Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung

Mit dem Firmenservice kommt die Deutsche Rentenversicherung direkt in die Betriebe. Das Ziel: Unternehmen und ihre Beschäftigten fit machen für die Zukunft und die Herausforderungen des demografischen Wandels. Dabei geht es nicht nur um gesundheitliche Prävention und Reha, sondern auch um Fragen zu Rente und betrieblicher wie privater Altersvorsorge.

Seminarleiter blättert ein Flipchart um. – Bild: wdv.de © Olaf Georg Hermann

Alle Informationen aus einer Hand

Die Idee des Firmenservice ist einfach: Arbeitgeber bekommen Informationen und Beratung zu zentralen Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge ihrer Beschäftigten vor Ort aus einer Hand. Hintergrund dieser Initiative der deutschen Rentenversicherung ist der Wandel in der Arbeitswelt.

  • Die Zahl der Menschen in erwerbsfähigem Alter wird geringer, gleichzeitig wächst die Altersgruppe der über 55-Jährigen in den Betrieben.
  • Alternde Belegschaften erfordern eine veränderte Personalpolitik in großen und kleinen Unternehmen.
  • Der Fachkräftemangel in vielen Wirtschaftszweigen nimmt zu, die Unternehmen müssen reagieren.
  • Viele ältere Beschäftigte scheiden aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend oder dauerhaft aus dem Erwerbsleben aus, Fachkompetenz und Erfahrung geht verloren.

Vor allem mittlere und kleinere Betriebe kann der demografische Wandel vor enorme Probleme stellen. Speziell geschulte Firmenberater kommen daher bundesweit zur gezielten Beratung in die Unternehmen. Dabei werden auch regionale und branchenspezifische Aspekte berücksichtigt. Das kostenlose Serviceangebot können Unternehmen jeder Größe in Anspruch nehmen.

Der Firmenservice richtet sich an Firmenchefs und ihre Vertreter, an Personalverantwortliche, Personal- und Betriebsräte, Werks- und Betriebsärzte und Schwerbehindertenvertretungen. Ziel ist immer ein Gewinn für beide Seiten: die Unterstützung von Unternehmen und Beschäftigten.

Der Firmenservice umfasst drei Themenfelder mit speziellem Fokus auf „Gesunde Beschäftigte“. Der Themenbereich „Rente und Altersvorsorge“ betrifft ebenfalls Arbeitgeber und Beschäftigte gleichrangig. Die Experten der Rentenversicherung beraten Unternehmer zudem in allen Fragen zu „Beiträgen und Meldungen zur Sozialversicherung“.

Gesunde Beschäftigte im Unternehmen

Gesunde Beschäftigte sind der wichtigste Baustein in diesem Modell.

  • Gesunde, motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter sind eine wesentliche Ressource eines Unternehmens.
  • Sie erzielen bessere Arbeitsergebnisse.
  • Sie haben weniger Fehlzeiten und eine höhere Motivation.
  • Sie steigern den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und bleiben ihm mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten länger erhalten.

Themen der Beratung sind:

  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Medizinische und berufliche Rehabilitation
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • Angebote anderer Sozialversicherungsträger

Gesundheitsförderung und Prävention

Etwa eine Million Beschäftigte scheidet jedes Jahr aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Viele von ihnen könnten noch arbeiten, wenn ihre Probleme rechtzeitig erkannt würden. Hier helfen die Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung.

Prävention ist Vorsorge, damit weder Körper noch Psyche krank werden. Die Ziele sind:

  • mit Belastung fertig werden,
  • Misserfolge wegstecken können,
  • Stress aushalten,
  • Körperlich fit bleiben.

Die Deutsche Rentenversicherung bieten unterschiedliche Präventionsprogramme an. Alle sind modular aufgebaut und in vier Phasen unterteilt. Der Firmenservice kennt die einzelnen Angebote und berät dazu.

Angebote zur Prävention richten sich an Beschäftigte mit ersten gesundheitlichen Problemen, die noch keine Reha erfordern. Präventionskurse sind empfehlenswert für:

  • Schichtarbeiter
  • Arbeiter und Angestellte mit körperlich einseitiger Belastung (langes Sitzen oder Stehen)
  • Menschen, die Angehörige pflegen
  • Führungskräfte (Stress)
  • Arbeitnehmer mit körperlich oder psychisch belastendem Arbeitsumfeld (Straßenbau, Pflege, Krankenhaus)
  • Alleinerziehende (drohende Überforderung)

Präventionsleistung beantragen: Ein Haus- oder Betriebsarzt kann den Präventionsbedarf feststellen und eine Reha-Maßnahme empfehlen. Die Initiative kann von interessierten Beschäftigten, aber auch von Betriebsärzten, Personalabteilungen oder Fachkräften für Arbeitssicherheit im Betrieb ausgehen. Der Firmenservice gibt praktische Tipps für Anträge, nennt Fristen und Voraussetzungen.

