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Zurechnungszeit ab 2019

von
Rainer

Hallo, ich 1960geb.bin seit Januar krank,darf meinen Beruf nicht mehr ausüben und muss wahrscheinlich EM Rente beantragen.Bekomme ich die neue Zurechnung,wenn die Antragstellung im Oktober an die RV gesandt wird oder sollte ich bis Januar warten.habe 41 Jahre ununterbrochen eingezahlt !

von
Fastrentner

Zunächst stellt sich die Frage seit wann Sie erwerbsgemindert sind.
Sollte das tatsächlich seit Januar 2018 so sein und würde Ihnen eine befristete Erwerbsminderungsrente zugesprochen werden, würde der Rentenbeginn ab Monat der Antragstellung sein, da mehr als 7 Monate seit Eintritt der Erwerbsminderung vergangen sind.
Die Antragstellung ab Januar 2019 würde dann zu einem Rentenbeginn in 2019 führen und damit zur Gewährung einer längeren Zurechnungszeit (wenn das geplante Gesetz auch verabschiedet wird).
Falls Sie allerdings durch Ihre Krankenkasse zur Antragstellung auf eine Reha aufgefordert werden oder wurden und dieser Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet wird, gilt das Datum des Rehaantrags als Rentenantrag und damit läge der Rentenbeginn in 2018 und es würde nur die aktuelle Zurechnungszeit berücksichtigt.

von
Rentenuschi

Wenn Sie seit Januar 2018 krank sind und im Oktober die Rente beantragen, wird der Rentenbeginn ganz sicher vor Januar 2019 sein.
Wann der Rentenbeginn ist, hängt aber auch davon ab, OB überhaupt ein Rentenanspruch besteht, wann der Leistungsfall eingetreten ist (möglicherweise Januar 2018), ob Sie zwischenzeitlich eien Reha-Maßnahme beantragt hatten und ob die Rente ggf. nur befristet gewährt wird.

Es ist schwer, hier etwas zu raten. Wenn hier nur der Rentenantrag (und kein Reha-Antrag) zugrunde gelegt wird, dann sollten Sie bis 2019 warten, wenn Sie von der höheren Zurechnungszeit profitieren wollen.
Die Frage ist nur, ob die Krankenkasse so lange mitspielt.

Bin mal gespannt, wie lange es wohl dauert, bis der erste Bestandsrentner wegen Ungleichbehandlung klagen wird.

Erfahrungsgemäß dürfte es nur ein paar Wochen dauern.

MfG

von
sturkopp

Moin,

Zitiert von: Rainer
Hallo, ich 1960geb.bin seit Januar krank,darf meinen Beruf nicht mehr ausüben und muss wahrscheinlich EM Rente beantragen.Bekomme ich die neue Zurechnung,wenn die Antragstellung im Oktober an die RV gesandt wird oder sollte ich bis Januar warten.habe 41 Jahre ununterbrochen eingezahlt !

ob sich das lohnt? Für 3 Monate Zurechnungszeit so ein Theater zu machen und evtl. Zeit bei der Bewilligung verlieren.

Geplante Regelung Lt. § 253 SGB VI zur Zurechnung.

von
sturkopp

Moin,

Zitiert von: Rainer
Hallo, ich 1960geb.bin seit Januar krank,darf meinen Beruf nicht mehr ausüben und muss wahrscheinlich EM Rente beantragen.Bekomme ich die neue Zurechnung,wenn die Antragstellung im Oktober an die RV gesandt wird oder sollte ich bis Januar warten.habe 41 Jahre ununterbrochen eingezahlt !

ob sich das lohnt? Für 3 Monate Zurechnungszeit so ein Theater zu machen und evtl. Zeit bei der Bewilligung verlieren.

Geplante Regelung Lt. § 253 SGB VI zur Zurechnung.

von
Modi1969

Hallo,

Sollte das Rentenpaket 2019 kommen, würde die Zurechnungszeit nicht wie bisher vorgesehen um 3 Monate steigen (62 +6), sondern ad hoch auf 65+8(?). Auf jeden Fall mehr als 3 Jahre mehr rentenrechtl. relevante Zeiten, die dem stests mit Durchschnittsverdienst Beschäftigten an die 100 Euro (vor Abschlag) mehr Bruttorente bescheren würden. Da lohnt das Warten auf 2019 allemal.
Blöd nur, wenn das Dispositionsrecht durch KK oder AFA eingeschränkt ist und somit die Verrentung in 2018 erfolgen muss...
Es bleibt aber erstmal abzuwarten, ob die Gesetzesänderung auch wirklich so kommt (Gegenwind von AG-Seite ist ja schon da..)

