Zurück in den Beruf!

von
Frage

Hallo, kurz zur Vorgeschichte.
Ich bin im August letzten Jahre schwer erkrankt. Es war nich klar, ob und wie ich diese Erkrankung überlebe.
Ich lag wochenlang auf der ITS und kam dann sofort in Reha. Kostenträger GKV.
GKV forderte mich aufeinen Reha-Antrag beim Rentenversicherungsträger zu stellen. Damals befand ich mich noch in Reha.
Die Reha durch Rentenversicherung wurde abgelehnt und in einen Rentenantrag umgewandelt.
Es erfolgt eine weitere Reha durch GKV.
Diese Reha habe ich mit einer vorgeschlagenen Wiedereingliederung in 3-6 Monaten verlassen.

Mir geht es jetzt wirklich gut. Obwohl schlechte Diagnosen und Prognosen vorlagen sehe ich mich in der Lage meine Arbeit wieder aufzunehmen. Mein Arbeitgeber hat mir angeboten eine Wiedereingliederung, zunächt auf einem anderen Arbeitsplatz ( zur Schonung ) durchzuführen.

Allerdings belasten mich die schlechten Prognosen und Diagnosen. Obwohl diese nicht mehr "zutreffen", soll mir keine Wiedereingliederung ermöglicht werden.

Der umgewandelte Rehaantrag wurde in eine Rente umgewandelt. Nun ist keiner mehr zuständig. Eine wiedereingliederung durch GKV nicht. Und beantragte Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden ebenso abgelehnt.

Wie komme ich denn jetzt aus dieser Nummer raus?

Ja, ich war sehr krank und keiner konnte wissen, dass es mir nach so kurzer Zeit wieder so gut geht. Unter anderen, schlechteren Umständen wäre ich wohl froh über die Rente gewesen.

Also muss ich Rente nehmen, obwohl ich mich in der Lage sehe arbeiten zu gehen?

Die zuvor gestellten Diagosen bringen nur noch leichte Einschränkungen mit sich. Beispielsweise sind Lähmungen aufgeführt. Ja, ich hatte einen Rückenmarksinfarkt und konnte nur noch meine rechte Hand bewegen. Jetzt kann ich mich vollkommen normal bewegen.
Zu Anfang gestellte Diagnosen und jetzige Situation sind also vollkommen unterschiedlich.
Selbst zur beendeten Reha im Mai zu jetzt, sind enorme Fortschritte zu sehen.

Sorry das ich so viel schreibe, aber ich fühle mich momentan einfach, aufgrund von Diagosen fehleingeschätzt.

Zum VDK gehe ich nächte Woche. Dennoch erhoffe ich mir hier einige gewinnbringende Informationen

von
tzzzzz

Nehmen Sie die Beschäftigung wieder auf, dann wird erneut geprüft, ob Ihnen die Rente aus gesundheitlichen Gründen noch zu steht. Es kann auch passieren, dass festgestellt wird, dass die Beschäftigung zu Lasten der Gesundheit geht. Mit monetären Auswirkungen muss auf jeden Fall gerechnet werden, da jeglicher Hinzuverdienst Auswirkungen auf die Höhe der Rente haben kann.
Teilen Sie dies dem RVträger mit, alles andere wird sich zeigen.
Im schlimmsten Fall wird nicht nur der Zahlanspruch sondern auch der Grundanspruch auf die Rente entzogen, also eigentlich genau das was Sie wollen.

von
Frage

Diese Lösung ist mir bewusst.

Allerdings kann ich auch meinen Arbeitgeber verstehen. Der ist der Auffassung, dass die Rückführung in den Beruf über eine Wiedereingliederung erfolgen soll.

Ist ja auch verständlich. Schon bei weniger schweren Erkankungen ist eine stundenweise Rückführung möglich. Warum soll mich mein Arbeitgeber also einfach wieder voll beschäftigen oder aber die Wiedereingliederung durch stundenweise Rückführung alleine tragen?