Medizinische und berufliche Reha

Der Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung bietet Unternehmen Informationen zu allen Fragen rund um das Thema Rehabilitation. Wenn Prävention keine Option mehr ist, kann eine Reha-Maßnahme dazu beitragen,

  • dass Beschäftigte auf lange Sicht gesund, motiviert und leistungsfähig sind.
  • dass sie ihr Fachwissen länger einbringen können.
  • dass damit ihr Betrieb auf Dauer im Wettbewerb bestehen kann.

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden dann empfohlen, wenn die Erwerbsfähigkeit eines Arbeitnehmers durch Krankheit oder Behinderung bereits erheblich gefährdet oder schon gemindert ist. Wer bereits an einer Prävention teilgenommen hat, kann später auch eine medizinische oder berufliche Reha in Anspruch nehmen, wenn die Notwendigkeit aus ärztlicher Sicht besteht.

Eine medizinische Reha folgt in der Regel auf eine akute Erkrankung oder eine schwere Operation. Ziel jeder Rehabilitation ist es, dass Versicherte wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können und nicht aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig in Rente gehen müssen.

Die berufliche Rehabilitation (LTA – Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) hilft, wenn wegen einer Krankheit oder Behinderung der Job in Gefahr ist und eventuell eine berufliche Neuorientierung nötig ist. Neubeginn im Arbeitsleben ist der Leitgedanke bei allen Reha-Angeboten:

  • Neubeginn am angestammten Arbeitsplatz,
  • in anderen Berufsfeldern oder
  • durch Entwicklung neuer beruflicher Chancen in Selbständigkeit.

Reha-Leistungen beantragen:

  • Die Initiative dazu geht in der Regel vom Haus- oder Betriebsarzt aus.
  • Der Patient kann aber auch selbst aktiv werden, den Antrag auf Rehabilitation muss er ohnehin selbst stellen.
  • Der Haus- oder Betriebsarzt steuert einen ärztlichen Befundbericht bei, auf dessen Basis über den Reha-Antrag entschieden wird.

Tipp: Lesen Sie dazu auch "Ihr Weg zur Reha" auf unserer Seite.

Speziell geschulte Firmenberater informieren in den Betrieben über persönliche und versicherungsrechtliche Voraussetzungen im Einzelfall und über das Leistungsangebot der Rentenversicherung.

Formulare für einen Reha-Antrag finden Interessenten im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Erwerbsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sichern und ihr vorzeitiges Ausscheiden aus den Erwerbsleben zu vermeiden, ist die Aufgabe des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Um krankheitsbedingte Fehlzeiten zu minimieren, berät der Firmenservice Unternehmen jeder Größe individuell beim Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Die Fachberater helfen Versicherten und Arbeitgebern bei der Analyse individueller Situationen. Das gilt für Ansprüche und Leistungen sowie die Auswahl der passenden Maßnahmen.

In manchen Fällen geht es um die Ausstattung des Arbeitsplatzes, damit dort dauerhaft gearbeitet werden kann, in anderen um eine Zusatzausstattung für ein Auto oder den behindertengerechten Um- und Ausbau von Wohnungen.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Im Fokus des Eingliederungsmanagements stehen die Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Der Gesetzgeber fordert von den Arbeitgebern Unterstützung dieser Beschäftigten, damit sie auch nach langen Ausfallzeiten wieder im Betrieb arbeiten können.

Welche Leistungen das sein können, darüber informieren die Berater des Firmenservice.

  • Der Firmenservice berät beim Aufbau eines Eingliederungsmanagements im Betrieb.
  • Dies kann eine Umstrukturierung des Arbeitsplatzes sein, in anderen Fällen kann eine medizinische oder berufliche Rehabilitation erforderlich sein.
  • Für das Finden der passenden Lösung können Ärzte, Betriebs- und Personalrat oder das Integrationsamt einbezogen werden.

Zweck ist immer die Wiedereingliederung in den Arbeitsablauf, je nach Schwere der Beeinträchtigung anfangs nur stunden- oder tageweise. Ist eine Rückkehr an den alten Arbeitsplatz nicht möglich, sollte eine Umsetzung erfolgen.

Der Erhalt der Erwerbsfähigkeit so lange wie möglich ist immer das oberste Ziel. Alle Maßnahmen, die dazu beitragen können, müssen bei den zuständigen Leistungsträgern beantragt werden.

Gutes Gesundheits- und Eingliederungsmanagement

  • wirkt krankheitsbedingten Fehlzeiten entgegen,
  • erhält den Unternehmen motivierte und leistungsfähige Beschäftigte,
  • bewahrt den Betrieben das Fachwissen und die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter,
  • bringt mehr Sicherheit in der Personalplanung (Rentenbeginn, Teilrente),
  • sorgt für Beschäftigtenbindung,
  • sichert Wettbewerbsfähigkeit,
  • bringt Imagegewinn für das Unternehmen.