von
Modi1969

Zur gefühlten Benachteilung der Bestandsrentner bei Änderung ab 01-2019:
Zunächst hat das BVerfG dem Gesetzgeber ausdrücklich erlaubt, Stichtagsregelungen bei Rechtsänderungen einzuführen.
So retteten in der Vergangenheit Stichtage und davor beginnende Renten den einzelnen Rentner vor den Verschlechterungen des neuen Rechts. Niemand beschwerte sich seitens der Bestands-BU/EU-Rentner, dass für Neu-EM-Rentner Anfang des Jahrtausends oder dass für Neu-Altersrentner in den 90er Jahren Rentenabschläge eingeführt wurden, die eigene bezogene Rente sich aber nicht mionderte.
Mit dem Rentenpaket 2014 erfolgte erstmals eine Reform, die für Neurentner ein besseres Recht beinhaltete und schon ärgern sich alle, die das schlechtere Bestandsrecht behalten müssen.
Würe man die Bestandsrentner in die Verbesserung einbeziehen, wo sollte die Grenze gezogen werden?
Alle BU/EU-Rentner mit < 60-Jahre-Zurechnungszeit oder nur die EM-Rentner seit 2014 ( Zuzeit 62) oder auch die Altersrentner, die zuvor EM-Rente bezogen oder auch die Witwen, deren verstorbene Ehepartner zuvor Alters- und davor noch EM-Rente bezogen hatten? Sie sehen, bei jeder Regelung wird es Personen geben, die sich beschweren, nicht zu profitieren.
Müsste die DRV wirklich auch alle Bestandsrenen neu berechnen, wären dies höchstwahrscheinlich Millionen Renten, die die Sachbearbeitung für Monate von der Bewilligung von Neurenten abhalten würden. Maschinell a la Mütterrente würde dies nämlich nicht laufen, dafür ist die Rentenformel zu komplex und individuell. Von den Kosten dieser Reform für das System willich mal gar nicht sprechen...
Leider ist es aber so, dass wir nicht bei Wünsch-Dir-Was, sondern bei So-Isses sind.
Letzlich führt die DRV aus, was der Gesetzgeber beschließt.

von
SE

Hallo Modi 1969,
die Rentenabschläge bei Erwerbsminderung wurden erst ab 2001
eingeführt.
Die Abschaffung der Erwerbsunfähigkeitsrente war Verfassungsbruch.
Aus der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention entstehen Rechte.
Bei der "Mütterrente" geht man auch zurück.
Für die Bestandsrentner bei Erwerbsminderung könnte man auch eine Lösung finden, aber man will nicht.
Das ganze Rentenrecht ab 2001 hat das Ziel weiter die Privatisierung der Renten voranzutreiben.
Andere Länder wie Österreich gingen bessere Wege und keine Teilprivatierung der Renten.
Keiner sucht sich die Erwerbsminderung aus. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme der Altersrente da sucht man sich den Zeitpunkt aus. Und da sind die Rentenabschläge berechtigt. Aber nicht bei Krankheit, Unfall usw.

von
Baldrian

Zitiert von: Ines

Und diese Klage wird zurecht eingereicht.

....und garantiert verloren.
Warum ausgerechnet in diesem Fall keine Stichtagsregelungen erlaubt sein sollten, ist nicht erkennbar.

Übrigens erfolgt die Angleichung der Zurechnungszeiten auf 67 Jahre stufenweise, so dass auch die "Neurentner" ab 2019 im Jahr 2020 ebenfalls "Bestandsrentner" sein werden, die weniger bekommen als die "Neurentner" ab 2020.

Also müssten die Zurechnungszeiten schlagartig für ALLE Bestandsrentner und Neurentner auf 67 Jahre angehoben werden, damit sich kein Bestandsrentner ungerecht behandelt fühlt.

Und DAS wäre definitiv nicht vernünftig finanzierbar und auch völlig unnötig!

von
Baldrian

Zitiert von: SE

Die Abschaffung der Erwerbsunfähigkeitsrente war Verfassungsbruch.

Das hat das Bundesverfassungsgericht WANN entschieden?
Zitiert von: SE

Bei der "Mütterrente" geht man auch zurück.

Ja und?
Es hat ja niemand betritten, dass man "zurückgehen" könnte.
Der Gesetzgeber will es ganz einfach nicht. Und das ist sein gutes Recht.
Zitiert von: SE

Für die Bestandsrentner bei Erwerbsminderung könnte man auch eine Lösung finden, aber man will nicht.

So ist es. Man WILL nicht. Finden Sie sich damit ab.
Zitiert von: SE

Keiner sucht sich die Erwerbsminderung aus. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme der Altersrente da sucht man sich den Zeitpunkt aus. Und da sind die Rentenabschläge berechtigt. Aber nicht bei Krankheit, Unfall usw.

Alleine die vermutlich längere Rentenbezugsdauer rechtfertigt Abschläge für EM-Rentner.
Und das wurde auch vom Bundesgerichtshof bestätigt.

von
Baldrian

Zitiert von: Baldrian

Und das wurde auch vom Bundesgerichtshof bestätigt.

Es sollte natürlich "Bundessozialgericht" heißen.

von
Rentenuschi

Zitiert von: Modi1969
Zur gefühlten Benachteilung der Bestandsrentner bei Änderung ab 01-2019:
Zunächst hat das BVerfG dem Gesetzgeber ausdrücklich erlaubt, Stichtagsregelungen bei Rechtsänderungen einzuführen.
So retteten in der Vergangenheit Stichtage und davor beginnende Renten den einzelnen Rentner vor den Verschlechterungen des neuen Rechts.