Da muss es doch eine andere Lösung geben?

von
Schade

Solange Sie "nur stundenweise" arbeiten hätten Sie doch die "Teilrente" - wozu wollen Sie noch einen zusätzlichen Ausgleich?

von
Fortitude one

Hallo,

Sie sprechen andauernd von Diagnosen und Prignosen. Was sind das für Prognosen? Und in welchem Betuf wollen Sie wieder zurück? Machen Sie doch einfach Ihre eigene Wiedereingliederung. Arbeiten die erste Woche 2 Stunden pro Tag, die nächste Woche 3 Stunden pro Tag und dann soweiter. Und wenn es funktioniert gehen Sie wieder voll arbeiten und benachrichtigen die DRV. Das wars. Und jammern Sie nicht rum, es wäre keiner Zuständig für Sie. Bedenken Sie das Sie vor einiger Zeit sehr schwer krank waren und konnten nur noch eine Hand bewegen.

Mfg

von
Frage

Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt!

Zunächst möchte ich festhalten, dass es mir nicht um finazielle Mittel geht. Es geht lediglich darum einen Einstieg ins Berufsleben zu erhalten.

Ich kann doch nicht von 0 auf 100 beginnen. Dies ist auch nicht im Sinne meines Arbeitgebers. Beide Seiten benötigen ja sozusagen eine Belastungserprobung.

Ich wäre ja sogar bereit ohne Entgeld eine Eingliederung srich stundenweise Arbeitsaufnahme durchzuführen. Aber das geht nicht, da ich in dieser Zeit nicht Unfallversichert wäre. Läuft dies jedoch über eine "offizielle" Eingliederung, dann wäre "alles" möglich.

Kann man meine Fragestellung jetzt nachvollziehen?

Es ist doch nachvollziehbar, dass der Arbeitgeber auf eine Eingliederung besteht. Ich sage, ich komme arbeiten. Dann muss mein Arbeitsplatz für mich "frei" gemacht werden. Misslingt dann der Arbeitsversuch, steht mein Arbeitgeber doch doof da. Ohne mich und ohne einen Ersatz.

Oder ist hier mein Denkansatz vollkommen falsch?

Warum sollte mein Arbeitgeber sich denn auf so eine Unsicherheit einlassen, nur weil ich es wünsche. Ich könnte ja ebenso sagen, warum bekomme ich keine offizielle Eingliederung?

von
Fortitude one

Hallo,

eine offizielle Wiedereingliederung nach BEM ist nicht mehr gegeben. Wie ich sehe wollen Sie Ihre Erwerbsminderungsrente nicht mehr. Als der Rehaantrag zur Rente umgewandelt wurde, hätten Sie Widerspruch einlegen müssen. Sie haben es richtig erkannt. Aus dieser Nummer kommen Sie nicht mehr heraus. Ich gehe davon aus , da Sie unbedingt wieder arbeiten wollen, sind Sie noch relativ jung. Versuchen Sie es erstmal auf Stundenweise (450 €).

Mfg

von
FRage

Lieber Fortitude one !
Von jammern kann hier keine Rede sein. Und ich finde es auch nicht angebracht, dass Sie dies behaupten.
Ich stellte lediglich eine ernst gemeinte Frage und hatte mir Antworten erhofft. Hierfür ist dieses Formu ja auch da!
Ich werde schon einen Weg finden wieder arbeiten zu können.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frage,

die Übernahme der Kosten für eine stufenweise Wiedereingliederung durch den Rentenversicherungsträger ist hier leider ausgeschlossen. Diese käme nur in Betracht, wenn bereits die medizinische Rehabilitation auf Kosten des Rentenversicherungsträgers durchgeführt worden wäre und die Rehabilitationseinrichtung eine stufenweise Wiedereingliederung bereits während der Leistung angeregt hätte.

Hinsichtlich weiterer Möglichkeiten für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wäre noch folgendes anzumerken:

Soweit Sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, so ist eine Erbringung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben durch die Deutsche Rentenversicherung ausgeschlossen, da Sie nicht mehr dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Sollten Sie eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beziehen, so könnten - sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllten und Ihr bisheriger Arbeitsplatz damit erhalten werden kann bzw. ein konkreter neuer Arbeitsplatz bereits in Aussicht steht - Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben durch die Deutsche Rentenversicherung in Betracht kommen. Im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben könnte beispielsweise ein Eingliederungszuschuss an den neuen potentiellen Arbeitgeber gewährt werden.

von
=//=

"Es erfolgt eine weitere Reha durch GKV.
Diese Reha habe ich mit einer vorgeschlagenen Wiedereingliederung in 3-6 Monaten verlassen."