Tipp: Die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung haben spezielle Produkte entwickelt. Für Informationen wenden Sie sich an Beratungsstellen in Ihrer Nähe (siehe Beratungsstellensuche rechts). Der Firmenservice der DRV vermittelt auch Kontakt zu anderen Sozialversicherungsträgern, wenn eine individuelle Sachlage dies erfordert.

Rente und Altersvorsorge

Je früher, umso besser. Altersvorsorge kann bares Geld sein. Sie geht jeden an, Beschäftigte und Arbeitgeber. Der Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung kommt direkt in die Betriebe, um beide Seiten bei einer langfristigen Planung zu unterstützen. Er informiert über die Zukunftsthemen Rente und Altersvorsorge und bietet dazu:

  • Sprechtage im Unternehmen mit Einzelberatung für interessierte Beschäftigte und Firmenchefs,
  • Vorträge und Seminare für Gruppen von Beschäftigten,
  • Info-Veranstaltungen rund um die gesetzliche Rente und die kapitalgedeckte Altersvorsorge,
  • Informationen über das Leistungsangebot anderer Sozialleistungsträger.

Jeder Beschäftigte hat einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Die Möglichkeiten sind oft nicht bekannt, vor allem in kleinen Betrieben. Der Firmenservice berät individuell, unabhängig und kostenlos über alle Aspekte der Altersvorsorge:

Von den Informationen zum Thema Rente und Altersvorsorge können Arbeitgeber und Beschäftigte gleichermaßen profitieren.

  • Unternehmen sichern sich Fachwissen und Wettbewerbsfähigkeit durch attraktive Angebote für ältere Beschäftigte, die sie länger binden können,
  • bekommen mehr Sicherheit in der Personalplanung,
  • gewinnen an positivem Image.

Handfeste Vorteile bringt die individuell passende Information dem Beschäftigten, wenn er:

  • einen flexiblen Übergang in den Ruhestand wählt,
  • vor der Regelaltersgrenze aussteigen will und sich durch Teilrente einen Hinzuverdienst ermöglicht oder
  • erst nach Erreichen der persönlichen Altersgrenze in den Ruhestand treten will.

Info: Kontakt zum Firmenservice und zu den Servicezentren für Altersvorsorge bekommen Sie über die kostenlose Service-Nummer 0800 1000 453 oder auf www.deutsche-rentenversicherung.de.

Beiträge und Meldungen zur Sozialversicherung

Die Experten im Firmenservice der Rentenversicherung beraten Unternehmen auch in Fragen zur termingerechten Meldung ihrer Beschäftigten und zur korrekten Abführung von Beiträgen zur Sozialversicherung.

Das Angebot richtet sich bei größeren Unternehmen an Mitarbeiter in Personalabteilungen und Lohnbüros. Profitieren können davon vor allem kleine und kleinste Betriebe ohne spezielles Personal in diesem Bereich. Ihr Vorteil:

  • effizientere Abwicklung
  • weniger Fehler
  • abgesicherte Beschäftigte

FAQ Firmenservice

Der Firmenservice ist ein bundesweites kostenfreies Beratungsangebot der Deutschen Rentenversicherung für Betriebe und Unternehmen.

Jedes Jahr scheiden etwa eine Million Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend oder dauerhaft aus dem Erwerbsleben aus. Der Firmenservice will dem mit Beratungs-, Präventions- und Rehabilitationsleistungen entgegenwirken. So kann die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Betriebs gesichert werden.

Die Deutsche Rentenversicherung hat alle Angebote für Arbeitgeber gebündelt. Sie bekommen Informationen und Beratung zu zentralen Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge ihrer Beschäftigten vor Ort aus einer Hand. Die Deutsche Rentenversicherung hat das Beratungsangebot zudem um Informationen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM), zum Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und zur Prävention erweitert.

Der Firmenservice richtet sich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Betriebsärztinnen und -ärzte, Personal- und Betriebsräte sowie Mitglieder von Schwerbehindertenvertretungen.

Der Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung will Betriebe und Beschäftigte fit machen für die Herausforderungen des demografischen Wandels. Dabei stehen drei Themenbereiche im Fokus:

  • gesunde Mitarbeiter (medizinische und berufliche Rehabilitation, Prävention, betriebliches Gesundheits- und Eingliederungsmanagement)
  • Rente und Altersvorsorge
  • Beiträge und Meldungen zur Sozialversicherung

Arbeitgeber bekommen Beratung aus einer Hand, wirken krankheitsbedingten Fehlzeiten ihrer Beschäftigten entgegen und vermeiden so meist erhebliche finanzielle und organisatorische Belastungen. Auf diese Weise stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und positionieren sich gegenüber der Belegschaft und der Öffentlichkeit als moderner Arbeitgeber.

Beschäftigte erhalten ihre Gesundheit, beugen Erschöpfung und chronischen Erkrankungen vor. Das wirkt sich einerseits positiv auf ihre Motivation im Beruf, ihre Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten aus. Andererseits steigert es ihre gesamte Lebensqualität auch über das berufliche Umfeld hinaus.

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