollen.
Besteht die möglichlichkeit beim Arbeitsamtsamt eine Krankenversicherung zu bekommen, dass diese die Krankenversicherung übernehmen, ohne Hartz 4 zu beantragen?
Jeder Mensch muss ja irgendwo versichert sein.
Danke im voraus

Experten-Antwort

Hallo Gregor,

da dies ein Rentenforum ist, können wir leider keine Auskünfte zur Krankenversicherung geben.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Wibbelfutt

Hallo,

wende dich an die Krankenkasse. Die helfen dir garantiert. Grundsätzlich ist es so, dass du auch bei Rentenbezug bei deiner Krankenkasse versichert bleibst, es sei denn, du möchtest sie wechseln.
Ich meine auch schon mal was von einem 'nachgehenden' Anspruch von einigen Wochen gehört zu haben. Soll heißen, wenn es um wenige Wochen geht, kann es sein, dass deine Mutti durchgängig versichert ist.

Aber bitte - lass es dir von der Krankenkasse erklären.

Bin nur kein Freund von: Ich bin nicht zuständig... und Menschen im Regen stehen lassen!

von
Wibbelfutt

Hallo,

wende dich an die Krankenkasse. Die helfen dir garantiert. Grundsätzlich ist es so, dass du auch bei Rentenbezug bei deiner Krankenkasse versichert bleibst, es sei denn, du möchtest sie wechseln.
Ich meine auch schon mal was von einem 'nachgehenden' Anspruch von einigen Wochen gehört zu haben. Soll heißen, wenn es um wenige Wochen geht, kann es sein, dass deine Mutti durchgängig versichert ist.

Aber bitte - lass es dir von der Krankenkasse erklären.

Bin nur kein Freund von: Ich bin nicht zuständig... und Menschen im Regen stehen lassen!

von
Siehe hier

Davon ausgehend, dass Ihre Mutter gesetzlich versichert ist und deshalb dann in der KVdR (Krankenversicherung der Rentner) versichert sein wird:

Sehen Sie sich den Rentenbescheid Ihrer Mutter noch mal genau an und überprüfen Sie, ob die Rente im Dezember tatsächlich wegen eines Hinzuverdienstes nicht ausbezahlt wird.

Dies erscheint mir etwas ungewöhnlich, denn wenn der Rentenbeginn tatsächlich erst am 01.12.21 ist, wäre der Verdienst davor 'egal'. Oder wird nur wegen des Wechsels auf nunmehr minijob die Rente ab Januar neu berechnet?

Aber wenn der Rentenbeginn der 01.12.2021 ist kann dort nämlich durchaus auch stehen, dass die laufende Zahlung am 01.01.2022 beginnt.

Da steht dann in etwa also 'Ihnen wurde ab 01.12.2021 eine Rente wegen voller Erwerbsminderung ab dem 01.12.21 bewilligt. Die laufende Zahlung beginnt am 01.01.2022'.

Diese 'Vorlaufzeit' wäre nicht ungewöhnlich, weil die Bescheiddaten erst einmal an den Postrentendienst (der ist für die Auszahlung zuständig) übermittelt werden muss.

In dem Fall hätte Ihre Mutter bereits für den Monat Dezember 2021 einen Anspruch auf die Rente (der nachbezahlt wird) und wäre auch über die Rente krankenversichert.

Die Auszahlung ab 01.01.22 erfolgt übrigens immer zum Monatsende, d.h. ggfs. müssten Sie also auch den Januar noch finanziell überbrücken (krankenversichert wäre ihre Mutter dann aber bereits ab 1.1.).

Wenn es tatsächlich so ist, dass im Dezember die Rente nur wegen eines zu hohen Hinzuverdienstes nicht ausbezahlt wird (weil bisher zu viel verdient wurde und die Rente doch schon mit Beginn VOR dem 01.12.2021 bewilligt wurde), dann könnte Ihre Mutter auch mit dem Arbeitgeber vereinbaren, dass sie im Dezember etwas mehr als Minijob arbeitet bzw. verdient, denn ab 451,00 EUR wäre es dann schon ein Midijob und sie wäre dann über diese Tätigkeit krankenversichert. (Details zu minijob/midijob unter minijobzentrale.de). Auf den einen Monat mehr 'Anrechnung' käme es dann ja auch nicht mehr an...

Gucken Sie also noch mal in den Rentenbescheid.

Und wegen der im vorherigen Beitrag erwähnten 'Nachversicherungszeit' erkundigen Sie sich bei der zuständigen Krankenkasse.

Alles Gute!

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