Das verstehe ich nicht. Haben Sie die stufenweise Wiedereingliederung über die Krankenkasse gemacht? Laut Ihren bisherigen Angaben ja wohl nicht, und wenn ja, weshalb nicht?

Wie bereits mehrfach erwähnt besteht über die gesetzliche RV keine Chance, die StWE bezahlt zu bekommen. Es sei denn, Sie erhalten eine teilweise EM-Rente. Ich vermute aber, dass es eine volle EM-Rente auf Dauer ist.

Vielleicht kann Ihnen auch die AfA irgendwelche "Hilfestellungen" geben? Fragen kostet nichts.

von
Frage

Es handelt sich um eine befristete volle Rente.Diese ist noch nicht bewilligt. Es wurde nur festgestellt, dass die Umwandlung des Reha-Antrages erfolgt ist. Zum weitern Antrag wurde ich dann von GKV angehalten. Dieser ist jetzt weg. Aufforderungen zu Antragstellung und Reha haben sich überschnitten.

UND DER ABGELEHNTEN REHA RV KONNTE ICH NICHT WIDERSPRECHEN. Wegen eingeschränktem Dispositionsrech.

Ich hatte somit von Anfang an keine Möglichkeit gegenzusteuern.

von
Frage

Es handelt sich um eine befristete volle Rente.Diese ist noch nicht bewilligt. Es wurde nur festgestellt, dass die Umwandlung des Reha-Antrages erfolgt ist. Zum weitern Antrag wurde ich dann von GKV angehalten. Dieser ist jetzt weg. Aufforderungen zu Antragstellung und Reha haben sich überschnitten.

UND DER ABGELEHNTEN REHA RV KONNTE ICH NICHT WIDERSPRECHEN. Wegen eingeschränktem Dispositionsrech.

Ich hatte somit von Anfang an keine Möglichkeit gegenzusteuern.

von
Frage

Es handelt sich um eine befristete volle Rente.Diese ist noch nicht bewilligt. Es wurde nur festgestellt, dass die Umwandlung des Reha-Antrages erfolgt ist. Zum weitern Antrag wurde ich dann von GKV angehalten. Dieser ist jetzt weg. Aufforderungen zu Antragstellung und Reha haben sich überschnitten.

UND DER ABGELEHNTEN REHA RV KONNTE ICH NICHT WIDERSPRECHEN. Wegen eingeschränktem Dispositionsrech.

Ich hatte somit von Anfang an keine Möglichkeit gegenzusteuern.

von
Frage

Es handelt sich um eine befristete volle Rente.Diese ist noch nicht bewilligt. Es wurde nur festgestellt, dass die Umwandlung des Reha-Antrages erfolgt ist. Zum weitern Antrag wurde ich dann von GKV angehalten. Dieser ist jetzt weg. Aufforderungen zu Antragstellung und Reha haben sich überschnitten.

UND DER ABGELEHNTEN REHA RV KONNTE ICH NICHT WIDERSPRECHEN. Wegen eingeschränktem Dispositionsrech.

Ich hatte somit von Anfang an keine Möglichkeit gegenzusteuern.

von
W*lfgang

Zitiert von: Frage
(...)
Frage,

haben Sie eine engagierte Schwerbehindertenvertretung vor /bei Ihrem Arbeitgeber /in Ihrem Rathaus, die da mit dem Arbeitgeber 'Gespräche/Vorschläge' zur Rückkehr an den Arbeitsplatz unternehmen könnte? Wäre mein erster Rat!

Daneben steht natürlich ggf. auch das Tarifrecht mit den Folgen einer festgestellten EM auf das Arbeitsverhältnis. Insofern können Sie hier nur laue Hinweise erhalten und hoffen, dass der VDK das richtig anpackt, dem solche Fälle sicher nicht unbekannt sein werden.

Gruß
w.