Wie gut die Stichtagssache funktioniert, wenn sich die Leistungen durch neues Recht verbessern, sieht man wunderbar an dem Mütterrentengewurschtel. War bis 2014 eigentlich alles ganz einfach ;-)

Experten-Antwort

Hallo Rainer,
ob Sie von den geplanten Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrenten profitieren können, hängt davon ab, wann die Erwerbsminderung eingetreten ist und wann der Antrag gestellt wird. Denn nur bei einem Rentenbeginn ab 01.01.2019 käme die verlängerte Zurechnungszeit zum Zug. Da hinsichtlich des Eintritts der Erwerbsminderung nur spekuliert werden kann, können Sie einen späteren Rentenbeginn nur durch eine spätere Antragstellung beeinflussen. Dies ist möglich, soweit Ihr Gestaltungsrecht nicht durch andere Leistungsträger, wie z. B. der Krankenkasse eingeschränkt ist.

von
Hans Huber

Zitiert von: Baldrian
Zitiert von: Ines

Und diese Klage wird zurecht eingereicht.

....und garantiert verloren.
Warum ausgerechnet in diesem Fall keine Stichtagsregelungen erlaubt sein sollten, ist nicht erkennbar.

Übrigens erfolgt die Angleichung der Zurechnungszeiten auf 67 Jahre stufenweise, so dass auch die "Neurentner" ab 2019 im Jahr 2020 ebenfalls "Bestandsrentner" sein werden, die weniger bekommen als die "Neurentner" ab 2020.

Also müssten die Zurechnungszeiten schlagartig für ALLE Bestandsrentner und Neurentner auf 67 Jahre angehoben werden, damit sich kein Bestandsrentner ungerecht behandelt fühlt.

Und DAS wäre definitiv nicht vernünftig finanzierbar und auch völlig unnötig!

Und wenn das wie Sie schreiben völlig unnötig ist warum macht man dann immer ein neues Gesetz und lässt es nicht beim alten?

Wenn die Bestandsrentner mit Zurechnungszeit bis 60 auskommen warum soll das für die neuen Erwerbsminderungsrentner anders sein?

An der Formel wie sich die Gesamtpunkte ergeben wird ja nichts geändert der einzige Unterschied ist halt die 2++++++++++++Jahre Zurechnungszeit für die neuen Zugänge.

von
Sina

Hallo
Ich habe eu rente bis mai 18 gehabt. Eine verlängerung wurde abgelehnt. Ich bin ein Tag in der Arbeit gewesen und woeder krank geschrieben. Zurzeit bekomme ich krankengeld. Meine wiederspruch läuft. Mit höhe wahrscheinlichkeit werde ich eine verlängerung bekommen. Wenn diese zusage im 2019 ist wird meine rente nach neue regelung berechnet?

von
Sina

Hallo
Ich habe eu rente bis mai 18 gehabt. Eine verlängerung wurde abgelehnt. Ich bin ein Tag in der Arbeit gewesen und woeder krank geschrieben. Zurzeit bekomme ich krankengeld. Meine wiederspruch läuft. Mit höhe wahrscheinlichkeit werde ich eine verlängerung bekommen. Wenn diese zusage im 2019 ist wird meine rente nach neue regelung berechnet?

von
DRV

Zitiert von: Sina
Hallo
Ich habe eu rente bis mai 18 gehabt. Eine verlängerung wurde abgelehnt. Ich bin ein Tag in der Arbeit gewesen und woeder krank geschrieben. Zurzeit bekomme ich krankengeld. Meine wiederspruch läuft. Mit höhe wahrscheinlichkeit werde ich eine verlängerung bekommen. Wenn diese zusage im 2019 ist wird meine rente nach neue regelung berechnet?

Wenn dem Widerspruch stattgegeben wird, handelt es sich um eine Verlängerung der bisherigen Rente und damit nicht um einen neuen Leistungsfall. Das vermutlich neue Recht ab 2019 wird dann nicht zur Anwendung kommen.

von
Sina

Danke für die Info. Ist dann aber ratsam den wiederspruch zurück ziehen und in paar Monaten einen neuen Antrag stellen?

von
Angela

Zitiert von: Sina
Danke für die Info. Ist dann aber ratsam den wiederspruch zurück ziehen und in paar Monaten einen neuen Antrag stellen?

Ist jetzt die Erwerbsminderungsrente zu einen Wunschkonzert geworden?

Auch wieder ein Beweis das diese neuen Zurechnungszeiten ein Unfug ist.

Entweder alle bekommen mehr oder man lässt es beim alten.

Experten-Antwort

Hallo Sina,

der Zeitraum der Zurechnungszeit verändert sich nur, wenn ein neuer (späterer) Leistungsfall (zum Beispiel, weil sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat)und Rentenbeginn festgestellt werden.