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DAK-Auswertung: Fehlzeiten im ersten Halbjahr trotz Corona stabil

Wider Erwarten ist ein Anstieg der Arbeitsunfähigkeit während der Corona-Krise ausgeblieben. Was waren die häufigsten Krankheitsarten?

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Hand hält eine Gesundheitskarte über einer Computertastatur. Bild: IMAGO / imagebroker / imago stock&people

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Berlin (dpa). Die Corona-Krise hat die Fehlzeiten nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit für ihre Versicherten im ersten Halbjahr 2020 nicht in die Höhe getrieben. Im Schnitt hatte demnach jeder Beschäftigte 7,6 Fehltage und damit genauso viele wie im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand blieb ebenfalls stabil bei 4,2 Prozent – so viele bei der Kasse versicherte Arbeitnehmer waren rechnerisch an jedem Kalendertag im ersten Halbjahr arbeitsunfähig geschrieben. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) hatten der Analyse zufolge zwischen Januar und März keine einzige Krankmeldung.

Überraschend: Zahlen bei Arbeitsunfähigkeit gleich geblieben

DAK-Chef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur, entgegen den Erwartungen sei ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben. Dabei gab es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne Praxisbesuch. Ausgewertet wurden Daten von 2,2 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten – darin gingen Fehlzeiten ein, für die eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an die Kasse geschickt wurde. Diese ist vorgeschrieben, wenn Beschäftigte länger als drei Tage fehlen.

Erhöht war der Krankenstand laut der Analyse vor allem im März mit 5,5 Prozent, in dem erste weitgehende Corona-Beschränkungen griffen. Im April ging er bereits zurück und lag im Mai mit 3,4 Prozent und im Juni mit 2,4 Prozent auf niedrigem Niveau. Hintergrund sei unter anderem ein leichter Rückgang der Fehlzeiten durch Verletzungen im ersten Halbjahr, hieß es zur Erläuterung. Wichtigste Krankheitsarten für Fehltage waren demnach Muskel-Skelett-Probleme mit 20,7 Prozent. Es folgten Atemwegserkrankungen, die auf einen Anteil von 18,3 Prozent zulegten – das Niveau von 140 Fehltagen je 100 Arbeitnehmer habe nun aber unter dem des Grippejahres 2018 gelegen.

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